Abrüstung in Deutschland
#31
@grammi

Also ich kann mir nicht vorstellen das die restlichen Leopard 2 Panzer die nicht verkauft werden einfach zu Alteisen werden denke ich nicht ,Außerdem wird ja immer noch der Leopard PSO als zusätzliche Option genannt nah gut bis jetzt leider nur Gerüchte.Aber mit einem hast doch recht was im Endeffekt übrig bleibt wird man Sehen.

Gruß
Opi78
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#32
mir sind bisher keine Programme zur Verschrottung von Leopard 2 bekannt, kann sich ja jemand melden der da etwas weiß.
IMHO, werden die überzähligen Leos gelagert um sie bei Gelegenheit zu veräußern, denn das funktioniert bei Leo ganz gut...
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#33
Noch mal ein paar Zahlen nachgereicht.

BwPlan 2009
vom 10.06.2008 (im Internet zu finden)

[Bild: http://community.globaldefence.net/forum.../bild1.png]

[Bild: http://community.globaldefence.net/forum.../bild2.png]

Alles, was nicht mehr in den Beständen geführt wird, dürfte damit zum Verkauf (Verschrottung) stehen, oder bereits verkauft sein.
Aktuellere Zahlen gibt es, liegen mir allerdings nicht vor.
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#34
Was vielleicht auch noch ganz interessant ist.
Die Abrüstungsarbeiten von Militärgerät des Firmenkonsortiums GLS, MIP und IMM

Aus der Referenzseite der Firma IMM übernommen, da die Seite zur Zeit in Überarbeitung ist. Das Datum der Liste ist mir nicht bekannt:

http://www.imm-dueck.de/

Zitat:Referenzliste für Demilitarisierung, Verwertung und Entsorgung von Wehrmaterial

Seit Juni 1992 haben wir in enger Zusammenarbeit mit der GLS, Gesellschaft für logistischen Service GmbH, eine 100 % Tochter des Leopardherstellers Krauss Maffei, sowie mit der Firma M.I.P., Generalinstandhalter für amerikanisches Militärgut das in Europa stationiert ist, begonnen, Wehrmaterial in Rockensußra (Thüringen) gemäß den KSZE-Richtlinien zu zerstören. Der offizielle Beginn der Demilitarisierung war der 3. August 1992 in Anwesenheit der Bundesminister Rühe und Dr. Kinkel.

Seit dieser Zeit haben wir nachstehend, zusammen mit der GLS und M.I.P, zahlreiche Aufträge von verschiedenen Referaten erhalten und bereits erledigt.

1427 St. gepanzerte Rad- und Kettenfahrzeuge BTR 40/50/60

122 St. gepanzerte Rad- und Kettenfahrzeuge BTR 40

1843 St. gepanzerte Rad- und Kettenfahrzeuge BTR 40/50/60/70/152

132 St. gepanzerte Rad- und Kettenfahrzeuge BTR 40/50/152

657 St. Flugabwehrgeschütze 57 mm/85mm/100mm

185 St. Erweiterungsauftrag

203 St. Kampfpanzer T 72

345 St. Panzer PT-76 und gepanzerte Rad- und Kettenfahrzeuge BTR 60/70

15 St. Panzerhaubitzen 203 mm

158 St. Kraftfahrzeuge und Anhänger

109 St. Kanonenjagdpanzer 90 mm

- All diese Fahrzeuge bzw. Flugabwehrgeräte wurden in der Reduzierungsstätte Rockensußra in Thüringen demilitarisiert. Dabei handelt es sich um Material der ehemaligen NVA.

648 St. Kampfpanzer M 48

- Diese Fahrzeuge amerikanischen Ursprungs der Deutschen Bundeswehr
wurden im Rahmen des Firmenkonsortiums GLS, MIP und IMM in den
Reduzierungsstätten Mainz (Fahrzeuge des Standortes Darmstadt) und Bremen (Fahrzeuge des Standortes Hesedorf) demilitarisiert.

(474 St.) Kampfpanzer Leopard 1

190 St. davon bereits erledigt

230 St. M60 Kampfpanzer A1/A3

200 St. M110 Haubitze

360 St. M548 gepanzerte Transportfahrzeuge

36 St. M113 A1/A2 Schützenpanzer

35 St. M106 Schützenpanzer

15 St. M1015 militärische Arbeitspanzer

89 St. M67 Raketentransportfahrzeuge

30 St. M728 Bergefahrzeug

23 St. M113 Schützenpanzer

20 St. M60 Kampfpanzer


7.072 St. Demilitarisiert, Zerstört und Verwertet



Zur Zeit in Bearbeitung:

284 St. Leo 1 Kampfpanzer


284 St. insgesamt in Bearbeitung


Zur Ausschreibung vorgesehen:

7.000 - 15.000 Stück Militärfahrzeuge aller Art Europaweit zur Zeit im Angebot.


Mit den Arbeiten in Rockensußra sind ca. 80 IMM-Mitarbeiter beschäftigt. Die Zerstörung findet unter Aufsicht des Güteprüfdienstes der Bundeswehr statt und soweit es sich um TLE-Material handelte, wurde das Material entsprechend den KSE-Richtlinien den ausländischen Verifikations-Teams innerhalb der vorgesehenen Berichtszeiträume vorgestellt und bisher ohne jede Beanstandung abgenommen.
[/code]
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#35
Ich stelle diese Meldung mal in diesen Strang. Genau genommen wäre ein eigener Strang (z. B. "Armee und Gesellschaft") hierfür sicherlich etwas passender, da aber die aktuelle Meinung der Bevölkerung hinsichtlich einer Ab- oder Aufrüstung der Bundeswehr auch in diesen Strang passt bzw. im Kontext einer Abrüstungsdebatte gesehen werden kann (sollte?), poste ich es hier.

Einer aktuellen Umfrage zufolge spricht sich eine knappe Mehrheit der Bundesbürger für eine Aufstockung der Truppe aus - was doch ziemlich erstaunlich ist, da jahrelang ja eher eine ablehnende Haltung bezüglich Rüstungsvorhaben oder einer Aufrüstung der Bundeswehr vorherrschte bzw. alles irgendwie Militärische am liebsten wegignoriert wurde.
Zitat:Bundeswehr: Mehrheit der Deutschen wünscht sich mehr Soldaten [...]

Eine Mehrheit der Deutschen über 18 befürwortet eine Vergrößerung der Bundeswehr. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Demnach unterstützen 56 Prozent entsprechende Überlegungen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Nur 30 Prozent halten eine Aufstockung für falsch. Laut YouGov wurden zwischen dem 21. und 23. Dezember insgesamt 2031 Personen befragt. [...]

Neben Personalmangel machen der Bundeswehr schon lange ein desolates Beschaffungswesen und Ausrüstungsmängel zu schaffen. Das beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Aufgaben zu erfüllen. Im Zuge des Einsatzes gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) wurde etwa bekannt, dass offenbar nicht einmal jeder zweite "Tornado"-Kampfjet einsatzbereit ist.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 69533.html

Geben die Deutschen ihre bisherige Denke, die grob umrissen aus einer Mischung von militärischer "splendid isolation" und "Die Amerikaner werden es notfalls eh alleine machen können!" bestand, nun auf? Oder sind sich viele nicht darüber im Klaren, dass man dann auch selbst mehr sich einbringen müsste und nicht nur "immer die anderen zum Bund gehen"?

Schneemann.
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#36
Eine natürliche Reaktion auf die Kriege in Syrien und der Ukraine und vor allem auf die Flüchtlingskrise - noch dazu verstärkt dadurch, dass man ja jetzt eine Berufsarmee hat, also selbst nicht mehr mit seinem Leben einstehen muss. Aus dem letztgenannten Grund nimmt ja auch die Zustimmung für Einsätze der Bundeswehr ständig zu, weil man meist kein Problem damit hat die Leben anderer einzusetzen wenn man selbst im Trockenen sitzt.
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#37
Genau das Ziel was die Politik erreichen wollte, nebenbei wird auch kein Deutscher mehr zur Verteidigung seines Landes befähigt. ( gut 9 Monate Wehrdienst...).
Tatsächlich wäre es wichtiger, die Wehrpflicht wieder fortzuführen und zwar flächendeckend.
Die Bundeswehr ist eine Verteidigungsarmee um im Falle eines Angriff, das Gebiet Deutschlandes (Europas innerhalb der Bündnispflichten) zu verteidigen.

Das in Friedenszeiten, sich ein Großteil der Streitkräfte der Pflege und Instandhaltung des Materials und der persönlichen Aus- und Weiterbildung kümmert ist klar.

Das heißt aber nicht, das wir gleichzeitig noch Kampfeinsätze durchführen, welche nichts mit dem Kernauftrag zu tun haben.
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#38
Torsten schrieb:Genau das Ziel was die Politik erreichen wollte, nebenbei wird auch kein Deutscher mehr zur Verteidigung seines Landes befähigt. ( gut 9 Monate Wehrdienst...).
Tatsächlich wäre es wichtiger, die Wehrpflicht wieder fortzuführen und zwar flächendeckend.
Die Bundeswehr ist eine Verteidigungsarmee um im Falle eines Angriff, das Gebiet Deutschlandes (Europas innerhalb der Bündnispflichten) zu verteidigen.

Das in Friedenszeiten, sich ein Großteil der Streitkräfte der Pflege und Instandhaltung des Materials und der persönlichen Aus- und Weiterbildung kümmert ist klar.

Das heißt aber nicht, das wir gleichzeitig noch Kampfeinsätze durchführen, welche nichts mit dem Kernauftrag zu tun haben.

Wenn man sich die Entscheidungen der letzten zehn Jahre so anschaut, dann könnte man durchaus auf einen perfiden Plan dahinter tippen.
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#39
http://www.welt.de/wirtschaft/article152...ropas.html
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#40
blasrohr schrieb:http://www.welt.de/wirtschaft/article152...ropas.html

Und wie der Titel es ja sehr gut beschreibt. KMW bereitet sich auf Bestellungen der BW vor. Zum einen Leopard 2 und zum anderen soll ja auch der Marder wahrscheinlich in der Truppe bleiben. Und da muss KMW reagieren. Denn wenn es so kommt das der Marder länger in der Truppe bleibt, dann wird KMW zu einem wichtigen Ersatzteillieferanten der Truppe. Garnicht dumm der Kauf!
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#41
Was sind denn die Folgen des Verkaufs von Rockensußra?
Wirklich nur Ersatzteile?

Oder gilt ne sandgestrahlte Wanne, die dann mit überholten Ersatzteilen komplett neu zusammengesetzt und modernisiert wird, auch noch als Ersatzteil?
Sprich, könnten gut erhaltene Füchse, Marder etc. der BW generalüberholt wieder zugeführt werden?

Wäre das nicht ein Verstoß gegen KSE? Oder spielt KSE seit März ´15 gar keine Rolle mehr?
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#42
Ich hole das mal hoch.

Habt ihr ne Idee zu meiner Frage oben?
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#43
Man muss hier - meiner Meinung nach - differenzieren:

Fahrzeuge, die vom Bund zur Demilitarisierung nach Rockensußra gelangen, unterliegen genauen Vorgaben. In diesem Fall ist es genau geregelt, wo am Fahrzeug Schnitte durchgeführt werden müssen (bei Kettenfahrzeugen zum Beispiel an den Antriebsraddurchführungen der Wanne). So behandelte Fahrzeuge können dann rein technisch nicht mehr militärisch genutzt werden. Dazu ist zu bedenken, dass das Areal mehrmals im Jahr Kontrollbesuche von Verifizierungskommissionen aus dem In- und Ausland erhält. Zudem wird die Anlage von mehreren Satelliten überwacht. Schon eine nicht angemeldete Bewegung von zur Demilitarisierung bestimmten Fahrzeugen führt in der Regel dazu, dass die Firma Besuch von den Feldjägern bekommt.
Die Wannen und Kanonenrohre haben danach nur noch Schrottwert. Von der Demilitarisierung sind aber viele Baugruppen aus dem Inneren der Fahrzeuge ausgenommen. Da viele Fahrzeuge schon lange nicht mehr hergestellt und viele Ersatzteile quasi nur noch durch Kanibalisierung zu bekommen sind, ist es für ein Unternehmen wie KMW sicher nicht von Nachteil, wenn die Teile nicht mehr "von außen" zugekauft werden müssen.

Eine andere Sache ist es freilich, wenn KMW ein Fahrzeug ausschlachten lässt, dass nicht zur Demilitarisierung bestimmt ist, sondern von KMW einfach zurückgekauft wurde. Dann darf das Unternehmen mit der Wanne anstellen, was es möchte.
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#44
Mondgesicht schrieb:Was sind denn die Folgen des Verkaufs von Rockensußra?
Wirklich nur Ersatzteile?

Oder gilt ne sandgestrahlte Wanne, die dann mit überholten Ersatzteilen komplett neu zusammengesetzt und modernisiert wird, auch noch als Ersatzteil?
Sprich, könnten gut erhaltene Füchse, Marder etc. der BW generalüberholt wieder zugeführt werden?

Wäre das nicht ein Verstoß gegen KSE? Oder spielt KSE seit März ´15 gar keine Rolle mehr?

Was sind die Folgen? In Fachkreisen wird gemunkelt (bzw. ist man sich sicher) das sich KMW unter anderem auf eine größere Bestellung von Panzern aus der Bundeswehr vorbereitet. Das ist ein Punkt! Schließlich wird die BW knapp über 100 Leopard 2 wieder in die Truppe zurückführen und weiterhin wird die Truppe aller Wahrscheinlichkeit nach auch einen erheblichen Teil seiner Marderbestände nicht aufgeben. Nicht etwa weil der neue Puma so schlecht ist, sondern weil er erstens eine gewisse Zeit benötigt um die volle Einsatzstärke und Qualifikation zu erreichen (schließlich müssen noch sehr viele Dinge nachgerüstet werden) und zweitens um eine gewisse Interoperabilität mit anderen NATO-Partnern (Tschechien) herzustellen. Schlagwort Speerspitze Wink. Dafür benötigt die Truppe viele Ersatzteile und hier sieht KMW ein Geschäft, weil viele dieser Ersatzteile nicht mehr, oder aber sehr schwer neu zu beschaffen sind.
Es macht also extrem Sinn was KMW da gemacht hat! Das hätte Rheinmetall mal machen sollen. Besonders in Sachen Marder, da diese der Hauptauftragnehmer des Marders sind!
Eines zeigt dieser Deal ganz besonders. Man stellt sich auf eine deutlich längere Nutzung der beiden genannten Panzermuster ein.

Wir werden also im Rahmen dessen und sofern die generelle Entscheidung fällt (was sie aber meiner Meinung nach und Recherche schon ist) noch eine KWS des Marders erleben! Da ich persönlich ein großer Fan des Marders bin, freue ich mich darüber!
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