Weltweite Pandemien / Epidemien / Seuchenausbrüche
Zitat:Zimbabwe: Cholera Resurfaces in Harare

Fears of a new cholera outbreak are abound in Harare after council confirmed the death of a 46-year-old man in Stoneridge as a result of the water-borne disease, while the man's sibling who got in contact with him also died in Chitungwiza.

Doctors have not confirmed the other death is cholera-related.

The city's corporate communications manager, Mr Michael Chideme, yesterday said the body of the man was sent to Beatrice Infectious Diseases Hospital mortuary and council had since set up an emergency tent in Stoneridge to attend to people with cholera symptoms. [...] Mr Chideme said the disease was only "a bus trip or handshake away", imploring residents not to shake hands, especially at funerals.
https://allafrica.com/stories/201804070032.html

Schneemann.
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Ein neuer, wenngleich im Umfang kleinerer Ebola-Ausbruch im Kongo konnte nach rund zweieinhalb Monaten erfolgreich unter Kontrolle gebracht werden...
Zitat:Infektionskrankheiten: Kongo erklärt Ebola-Epidemie für beendet

Im Mai traten in der Demokratischen Republik Kongo erste Ebola-Fälle auf. Nun gab es in sechs Wochen keine Neuinfektionen. Laut Regierung ist die Epidemie überwunden.

Der Kongo hat den jüngsten Ebola-Ausbruch für beendet erklärt. Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga teilte mit, nach zwei Inkubationszeiten von jeweils 21 Tagen seien keine neuen Fälle von Ebola registriert worden. Insgesamt hätten sich bei dem jüngsten Ausbruch 54 Menschen angesteckt. 14 Menschen starben. Anfang Mai dieses Jahres war ein Ausbruch der gefährlichen Infektionskrankheit im Kongo registriert worden. Auch in der Millionenstadt Mbandaka im Nordwesten des Landes traten Fälle auf. Wegen der hohen Einwohnerdichte hatten Experten eine schnelle Ausbreitung der Krankheit befürchtet. In einigen Fällen war der gefährliche Erreger nach Angaben des Gesundheitsministeriums in der Hauptstadt Kinshasa nachgewiesen worden. [...]

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO setzte die internationale Gemeinschaft insgesamt 63 Millionen US-Dollar ein, um die Epidemie zu bekämpfen.
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/20...o-epidemie

Schneemann.
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Zitat:„Unberechenbare Situation“

Neue Ebola-Welle im Kongo – Mehr als tausend Tote

Der zehnte Ebola-Ausbruch seit dem Aufkommen des Virus erschüttert den Kongo. Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor einer „unberechenbaren Situation“. Die Präsenz der Rebellengruppen erschwere Ärzten die Arbeit. Eine weitere Ausbreitung droht. [...] Seit August seien 1008 Todesfälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Kinshasa mit. [...]

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte vor einer weiteren Ausbreitung der Krankheit. Es ist bereits der zehnte Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo, seit Ebola in dem Land 1976 erstmals entdeckt wurde. Dieses Mal ist die Bekämpfung der hoch ansteckenden Virus-Krankheit besonders schwierig, weil es in der betroffenen Region immer wieder Angriffe bewaffneter Gruppen gibt. [...]

Die Präsenz von Rebellengruppen in den Provinzen Ituri und Nord-Kivu macht es für Ärzte und Helfer schwierig, mögliche Ebola-Infizierte zu erreichen und zu behandeln. Aber auch abgesehen von den Rebellenmilizen gebe es „politische Manipulationen“, damit die Öffentlichkeit im Kampf gegen Ebola nicht kooperiere, kritisierte Ryan. Nach Angaben der Regierung in Kinshasa wurden seit August aber 110.803 Menschen geimpft.
https://www.welt.de/vermischtes/article1...-Tote.html

Schneemann.
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Zum aktuell in den Schlagzeilen befindlichen Coronavirus, das mittlerweile, von China ausgehend, auch Europa und Deutschland erreicht hat...
Zitat:Coronavirus

Weitere Millionenstadt in China abgeriegelt

Mehr als 14.000 Infizierte und 304 Tote in China: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, wurden in der Stadt Wenzhou drastische Einschränkungen verhängt. Neue Erkenntnisse gibt es zur Übertragung der Krankheit.

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in China steigt immer schneller, was die Behörden zu weiteren drastischen Entscheidungen veranlasst. Erstmals ist in einer Stadt außerhalb der Provinz Hubei die Bewegungsfreiheit der Bewohner massiv eingeschränkt worden. [...]

In Hubei waren bereits einige Städte der Provinz mit insgesamt mehr als 40 Millionen Einwohnern de facto unter Quarantäne gestellt worden. Die Menschen dürfen die Städte nicht verlassen, der öffentliche Verkehr ruht, Veranstaltungen wurden abgesagt und es gelten weitere Gesundheitsschutzmaßnahmen. Viele Staaten haben ihre Bürger inzwischen aus Wuhan und Umgebung ausgeflogen.

Innerhalb eines Tages wurden aus der chinesischen Provinz Hubei 45 neue Todesfälle und 1921 neue Erkrankungen mit dem Coronavirus gemeldet. Dem staatlichen Fernsehen zufolge gibt es damit 294 bekannte Todesfälle in Hubei. Insgesamt starben 304 Menschen in der Volksrepublik. Die Zahl der in China bestätigten Krankheitsfälle stieg nach offiziellen Angaben auf 14.380.

Zusätzlich meldeten die Philippinen den ersten Todesfall außerhalb Chinas. Wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilte, handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen 44-jährigen Mann aus Wuhan. Er und seine ebenfalls erkrankte Partnerin waren am 21. Januar auf die Philippinen gereist. [...] Die Lungenkrankheit könnte nach Erkenntnis des Renmin Hospitals der Universität Wuhan und des Virus-Instituts der chinesischen Akademie der Wissenschaften neben Tröpfeninfektion auch über das Verdauungssystem verbreitet werden. Das Virus wurde auch in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden, nachdem die Mediziner festgestellt hatten, dass einige Patienten allein Durchfall statt üblicherweise Fieber bekommen haben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
https://www.tagesschau.de/ausland/corona...a-121.html

Schneemann.
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Nun sind wir ja seit Monaten jeden Tag mit Informationen aller Art über SARS Cov-2 bombardiert worden, ich möchte daher nicht allgemein über die aktuelle Pandemie sprechen sondern diese unter eine ganz bestimmten Blickwinkel betrachten:

Wie wirkt sich die Covid-19 Pandemie auf die militärische Schlagkraft und Leistungsfähigkeit der Bundeswehr und anderer Armeen aus?

Wie sehr schwächt diese die Streitkräfte durch Mangel an Übungen, Probleme bei der Beschaffung, Probleme bei der Rekrutierung, wie wirkt sie sich in den Einsatzländern aus, beispielsweise in Mali ?

Es geht mir also explizit nicht um Covid-19 allgemein sondern nur um die militärischen Folgen der Pandemie:
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(17.10.2020, 18:46)Quintus Fabius schrieb: Nun sind wir ja seit Monaten jeden Tag mit Informationen aller Art über SARS Cov-2 bombardiert worden, ich möchte daher nicht allgemein über die aktuelle Pandemie sprechen sondern diese unter eine ganz bestimmten Blickwinkel betrachten:

Wie wirkt sich die Covid-19 Pandemie auf die militärische Schlagkraft und Leistungsfähigkeit der Bundeswehr und anderer Armeen aus?

Wie sehr schwächt diese die Streitkräfte durch Mangel an Übungen, Probleme bei der Beschaffung, Probleme bei der Rekrutierung, wie wirkt sie sich in den Einsatzländern aus, beispielsweise in Mali ?

Es geht mir also explizit nicht um Covid-19 allgemein sondern nur um die militärischen Folgen der Pandemie:

Sind es nicht eher die Folgen der politischen Entscheidungen, die aus Angst vor einer Pandemie entstanden sind?
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Ich denke, dass die reine Schlagkraft oder auch die Logistik und die Möglichkeit, schnell Truppen zu verlegen, nicht unmittelbar leiden wird. Denken wir daran, dass die meisten Fälle der Erkrankung mild verlaufen und auch dass viele gar nicht bemerkt haben, dass sie erkrankt waren. Da im Regelfall Streitkräfte aus jungen und vergleichsweise gesunden bzw. körperlich eher belastbaren Personen bestehen, dürfte sich die Zahl der Erkrankungen mit problematischem Verlauf in sehr engen Grenzen halten. Einzelfallweise kann es aber auch zu taktischen Einschränkungen kommen, etwa wenn auf einem Kriegschiff das Virus um sich greift und das Schiff deswegen nicht eingesetzt werden kann. Das wäre aber sicher eine Ausnahme (siehe die Ablösung von Captain Crozier auf der Theodore Roosevelt, wobei hier 20% der Crew oder fast 1.000 Mann erkrankten - bei einem Todesfall).

Schwieriger als somit die tatsächlichen Einschränkungen im taktischen und strategischen Sinne durch das Virus könnten politische Folgen sein, wenn bekannt wird, dass durch Schlendrian und Saumseligkeit irgendwo ein dislozierter Soldat das Virus munter verbreitet hat und deswegen andere bzw. zivile Personen in einem Gastland zu Schaden gekommen sind. Ich erinnere an das Theater, das z. B. die BILD vor einigen Wochen machte, als das Gerücht umging, eine US-Soldatin habe in Garmisch-Partenkirchen quasi mutwillig irgendwelche Personen angesteckt. Da wurden alle möglichen antiamerikanischen Klischees bedient und die betreffende Frau als fiese "Superspreaderin" hingestellt, bis das Landratsamt fest- und klarstellte, dass man nicht sicher zuordnen kann, wer von wem angesteckt wurde - aber der mediale Flurschaden war erheblich...

Schneemann.
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Mir ging es eher um die indirekten Folgen - also die Einschränkungen welche die Politik dem Militär in Bezug auf Übungen auferlegt, auf die Frage wie im Einsatz operiert wird etc, die Schwächung also der Streitkräfte durch indirekte Einfllüsse der Pandemie.

Beispielsweise auch durch die wirtschaftlichen Schäden, die dadurch verminderten Einnahmen des Staates, die verminderten Möglichkeiten der Industrie etc

Nehmen wir mal an, eine Armee könnte aufgrund der Pandemie nicht mehr ausreichend ausbilden und üben, erhält nicht mehr das gleiche Geld (da der Staat wirtschaftlich am zusammen brechen ist und die Steuern wegbrechen), erhält nicht mehr in gleicher Geschwindigkeit und Qualität Ersatzteile, neue Systeme, Verbrauchsmittel etc, dann können solche indirekten Folgen die Armee recht rasant schwächen. Ob dem aber in der Realität tatsächlich jetzt so ist - oder ob es noch so kommen wird -weiß ich nicht.
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