(Land) SAMP/T [NG] Mamba Boden-Luft
#46
Das meinte ich tatsächlich mal nicht ironisch.
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#47
Radarentwicklung schön und gut.

Viel wichtiger ist einerseits die Produktionssteigerung. Andererseits müssen die Flugkörper weiter-, beziehungsweise komplett neuentwickelt werden.
Da hinkt man mit Aster 15 / 30 einfach deutlich hinter Patriot oder (seeseitig: SM-Familie) einfach deutlich hinterher.
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#48
(22.03.2025, 00:34)Geopolitik2025 schrieb: Da hinkt man mit Aster 15 / 30 einfach deutlich hinter Patriot oder (seeseitig: SM-Familie) einfach deutlich hinterher.

Der Stand der Dinge

Aster 15 EC

Aster 30 B 1NT
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#49
(22.03.2025, 16:04)voyageur schrieb: Der Stand der Dinge

Aster 15 EC

Aster 30 B 1NT


Unterstreicht meine Aussage doch vollkommen.
Aster 30 B 1NT kann eventuell halbwegs gleichziehen, nur wird da noch entwickelt und getestet. Also wer weiß, wann genau und in welchen Produktionskapazitäten die Flugkörper dann zur Verfügung stehen werden.
Dennoch lässt sich damit einfach keine vernünftige BMD betreiben. Von den aktuellen und in naher Zukunft angepeilten Produktionszahlen mal komplett abgesehen.
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#50
(23.03.2025, 02:39)Geopolitik2025 schrieb: Also wer weiß, wann genau und in welchen Produktionskapazitäten die Flugkörper dann zur Verfügung stehen werden....Von den aktuellen und in naher Zukunft angepeilten Produktionszahlen mal komplett abgesehen.
Produktionskapazitäten hängen zu einem sehr großen Teil an Bestellungen. Also wenn man viele Raketen haben will und das auch frühzeitig per Bestellung kundtut, dann wird sich das auch in den Produktionszahlen niederschlagen.
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#51
Ich bin generell der Ansicht, daß man mehrgleisig fahren sollte, um evtl. Lieferzeiten/Engpässe bei der Nachbeschaffung ausgleichen zu können. Also ARROW 3 + PATRIOT + SAMP/T + IRIS-T SL.

Beispiel Ukraine:

Das Konstruktionsbüro LUCH hat vor dem Krieg unter großen ökonomischen Schwierigkeiten einen Nachfolger für das alternde sowjetische SA10/S300P Luftabwehrsystem entwickelt und 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt.

https://defence-blog.com/luch-to-develop...nian-army/

Das Projekt stieß damals auf wenig Gegenliebe, weil man vermeintlich auf einem "Berg" von alten S-300 Raketen saß. Nach dem Zusammenbruch der SU hatte die Ukraine 41 S-300P Batterien geerbt mit fast 500 Startgeräten und nominell über 4,500 Raketen. Deren Einsatzbereitschaft war in 20 Jahren Misswirtschaft fraglich geworden, Anfang 2014 haben die Russen die Krim besetzt und 8 S-300 Systeme erbeutet.

Die restlichen 33 Systeme wurden im Verhältnis 2:1 zur Ersatzteilgewinnung ausgeschlachtet, so daß bei Ausbruch des eigentlichen Krieges 2022 noch 22 Batterien einsatzbereit waren (bis zu 264 Startgeräte). Verläßliche Zahlen gibt es leider keine, aber der Raketenbestand lag irgendwo zwischen 1,064 und 2,464. Angesichts des Alters der Raketen tendiere ich eher in Richtung des unteren Grenzwertes.

Bereits nach 1-1.5 Jahren, also 2023, kamen alarmierende Meldungen, wonach den Ukrainern die Raketen ausgehen würden. Dabei haben wir noch gar nicht die anderen sowjetischen Legacy-Systeme berücksichtigt, welche in größeren Zahlen vorhanden waren, wie 2K12 KUB (SA-6) oder BUK-M1 (SA-11). Inzwischen sind fast alle Altbestände aufgebraucht und man ist auf Gedeih und Verderb auf westliche Hilfslieferungen angewiesen.

Für uns ergibt sich daraus, daß wir auf eigenen Fertigungslinien für Raketen bestehen sollten, notfalls auch auf der Erzeugung von Grundkomponenten (moderne Abkommen beinhalten überwiegend die Endmontage von zugelieferten Bauteilen, keine unabhängige Fertigung von Grund auf) und daß wir eine gewisse Vorratshaltung brauchen, sowohl in den Streitkräften als auch bei der Industrie (war lange Zeit untersagt "im besten Deutschland aller Zeiten"!).
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#52
Alleine durch die hohe Verbreitung der Patriot und ihrer bewiesenen Leistung, wäre alles andere dumm. Iris-t hat sich auch bewährt und wird von vielen bestellt. Bei der Aster Familie ist alleine durch das hochagile Killvehicle extrem viel Luft nach oben. Zumindest meine Meinung. Das Problem dort liegt am Geld, denke ich. Sowohl Frankreich, Italien und England sind nicht so dolle bei Kasse. Die Bestellungen kleckern nur. Steigt man da zusätzlich mit ein durch Bestellungen, löst sich das schnell. Durch die 360 Grad Abdeckung denke ich an eine frontnähere Positionierung, im Gegensatz zu den doch eher träge zu bewegenden Patriot. Diese könnten dann genutzt werden um das Marinekomando Rostock, das neue Marinearsenal oder Hamburg und Berlin zu schützen. Vielleicht hat Baierchemie oder Diehl etwas in Petto was die Aster voranbringen kann. Also european Skyshield sofort um die Aster Familie erweitern.
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#53
Es sind ja viele interessante Punkte in dieser Diskussion.
Grundsätzlich sollte man zusätzliche Punkte mit einbeziehen.
MBDA ist im Umbruch von einem auf die "gerechte" Verteilung des workshare ausgerichteten auf einen effizienten, lieferfähigen Konzern.
Mehr Infos hier
SAMP/T ist beim Umstieg auf die NG Version
Zitat:IDEX 2023: Erste SAMP/T NG-Kapazität wird Ende 2025 an Frankreich geliefert.
Nathan Gain 22. Februar, 2023
FOB (französisch)
Eurosam plant, Ende 2025 die ersten SAMP/T NG Boden-Luft-Abwehrsysteme an seine französischen und italienischen Kunden auszuliefern, berichtet das von Thales und MBDA gebildete Konsortium diese Woche auf der IDEX in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die ASTER FK werden sowohl von der Luftwaffe als auch von der Marine benutzt. Und heute verlässt kein Schiff den Hafen mit leeren VLS Zellen. Zusẗzlich gibt es Zwischenlager in Übersee zB Djibouti.
Die Situation bleibt schwierig bis Ende des Jahres.
Was den europäischen Schutzschirm angeht, vielleicht gibt es bald bessere Nachrichten.
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