Abrüstung in Deutschland
#1
Die Abrüstung ist Realität - nicht nur, was ex NVA Material betrifft.
Ein interessanter Video-Bericht auf http://www.planetopia.de/rubriken/natur ... ata/5.html
Zitat:Militärische Abrüstung: Sie ist viel mehr als ein politisches Schlagwort. In Europa ist sie längst Realität, die konkret mit Leben erfüllt werden muss. In Deutschland sorgt für das Abwracken von Panzern und Raketen ein Mann und sein Team: Peter Koch aus Rockensußra in Thüringen. Auf seinem Gelände sind bereits 10-tausend Panzer mit Schneidbrennern und Vorschlaghämmern auseinander genommen worden. Und dabei gilt immer Sicherheitsstufe 1. Denn Geschütze, Panzer oder Kampfhubschrauber dürfen nicht aus den Augen gelassen werden, bevor sie rückgebaut werden. Die Gefahr, die auch von altem Kriegsgerät ausgeht, ist schlicht zu groß. 25 Satelliten überwachen deshalb das Gelände. PLANETOPIA über Alteisen der besonderen Art - Panzerknacker, die Panzer knacken.
es ist zum heulen - Millionenwerte, die da vernichtet werden !
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#2
Na, Ja... Zum Heulen? Waffen die nicht gebraucht werden haben den Wert der Materialien aus denen sie Hergestellt sind... Schön einschmelzen und den Hervorragenden Stahl für andere Dinge verweden.
Die Marder sind halt alt... Die will auch kein Mensch mehr kaufen. ausgenudelt sind die auch zum Teil ziemlich. Einen alten Opel Omega kann man auch nur noch verschrotten bevor man ihn immer wieder repariert! Von seinem Wert manl ganz zu schweigen... Abgesehen davon stehen davon noch genug in der Reserve rum...
Auf dem Weg in die "Einsatzorientierte Armee" brauchet die Bundeswehr eh keine Tausende Schützenpanzer mehr. Vor allem da die Bundeswehr noch nicht mal ein Flugzeug besitzt in dem man sie anständig transportieren kann...
Also, aus dem Stahl schöne Messer zum Gemüseschneiden machnen oder nette Werkzeuge um der Industrie was gutes zu tun...
Oder man sollte mal Schreiber Fragen... Der findet betimmt jemanden der die Dinger braucht!
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#3
der Schreiber ist ja nu weg vom Fenster - aber Panzermotoren mit 20 Std. Laufzeit, den Marder frisch nach dem Manöver (voll gebrauchsfähig) ....

eigentlich müsste es da doch geng Abnehmer geben, Argentinien, Brasilien, Chile oder so .... (selbst zum Schrottpreis + Transportkosen hätten die noch wertvolles Material, und für die BW wärs finanziell kein Nachteil)
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#4
Nach Chile haben sie doch schon genug Panzer verkauft... Auch nach Argentinien... Soooo Viele können die sich auch nicht leisten und vor allem auch nicht brauchen... So ein Ding zieht ja enorme Laufende kosten mit sich.
Waffen in Krisengebiete dürfen wir nicht exportieren... In Nicht-Krisengebieten braucht man aber in der Regel eigentlich keine... Abgesehen davon könne sich Länder in denen es solche "Krisen" gibt solche schicken Teile ja gar nicht leisten.
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#5
Man könnte sie immer noch verschenken und damit Machtpolitik betreiben.

Und gerade eine Einsatzorientierte Armee bräuchte eigentlich mehr Schützenpanzer und nicht weniger. Und Schützenpanzer sollte man in Einsätze auch nicht mit dem Flugzeug transportieren, daß sollte eine Ausnahme sein und nicht die Regel.

Wir hätten mit den Marder beispielsweise die Osteuropäischen neuen EU Mitglieder beglücken können. Rumänien hatte sogar Interesse angemeldet.

Aber böse böse Waffen zerstören ist ja eine gute Sache für den "deutschen" Michel. Diese ganze Gesellschaft die da heute behauptet Deutsch zu sein, ist von der ganzen Sozialkultur her schon bizarr.
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#6
NA,JA... Böse Waffen vernichten... Aber für eine Bundeswehr von 260.000 Mann und sogar nur einem Einsatzkontingent von max. 60.000, braucht man keine Schützenpanzer in einer Anzahl die auf eine Armee von knapp 500.000 mann ausgelegt war... Ich würde auch mal mutmassen das sich Rumänien die Dinger auch geschenkt kaum leisten kann... bei den ersatzteilpreisen der westlichen rüstungsindustrie...
Und, sorry, ich bin eher Europäer als Deutsch... immerhin kann ich genau so schnell nach Paris, Amsterdam und London fahren wie nach Berlin...
und Bayern sind mir genau so Bizarr wie Belgier....
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#7
Quintus Fabius schrieb:Man könnte sie immer noch verschenken und damit Machtpolitik betreiben.

Und gerade eine Einsatzorientierte Armee bräuchte eigentlich mehr Schützenpanzer und nicht weniger. Und Schützenpanzer sollte man in Einsätze auch nicht mit dem Flugzeug transportieren, daß sollte eine Ausnahme sein und nicht die Regel.

Wir hätten mit den Marder beispielsweise die Osteuropäischen neuen EU Mitglieder beglücken können. Rumänien hatte sogar Interesse angemeldet.

Aber böse böse Waffen zerstören ist ja eine gute Sache für den "deutschen" Michel. Diese ganze Gesellschaft die da heute behauptet Deutsch zu sein, ist von der ganzen Sozialkultur her schon bizarr.


Vollste Zustimmung man muss fast weinen wenn man die dort lagernde Ausrüstung betrachtet und den gleichzeitigen Mangel gerade in Ost Europa an brauchbaren Waffen betrachtet. Cry Desweiteren müssten man sie nicht mahl verschenken, man könnte sie auch verkaufen zwar zum kleinen Preis aber doch besser als sie auf eigene Kosten zu zerstören. Nicht nur Rumänien würde sie kaufen bzw. brauchen sicherlich auch Polen oder wenn beide sie nicht wollen dann aber die Türkei da würde sich schnell ein Kunde für finden.
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#8
@revan
Du willst das schon wieder deutsche Waffen an die Türkei geliefert werden?
Hast du keine Angst das sie da in falsche Hände geraten?
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#9
Zitat:Und, sorry, ich bin eher Europäer als Deutsch

So etwas kann nur ein heutiger Deutscher von sich geben, so daß ich mal die Aussage wage, daß du höchstwahrscheinlich die deutsche Staatsbürgerschaft hast.

Diese deine Ansicht wird aber in Europa fast nur von anderen Deutschen geteilt. Kein Volk in Europa ist da mit den Deutschen mitgegangen.

Beschließend möchte ich dich noch fragen warum du "Sorry" sagst?! Vermutlich ist es notwendig als Europäer möglichst auch noch die eigene Sprache zu mißachten?!
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#10
Das eigentlich tragische ist ja, dass durch diesen permanenten Verschrottungswahn so viele Leos zerstört werden, dass (auch dank der dauernden Verschacherung an irgendwelche Länder) die BW bald wahrscheinlich überhaupt keine Reserven mehr hat, ganz z schweigen von Ersatzteillieferanten, was zum einen militärstrategische ziemlich gewagt ist, zum anderen die Preise für die Instandhaltung nach oben treiben wird.
Gruß
Grammi
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#11
nunja grammi, da wirst du wohl enttäuscht werden. Von einst 2125 Leoparden werden gerade einmal 350 übrig bleiben. Zusammen mit 400 Puma`s wird dass die geballte deutsche Landmacht darstellen. Ein Trauerspiel, allerdings sieht es bei den anderen Teilstreitkräften ja auch nicht besser aus.
Übrigens:
2347 Leopard 1 wurden für die Bundeswehr geliefert. Inklusive der Varianten als Bergepanzer, Flakpanzer "Gepard", Brückenleger "Biber", Pionierpanzer "Dachs" und Fahrschulpanzer wurden über 3600 Leopard eingeführt.
2136 Marder wurden eingeführt, somit standen einmal 4483 Kampffahrzeuge zur Verfügung, mit der Überschneidung Leo 1 und 2 sogar über 5000.
Jaja ich weis lange her, Kalter Krieg usw. Aber vieleicht nur mal so als Erinnerung
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#12
Aber nachdem wir ja mit allen Nachbarn in Frieden leben und Krieg ja eh böse ist, und weil nicht sein kann was nicht sein darf, und weil wir ja dank Diplomatie und Handel so eng mit unseren Nachbarn verbunden sind (das hätte man mal den Franzosen oder den Sowjets sagen sollen, nachdem sie von den Nazis überfallen wurden), dass eh nix passieren wird.... . Ich weiß schon, das übliche politische Geschwätz und Gelabere, von Voraussicht halten die wohl nicht viel?
Aber mit den Zahlen, die du hier lieferst, schauts noch schlimmer aus, ich dachte dass wir wenigstens noch ein paar Sachen auf Reserve haben.
Gruß
Grammi
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#13
Auch wenn die Reserven von altem Gerät schrumpfen... Meiner Meinung nach ist die Fähigkeit zur Entwicklung moderner Waffen und dementsprechend auch zur Produktion viel, viel wichtiger als das reine anhäufen von alten reserven... Wenn die politische Lage sich verändern sollte kann man immerhin sicher sein das die Industrie in der Lage ist modernes Gerät, dann auch in ausreichenden Stückzahlen, zu liefern. Besser als vorher die schönen recourcen zu verschwenden um alte "Reserven", einsatzfähig zu halten.
Auf absehbare Zeit sieht es ja nun so aus das gutes, schweres Gerät nur für eine überschaubare "Einsatztruppe" von ca. 60-80 Tausend mann gebraucht wird...
Ich vertraue da voll auf die Deutschen Ingenieure die es im Ernstfall schnell schaffen würden, bei sich zuspitzender Lage, die dann vorhandenen modernen Produktionslinien schnell "Aufzubohren" um die Armee zu versorgen...
Immerhin befinden wir uns hier in der luxuriösen Situation auch noch auf eine funktionierende Schwerindustrie zu blicken...

@ Quintus
NA, ja so was passiert.... Sorry... Leider habe ich mal irgendwann drei ein halb sprachen gelernt... Und in meiner BW Zeit wie in meinem Berufsleben bin ich leider auch auf mehrere Sprachen angewiesen... Europa ist eben klein!
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#14
@Monti
Vielleicht könnte man die Territorialarmee soweit ausbauen und modernisieren, das man im Krisen- oder auch Kriegsfall eine sehr gute Mobilisierungsgrundlage hat.
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#15
Was meinst du mit Territorialarmee? Die mobilisierungsgrundlage in Europa ist mit die beste der Welt. Es existieren immernoch eine menge KK strukturen... Zumindest können in Europa schneller und mehr Truppen mobilisiert werden als es eine belibiege Macht in 2500 km Umkreis schaffen könnte... Von daher ist die reine Bedrohung durch eine grosse Landstreitkraft im Moment kaum existent... Desweiteren ändert sich diese Lage nicht über Nacht sondern eher über Jahre hinweg...
Viel wichtiger sollten die Luftabwehrkapazitäten und die Fähigkeiten zur sicherung der Seewege sein...
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