Neue Atomkraftwerke
#31
Was bleibt, auch bei Eigenversorgung, ist das Fehlen eine Speichers. Die große Schwäche von Solarenergie.

@Samun: Soweit ich weiß war nur die Produktionsenergie der ersten Generationen Solarzellen höher als das was sie über ihre Lebensdauer gerechnet wieder reingeholt habe.

Nichts desto trotz ist auch Solarenergie ein Baustein, auch wenn ich persönlich vor allem in der Geothermie die Zukunft sehe (zumindest für Deutschland). Einfach weil man hier Grundlast erzeugen kann. Allerdings müsste man die Bohrmethoden noch verbessern um in Bebauungsnähe Schäden an Gebäuden zu verhindern.

Eine zusätzliche Vision (das fällt zugegebenermaßen noch in den Bereich Wunschtraum) die mir vorschwebt ist das Ausräumen unserer alten Müllkippen. Mittlerweile existiert eine fortschrittliche Trennungstechnologie um selbst unsortierten Müll zu gut 80% zu filtern. Gleichzeitig haben wir Unterhang bei der Versorgung unserer überdimensionierte Müllverbrennungsanlagen. Damit könnte man mehrere Problemfelder angehen. Wir könnten zumindest die Metalle ausfiltern und wiederverwenden. Wir hätten Heizmaterial (zugegebenermaßen vermutlich stark belastetes, aber wir verheizen ja auch ohne mit der Wimper zu zucken italienischen Müll und angeblich mit guten Abgaswerten) und wir würden unsere Müllkippen sanieren. Bei den Älteren möchte ich nämlich nicht wissen wie die Bodenarmierung aussieht, sofern überhaupt eine vorhanden ist. Und aufbereiteter Hausmüll soll ja angeblich in etwa den Brennwert von Steinkohle haben. Selbst wenn man da noch etwas runterrechnet (z.B. wegen hohem Glasanteil, früher wurde ja da wesentlich schlechter getrennt) müsste die Energiebilanz eigentlich ganz gut ausschauen. Und das Grundlastfähig.
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#32
@NATOTAN:
Wie Venturus schon schrieb verbrauchen Solarzellen beim Bau mehr Energie als sie in ihrer gesamten Lebenszeit umwandeln.
Und auch bei den neuesten wird die lebenslange Ausbeute nur wenig über der Produktionsenergie liegen.
Und das ist durch die grundlegende Technik bedingt und nicht durch die momentane Ausführung; es geht einfach nicht mehr rauszuholen.
Im Moment lohnen sich Solarzellen nur wegen der horrenden Subventionen.

@Venturus:
Ich spreche nur von Solarzellen, nicht von Solarkraftwerken generell. Andere Solarkraftwerke produzieren tatsächlich Energie.

Und Müllkippen werden in Deutschland bereits abgetragen. Allerdings nicht zur Wiederverwertung, sondern zur Müll-Verbrennung. Es gibt in Deutschland nämlich viel zu viele Müllverbrennungsanlagen und der neu produzierte Müll brennt nicht, weil alles brennbare schon recycled wurde. Die Müllverbrennungsanlagen müssen zuheizen um den Müll zu verbrennen zum Beispiel mit altem Müll, der wieder ausgebuddelt wurde.
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#33
Samun schrieb:@Venturus:
Ich spreche nur von Solarzellen, nicht von Solarkraftwerken generell. Andere Solarkraftwerke produzieren tatsächlich Energie.

Da sprichst du jetzt aber von Solarthermie, oder? Denn die meisten Großanlagen arbeiten meines Wissens nach mit dieser Technik.

Samun schrieb:Und Müllkippen werden in Deutschland bereits abgetragen. Allerdings nicht zur Wiederverwertung, sondern zur Müll-Verbrennung. Es gibt in Deutschland nämlich viel zu viele Müllverbrennungsanlagen und der neu produzierte Müll brennt nicht, weil alles brennbare schon recycled wurde. Die Müllverbrennungsanlagen müssen zuheizen um den Müll zu verbrennen zum Beispiel mit altem Müll, der wieder ausgebuddelt wurde.

Das war mir neu, das Müllkippen derzeit geräumt werden. Meinem Infostand wurden bzw. werden die alle abgedeckt und bestenfalls mit einem Gassammler ausgerüstet.

Was das zuheizen betrifft - auch da liest man die unterschiedlichsten Meldungen. Früher schien man eine Vorliebe für das Verheizen von Gelben Säcken zu haben, letztens hieß es Biomüll sei besonders gefragt, um die Temperatur niedrig zu halten und die Feuerungstechnik zu schonen.
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#34
Zu den internationalen Reaktionen...
Zitat:Energiehunger

Indien plant gigantisches AKW in Erdbebengebiet

Kaum ein Land baut so viele Atomkraftwerke wie Indien, denn der Energiehunger des Landes ist gigantisch. Mitten in einem Erdbebengebiet soll die größte nukleare Anlage der Welt entstehen. Die Katastrophe in Japan befeuert den Widerstand gegen das Projekt. [...]

Doch nach der Katastrophe in Japan gibt es massiven Widerstand gegen ein Prestigeprojekt der Regierung: In Jaitapur, etwa 300 Kilometer südlich der der Millionenstadt Mumbai an der Arabischen See gelegen, soll das größte Atomkraftwerk der Welt entstehen. Nach Angaben des geologischen Dienstes der indischen Regierung kam es in dieser Region an der indischen Westküste aber allein zwischen 1985 und 2005 zu 92 Erdbeben. 1993 wurden die stärksten Erschütterungen mit einem Wert von 6,3 auf der Richterskala gemessen, berichtet die "Times of India". Vor zwei Jahren habe in nur 20 Kilometer Entfernung ein Erdbeben gegeben, bei dem Straßen verschwunden seien.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 42,00.html

...und...
Zitat:Neue Atom-Debatte

Amerika sorgt sich um seine Uralt-Reaktoren

Fukushima ist überall. Auch in den USA steht die geplante Renaissance der Kernkraft nach den Reaktorunfällen in Japan wieder in Frage. Präsident Obama, ein Atomkraft-Freund, sieht sich mit Forderungen nach einer radikalen Energiewende konfrontiert. [...]

Das ganze Wochenende über berichteten die US-Nachrichtensender rund um die Uhr aus Japan. Experten erwogen die Gefahren fürs US-Festland, ob durch eine Strahlenwolke von jenseits des Pazifik oder durch eigene AKW. Kommentatoren erinnerten plötzlich wieder an 1979, als es im AKW Three Mile Island in Pennsylvania zur Kernschmelze kam - der größte Atomunfall in der Geschichte der USA, sieben Jahre vor Tschernobyl.

Die Angst geht um. "Dies ist offenkundig ein schwerer Rückschlag für die sogenannte nukleare Renaissance", sagt Peter A. Bradford, ein früheres Mitglied der US-Atomaufsichtsbehörde NRC. "Der Anblick eines AKW, das vor aller Augen im Fernsehen explodiert, ist schon etwas Neues." Bradford prophezeit "erhöhte Skepsis" der US-Bevölkerung und neuen "Widerstand gegen Atomkraftwerke".
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 37,00.html

...und...
Zitat:Italienischer Versorger Enel will Atomkraft in Italien einführen

Mailand (Reuters) - Der italienische Versorger Enel setzt trotz der Atomkatastrophe in Japan auf die Einführung von Atomenergie in Italien.

In den nächsten fünf Jahren will Enel nach Angaben vom Dienstag mit 31 Milliarden Euro massiv in einen Energie-Mix investieren, zu dem maßgeblich auch Atomkraft zählt. Zusammen mit dem französischen Versorger EDF will Enel in den nächsten Jahren vier Reaktoren in Italien bauen. Der erste dieser neuen Meiler soll spätestens 2020 ans Netz gehen. Italien hatte 1987 Atomkraftwerke verboten. Die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat jedoch Schritte zur Wiedereinführung der Technologie eingeleitet.
http://de.reuters.com/article/companies ... 9G20110315

...und...
Zitat:Atomenergie in Frankreich

Hoffen auf den Wandel

Frankreich setzt seit 1956 auf Atomkraft. 19 Kraftwerke mit 58 Reaktoren wurden gebaut. Umweltschützer wollen nun ein Bewusstseinswandel herbeiführen. Mit dabei: Daniel Cohn-Bendit. Er fordert: Die Franzosen sollen über den Ausstieg abstimmen. [...]

Der Abgeordnete verweist auf die Atomkatastrophe in Japan und regt ein Referendum an: Die Franzosen sollten über den Ausstieg aus der Kernkraft abstimmen. Der Moderator hört sich das geduldig an. Er fragt nicht nach. Zu abwegig kommt ihm offenbar vor, was der Grüne vorschlägt, zu weit weg von der in Frankreich vorherrschenden Meinung, dass es ohne Atomkraft nicht geht.
http://www.fr-online.de/politik/hoffen- ... index.html

...und...
Zitat:Polen bleibt bei seinen AKW-Plänen

Polen will trotz der jüngsten Ereignisse in Japan seine AKW-Pläne nicht fallen lassen und bis 2020 ein neues Atomkraftwerk bauen.

„Das wichtigste ist, trotz der dramatischen Emotionen und Ereignisse einen kühlen Kopf zu bewahren“, sagte der polnische Premier Donald Tusk. Zuvor hatte Deutschland die Hoffnung geäußert, dass Warschau nach der AKW-Katastrophe in Japan seine AKW-Pläne revidieren werde.

Polen werde die japanischen Erfahrungen analysieren und alle möglichen Gefahren berücksichtigen, so Tusk.
http://de.rian.ru/politics/20110316/258579273.html

...und...
Zitat:Putin lässt AKWs in Russland überprüfen

Die russische Regierung will ihre Pläne zum Ausbau der Kernenergie prüfen. Von einer Abkehr der bisherigen Atompolitik sei aber keine Rede, bedauern russische Umweltschützer. Greenpeace Russia fordert den Ausstieg.

Als Reaktion auf die Atomkatastrophe in Japan will die russische Regierung ihre Pläne zum Ausbau der Kernenergie auf den Prüfstand stellen. Zudem soll die Sicherheit der russischen Kernkraftwerke überprüft werden. Das Energieministerium, die Nuklearbehörde und das Umweltministerium soll nun binnen eines Monats der Regierung eine Analyse des aktuellen Zustands des Atomsektors und der Pläne für die zukünftige Entwicklung vorlegen, ordnete Premier Wladimir Putin am Dienstag (15.03.2011) bei einem Regierungstreffen zur Energiesicherheit an. [...]

Keines der russischen Kernkraftwerke befinde sich in Erdbebengebieten und in solchen Regionen würde auch keines gebaut, versicherte der russische Premier vor dem Hintergrund der Katastrophe in Japan. Wladimir Kusnezow von der russischen Akademie der Wissenschaften sieht das aber anders. Seiner Meinung nach gibt es in Russland vier möglicherweise gefährliche Atomkraftwerke, von denen sich zwei, Balakowo und Rostow, in Erdbebengebieten befinden. Auch die Kraftwerke Kola und Nowoworonesch entsprächen nicht den internationalen Sicherheitsnormen.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14916806,00.html

Schneemann.
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#35
Manche lernen offenbar nicht dazu...
Zitat:Neues AKW trotz Erdbebengefahr geplant

Indonesien setzt weiter auf Atomkraft

Kein Land hat in der jüngeren Geschichte mehr unter Erdbeben und ihren Folgen gelitten als Indonesien: Bei dem Tsunami im Indischen Ozean kamen 2004 dort mehr als 130.000 Menschen ums Leben. Trotzdem will die Regierung neue Atomkraftwerke bauen.

Während in Deutschland und anderen Ländern eine Diskussion um die Zukunft der Atomenergie begonnen hat, will Indonesien offenbar auch angesichts der sich abzeichnenden atomaren Katastrophe in Japan an seinen Plänen zum Bau von Atomkraftwerken festhalten. Die entsprechenden Pläne der Regierung waren im vergangenen Jahr vom Parlament genehmigt worden.
http://www.tagesschau.de/ausland/atomkr ... en100.html

Schneemann.
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#36
Schneemann schrieb:....
Zitat:Neue Atom-Debatte

Amerika sorgt sich um seine Uralt-Reaktoren
...und...
Zitat:Putin lässt AKWs in Russland überprüfen

....
...

Schneemann.
dazu (heute) http://www.gmx.net/themen/nachrichten/e ... -2-verlegt
Zitat:...
[21:01] +++ Obama ordnet Sicherheitsüberprüfung für US-Reaktoren an +++
...
http://www.sueddeutsche.de/politik/atom ... -1.1073141
Zitat:...
20:56 Uhr US-Präsident Barack Obama hat nach der Nuklearkatastrophe eine Sicherheitsüberprüfung der amerikanischen Reaktoren angeordnet. Die Atomkraftwerke seien in der Vergangenheit immer wieder "intensiv geprüft" und für sicher befunden worden, sagte Obama in einer Erklärung zur Katastrophe in Washington. Die US-Regierung habe jedoch eine Verpflichtung, aus den Vorgängen in Japan zu lernen. Obama sagte, die beschädigten Reaktoren in Fukushima stellten für Menschen in der Umgebung ein "bedeutendes Risiko" dar.
...

21:09 Uhr Frankreich, eines der atomfreundlichsten Länder Europas, überdenkt offenbar seinen Export von Nukleartechnik: Premierminister Francois Fillon sagt im Fernsehsender France 2: "Wir werden Atomreaktoren nur in Länder exportieren, die ein bestimmtes Entwicklungsniveau erreicht haben und die die Kapazitäten haben, mit Krisen wie der jetzigen umzugehen."
...
http://eng.chinamil.com.cn/news-channel ... 405021.htm
Zitat:China suspends approvals for new nuclear plants

(Source: Xinhua) 2011-03-17

  BEIJING, March 16 (Xinhua) -- China has suspended the approval process for nuclear power stations so that safety standards can be revised after explosions at a Japanese plant, according to Wednesday's executive meeting of the State Council, or the Cabinet.
...
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#37
Ich selbst würde die Kommentare von der Politik, die jetzt in Angesicht dieser gigantischen Katastrophe die wir Japan sehen nicht überbewerten. Die meisten sind nämlich Politisch Motiviert (gerade in Deutschland) andere sollen nur die Bevölkerung beruhigen (China, Indien, USA, Russland).

Klar ist nämlich das es letztendlich keine echte Alternative zur Atomenergie gibt auch wenn dies den Atomgegner und ÖKO Enthusiasten nicht schmecken dürfte aber die einzige Energieform die die Atomkraft ersetzen könnte wäre die Fusionsenergie und die ist noch sehr weit entfernt. Z.b muss Japan jetzt alleine um die Ausgefallenen Energie der 4 Reaktoren in Fukushima 1 zu ersetzen 322.000 Tonnen Flüssiggas verfeuern und das pro Tag!

Man wird daher in nachhinein der Katastrophe sehen müssen woran es lag, ich selbst vermute nämlich eine beispiellose Schlamperei von Seiten des Betreibers kombiniert mit einer Kette von Extrem Unwahrscheinlichen Gegebenheiten die zu dieser Tragödie führte(Der Betreiber hatten nicht einmal mehr eine Sachversicherung abgeschlossen und waren mehrmals wegen Betrug und Sicherheitsmängel auffällig geworden).


Die Atomkraft aber selbst wird auch dieses Desaster überleben, ob es einen gefällt oder nicht, selbst in Japan.

Denn wie ich sagte ist sie alternativlos und zwar aus folgenden Gründen:


1: Ist sie die bei weiten die Effektivste Energieform. Den 2 Kilo Uran entsprechen z.b der Energiemenge von 6000 Tonnen Steinkohle.


2: Selbst Uran hat eine Reichweite von mehreren Tausend Jahren (bei Erdöl und Gas sind es kaum 100 Jahre), dies möge sicherlich viele erstaunen den oft wird Uran mit einer genau so geringen Reichweite wie Erdöl und Gas. Doch hat man dabei nur jetzig bekannte und erschlossene Uranvorkommen (und nur bei einen maximal Preis von 150$ pro kg) eingerechnet und das Uran in Meer absichtlich ausgespart (Abbaukosten liegen dafür bei 300$). Denn jetzt kommt der eigentliche Knüller (der ÖKOs und Atomkraftgegner nicht schmeckt), es gibt alleine in den Ozeanen 4.3 Milliarden Tonnen Uran damit könnte man problemlos die Energieversorgung mit Atomkraft für 86.000 Jahre abdecken und das bei der jetzigen Ineffizienz der Kernspaltung.


3: Mit Ausnahme von Deutschland gibt es kein echtes Antiatomland auf der Welt, sobald sich der Nukleare Fallout gelegt haben wird und der Energiepreis und Energie Mangel sich wieder meldet ist die Atomkraft wieder obenauf (Außer in Deutschland natürlich, man kann ja in Zukunft Französische Atom Energie importieren).



Nur um eines klar zu stellen, ich bin kein uneingeschränkter Atomfreund (ich bin mir der Risiken völlig bewusst), aber in Anbetracht des Potenzials der Atomkraft lege ich in dieser Energieform trotzdem meine Hoffnung die drohende Energiekrise abzuwenden und sei sie noch so gefährlich den die Alternative erscheint mir viel furchterregender als jede Nukleare Katastrophe.
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#38
@revan:
Deine Aussage bezüglich der Effizienz ist nicht korekt. Genaugenommen ist Kernkraft ineffizienter als alle anderen gängigen Arten der Energiegewinnung ausgenommen Windkraft und Solarzellen. Und dabei ist die Entsorgung der Abfallprodukte noch nicht eingerechnet.

Das der Aktionismus im Moment rein politischen - oder besser taktischen - Charakter hat, ist unbestritten und dass die Vorfälle in Japan langfristig keinen Auswirkungen haben werden auch.
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#39
revan schrieb:Nur um eines klar zu stellen, ich bin kein uneingeschränkter Atomfreund (ich bin mir der Risiken völlig bewusst), aber in Anbetracht des Potenzials der Atomkraft lege ich in dieser Energieform trotzdem meine Hoffnung die drohende Energiekrise abzuwenden und sei sie noch so gefährlich den die Alternative erscheint mir viel furchterregender als jede Nukleare Katastrophe.
Du bist dir der Gefahr von Atomkraftwerken überhaupt nicht bewusst. Du als Sicherheitsfanatiker müsstest dir mal überlegen, welche Gefahr die Kernkraftwerke in einem militärischen Konflikt darstellen. Da braucht man wirklich nur ein paar Bomben auf die Versorgung (Notstromagregate, Wasserpumpen) schmeissen und die Katastrophe nimmt seinen Lauf. Als Gegner braucht man ja nicht mal selbst Atomwaffen besitzen, denn die Bomben lagern ja schon beim Gegner. Realistischerweise müsste man alle AKWs in einem Konflikt frühzeitig runterfahren. Was das wirtschaftlich für das betroffene Land bedeutet, kann man sich ja ausmalen. :roll:

Aus sicherheitspolitischer Sicht wären viele kleine Stromerzeuger besser, noch besser selbstverständlich die autonome Stromversorgung mit z.B. Solarzellen (auf / an jedem Gebäude), dann ist man unabhängig von einem Verteilnetz was selbstverständlich auch sehr anfällig ist. Aus meiner Sicht müsste man zwingend vorgeschrieben werden, dass man an Gebäuden zumindest ein Teil der Energieversorgung selbst herstellt. Das wäre ein echter Beitrag zur Sicherheit von Zivilisten.

In der Windkraft liegt enormes Potenzial was z.B. in Deutschland schon vorbildlich genutzt und stark ausgebaut wird. Das riesige Solarprojekt in der Wüste zeigt auch dass man technische Probleme bei Speicher- und Transporttechnik überwunden hat. Der Strom wird sicher teurer, das möchte ich nicht bestreiten. Aber wenn die Atomtechnik ihre Entsorgung a) mal eine Lösung finden würde, b) die auch bezahlen müsste, Schäden bei Abbau (wird ja immer verschwiegen dass die Gebiete dann verseucht sind) und den GAUs bezahlen müsste, würde unter dem Strich selbst bei der Wirtschaftlichkeit kaum Vorteile übrig bleiben.

Auf regenerative Energien muss man sowieso setzen, es ist die Frage wie stark man das jetzt subventionieren sollte, damit man den Umstieg schneller als geplant schafft.
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#40
Samun schrieb:@revan:
Deine Aussage bezüglich der Effizienz ist nicht korekt. Genaugenommen ist Kernkraft ineffizienter als alle anderen gängigen Arten der Energiegewinnung ausgenommen Windkraft und Solarzellen. Und dabei ist die Entsorgung der Abfallprodukte noch nicht eingerechnet.

Das der Aktionismus im Moment rein politischen - oder besser taktischen - Charakter hat, ist unbestritten und dass die Vorfälle in Japan langfristig keinen Auswirkungen haben werden auch.

Nein genau eben nicht, Solarstrom und Windkraft mögen etwas Tolles für den niedrigen Verbraucher Privat Haushalt (auch wenn es klar teurer ist) sein aber für die Industrie (den Haupt Konsumenten) von Energie ist erneuerbare Energie völlig ungeeignet. Man hat keine Stromstabilität etwaige Systeme die diese Gewährleisten soll sind ungeheuerlich teuer und ineffektiv den sie schneller die zuerst einmal auf den Papier gute Leistung von Windkraft massiv. Aufgrund der starken Schwankungen in Stromnetz wurde der weitere Ausbau von Erneuerbaren Energien in Tschechen sogar per Gesetz verboten.

Ein Bekannter von mir der an der Nordsee Windkraftanlagen montiert hat mir vor einigen Jahren erzählt das Windkraftanalgen kaum ihre Bau und Materialkosten in Laufe ihres Leben erwirtschaften könnten wen sie nicht massiv subventioniert währen und man nicht Nuklear Energie zur ihrer Produktion einsetzen würde. Denn Windkrafträder bestehen hauptsächlich aus Aluminium das durch Elektrolyse gewonnen wird (diese erfordert enorme Mengen an Energie) daher wird in China der Aufbau von Atomstrom auch so massiv gefördert, den man will nämlich zum Aluminium Produzent Nr. 1 aufsteigen.

Klar ist auch das Atomkraft einen deutlich besseren Lebens Standard ermöglicht und das ist den meisten Menschen auch bewusst (Deutschland ist hier ein völlige Ausnahme). Zum Beispiel muss man nur nach Belgien fahren um die Annehmlichkeiten der Atomenergie zu bewundern, dazu zählen Dinge wie gänzlich beleuchtete Straßen bei Nacht oder Freiquoten für Strom.

Ich sehe daher Deutschland als ein Land von Hysterikern an, dass auch noch eine masochistische Veranlagung hat sich selbst finanziell zu schaden/ruinieren. Man wird denn “Atomausstieg“ bitter bezahlen müssen, den in Deutschland produzierte Güter werden klar teurer und Deutscher Strom der ohnehin extrem teuer ist wird noch viel teurer werden. Man schätzt die Kosten für den Automausstieg auf gerade auf ca. 240 Milliarden Euro, ich frage ich wie der Verbraucher das auch noch zahlen mag!

Ich könnte nämlich zig Beispiele für die Deutsche ÖKO Idiotie und den Deutschen ÖKO Wahn aufzählen ohne mir dabei große Mühe zu geben. So etwa zahlt man in Deutschland mehr für Wasser als mancher Wüstenstaat mit dem feinen aber wesentlichen Unterschied das man zu den regenreichsten Regionen der Welt gehört. Als Folge davon sinkt zuerst der Lebensstandart erheblich ab und der knüller ist dann noch das das Grundwasser vorkeimt und die Kanalisation verstopft so das man als Folge davon z.b alleine in Gelsenkirchen mehrere Hundertausendliter Wasser abpumpen muss zur Freunde der Wasserrechnung und dies ist nur ein kleiner Beispiel in einer sehr langen Liste von OKO Idiotie, sprich von E10 (auch in den USA ein großes Problem, die haben dort das alternativlos eingeführt) oder der realen Erneuerbaren Energie Quote in Netz und anderweitigen braucht man gar nicht erst anfangen.

Und das Beste an Atom Ausstieg ist das dies zu keinen mehr an Sicherheit führen wird. Nur die Dummheit und der Populisten wird mit dem Ausstieg belohnt werden. Den kein Nachbarland Deutschlands wird auf Dauer ähnlich Hirnverbrannt sein und auf die Atomkraft verzichten, egal wie schlimm die Tragödie in Japan werden wird, es ist letztendlich eine Wirtschaftliche Rechnung die das extrem geringe Risiko klar überwiegt.


Man neigt ja in übrigen auch gerne dazu die Fakten Lage nicht zu betrachten und alles zu verallgemeinern, so etwa wird vergessen das es einen Erdbeben der Stufe 9.0 nur in ganz wenigen Regionen der Erde möglich ist genauso wie eine 10 Meter hohe Seismische Wähle. Auch wird völlig verschwiegen das Fukushima ein 40 Jahre alter Meiler ist der auch noch von einen Korrupten Betreiber betrieben wurde.

Moderne Reaktoren z.b verwende sogar eine passive Kühlung. Man hat in den letzten 40 Jahren seit Fukushima 1 gebaut wurde eben doch extreme Fortschritte gemacht! Das man nun von einer Altlast aus den 60er ruiniert wird ist ein Drama für sich. Trotzdem sehe ich der Atomenergie weiter optimistisch entgegen, denn nach einigen Monaten wird in China der Atomausbau wieder forciert werden genauso wie in der restlichen Welt, eben aus den simplen fehlen an realen Alternativen. Selbst in Japan wird in Angesicht der Katastrophe die Atomenergie nicht in Frage gestellt, wohl aber und dies zu Recht der Betreiber und die Regierung verantwortlich gemacht.

Denn wenn etwas zu tiefst unmoralisch ist dann wohl das vernichten von wertvollen Fossilen Energieträgern zu Stromgewinnung, anders als Uran braucht man diese bedeutend seltenen Energieträger für X-sinnvollere Dinge.

Was die schönen ÖKO Bilanzen nämlich betrifft so zerbröseln diese leider auch 2011 spätestens auf den Dritten Blick sich in teuren Bullshit für den man in Deutschland genau wie in den USA bitter zahlen wird verwandelt.





@phantom

Schreibe gleich noch was zu deiner Argumentation, muss aber kurz weg.
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#41
@revan:
Braunkohle > Steinkohle > Wasserkraft > Gas/Öl > Kernkraft > Windkraft > Solarzellen
Nur Windkraft und Solarzellen sind teurer als Kernenergie und dabei sind die Subventionen für Kernkraft und andere politische Zugeständnisse, die die Betreiber entlasten noch nicht mit drin.
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#42
revan schrieb:Man neigt ja in übrigen auch gerne dazu die Fakten Lage nicht zu betrachten und alles zu verallgemeinern, so etwa wird vergessen das es einen Erdbeben der Stufe 9.0 nur in ganz wenigen Regionen der Erde möglich ist genauso wie eine 10 Meter hohe Seismische Wähle. Auch wird völlig verschwiegen das Fukushima ein 40 Jahre alter Meiler ist der auch noch von einen Korrupten Betreiber betrieben wurde.

Punkt 1: Deutsche Kraftwerke brauchen kein so starkes Erdbeben um Probleme zu kriegen. Deutsche AKWs sind für Beben von 5,1 bis maximal 7,5 ausgelegt. Wobei diese Zahlen sehr unübersichtlich sind. Welches AKW wie gut geschützt ist, kann dir wohl nur der jeweilige Betreiber bzw. die übergeordneten Behörden sagen. In Deutschland sind Erdbeben um die 6 durchaus möglich. Hat es zwar meines Wissens nach längere Zeit nicht gegeben, aber geologische Zeiträume sind halt auch etwas anders gelagert. Wenn einem beispielsweise schon 224 Jahre wie eine Ewigkeit vorkommen, dann dürfte das Verständnis für solche zeitlichen Abläufe entsprechend gering sein.

Punkt 2: Laut unserer Regierung müssen wir ständig mit Bedrohungen nach dem 9/11-Muster rechnen. Für Flugzeugabstürze, und das bestätigen selbst die Anhänger der Atomkraft, sind unsere AKWs allerdings nicht ausgelegt.

Punkt 3: Die Alt-AKWs die gerade vom Netz gehen sind alle ebenfalls dabei an der von dir kritisierten 40-Jahres-Marke zu kratzen. Ob jetzt 2-3 Jahre da so einen Unterschied machen, sei dir überlassen.

Punkt 4: Deutsche AKW-Betreiber sind also ausnahmslos verantwortungsvolle und Gesetzestreue Bürger? Komisch. Also ich meine mich zB an einen Fall vor ein paar Jahren in Norddeutschland zu erinnern wo selbst CDUler ziemlich sauer auf ein Unternehmen namens Vattenfall waren.

Punkt 5: Ist das alles relativ. Es geht nicht um die Gefahren die man erwartet, sondern die die überraschend an deine Tür klopfen. Die wo sich Politiker mit traurigen Gesichtern vor die Kameras stellen und verzweifelt dem Wähler klar zu machen versuchten, das man mit einer solchen Gefährdung ja einfach niemals rechnen konnte. Erdbeben in Deutschland? Vor ein paar Jahren wäre jeder dafür ausgelacht worden. Erst in den 90ern ist es der breiten Zivilbevölkerung nach ein paar schwächeren, aber spürbaren Erdbeben überhaupt klar geworden. Geologen mussten damals im TV erklären, das wir eben nicht auf einer geschlossenen Granitsäule leben. Im letzten Jahrzehnt kamen dann Menschengemachte Gefahren dazu. In den 70ern und 80ern hätte niemand damit gerechnet das die RAF so wahnsinnig sein könnte ein AKW anzugreifen. Heute sieht das Thema "Terror vs. AKWs" anders aus. Und es werden weitere Gefahren dazu kommen. Gefahren die man falsch eingeschätzt hat oder gar nicht kennt.

Punkt 6: Gibt es eine noch weitaus größere Gefahr. Eine Gefahr gegen die kein technischer Fortschritt je etwas ausrichten kann. Sie hat zwei Beine und hört auf den Namen Mensch. Und wo Menschen sind passieren Fehler. Sowohl in der Gefahreneinschätzung, als auch in der von ihr konstruierten Technik, als auch in deren Bedienung.

Punkt 7: Vergiss niemals das wir uns hier in Deutschland befinden. Geht in den USA ein AKW in die Luft, ist das eine Katastrophe. Aber die USA wird aufgrund ihrer Größe weiter existieren. Passiert das in Deutschland kannst du davon ausgehen, das es das für Deutschland in der heute bekannten Form als wohlhabendes, sicheres Land in dem es sich gut leben lässt war.

Ein kleiner "Was-wäre-wenn"-Ausblick:

http://www.youtube.com/watch?v=hzMtVJTxrJw

Das Szenario beruht dabei auf der damals geltenden Restrisiko-Analyse deutscher Behörden. Sprich: Das was die Regierung Kohl (meines Wissens nach eine glühende AKW-Befürworterin) seinerzeit als "Wahrheit" anerkannt hat.
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#43
Zitat:Und das Beste an Atom Ausstieg ist das dies zu keinen mehr an Sicherheit führen wird. Nur die Dummheit und der Populisten wird mit dem Ausstieg belohnt werden. Den kein Nachbarland Deutschlands wird auf Dauer ähnlich Hirnverbrannt sein und auf die Atomkraft verzichten, egal wie schlimm die Tragödie in Japan werden wird, es ist letztendlich eine Wirtschaftliche Rechnung die das extrem geringe Risiko klar überwiegt.
das stimmt doch nicht, bei den meisten vorstellbaren Unfällen wird nur die nähere Umgebung wirklich stark auf Dauer verseucht.
So unmoralisch das auch klingt aber es ist schon ein RIESIGER Unterschied ob eine Verseuchung mit einem Umkreis von 50 km in Belgien, Frankreich, irgendwoe in Osteuropa oder eben in Deutschland passiert, ist nun mal so.
Gerade bei bei der hohen Sicherheit der modernen Kernkraftwerke ist die Gefahr sehr gering dass bei einem Unfall im europäischen Ausland Deutschland stark in Mitleidenschaft gezogen wird.
Wenn man wieder Moral beiseite wischt kann man das auch so sehen, reiches Deutschland verlagert gefährliche Profuktion ins ärmeres Ausland, d.h. reiches Deutschland erkauft sich diesen Luxus.
Und mal ehrlich, Deutschland zahl wirklich viel Geld für Strom in eigentlich größtenteils veralteten und nicht wirklich sicheren deutschen Kernkraftwerken, für alle die nicht direkt von Aktienkurs bestimmter deutscher Energiekonzerne leben würde wenig ändern wenn man diesen Teil des Energiebedarfs im Ausland decken würde.
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#44
@Samun

Zitat:@revan:
Braunkohle > Steinkohle > Wasserkraft > Gas/Öl > Kernkraft > Windkraft > Solarzellen
Nur Windkraft und Solarzellen sind teurer als Kernenergie und dabei sind die Subventionen für Kernkraft und andere politische Zugeständnisse, die die Betreiber entlasten noch nicht mit drin.

Mit Ausnahme von Wasserkraft ist aber keines der genannten Energien mit langer Reichweite. Sprich Öl/Gas hat eine Reichweite von weniger als 100 Jahre und diese Rochstoffe werden für viel sinnvollere Dinge benötigt als um sie zu verbrennen. Was Kohle angeht so ist das auch ein Fossilerstoff der noch dazu wie kein anderer in der energiekette die Globale Erwärmung fördert und ebenfalls eine geringere Reichweite und ein geringeres Potenzial als Uran hat.

Auch würde mich interessieren wie du überhaupt darauf kommst das Atomenergie so teuer wäre? In Frankreich ist der Atomstrom der ca. 70% des Stroms ausmacht der billigste Strom in Belgien gibt es sogar zu bestimmten Tageszeiten kostenlosen Strom. Wenn Atomstrom so teuer wäre dann ist es wohl ein deutsches Problem und trifft für andere Länder nicht zu. Ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren.



@phantom

Zitat:Du bist dir der Gefahr von Atomkraftwerken überhaupt nicht bewusst. Du als Sicherheitsfanatiker müsstest dir mal überlegen, welche Gefahr die Kernkraftwerke in einem militärischen Konflikt darstellen. Da braucht man wirklich nur ein paar Bomben auf die Versorgung (Notstromagregate, Wasserpumpen) schmeissen und die Katastrophe nimmt seinen Lauf. Als Gegner braucht man ja nicht mal selbst Atomwaffen besitzen, denn die Bomben lagern ja schon beim Gegner. Realistischerweise müsste man alle AKWs in einem Konflikt frühzeitig runterfahren. Was das wirtschaftlich für das betroffene Land bedeutet, kann man sich ja ausmalen.

Aus sicherheitspolitischer Sicht wären viele kleine Stromerzeuger besser, noch besser selbstverständlich die autonome Stromversorgung mit z.B. Solarzellen (auf / an jedem Gebäude), dann ist man unabhängig von einem Verteilnetz was selbstverständlich auch sehr anfällig ist. Aus meiner Sicht müsste man zwingend vorgeschrieben werden, dass man an Gebäuden zumindest ein Teil der Energieversorgung selbst herstellt. Das wäre ein echter Beitrag zur Sicherheit von Zivilisten.


Na ja, hier eine einfachere Lösung des Problems, man setzt einen Angriff auf einen Atomreaktor mit einen Nuklearen Angriff gleich und vergeltet ihn mit einen Atomaren Gegenschlag. Damit wäre das Problem Militärisch sauber gelöst. Die Idee Solar Energie für Privat Haushalte und Öffentliche Gebäude auszubauen finde ich gut und würde solche Baumauflagen befürworten.




Zitat:In der Windkraft liegt enormes Potenzial was z.B. in Deutschland schon vorbildlich genutzt und stark ausgebaut wird. Das riesige Solarprojekt in der Wüste zeigt auch dass man technische Probleme bei Speicher- und Transporttechnik überwunden hat. Der Strom wird sicher teurer, das möchte ich nicht bestreiten. Aber wenn die Atomtechnik ihre Entsorgung a) mal eine Lösung finden würde, b) die auch bezahlen müsste, Schäden bei Abbau (wird ja immer verschwiegen dass die Gebiete dann verseucht sind) und den GAUs bezahlen müsste, würde unter dem Strich selbst bei der Wirtschaftlichkeit kaum Vorteile übrig bleiben.


Das Projekt mit den Mega Solarparks in der Wüste hat sich als unrealisierbar erwiesen gerade wegen der genannten Probleme mit den Transport und Verlust plus dem Problemen mit dem Verschleiß. Solar Energie kann in kleinster weise Atomkraft ersetzen, zu teuer, zu ineffektiv und zu Instabil dasselbe gilt auch für Windkraft diese ist sogar noch schlechter aufgestellt. Wie ich schrieb hat die Instabilität dazu geführt das man in Tschechien die Einspeisung von ÖKO Strom gesetzlich deckelte. Selbst in Deutschland wird oft ÖKO Strom nicht für die Industriele Produktion eingesetzt, den Wasser, Atom und Kohle Kraftwerke dienen als Backup. ÖKO Strom, ist gegen moderne Atomreaktoren real nicht Konkurrenzfähig den währe es Konkurrenzfähig so sehe die Welt heute schon ganz anders aus, China würde keine 60 neue Atomkraftwerke bauen usw. Atomkraft ist nämlich eine extrem Anspruchsvolle Technik, wohl das anspruchsvollste aber auch die Leistungsfähigste Energiegewinnungsmethode die der Mensch kennt.


Um es auf den Punkt zu bringen, mit der jetzigen Technik kann man auf Mittlerer Sicht auf Atomkraft nicht verzichten wenigstens nicht ohne die wirklich begrenzten und wertvollen Rochstoffe dieser Erde in krimineller Weise zu verfeuern. Uran ist in nämlich schier unerschöpflichen Mengen vorhanden von Spaltmittel der Zukunft Thorium ganz zu schweigen, denn bei Thorium sind Reichweiten von Millionen Jahren theoretisch möglich. Man wird in Deutschland sollte der ÖKO Wahn anhalten, letztendlich weiter massiv an Wohlstand verlieren. Denn mit ÖKO Strom alleine kann man nicht auf den Level wie bisher leben, man wird drastisch die Lebensqualität verlieren.

Denn es zeichnet sich nun klar ab das man das Maximum der Energie Einsparung erreicht hat, man ist sogar viel zu weit gegangen, man hat einen Punkt erreicht wo man keinen Gewinn mehr erhält dafür sich aber unnötig schadet.


Ich könnte dir zig Parade Beispiele nennen an den man dies erkennen kann: Egal ob beim Abwasser, beim Strom, beim Wasserverbrauch, bei der Mülltrennung oder beim heizten. Es treten in Deutschland Missstände auf die als Mahnung vor ÖKO Extremismus für die Welt erhalten können.

Die Energie Probleme der Zukunft werden sich meiner Meinung nach nur mit einem massiven Ausbau der Atomkraft und deren kontinuierliche Verbesserung lösen lassen. Das heißt stärkere größere Atomkomplexe die effektiver Energie umwandeln und sicherer sind, mittelfristig durch einen Umstieg auf die Spaltung von Thorium und langfristig der Umstieg von Atom auf Fusion. Dies birgt Risiken aber es garantier allen Menschen Wohlstand und Energie Unabhängigkeit, eine echte Alternative dazu gibt es nicht.




In der Windkraft liegt enormes Potenzial was z.B. in Deutschland schon vorbildlich genutzt und stark ausgebaut wird. Das riesige Solarprojekt in der Wüste zeigt auch dass man technische Probleme bei Speicher- und Transporttechnik überwunden hat. Der Strom wird sicher teurer, das möchte ich nicht bestreiten. Aber wenn die Atomtechnik ihre Entsorgung a) mal eine Lösung finden würde, b) die auch bezahlen müsste, Schäden bei Abbau (wird ja immer verschwiegen dass die Gebiete dann verseucht sind) und den GAUs bezahlen müsste, würde unter dem Strich selbst bei der Wirtschaftlichkeit kaum Vorteile übrig bleiben.




Zitat:Auf regenerative Energien muss man sowieso setzen, es ist die Frage wie stark man das jetzt subventionieren sollte, damit man den Umstieg schneller als geplant schafft.


Würde man sie nicht teuer subventionieren würde die ÖKO Blase sofort zerplatzen, ÖKO Strom kann entgegen der ÖKO Propaganda nur dank teurer Subventionen und Hocher Verbraucherpreise existieren. Dies treibt auch groteske Umtriebe, so gelang es den Chinesen Solar Analgen 30% billiger und ohne Subventionen zu gleicher der besser Qualität als die Deutschen was dazu führte das diese mehr Subventionen von Staat und um es noch schlimmer zu machen wiederum von Verbraucher zu erhalten. In Deutschland hat sich eine ÖKO Mafia gebildet, anders als in der Sonstigen Welt geben hier nicht Atomkonzerne den Ton an sondern eine ÖKO Lobby.

Als Folge wird der Strom immer teuer, der Verbraucher immer Ärmer und die restliche Welt lacht sich billigem Atomstrom nutzend über Deutschland schlapp. Den letztendlich wird man sollte es zu einen GAU kommen sowieso nicht davon kommen, denn anders als manch ÖKO glaubt achtet die radioaktive Wolke nicht auf Staatsgrenzen. Sprich es macht kein Unterschied wenn einer der 60 Atomreaktoren an der Deutschen Grenze in die Luft fliegt oder einer in Deutschland selbst.



@Venturus

Zitat:Punkt 1: Deutsche Kraftwerke brauchen kein so starkes Erdbeben um Probleme zu kriegen. Deutsche AKWs sind für Beben von 5,1 bis maximal 7,5 ausgelegt. Wobei diese Zahlen sehr unübersichtlich sind. Welches AKW wie gut geschützt ist, kann dir wohl nur der jeweilige Betreiber bzw. die übergeordneten Behörden sagen. In Deutschland sind Erdbeben um die 6 durchaus möglich. Hat es zwar meines Wissens nach längere Zeit nicht gegeben, aber geologische Zeiträume sind halt auch etwas anders gelagert. Wenn einem beispielsweise schon 224 Jahre wie eine Ewigkeit vorkommen, dann dürfte das Verständnis für solche zeitlichen Abläufe entsprechend gering sein.

Punkt 2: Laut unserer Regierung müssen wir ständig mit Bedrohungen nach dem 9/11-Muster rechnen. Für Flugzeugabstürze, und das bestätigen selbst die Anhänger der Atomkraft, sind unsere AKWs allerdings nicht ausgelegt.

Punkt 3: Die Alt-AKWs die gerade vom Netz gehen sind alle ebenfalls dabei an der von dir kritisierten 40-Jahres-Marke zu kratzen. Ob jetzt 2-3 Jahre da so einen Unterschied machen, sei dir überlassen.

Punkt 4: Deutsche AKW-Betreiber sind also ausnahmslos verantwortungsvolle und Gesetzestreue Bürger? Komisch. Also ich meine mich zB an einen Fall vor ein paar Jahren in Norddeutschland zu erinnern wo selbst CDUler ziemlich sauer auf ein Unternehmen namens Vattenfall waren.

Punkt 5: Ist das alles relativ. Es geht nicht um die Gefahren die man erwartet, sondern die die überraschend an deine Tür klopfen. Die wo sich Politiker mit traurigen Gesichtern vor die Kameras stellen und verzweifelt dem Wähler klar zu machen versuchten, das man mit einer solchen Gefährdung ja einfach niemals rechnen konnte. Erdbeben in Deutschland? Vor ein paar Jahren wäre jeder dafür ausgelacht worden. Erst in den 90ern ist es der breiten Zivilbevölkerung nach ein paar schwächeren, aber spürbaren Erdbeben überhaupt klar geworden. Geologen mussten damals im TV erklären, das wir eben nicht auf einer geschlossenen Granitsäule leben. Im letzten Jahrzehnt kamen dann Menschengemachte Gefahren dazu. In den 70ern und 80ern hätte niemand damit gerechnet das die RAF so wahnsinnig sein könnte ein AKW anzugreifen. Heute sieht das Thema "Terror vs. AKWs" anders aus. Und es werden weitere Gefahren dazu kommen. Gefahren die man falsch eingeschätzt hat oder gar nicht kennt.

Punkt 6: Gibt es eine noch weitaus größere Gefahr. Eine Gefahr gegen die kein technischer Fortschritt je etwas ausrichten kann. Sie hat zwei Beine und hört auf den Namen Mensch. Und wo Menschen sind passieren Fehler. Sowohl in der Gefahreneinschätzung, als auch in der von ihr konstruierten Technik, als auch in deren Bedienung.


Es gibt Risiken, aber wenn man so denkt dann kann man sich gleich hinlegen und sterben den nichts in der Welt ist sicher. Das Problem ist aber nicht die Kraftwerksabschaltung aller Meiler sondern die völlig irrationale Vorstellung eines Atomausstieges ohne reale Alternative. Das heißt nicht das ich jetzt alte Meiler die in Erdbeben Gebiet liegen schützen will, aber es gibt eben sehr wohl Lösungsmöglichkeiten.

Logisch wäre nämlich die alten Meiler abzuschalten und diese mit Erdbebensicheren AKWs mit passiver Kühlung auszustatten. Gegen Terroristen hilft eine Luftabwehr Batterie, kostet nicht viel und ist gegen Zivil Flugzeuge absolut sicher, sprich man kann die meisten Bedrohungen sehr wohl neutralisieren. Mit den Rest Risiko muss an leben.


Ich höre jetzt immer es konnte in Japan passieren, aber man muss wie gesagt auch mahl die Sache nüchtern betrachten und sehen das dort verdammt viel schief lief.

1. Dieser AKW Dinosaurier war nicht optimal gewartet noch modernisiert worden.

2. Er lag in Tsunami und Erdbebengebiet gleich am Meer und hatte keine geschützte Not Generatoren und er benötigte Aktive Pumpen zur Kühlung.

3. Er war 40 Jahre alt und sollte in einigen Tagen von Netz gehen.

4. Der Betreiber galt als Korrupt und Unseriös.


Das währen einige schon bekannte Fakten, sprich kann man diesen AKW Umfall als repräsentativ sehen? Der vorliegende Störfall währe bei eine AKW der 3 Generation nicht mahl möglich!




Zitat:Punkt 7: Vergiss niemals das wir uns hier in Deutschland befinden. Geht in den USA ein AKW in die Luft, ist das eine Katastrophe. Aber die USA wird aufgrund ihrer Größe weiter existieren. Passiert das in Deutschland kannst du davon ausgehen, das es das für Deutschland in der heute bekannten Form als wohlhabendes, sicheres Land in dem es sich gut leben lässt war.

Das Problem ist aber das es völlig egal ist ob Deutschland Kernenergie nutzt oder nicht die Nachbarn werden es ausgiebig weiter tuchen, es ist letztendlich egal was man macht, man ist völlig isoliert in der Frage auch in Europa.





@Kosmos

Zitat:das stimmt doch nicht, bei den meisten vorstellbaren Unfällen wird nur die nähere Umgebung wirklich stark auf Dauer verseucht.
So unmoralisch das auch klingt aber es ist schon ein RIESIGER Unterschied ob eine Verseuchung mit einem Umkreis von 50 km in Belgien, Frankreich, irgendwoe in Osteuropa oder eben in Deutschland passiert, ist nun mal so.

Gerade bei bei der hohen Sicherheit der modernen Kernkraftwerke ist die Gefahr sehr gering dass bei einem Unfall im europäischen Ausland Deutschland stark in Mitleidenschaft gezogen wird.
Wenn man wieder Moral beiseite wischt kann man das auch so sehen, reiches Deutschland verlagert gefährliche Profuktion ins ärmeres Ausland, d.h. reiches Deutschland erkauft sich diesen Luxus.

Und mal ehrlich, Deutschland zahl wirklich viel Geld für Strom in eigentlich größtenteils veralteten und nicht wirklich sicheren deutschen Kernkraftwerken, für alle die nicht direkt von Aktienkurs bestimmter deutscher Energiekonzerne leben würde wenig ändern wenn man diesen Teil des Energiebedarfs im Ausland decken würde.



Das stimmt aber eben nicht, wenn dir der Slowakische Tschernobyl Reaktor in die Luft fliegt dann gute Nacht. Auch die meisten französischen Reaktoren entsprechen nicht dem neusten Stand, kommt es auch da zum Super Gau hast du in einer Zone von 500 Kilometer ein schweres Problem. Man sollte nicht mit den Super Gau planen, denn dieser kann nicht reduziert werden. Moderne Atomreaktoren können aber einen solchen an sich gar nicht erleiden, man muss sie aber auch bauen und am besten in eigenen Land damit man auch was davon hat. Das Deutschland letztendlich an der Französischen Atomleitung Hägen wird ist sowieso leider abzusehen.
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#45
Samun schrieb:@revan:
Braunkohle > Steinkohle > Wasserkraft > Gas/Öl > Kernkraft > Windkraft > Solarzellen
Nur Windkraft und Solarzellen sind teurer als Kernenergie und dabei sind die Subventionen für Kernkraft und andere politische Zugeständnisse, die die Betreiber entlasten noch nicht mit drin.

Nein, Atomstrom ist für die Kraftwerksbetreiber der rentabelste Grundlaststrom. Das ändert sich allerdings, wenn man die Subventionierung (im Schnitt ~2,5 Mrd. pro Jahr!) raus und die Endlagerung rein rechnet.
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