Die niederländische Marine
#16
nun sind die beiden an Belgien abzugebenden Fregatten auch namentlich bekannt. Es soll sich um VAN NES (Baunr.4 der M-Klasse) und VAN AMSTEL (Baunr. 6) handeln. Angeblich soll das Ganze nun auch sehr schnell über die Bühne gehen.
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#17
Zitat:Die Deutschen sollen betten das ihre politiker nicht auf gleichen ideen kommen.
Sind sie doch schon längst. Wir bauen eine Korvette, die wie ein Schnellboot bewaffnet ist und ersetzen acht Fregatten durch vier Ersatzbauten für die "Stabilisierungskräfte", was geradezu nach Unterbewaffnung schreit. Aber heutzutage hebt man ja dafür lieber die "Aufwuchsfähigkeit" hervor... :bonk:

Sry für ot-Meckerei.

Back to topic: Immerhin sollen die Niederländer ja noch ein paar weitere LCF-Fregatten bzw. Varianten bekommen (ich glaube, zwei?). Ein Tropfen....
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#18
Aus Marineforum:

http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm

Zitat:Am 14. Oktober hat das Verteidigungsministerium in Den Haag die "Marinestudie 2005" veröffentlicht.

Das Dokument bringt weitgehend Klarheit in Absichten und Planungen der niederländischen Marine, über die zuvor in Medien teilweise nur spekuliert werden konnte.

So sollen nun definitiv korvettengroße (90m) Schiffe entwickelt und beschafft werden, die Einsätze "unterhalb der Kampffähigkeiten von Fregatten" wahrnehmen können. Gedacht ist hier neben humanitären Hilfseinsätzen vor allem auch an Übernahme der zur Bekämpfung des internationalen Drogenhandels bisher aufwändig von Fregatten durchgeführten Karibik-Patrouillen. Die Studie spricht von vier solchen Offshore Patrol Vessel, ausgerüstet mit Hubschrauberlandedeck und in der Lage, bis zu 100 evakuierte Personen aufzunehmen.

Parallel zur Beschaffung dieser neuen Schiffe wird die Anzahl der Fregatten reduziert. Man wird sich von vier Fregatten der KAREL DOORMAN-Klasse trennen, von denen jeweils zwei nach Chile und nach Belgien verkauft werden. Die belgischen Schiffe sollen der RNeN allerdings mittelbar erhalten bleiben, da sie im Rahmen deutlich verstärkter bilateraler Zusammenarbeit in eine Belgian-Dutch Task Force integriert werden sollen.

Ein als Ersatz für den betagten (in Dienst seit 1975) Versorger ZUIDERKRUIS geplantes neues Schiff soll so ausgelegt werden, dass es auch über reine Versorgungsaufgaben hinaus gehend Einsätze in Übersee unterstützen kann und die Fähigkeiten der RNeN zum strategischen Seetransport erweitert. Ein vergrößertes Flugdeck soll operativen Flugbetrieb von Hubschraubern ermöglichen, und ein zusätzliches Transportdeck soll dem Schiff erlauben, auch schwere Kampfpanzer in ein Einsatzgebiet zu verbringen.

Die "Marinestudie 2005" bestätigt auch die Planung, bis 2008 zwei Fregatten der DE ZEVEN PROVENCIEN-Klasse zur Bekämpfung von Landzielen für den Verschuss von Marschflugkörpern Tomahawk zu modifizieren und dazu 30 Tomahawk Block IV (Tactical Tomahawk) in den USA zu beschaffen.

Schließlich finden sich in dem Dokument auch noch die Absichten, den personellen Umfang der Marineinfanterie zu vergrößern, die U-Boote der WALRUS-Klasse durch Upgrades (u.a. Einrüstung eines neuen Sonars) bis 2025 in Dienst zu halten und bei den Minenabwehreinheiten die Minenjagdfähigkeiten durch Minenräumfähigkeiten zu ergänzen.
Ganzer Artikel, da nur kurz im Netz.
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#19
Ist es eigentlich bereits zum Vertrag über den Verkauf von zwei Fregatten der Karel Doorman-Klasse an Belgien gekommen?
Zudem hat Lettland mit den Niederlanden einen Vertrag über den Kauf von fünf gebrauchten Minensuchern der Alkmaar-/Tripartrite-Klasse abgeschlossen. Sie sollen nach einer Grundüberholung 2006-2008 nach Lettland überführt werden.
http://www.usni.org/proceedings/Article ... fleets.htm
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#20
@Tiger
yep, der Vertrag steht.
Schau mal auf die Website der Belgischen Marine (ist zwar "leicht fremdsprachig", aber wohl trotzdem verständlich)

http://www.mil.be/navycomp/subject/inde ... =0&PAGE=72
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#21
Gibt es schon irgendetwas konkretes zu dem niederländischen Korvettenprojekt?
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#22
Zitat:Das zweite Docklandungsschiff der Niederländischen Marine (RNeN) ist am 13. Mai vom Stapel gelaufen.

Taufpatin der JOHAN DE WITT war Bianca Hoogendijk, Ehefrau des niederländischen Ministerpräsidenten. Der Auftrag zum Bau des Schiffes war im Mai 2002 erteilt worden, und im Juni 2003 hatte die Schelde Naval Construction (SNC) in Vlissingen mit seinem Bau begonnen. Große Teile (Bug- und Hecksektion) wurden dabei von der wie die SNC zur Damen Shipyards Group gehörenden, rumänischen Galati-Werft zugeliefert.

Das Design der JOHAN DE WITT basiert auf dem der ROTTERDAM; sie wird jedoch größer (16.700 ts gegenüber 12.750 ts) und erhält ein für Flugbetrieb schwerer Transporthubschrauber geeignetes, verstärktes Flugdeck.

Zur logistischen und operativen Führung eines Einsatzes wird es einem 400 Mann starken Stab eines Combined Joint Task Force HQ Platz und Arbeitsmöglichkeiten bieten, daneben aber auch in der Lage sein, gemeinsame Operationen von militärischen und zivilen Organisationen in einem Kriseneinsatz oder in der Katastrophenhilfe zu koordinieren und zu führen. Dazu sind umfangreiche Führungs- und Fernmeldesysteme vorgesehen.

Natürlich wird die JOHAN DE WITT auch amphibische Truppen (500 Mann) und militärisches Großgerät – vom schweren Kampfpanzer bis zum Hubschrauber – transportieren und in einem Einsatzgebiet ausschiffen können sowie ein größeres Hospital aufnehmen.

Unmittelbar nach der Taufe wurde der Neubau an die Ausrüstungspier verholt. Sie soll bereits im September mit ersten Erprobungen in See beginnen und am 26. Oktober an die Defence Materiel Organization der niderländischen Streitkräfte übergeben werden. operative Einsatzfähigkeit des neuen Docklandungsschiffes wird schon in 2007 erwartet.
[Quelle: MarineForum]

PS: Hier kompletter Text, da Link zum Artikel nur temporär (max. 2 Wochen) aktiv.
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#23
Zitat:Nach fast 60 Jahren hat der Marinefliegerhorst Valkenburg am 1. Juli seine Tore geschlossen.

Valkenburg war in den letzten Jahrzehnten Heimatplatz der Seefernaufklärer P-3C Orion der niederländischen Marine. Im Zuge von Einsparungen im Verteidigungshaushalt war 1999 zunächst eine Reduzierung der 13 Orion auf noch zehn Flugzeuge - mit Unterstellung unter die Luftwaffe - beschlossen worden.

Vier Jahre später, im Sommer 2003, kam dann die Entscheidung zum gänzlichen Verzicht auf die Seefernaufklärer. Zur Begründung hieß es, U-Jagdaufgaben könne die Marine problemlos auch mit bordgestützten Hubschraubern erfüllen, und die verbleibende Aufgabe der Seeraumüberwachung rechtfertige nicht den Unterhalt einer MPA-Flotte. Hier müsse man Alternativen finden. Die zehn noch im Bestand befindlichen Orion seien zu verkaufen.

Am 1. Januar 2005 stellte das Orion-Geschwader in Valkenburg den operativen Flugbetrieb ein. Käufer fanden sich dann auch relativ schnell. Acht der Flugzeuge übernahm die deutsche Marine als Ersatz für veraltete Breguet Atlantique, die restlichen gingen nach Portugal. Mit reduziertem Personal blieb Valkenburg noch geöffnet, um den Käufermarinen als Basis für die notwendige Umschulung von fliegendem und technischem Personal zu dienen.

Nun, da dies weitgehend abgeschlossen ist, wurde der Marinefliegerhorst endgültig geschlossen. Bis zum Januar 2007 bleibt der Flugplatz noch als „Kaserne“ militärische Liegenschaft. Danach übernimmt das Finanzministerium die gesamte Infrastruktur.
[Quelle: MarineForum]

PS: Hier kompletter Text, da Link zum Artikel nur temporär (max. 2 Wochen) aktiv.
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#24
Zitat:Die "Marinestudie 2005" bestätigt auch die Planung, bis 2008 zwei Fregatten der DE ZEVEN PROVENCIEN-Klasse zur Bekämpfung von Landzielen für den Verschuss von Marschflugkörpern Tomahawk zu modifizieren und dazu 30 Tomahawk Block IV (Tactical Tomahawk) in den USA zu beschaffen.
Nur 30? Das wären aber SEHR chirurgische Schläge...
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#25
Die Möglichkeit zum Massenverschuss ist bei den Niederländern eh kaum gegeben, insofern verwundert die niedrige Zahl mich nicht.
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#26
Ich schätze, bei den niederländischen Tomahawk geht es zunächst auch wohl eher um die Schaffung einer Grundfähigkeit zur bedarfsweisen Bekämpfung einiger weniger, ausgewählter Ziele (Demonstration politischen Willens ?) als tatsächlich um den Aufbau einer großangelegten seegestützten Offensivkapazität wie die USA sie haben.
Aber es hindert ja nix, später weitere dazu zu kaufen. Und billig sind die Dinger ja nun auch nicht gerade.
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#27
@ FaMe Das Problem ist bei der DeZeven Klasse der Holländer istz, das sie soweitz ich weiß im Moment 40 VLS Zellen hat, und noch um 8 Zellen erweitert werden kann. Im Moment sind

- 32 ESSM
- 32 SM2 MR
eingerüstet.

Wenn man noch die 8 Zellen nachrüstet und die Anzahl der AAW Raketen reduziert kann man ein paar Tomahawk einrüsten. Nur wiviele bevor man die AAW Kapazitäten schmälert, 16 Tomahawk:

- 32 ESSM
- 24 SM2 MR
- 16 Tomahawk

auchnoch einbischen wenig
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#28
Wenn davon auszugehen ist, dass ein Verschuß von Tomahawk notwendig wird, dann darf man auch erwarten, dass sich das niederländische Schiff nicht allein auf weiter Flur befindet. Also entweder in einem größeren nationalen Verband, wo man dann eine weitere LCF-Fregatte hat, die weitere Toms an Bord hat oder in einem multinationalen Verband, wo das gleiche zutrifft bzw. der AAW-Schutz durch andere Einheiten weiterhin aufrechterhalten werden kann.

Es ist schon richtig: die LCF-Schiffe sind eigentlich primär AAW-Schiffe aufgrund ihrer begrenzten Kapazität, was einen Vergleich zb. mit den Mehrrollenkapazitäten von US-DDG/CG kaum möglich macht. Aber eine gewisse Handlungsfreiheit besteht trotzdem noch. In die Situation, wo man wie die USA mal 100 Marschflugkörper abfeuert, werden die Niederländer eh nicht kommen, jedenfalls werden sie dann nicht allein sein.
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#29
fast ganzer Text, da nur kurz im Netz http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm
Zitat:Das neue Docklandungsschiff JOHAN DE WITT wurde am 9. März von der Bauwerft an die Defensie Materieel Organisatie übergeben.

Wenig später verlegte das mit gut 17.000 ts nun größte Schiff der Niederländischen Marine in den Marinestützpunkt Den Helder, wo nun die Erprobung durch die Marine beginnen soll.
...

Das Design der JOHAN DE WITT basiert auf dem der ROTTERDAM; sie wird jedoch gut 4.000 ts größer und erhält ein für Flugbetrieb schwerer Transporthubschrauber geeignetes, verstärktes Flugdeck. Zur logistischen und operativen Führung eines Einsatzes wird es einem 400 Mann starken Stab eines Combined Joint Task Force HQ Platz und Arbeitsmöglichkeiten bieten, daneben aber auch in der Lage sein, gemeinsame Operationen von militärischen und zivilen Organisationen in einem Kriseneinsatz oder in der Katastrophenhilfe zu koordinieren und zu führen. Dazu sind umfangreiche Führungs- und Fernmeldesysteme vorgesehen.

Natürlich wird die JOHAN DE WITT auch amphibische Truppen (500 Mann) und militärisches Großgerät – vom schweren Kampfpanzer bis zum Hubschrauber – transportieren und in einem Einsatzgebiet ausschiffen können sowie ein größeres Hospital aufnehmen.
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#30
Zitat:Tomahawk order iced in defence revamp

Monday 14 May 2007

Defence minister Eimert van Middelkoop has decided not to buy 30 Tomahawk missiles as part of a revamp of ministry spending plans, ANP reported on Monday. Van Middelkoop made the announcement during a briefing in Brussels, saying he would rather use the €70m saved for something else.

[...]

Minister Van Middelkoop confirmed that his priority is attracting and keeping defence personnel. Although his predecessor at defence, Henk Kamp, wanted the Tomahawks for precision bombing from frigates alongside the British and Americans, Van Middelkoop said he does not think the Netherlands will ever need to operate at such a ‘high level of violence’.

[...]

quelle: dutchnews.nl

in meinen augen eine richtige entscheidung. das sollte auch nochmal die zum nachdenken anregen, die ein solches system gerne bei der deutschen marine sehen würden.
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