Polen
#16
Zitat:Mit dem EU-Beitritt wächst in Polen die Angst vor den Deutschen.
Da überteibt der Zeit-Journalist schon gehörig, genauso wie dieser hier mit seiner Aussage
Zitat:Nein, nein, das sind richtig böse Leute! Die kommen mit dem Knüppel!
Um des Wohlstands und Friedenswillen in Europa sollte man diese Rück-Forderungen fallen lassen. Wie ich schon mal geschrieben habe, die Deutschen sind nicht die einzigen die ein Teil von Teritorium lassen mussten. Vielmehr sind sie die jenigen die dieses initiert und angefangen (im 1939) haben. Polen hat noch mehr Teritorium verloren als Deutschland und so wie ich es sehe können die Polen mit dieser Sache gelassener umgehen. Nicht so verbissen, wehleidigt was manche, vorallem die älteren Deutschen, immer noch vorleben und zeigen.
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#17
Polen bekommt 5 militär Transportflugzeuge Hercules C-130k. :daumen::merci::welcome:
http://www.rzeczpospolita.pl/gazeta/wyd ... a_a_7.html (für diejenigen die polnisch kennen)
Diese Flugzeug-Übergabe wird im 2007 abgeschlossen sein und bis dahin werden diese Flugzeuge grundlegend, für 75 mln Dollar, modernisiert um die polnischen Anforderungen zuberücksichtigen. Gleichzeitig wird ein US-Serviceteam, am militär Flughafen Krakau-Balice, in Betrieb gehen.
[Bild: http://www.samoloty.waw.net.pl/pic/c130-113.jpg]
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#18
http://derstandard.at/?id=1790889

Polens Parlament will Kriegsreparationen von Deutschland
Regierung distanzierte sich umgehend - Empörung in Berlin

Zitat:Schon im ersten Punkt kommen sie zur Sache: Polen habe "bislang keinen angemessenen finanziellen Ausgleich und keine Kriegsreparationen für die gewaltigen Zerstörungen" erhalten, die durch deutsche Aggression verursacht wurden, durch "Besatzung, Völkermord und den Verlust der Unabhängigkeit Polens". Die polnische Regierung solle daher angemessene Maßnahmen gegenüber der deutschen Regierung ergreifen.

Geregelt wurde die Reparationsfrage im Potsdamer Abkommen vom Juli 1945. Darin legten die Siegermächte Großbritannien, USA und Sowjetunion fest, dass die UdSSR die Reparationsansprüche Polens aus ihrem eigenen Anteil an den Reparationen befriedigen solle. 1953 verzichteten Polen und die UdSSR auf weitere Reparationsleistungen, um mit dem Bruderstaat DDR wirtschaftliche Beziehungen aufbauen zu können.

Im Jahr 1970, beim Abschluss des Warschauer Vertrags mit der Bundesrepublik Deutschland, verzichtete Polen erneut auf Reparationen - diesmal gegenüber dem Westen. Bislang gingen deutsche Völkerrechtler davon aus, dass damit das Problem der Reparationen gelöst sei.

Nicht souverän

Die polnischen Abgeordneten meinen aber nun, dass Polen damals kein souveräner Staat gewesen sei und die Verzichtserklärungen somit keinen rechtsverbindlichen Charakter hätten............
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#19
Ja und so geht es weiter: GB verklagt D, D verklagt GB, USA verklagen Japan, Japan verklagt GB und USA, GB verklagt Japan, Singapore verklagt Japan, Frankreich verklagt Deutschland, Deutschland verklagt USA, USA verklagt D, Polen verklagt Russland, Russland verklagt D etc......................................................
:laugh:
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#20
Naja, wieder typisch Presselandschaft und Polithysterie. Was die "Preußische Treuhand" so von sich gibt, wird von keiner Regierungsstelle in Deutschland mitgetragen und ich bezweifle, dass die mit ihren Aktivitäten weit kommen, wenn sich die Politik anständig quer stellt. Aber in Polen wird das scheinbar wieder schön instrumentalisiert von gewissen europaskeptischen Kreisen. Die polnische Regierung will ja von Reparationen auch nichts wissen, das kommt mehr oder weniger nur aus dem Parlament.
Wenns nicht schon Herbst würde, könnte man meinen, das ist eine Sommerlochdebatte.:pillepalle:

Ach Rob, du hast Italien vergessen: die verklagen dann sowieso alle. Wink
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#21
Zitat:Ach Rob, du hast Italien vergessen: die verklagen dann sowieso alle.
ja dann brauchen sie auch nicht mehr die seite zu wechseln.Big Grin
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#22
Zitat:Turin postete
Naja, wieder typisch Presselandschaft und Polithysterie. Was die "Preußische Treuhand" so von sich gibt, wird von keiner Regierungsstelle in Deutschland mitgetragen und ich bezweifle, dass die mit ihren Aktivitäten weit kommen, wenn sich die Politik anständig quer stellt. Aber in Polen wird das scheinbar wieder schön instrumentalisiert von gewissen europaskeptischen Kreisen. Die polnische Regierung will ja von Reparationen auch nichts wissen, das kommt mehr oder weniger nur aus dem Parlament.
Wenns nicht schon Herbst würde, könnte man meinen, das ist eine Sommerlochdebatte.:pillepalle:

Ach Rob, du hast Italien vergessen: die verklagen dann sowieso alle. Wink
Jo, nur im Parlament sitzen die Politiker dieses Staates, die ja auch nicht immer nur Opposition sein werden, wenn überhaupt alle aus der Opposition sind.
Desweiteren sind solche Äußerungen in Polen stimmgaranten für jede Wahl.
Finde ich wieder völlig schwachsinnig. Genauso schwachsinnig wie die Treuhand. Ich meine dass es sie gibt ist gut,um auch an deren Leid zu erinnern.
Nur der Zug mit Entschädigung etc., ist schon lange abgefahren(60jahre!).
Könnten ja sonst auch an Schweden Reparationszahlunegn wegen 1618-48 anfordern.
Die Rolle des Opfers und des Täters ist schon lange geklärt, also müssen wir da ja dann auch gar nicht mehr gut drüber reden.
Dass die Polen in Deutschland aber auch alles andere als beliebt sind, ist denke ich jedem hier klar. Genauso wie die Käskappen:evil:
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#23
Ich denke mal, dass es an sich in dieser Diskussion keine Rolle spielen sollte, was der normale Deutsche auf der Straße in seiner Unwissenheit von unserem großen Nachbarn im Osten hält, ebenso ist es nicht so entscheidend, was nun der normale Durchschnittspole von den Deutschen hält ( und das Bild muss auch nicht nur gut seinRolleyes)

Also erste Bürgerpflicht in so einer Situation Ruhe bewahren.
Es ist leider so, dass in DEutschland ziemlich verschlafen wurde, wie sehr doch in Polen Deutschland inzwischen kritisch wieder beäugt wird.

Ich möchte jetzt die Irak Diskussion nicht wieder beginnen und die Diskussion über altes und neues Europa, nur bleibt zu konstatieren, dass sich Berlin und auch Paris recht selbstherrlich aus wahre Vertreter Europas hochstilisiert da hatten und das obwohl niemand sie darum gebeten hatte so zu tun als ob sie für Europa bzw. das wahre Europa sprechen.
Obgleich doch die meisten europ. Staaten doch eher tendenziell dem irakkrieg zustimmten ( Großbritannien, Spanien, Italien, auch Polen, Portugal, Dänemark, auch die Niederlande, Ungarn etc.)
Wirklich dagegen waren ja wirklich nur Farnkreich, Deutschland und belgien.
Und dann eben der Affront gegen die anderen Europäer und das selbstherrliche verhalten der Achse Paris- Berlin.
Sowas macht mnache in Warschau sehr schnel sehr skeptisch und gerade in den Medien udn bei den einfachen Leuten die eh schon ( genau wie die bei uns) eher europaskeptisch sind, ziegen eben die alten Ängste gut.
man sollte ja nicht vergessen, dass noch bis gut vor 10 Jahren im Prinzip ja Moskau über Polen bestimmte.
Da kann man alte Ängste und Freiheitsliebe schon mal leicht mißbrauchen, zumal die Polen ja sowieso gerne in den Trott " wir gegen alle" verfallen.
Daher die ganzen Demagogen die mit rechts-konservativem Gedankengut ihre Stimmen holen.
Und dann eben kam noch der ausspruch Schröders vom DEutschen WEg. Da graute es selbst den gemäßigten POlen gewaltig. In Deutschland wurde das zwar nicht zur Kenntnis genommen, weil weil wir das nicht merken, heißt das nicht, dass es auch nicht so war.
Und dann eben noch die Allianz mit Moskau und den Autokraten Putin.. Berlin und Moskau auf einer Linie.. da wird ob nun begründet ode rnicht jedem Polen etwas mulmig, auch wenn es irrational ist, aber die Polen haben ein etwas stärker ausgeprägtes Geschichtsbewußtsein ( zumindest alle bis uf die junge generation, da läßt es auch schon nach) und das reicht weit zurück.

Daher war die Stimmung in Warschau eh schon gereizt und von dem zerfahrenen politischen Landschaft in POlen muss ich ja gar nicht erst reden. Die hab ich in dem Post schon erwähnt, wie in einem Früheren hier.

Und dann sollte man nicht vergessen, dass eben die "arbeit" der Vertriebenenverbände sehr mißtrauisch beäugt wird.
Und gerade die Forderungen des vertriebenenverbandes nach Anerkennung der polnischen Schuld bei den vertreibungen und da vorallem die Forderung anch Entschädigungen wurde als glatter Skandal und Geschichtsklitterung angesehn in Polen, und dan forderte Frau Steinbach ( die wohl am meisten gehaßte Deutsche in Polen) noch das als Vorbedingung für den EU-Beitritt.

Dies hat die Stimmung auch weiter verschlechtert.
Und dan ier wieder diese Froderungen nach Rückgabe des Eigentums.
Das hat natürlich die entsprechenden nationalen Kreise auch richtig schön verärgert.
Sicher dies ist keien deutsche offiziele Position, nur eben an sich kommt da nichts aus dem offiziellen Deutschland und da Polen eben sehr genau da hinhört, hört es nur das ständige Rumoren der Vertriebenenverbände.
daher auch die für Deutschland so unverständlich gereizte Stimmung in Polen.
Dass Frau Steinbach in Nazi-Montur reitend auf Kanzler Schröder in eienr polnischen Satirezeitschrift/POlitzeitschrift (Wprost) abgebildet wurde, konnte in DEutschland keienr verstehen. Nur muss man eben mal die polnische Seite und deren komplexbeladenen Bliuck gen westen mal da miteinbeziehen. Nur das tut eben keiner.

Ud da sollte man sich eben nicht wundern wenn die in POlen richtig verhasste Preußische Treuhand da scheiße baut und Warschau und gerade die Demagogen da das gerne ausnutzen und propagandistisch zurückhauen.
DEnn die Preußische Treuhand mein lieber XMAn ist einzg und allein gegründet wurden von Hardlinern aus der Seite der Vertriebenen mit dem Ziel ehemals deutsches Eigentum zurückzufordern. kein pole oder polnischer Politiker wird sich sowas geben bzw. solche Leute einfach mal tuen lassen.
daher auch dieses fast schon obsessiv verlangte Bekenntnis von schroeder beim Jahrestag des Warschauer Aufstandes zuu dem verzicht auf die Rückerstattung des deutschen Eigentums.
Diese Vorstellung in POlen ist eben mehr nur als ein politscher Affront, es weckt eben alte Ängste.
Und wenn man eben dies alles nicht so weißt, sollte man sich eben mal nen Kommentar erkneifen.
DEnn diese Unwissenheit und Unkenntnis ist es gerade die dem polnisch-deutschen Verhältnis ungemein schaden, da der eine die Befindlichkeit des anderen nicht kennt.

daher ist es und war es für mich nicht weiter verwunderlich, dass da aus POlen und gerade dem nicht allzu gemäßigten Sejm nach den Aktionen der preuß. Treuhand eine entsprechende Reaktion kam.
man muss eben ein bißhen die Verhältniss kennen. Wink
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#24
Warum kommt es immer zu diesen Schlussfolgerungen?

Fast schon 60 Jahre ist das her.....
Vergessen darf man das nicht!
Verzeihen hätte man schon längst müssen?
Alle Politiker reden das vereinigten Europa herbei.
Nur die verschieden Völker wollen sich nicht vereinigen!

Zitat: Zwei gute Nachbarn verbindet ein Gartenzaun!
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#25
Zitat:Polens Parlament will Kriegsreparationen von Deutschland
Ich glaube das mit dem "will" ist nicht so ganz richtig. Es wurde nur eine rechtliche Grundlage für eventuelle Reperationen geschaffen.
Das dies falsch verstanden wurde musste ich gestern leider an vielen Kiosken fesstellen als diese populistische Bildzeitung auf dem Titelblatt ne 10 ställige Zahl aufscrhieb die Polen angeblich von D fordert. Jetzt denken natürlich wieder Millionen Leute das Polen irgendetwas fordert. Zum Kotzen ist das!
Bleibt abzuwarten ob sich jetzt daraus ne Propagandaspirale entwickelt.

Aber um die Polen besser zu verstehen, muss man einige Punkte beachten:

Die Polen sehen sich als eines der größten wenn nicht größtes Opfer des II. WK.
Denn sie wurden überfallen und ruiniert. Verloren 6 Millionen Staatsbürger. Ihre Grenzen wurden von fremden Mächten verschoben und kamen zum allen Überfluss noch unter eine sowjetische Domination wenn nicht sogar Besatzung.
Frei wurden sie eigentlich erst 1989.
Dann blickt man nach Deutschland, der als Auslöser für alles gilt dem es aber wegen der damals günstigeren geographischen Lage heute wirtschaftlich 1000 mal besser geht. (Ami-Zone, Marschalplan, Marktwirtschaft, nur um paar Gründe zu nennen)
Die Polen fühlen sich extrem unfair behandelt. Und nun sollen sie auch noch den Deutschen etwas zurückzahlen???
Das dies Trotzreaktionen auslöst ist ja wohl kein Wunder. Ich unterstütze dies nicht aber ich verstehe es.
Und wenn dann noch die Organisation das Wort "preussische" enthält, ist eh Schicht im Schacht bei den Polen. Preussen ist für die Polen der Teufel schlecht hin.
Also ich sehe schwarz für die Polnisch-Deutsche Zukunft. Macht mich traurig, das hier in Deutschland die Polen jetzt nicht nur als Diebe, EU-Schmarotzer, EU-Verräter sondern auch noch als "unverschämt" oder als "blutsauger" gelten.Sad
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#26
Es wird keine Reparationszahlungen geben, denn dies hätte während der 2+4 Verhandlungen geschehen müssen.
Im Londoner Schuldenabkommen von 1953 wurde diese Frage auf den Friedensvertrag verschoben denn man bewußt mit den 2+4 Vertrag nicht geschlossen hat, weil es etwas "kompliziert" gewesen wäre dinge wie den Verlust der Ostgebiet usw zu bewerten.
Viel erschreckender fand ich die Kommentare von einigen Mitgliedern der Liga Polnischer Familien das es eine deutsch-jüdische Verschwörung gegen Polen gäbe. (Quelle FAZ vom 13.09.2004)
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#27
Haben die Polen überhaupt bei den 2+4 Verhandlungen mitgemacht oder wurde wieder etwas freundlicherweise für die Polen mitentschieden;-)??
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#28
Der Polnische Außenminister war dabei in Paris.
Link:
http://www.google.de/search?q=cache:Wfz ... 4che&hl=de
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#29
Aber im Grunde hat doch Demon Wojny Recht.

diese ganze Sache liegt doch nur an den Vertriebeneneverbänden und anderen skandalhaftem verhalten.
WEnn die nicht mit so unsäglichen forderungen gekommen wären, dan gäbe es auch die ganze Debatte nicht.

Entschädigungszahlungen für die deutschen Vertriebenen nach al den Zerstörungen in POlen und nach al den Toten, das ist nur ein schlechter witz und kan in Polen nur als offene Provokation verstanden werden und wen das offizielle Deutschland da eben nicht weiter drauf reagiert was da so manche Trottel anrichten mit ihrem großspurigen Reden, dann kommt eben die Reaktion aus Polen!

Und das im Sejm nicht gerade "Internatioalisten" bzw. nur gemäßigte Demokraten sitzen, wurde ja schon oft genug erwähnt.

Solch echt dumes Vorpreschen einiger weniger radikaler von Vertriebenenseite wird nur zu gern genutzt von all den rechts-konservativen Demagogen, die es leider in Polen momenatn gibt.

Daher wie gesat, sollte man sich nicht weiter wundern wenn man eben die Verhältnisse kennt.
Und irgednwie muss ich demon wojny schon recht geben, für die deutsch-polnischen beziehungen sieht es wirklich nicht rosig aus.
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#30
Naja da darf man sich nicht wundern - laut den Vertriebeenenverband wurde man vom Finanzamt/Finanzministerium zu dne Klagen gegen Polen aufgefordert - dann soll sich gefaelligst niemand wundern wenn prompt die Retourkutsche kommt - an Stelle der Polen haet ich genauso reagiert

Zitat:Demon Wojny postete

Die Polen sehen sich als eines der größten wenn nicht größtes Opfer des II. WK.
Wenn man das allein zahlenmaessigbetrachtet sind das groesste Opfer des 2. WK die Sowjets....
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