Die niederländische Marine
#1
Die niederländische Marine leidet weiter unter einem Mangel an finanziellen Mitteln. Fast alle Fregatten der Kortenaer-Klasse sind bereits an Griechenland und die Vereinigten Arabischen Emirate verkauft worden, und nun soll auch noch die "Bloys van Treslong", die letzte sich im Besitz der Niederlande befindliche Fregatte dieser Klasse, noch in diesem Jahr ausgemustert werden. Sie wird wahrscheinlich an Griechenland abgegeben werden.
Ebenfalls nur noch bis zum Jahresende eingesetzt werden die zehn Seeaufklärer P-3 Orion, die sich im Bestand der niederländischen Marine befinden. Für sie wird gerade ein Käufer gesucht. Der Stützpunkt dieser Maschinen, Valkenburg, wird nur noch so lange geöffnet bleiben, bis ein Käufer für diese Flugzeuge gefunden ist.
Auch früher als geplant werden die Fregatten der Jacob van Heemskerck-Klasse. Die zwei Luftabwehr-Fregatten dieser Klasse, die Jacob van Heemskerck und die Witte de With, werden von der neuen De Zeven Provincien-Klasse abgelöst. Als ein möglicher Käufer für die Fregatten der Jacob van Heemskerck-Klasse war eine Zeit lang Portugal gerüchteweise im Gespräch. Zur Zeit wird als möglicher Kunde für diese beiden Fregatten von der Zeitschrift "Marineforum" Chile genannt. Dort heißt es in Ausgabe 11-2003:
Zitat:Ein interessierter ausländischer Käufer (Chile ?) könnte diesen Vorgang noch beschleunigen.
Zudem wird auch noch - bis 2005 - eine Ausmusterung von zwei Fregatten der Karel Doorman-Klasse erwartet.
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#2
Zitat:Ebenfalls nur noch bis zum Jahresende eingesetzt werden die zehn Seeaufklärer P-3 Orion, die sich im Bestand der niederländischen Marine befinden. Für sie wird gerade ein Käufer gesucht. Der Stützpunkt dieser Maschinen, Valkenburg, wird nur noch so lange geöffnet bleiben, bis ein Käufer für diese Flugzeuge gefunden ist.
Das ist nach meinen Infos überholt, soweit ich weiß stehen die Orions nicht mehr zum Verkauf, und auch Valkenburg braucht keine Schließung zu befürchten. Damit bleibt den Niederlanden dieses doch noch recht effektive Waffensystem erhalten. :daumen:
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#3
@Helios
Ich weiß nicht, ob du oder ich bezüglich der niederländischen P3-C Orion über die aktuellere Info verfügst. Ich bezog mich auf diesen Link:
http://www.marineforum.info/HEFT_11-2003/MaaW/maaw.html
Dort heißt es:
Zitat:Bereits beschlossen wurde, auf Seefernaufklärungsflugzeuge künftig gänzlich zu verzichten und die zehn im Bestand befindlichen P3-C Orion zu verkaufen. Zur Begründung heißt es, U-Jagdaufgaben könne die Marine problemlos auch mit Hubschraubern erfüllen, und die verbleibende Aufgabe der Seeraumüberwachung rechtfertige nicht den Unterhalt einer MPA-Flotte. Hier gelte es, Alternativen zu finden. So werden die Orion nur noch bis zum Jahresende eingesetzt, und ihr Stützpunkt Valkenburg bleibt nur noch so lange geöffnet, bis ein Käufer für die Flugzeuge gefunden ist.
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#4
@Tiger:
Ich beziehe mein Wissen direkt vom niederländischen Verteidigungsministerium. Dieses gab am 22.10. folgende Meldung heraus:
Zitat:Valkenburg blijft nog zeker jaartje open
22-10-2003

Valkenburg blijft in elk geval open tot 2005. Ook de tien Orions van de Koninklijke Marine kunnen tot die tijd doorvliegen. Dat meldde minister Kamp woensdagmiddag (22 oktober) aan de Tweede Kamer. Tijdens de behandeling van de defensiebegroting hadden alle partijen gevraagd om enig respijt voor het Marinevliegkamp.

Nog dit jaar komt Kamp met een onderzoek naar de mogelijkheden om de Groep Maritieme Patrouillevliegtuigen in te bedden in een internationale eenheid, mogelijk samen met Duitsland en België. Voor Valkenburg zal worden gekeken naar een civiele taak, ook om eventueel Schiphol te ontlasten. Door de wens van de Kamer zit minister Kamp met een gat van 13 miljoen euro op de begroting voor 2004. “We kunnen dat geld alleen vinden door investeringen uit te stellen. Ik vind het niet goed, maar de Kamer vraagt hier om.”
Ich habe die Nachricht nach bestem gewissen ins deutsche übersetzt, wobei ich gleich sage dass ich niederländisch kaum verstehe:
Zitat:Valkenburg bleibt noch ein Jahr offen
22-10-2003

Valkenburg bleibt im jedem Fall bis 2005 offen. Auch die zehn Orions von der Königlichen Marine können noch eine Weile weiterfliegen. Das meldete Verteidigungsminister Kamp Mittwoch mittag (22.Oktober) an die Zweite Kammer. Während der Behandlung des Verteidigungshaushalts hatten alle Parteien um Aufschub für die Marineflieger gebeten.

Noch in diesem Jahr wird Kamp eine Untersuchung einleiten, um die Möglichkeit die Marinepatrouillenfliegergruppe in eine internationale Einheit einzubetten, möglicherweise zusammen mit Deutschland und Belgien, zu überprüfen. Für Valkenburg soll eine zivilen Nutzung geprüft werden, auch um eventuell Schiphol zu entlasten. Durch diese Wünsche entsteht für Minister Kamp ein Loch von 13 Millionen Euro im Haushalt 2004. "Wir können das Geld aufbringen indem wir Investitionen aussetzen. Ich finde das nicht gut, aber das Parlament bietet darum."
Wahrscheinlich hab ich beim letzten Zitat ein wenig freundlich übersetzt, wie gesagt sind meine Kenntnisse der Sprache eher rudimentär.

Ich gehe davon aus, dass der Redaktionsschluss der Novemberausgabe des Marineforums vor dem 22.10. lag, da die dort berichteten Fakten schon länger bekannt waren und ich nach dieser Gegenmeldung vom niederländischen MoD keine anderslautenden Erklärungen gehört habe. Sicher kann man natürlich nicht sein, aber ich gehe in dem Fall davon aus die aktuellere Meldung vom Verteidigungsministerium unseres Nachbarn kommt.
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#5
Hab gerade mal in der Print-Ausgabe des 'Marine Forum' nachgeschaut, Redaktionsschluss war am 13.10.03, somit ist die Nachricht vom niederländischen Verteidigungsministerium die aktuellere :daumen:
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#6
Aber bitter, daß schon recht bald die ersten Fregatten der Karel Doorman-Klasse ausgemustert werden sollen. Selbst die ältesten Fregatten dieser Klasse sind noch nicht mal 15 Jahre alt.
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#7
Berlin opts for Dutch Orion s
Germany has abandoned its plans to procure a new-build maritime patrol
aircraft (MPA) capability in favour of acquiring the Royal Netherlands
Navy's (RNLN's) soon-to-be-retired fleet of P-3C Orions, industry and
military sources have confirmed.
[Jane's Defence Weekly - first posted to http://jdw.janes.com - 7 November
2003]

So das habe ich heute mit Jane's Newsbrief erhalten. Demnach interessiert sich Deutschland von die P-3Cs.
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#8
Finde ich nicht toll. Besser den Eurohawk als ein altes gebrauchtes Modell. So viel teurer wäre der Eurohawk bestimmt nicht.
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#9
Nein das ist wirklich keine Zukunftsweisende Lösung. Dann brauchen wir doch in 10 Jahren eh wieder was neues. Dann lieber was hochmodernes und wir haben die nächsten 30 Jahre ausgesorgt.
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#10
Ich bin mir nicht sicher ob die beiden Systeme nicht parallel laufen sollen. Der Eurohawk soll die Atlantik ja auch nur in der ELINT Vaiante eingeführt werden. Da könnten vielleicht die Orion diese ergenzen. :frag:
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#11
Die niederländische Marine hat eine ihrer Fregatten der Karel Doorman-Klasse ausgemustert, und eine weitere Fregatte dieser Klasse soll auch bald aus dem Dienst genommen werden:
http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm
Zitat:Nur zehn Jahre nach ihrer Indienststellung hat die niederländische Marine (RNeN) die Fregatte ABRAHAM VAN DER HULST bereits wieder ausgemustert.

Die ABRAHAM VAN DER HULST ist die Baunummer fünf der zwischen 1991 und 1995 in Dienst gestellten, insgesamt acht Einheiten umfassenden KAREL- DOORMAN-Klasse (auch M-Klasse). Die 3.300-ts- Schiffe zählen zwar noch zu den modernsten Einheiten der RNeN. Dennoch muss diese sich schon nach nur sehr kurzer Nutzungsdauer von zwei Fregatten dieser Klasse trennen (zweites für eine Ausmusterung designiertes Schiff ist die Baunummer drei, TJERK HIDDES).

Auch die beiden in den 80-er Jahren beschafften, als Flaggschiffe konfigurierten Fregatten WITTE DE WITH und JAKOB VAN HEEMSKERCK werden schon bald ihr Schicksal teilen. Bei der 2003 von der Regierung unter drastischen Sparmaßnahmen "verordneten" Reduzierung des Schiffsbestandes auf insgesamt nur noch zehn Fregatten und dem beginnenden Zulauf neuer Schiffe der ZEVEN PROVENCIEN-Klasse ist für sie kein Platz mehr in der RNeN.

Beginnend mit der ABRAHAM VAN DER HULST (2005) und abschließend mit der TJERK HIDDES (2007) werden alle vier Schiffe in den kommenden Jahren an die chilenische Marine abgegeben.
Es war zuvor spekuliert worden, daß zwei Schiffe der Karel Doorman-Klasse an die belgische Marine gehen würden. Die Ausmusterung der beiden Fregatten der Jakob van Heemskerck-Klasse war schon früher beschlossen worden, sie werden durch Fregatten der De Zeven Provincien-Klasse ersetzt. Als ein möglicher Kunde für die Fregatten der Jacob van Heemskerck-Klasse war in der Vergangenheit Portugal genannt worden.
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#12
Der "Ausverkauf" der niederländischen Marine scheint weiter zu gehen. Die bauen offenbar komplett um. Ob das nun aber Sinn macht, sei mal dahin gestellt.


http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm

Die niederländische Marine will weitere Fregatten der KAREL DOORMAN-Klasse vorzeitig ausmustern - und die belgische Marine darf sich berechtigte Hoffnung auf die modernen Schiffe machen.

Am 20. Juli hat Verteidigungsminister van der Knaap beide Kammern des Parlaments schriftlich darüber informiert, dass man mit Belgien in Verhandlungen über eine Übernahme von Fregatten dieses Typs getreten sei.

Hintergrund ist offenbar eine erneut revidierte Verteidigungsplanung, in deren Rahmen die niederländische Marine sich künftig mehr auf küstennahe Operationen konzentrieren und dazu kleinere Einheiten (Korvetten, Offshore Patrol Vessel) beschaffen soll. Um dieses Vorhaben aber finanzieren zu können, muss man sich offenbar von weiteren Fregatten der KAREL DOORMAN-Klasse (TYP-M) trennen. ...
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#13
@FaMe
Inzwischen scheint es sicher zu sein, daß die niederländische Marine zwei Fregatten der Karel Doorman-Klasse zu einem Preis von 250 Mio TEuro an Belgien verkaufen wird. Sie sollen bei der belgischen Marine die zwei verbliebenen Fregatten der Wielingen-Klasse ersetzen, auf die Bulgarien eine Kaufoption hat.
http://www.expatica.com/source/site_art ... 20frigates
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#14
Zitat:Der "Ausverkauf" der niederländischen Marine scheint weiter zu gehen. Die bauen offenbar komplett um. Ob das nun aber Sinn macht, sei mal dahin gestellt.
Um genau zu sein, bauen sie massiv ab. Ein Programm, das wohl Politikerköpfen entsprungen ist, um durch Erbsenzählerei den Verteidigungsetat zusammenzusparen.
Vollkommener Schwachsinn. Da können sie auch gleich wieder ihre LCF-Fregatten aussondern und die Marine in Küstenwache umbenennen.
Der Verkauf der Karel Doorman-Klasse ist eine Schande ersten Ranges.
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#15
Die Deutschen sollen betten das ihre politiker nicht auf gleichen ideen kommen. :tard:
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