Digitale Tarnmuster und Flecktarnmuster
#31
Diese Fotos der Tarnanzüge bringen aber auch gar nichts. Hier sieht man ja nur, welche Farbe gerade in diese Umgebung am besten passt. Platziert man einen den Soldaten auf eine mehrheitlich grüne Fläche, versagen halt die eher braungefärbten Tarnanzüge die sich z.B. im Laub eher bewähren. Das mit dem Pixeln ist ganz bestimmt sinnvoll und unabhägig von der "Grundfarbe" zu sehen.

Konturen definieren Muster und ähnliche Muster zu erkennen und dann auf ein Objekte zu schliessen, ist für das menschliche Auge/Gehirn kein Problem. Denke schon dass man mit der Elimierung der scharfen Konturen in den Tarnanzügen eine Verbesserung erzielen kann. Aber Wunderdinge kann man da sicher nicht erwarten. Der Mensch ist einfach in dieser Aufgabe viel zu gut, besser als alles was er z.B. in der Schule lernt, was da hardwaremässig in absoluter Perfektion abläuft. Wir unterschätzen unsere unbewussten Leistungen viel zu stark und überbewerten die angelernten Fähigkeiten.
Zitieren
#32
Zitat:Quintus Fabius:
Was mich bei den USA immer noch zu amüsieren vermag ist dann darüber hinaus, daß ihre Streitkräfte bei allen Versuchen Synergieeffekte durch Vereinheitlichung zu erreichen immer noch verschiedene Tarnmuster je nach Teilstreitkraft verwenden.

Dabei hätten die USA mit dem Muster des USMC ja bereits ein brauchbares und Praxiserprobtes Muster, daß man für alle US Soldaten einheitlich einführen und verwenden könnte und sollte.

Warum die USA überhaupt verschiedene Tarnmuster verwenden ist mir ein Rätsel, bei so vielen Soldaten würde eine einheitliche Uniform auch etwas Geld sparen. Aber das wäre ja wieder Kleinvieh, also nicht wert darüber nachzudenken (obwohl das Kleinvieh glatt mal ein paar Panzer mehr bringen würde!)

Die US-Streitkräfte hatten vor der Einführung der Digitalen Muster ja eine einheitliche Uniform für die 4 Teilstreitkräfte: BDU-Woodland bzw. Desert !
Aber bei den US-Streitkräften spielen die Egoismen und die Konkurrenz um die jährlichen Haushaltsmittel eine große Rolle und deshalb hat die Army heute ACU, das USMC MARPAT und die AirForce TigerStripes (ähnlich der alten Vietnam-TigerStripes Uniform) !
Warum die AirForce für ihr Bodenpersonal unbedingt eine "bunte" Uniform benötigen, ist mir zwar ein Rätsel, aber dass MARPAT sicher deutlich besser ist als ACU, darüber sind wir uns wohl einig.
Apropos Kleinvieh: Der Umstieg von BDU auf Woodland kostete die US-Army ca. 4 Mrd. Dollar !
Es geht ja nicht nur um die Uniform an sich, sondern alles andere muss auch geändert werden: Ponchos, Helmbezüge, Rucksäcke, Schutzwesten usw.

Zitat:Phantom:
Diese Fotos der Tarnanzüge bringen aber auch gar nichts. Hier sieht man ja nur, welche Farbe gerade in diese Umgebung am besten passt. Platziert man einen den Soldaten auf eine mehrheitlich grüne Fläche, versagen halt die eher braungefärbten Tarnanzüge die sich z.B. im Laub eher bewähren. Das mit dem Pixeln ist ganz bestimmt sinnvoll und unabhägig von der "Grundfarbe" zu sehen.

Konturen definieren Muster und ähnliche Muster zu erkennen und dann auf ein Objekte zu schliessen, ist für das menschliche Auge/Gehirn kein Problem. Denke schon dass man mit der Elimierung der scharfen Konturen in den Tarnanzügen eine Verbesserung erzielen kann. Aber Wunderdinge kann man da sicher nicht erwarten

Ich stimme mit dir teilweise überein, je nach Gelände und Vegetation ist auch die beste Uniform mal schlechter und mal besser ! Es gibt eben keine Universalfarbgebung, genau daran scheitert ja die ACU ! Letztendlich muss man einen Kompromiß schliessen, der weitgehend Jahreszeiten und mehrheitliche Vegetation berücksichtigt. Wichtiger ist es die Konturen zu verwischen und man sollte auch nicht vergessen, dass Soldaten i.d.R. in Bewegung bleiben sollten, in ruhiger Stellung kann ein Soldat kaum eine optimale Tarnung erreichen ! Nur Soldaten, die länger an einem Ort verweilen (Sniper, Aufklärer usw.) können den entsprechenden Aufwand betreiben, sich praktisch unsichtbar zu machen. Es ist ja interessant, dass die israelische Armee bis heute einfarbig grüne Uniformen verwendet, obwohl man meist in wüstenartigem Gelände operiert, die Konturenverwischung soll bei der Zahal über Tücher und Umhänge erreicht werden...........
Zitieren
#33
phantom:

Meiner Ansicht nach bringen diese Photos durchaus etwas, denn man sieht sofort, daß der ACU Digi Tarn einfach nichts taugt. Das hat nichts mit dem speziellen Gelände zu tun das man auf dieser Auswahl sieht.

Der eher auf die Brauntöne hin wirkende MARPAT funktioniert im Grünen genau so gut wie im Braunen.

Während der ACU weder noch funktioniert.

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... ehend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... hockt.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... ehend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... hockt.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... hockt.html

ACU Tarn = Nix Tarn

Egal wo man sich befindet und egal was für Farben die Umgebung hat, der ACU Tarn sticht immer regelrecht heraus und er verwischt die Konturen überhaupt nicht.

Dazu ist er viel zu feinpixelig und dazu ist die Differenz zwischen den Farben zu gering. Schon auf geringe Entfernung verschwimmt der ACU zu einem einheitlichen hellen Schottergrau.

Nun zur Frage der Sinnhaftigkeit der Pixel im allgemeinen: Die Idee bei diesen Tarnmustern ist es ja, daß menschliche Auge durch diese Pixel zum Wandern zu bringen, was die Kontur verwischen soll.

Der ausschlaggebende Punkt aber ist es, daß dies in der Praxis nicht funktioniert.

Die Digitaltarnmuster verwischen daher in der Praxis die Konturen eben nicht. Sie lösen den menschlichen Umriss nicht auf.

Beschließend kann ich dir allerdings zustimmen, daß wir unsere unbewussten Leistunge nicht richtig würdigen.

fazer600:

Die Juden laufen ja auch noch immer mit CAR 15 herum und glauben das dies eine gute Waffe ist.

Wobei man sagen muß, daß die Konturverwischung mit den bekannten markaten Helmüberzügen (anfangs einfach Rucksacküberzüge) sehr wirksam ist, auch wenn sie auf den ersten Moment etwas verwunderlich aussieht.

Die Unbewussten Fähigkeiten die Phantom ja schon angesprochen hat, sprechen besonders stark auf die Linie zwischen Schulter und Kopf an. Selbst sehr getarnte Personen werden daher manchmal erkannt, ohne das der erkennende sagen könnte wie er die getarnte Person ausgemacht hat. In Wahrheit hat sein Gehirn die von Schulter und Kopf gebildete Ecke erkannt. Die israelischen Helmüberwürfe verwischen dann gezielt diese Schwachstelle.
Zitieren
#34
Quintus Fabius schrieb:Während der ACU weder noch funktioniert.
Es könnte auch mit dem Wetter zusammenhängen. Bei uns häufig grau und neblig, da ist man mit den dunklen gängigen Anzügen sicher super einfach auszumachen. zudem glaub ich, dass man im europäischen Häuserkampf mit ACU sehr gut bedient ist. Die Häuser sind mehrheitlch weiss und grau, da floppen die herkömlichen Farben ganz bestimmt.

Zitat:Nun zur Frage der Sinnhaftigkeit der Pixel im allgemeinen: Die Idee bei diesen Tarnmustern ist es ja, daß menschliche Auge durch diese Pixel zum Wandern zu bringen, was die Kontur verwischen soll.
Es ist umgekehrt, das Auge/Gehirn wandert permanent und sobald Konturen erkannt werden verharrt es auf dem Objekt, bis es klassifiziert werden kann.

Zitat:In Wahrheit hat sein Gehirn die von Schulter und Kopf gebildete Ecke erkannt. Die israelischen Helmüberwürfe verwischen dann gezielt diese Schwachstelle.
Genau, das ist ein wichtiger Punkt, wir suchen auch nach bekannten Umrissen, wenn die genug verfremdet werden, kann man das Gehirn bei der Analyse täuschen.

@fazer
Zitat:Wichtiger ist es die Konturen zu verwischen und man sollte auch nicht vergessen, dass Soldaten i.d.R. in Bewegung bleiben sollten, in ruhiger Stellung kann ein Soldat kaum eine optimale Tarnung erreichen !
Objekte die in Bewegung sind, sind extrem schwer zu tarnen, viel schwieriger als ein regungsloses Objekt. Im Tierreich tarnen sich die meisten Tiere durch Regungslosigkeit und das funktioniert auch verdammt gut. Sobald du ein Objekt vor dem regungslosen Hintergrund bewegst, fliegt die Tarnungsofort auf.
Zitieren
#35
phantom:

Ich habe bei Übungen des Orts- und Häuserkampfes das ACU Digitaltarnmuster selbst im Einsatz gesehen. Es fällt dort genau so auf, selbst vor hellgrauen Betonwänden (was ich persönlich überraschend fand, da dieses Muster ja genau einen solchen Ton hat).

Desweiteren ist zu bedenken, daß vor einer weißen Hausmauer jede Tarnkleidung sinnlos ist. Und auch wenn die meisten Häuser weiß sind, so ist meiner Ansicht nach zu bedenken, wie viel Grün und Braun sich in Städten befindet. In einer typischen Mitteleuropäischen Stadt überwiegt sogar Grün als Farbe vor allen anderen Farben. Eine Analyse der vorkommenden Farben in Deutschen Städten zeigt zum Beispiel auf, daß dort Grün die häufigste Farbe ist (aufgrund der vielen Pflanzen).

In Zentralasien überwiegt hingegen Braun bzw Khaki Töne. Hier ist das MARPAT Wüstentarnmuster wirklich hervorragend:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... nistan.jpg

Ich finde das MARPAT sogar absolut Ideal als Tarnmuster, da es von allen Tarnmustern die es zur Zeit gibt meiner Überzeugung nach am vielfältigsten ist: es ist im Vergleich um in Mitteleuropa überlegenen Flecktarn in der Fargebung Brauner, funktioniert aber dadurch in vielen weiteren Gegenden der Welt besser als Flecktarn.

Wenn man überhaupt eine Art Universaltarnmuster haben will, dann ist das MARPAT der beste Kandidat dafür, meiner Meinung nach ist es besser als das Multicam.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... ber_07.jpg

Fehlt nur noch ein schilfbraungraues Gewehr...Warum die Infanteriewaffen Schwarz sein müssen ist mir ein Rätsel, nur damit dann erfahrenere Soldaten sie selbst schilfbraun anmalen.....

In Städten sind auf die kurzen Distanzen die dort der Kampf der Infanterie einnimmt und aufgrund der Deckung durch die Gebäude selbst Tarnmuster nicht von so großer Bedeutung. Gerade aber in Terrain wie Afghanistan mit großen Distanzen sind sie von immenser Bedeutung.

Das MARPAT Muster hat im übrigen noch einen bisher nicht erwähnten Vorteil gegenüber dem ACU: beim Einsatz von Nachtsichtgeräten tarnt es wesentlich besser als das ACU Muster.
Zitieren
#36
Tatsächlich verwischen die Helmüberzüge der Israelis sehr gut den Übergang von Kopf und Körper und sie lassen den Helm als solchen nicht mehr erkennen, zumal bei jedem Soldat die Tücher einen anderen Faltenwurf haben und somit das menschliche Auge, bzw. das Gehirn keinen Gewöhnungseffekt haben. Dennoch finde ich sehr verwunderlich, dass die Israelis seit Jahrzenten an dem einheitlich günen Kampfanzug festhalten......

Qiuntus, dass die Israelis das M-16 dem Galil vorgezogen haben, liegt daran, dass es leichter ist und aus den USA nahezulos kostenlos als Militärhilfe gliefert wird. Und so schlecht, wie das M-16 immer gemacht wird, ist es nicht, aber das ist hier nicht das Thema !

Phantom, bei der Regungslosigkeit bezog ich mich auf die Tarnfotos und die Relation zu einem Sniper, der lernt, sich nahezu unsichtbar zu machen. Ein "normaler" Infanterist kann keinen Ghillie tragen, der würde ihn zu sehr behindern. Aber bei einem Objekt in der Bewegung verwischen die Konturen bei einem guten Tarnanzug eher noch besser, weil das Auge sich schwerer festsetzen kann.

Quintus, ich gebe dir Recht, wenn du MARPAT Wood und Desert so in den Himmel lobst, es ist ein ganz hervorragendes Muster ! MultiCam funktioniert in Afghanistan hervorragend, aber ich bin der Meinung, dass die Farben für europäische Verhältnisse zu hell sind !

Dass Gewehre schwarz sind, hatte etwas mit der Brünierung des Metalls zu tun und vielleicht auch inzwischen mit Tradition. Im Zeitalter des "Plastikgewehrs" könnte man die Waffen natürlich auch in grün (Steyr AUG) oder sandfarben (XM-8, SCAR) liefern. Aber dann müsste man die Fertigung der Waffen dem Kriegsschauplatz anpassen, was die Kosten enorm erhöhen würde. Es den Soldaten vor Ort zu überlassen, wie sie ihre Gewehre tarnen, halte ich für die bessere Lösung. Wobei man natürlich darüber nachdenken könnte, den Soldaten entsprechende Farben und Bänder zur Verfügung zu stellen..................
Zitieren
#37
@Quintus
Wenn du das schon getestet hast, kannst du sicher objektiver drüber reden als wir. Hab mir einfach mal ein paar Überlegungen gemacht welche Kriterien es sein könnten. eben das Wetter wäre noch eine. Wink

Aber es stimmt schon, in unseren Breitengraden übewiegt ganz klar die Farbe grün, da besteht kein Zweifel. Versteh auch nicht wirklich wieso der Anzug so hell ist.

Gewehr schwarz:
Früher reflektierte das Metall, das ist richtig, anpinseln musste man das Ding. Aber schwarz ist nun wirklich nicht einleuchtend, es sei denn weils einfach weils chic aussieht. Eine andere Erklärung ist die, dass schwarz dreidimensionale Formen elimiert. Auf Schwarz ist es sehr schwer, Tiefe zu erkennen ... nicht zuletzt deshalb in der Mode verwendet wird (Schlankmacher).
Letztendlich ist es wahrscheinlich so wie beim Autoreifen. Der ist nun mal schawrz weil er schon immer so war und wir uns an jeder Abweichung von der Norm stören. Big Grin In der Formel1 wollte man mal einen andersfarbigen Reifen einführen ... die Fans liefen sturm. Big Grin
Zitieren
#38
fazer600:

In der Zeit als eine Brünierung notwendig war, da hatten die Waffen aber überwiegend Holzschäfte, und waren deshalb nicht einheitlich schwarz sondern eine Kombination aus Schwarz und Braun.

Das sich aus einer Braunen Waffe eine Anpassung der Waffenfarbe an Kriegsschauplätze ergeben sollte, leuchtet mir nicht ein. Warum sollte dies sein? Eine Braune Waffe passt eigentlich immer und überall.

Eine gesonderte Tarnung der Waffe durch den Soldaten vor Ort wird dadurch übrigens nicht ersetzt, aber wesentlich erleichtert.

Anbei: für das XM 25 werden zur Zeit verschiedene Tarnmuster als Farbe der Waffe getestet. So gibt es diese Waffe tatsächlich in ACU (Itzo laßt mich lachen).

phantom:

Das Wetter ist ganz definitiv ein Kriterium bei der Tarnung. Insbesondere merkt man Unterschiede zwischen Trockenem Wetter und bei Regen. Die Helligkeit spielt natürlich auch mit rein.

In den meisten anderen Breitengraden überwiegt im übrigen die Farbe Braun. Und auch hierzulande gibt es eine Menge Braun. Man muß sich auch mal vor Augen halten, wie sich Tiere tarnen. Tiere mit Tarnmustern haben überwiegend eine Schwarz-Braun Kombinatin. Bei manchen Tieren, insbesondere bei manchen Vögeln werden extrem gute Tarnungen damit erreicht, bis dahin, daß man das Tier aus wenigen Metern nicht mehr sehen kann.

http://www.brodowski-fotografie.de/beob ... html#close

Meiner Überzeugung nach ist Braun die Farbe die bei Tarnmustern vorherrschen sollte, gleich ob hier in unseren Breitengraden oder in Zentralasien. Ein Braunerer Flecktarn wäre hierbei meiner Überzeung nach das in unseren Breitengraden absolut überlegene Tarnmuster. Noch besser wäre eine Wendetarnjacke mit einem grüneren und einem brauneren Flecktarnmuster je Seite. Eine solche Kombination wäre enorm überlegen. Hier noch mal ACU, MARPAT und normaler BW Flecktarn im Vergleich vor einem Braunen Hintergrund (und Braun herrscht weltweit vor) und auf eine realistische Distanz in der Tarnmuster wirken müssen (also auf um die 40 m)

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html

Und beschließend noch mal Eichentarn:

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html
Zitieren
#39
Tach Kameraden!

Ich denke mal, daß der Grund für die Waffenfarbe - so wie bei der Kleidung der SEK's etc. - vor allem in der pschologischen Wirkung zu sehen ist. Schwarz wirkt eben bedrohlich, abschreckend.....

Ansonsten gibt es schon sehr lange auch olivfarbene und braune Waffen, auch als Polymerkonstruktionen noch nicht existierten, d.h. alleine mit der Brünierung läßt sich die schwarze Farbwahl nicht erklären.

Aber mal zurück zum Thema Tarnmuster:
Ausschlaggebend für die Entwicklung des unsäglichen AT-digital war u.a. immer der Leitsatz "in der Natur kommt kein Schwarz vor".
Darüber habe ich mich immer gewundert. Welche Natur meinten die? Klar, es geht bei Schatten etc. oft in Richtung Anthrazit, aber man darf ja nicht vergessen, daß Kleidung auch auswäscht oder verschmutzt.

Meiner persönlichen Erfahrung nach, muß ich sagen, daß Schwarz an Teilen der Ausrüstung und Kleidung gar nicht so schlecht "tarnt" wie immer geschriehen wird. Zudem stimmt das Argument, das Schwarz bei Licht nicht reflektiert einfach mal nicht. Je nach Stoff kann schwarze Kunstfaser sehr wohl verschiedene "Farb"-Nuancen unter Lichteinfluß zeigen - von schwarzgrau, über schwarzbraun bis anthrazit.

Begeistert bin ich dennoch vom AT-Grundton "foliage". Je nach Lichteinfluß sieht es mal eher grau, dann mal wieder grün-oliv aus. Das kann allerdings auch auf den verwendeten Stoff zurückzuführen sein. Ähnlichen Effekt sehe ich an meiner originalgetreuen US-OD-BDU Hose: Leicht glänzend und je nach Lichteinfall Variationen von grün-oliv bis braun-oliv.

Ebenso positiv hat mich aber auch das patentierte "nicht-wirklich-Weiss" des Multicam-Musters überzeugt - auch wenn ich finde, daß MC für Europa oftmals zu hell ist - zumindest im Herbst.

Bei eigenen Tests konnte ich definitiv bestätigen, daß ein solcher heller Ton in europäischen bzw. vorrangig humiden Farbmustern meist fehlt. Vegetato hat da mehr zu bieten.
Bei manchen neuen 5F-Flecktarn-Stoffen ist das hellgrün aber auch schon schön hell und wirkt sehr gut unter Lichteinfall.

Im Endeffekt steht aber nach wie vor fest: Die einzige universelle Tarnung nutzen derzeit die Predators ;-) Aber solange die menschliche Technologie da noch nicht angekommen ist, kommt man einfach nicht drumherum, wenigstens zwischen ariden und humiden Klimaten zu unterscheiden. Mein favorisiertes Konzept wäre je ein Wende-Anzug für beide Klimate und/oder Überwürfe wie z.B. bei der IDF.

Ich glaube Quintus Fabius hats irgendwo oben schon erwähnt und ich bin der gleichen Meinung: Die "Pixel" der digitalen Muster sind einfach zu klein. Bereits in kurzer Distanz verschwimmt es zu einen Einheitsfarbe. Da ist nichts mit Konturen auflösen. Sowas geht nur mit Kontrasten.

Lettland ist da einen Schritt weiter. Für mich ideal um Konturen zu verwischen wäre aber ein noch sehr viel größeres Muster wie z.B. "3/4 des Beins dunkler Farbverlauf, auf dem Knie dafür helle Sprenkler; Oberkörper zu 50 % völlig anders" etc. Ich kanns gern mal grafisch zeigen wie ich das meine, wenn Interesse besteht. Beispielhaft denke ich da z.B. an die bekannten "Tarnungen" von 2.WK Schlachtschiffen. Nicht, daß die wirklich getarnt haben, aber die wirklichen Konturen verschwanden sehr gut und verzögerten zumindest schnelle Entfernungs- und Typbestimmungen. Ähnlich "grob" ist auch das schwedische Woodland, wenngleich es mir zu grün und damit zu wenig adaptierbar ist um möglichst viel von Europa abzudecken und auch da weiche Kanten fehlen.

Letzteres ist ein wichtiger Punkt meine Meinung nach, den ich Multicam nach wie vor hoch anrechne. Hier werden Farbverläufe ebenso verwendet wie harte Kanten. Beides gehört für mich zu einem wirklich guten Muster.
Zitieren
#40
Zitat:Die "Pixel" der digitalen Muster sind einfach zu klein. Bereits in kurzer Distanz verschwimmt es zu einen Einheitsfarbe. Da ist nichts mit Konturen auflösen. Sowas geht nur mit Kontrasten.

So ist es. Und würde man die Pixel nun viel größer machen, sähe das ganze so unnatürlich aus, das es wegen der rechteckigen Form der Pixel wieder auffallen würde.

Die durch die kleinen Pixel erzeugte schmutzige Einheitsfarbe hat aber durchaus viele Nuancierungen, eignet sich daher deutlich besser zur Tarnung als eine wirkliche Einheitsfarbe, da hier Schmutzige fließende Farbübergänge erzeugt werden.

Auch Flecktarn erzeugt auf größere Distanzen eine solche "Einheitsfarbe", wenn auch weniger Extrem als die Digitalmuster.

Im Endeffekt sind das zwei verschiedene Tarnmusterkonzepte: das eine Konzept will sich von der Farbe her dem Hintergrund so anpassen das es vor diesem verschwimmt, das andere die Kontur so weit brechen das die Form nicht mehr erkannt werden kann.

Beide Konzepte sind leider nur äußerst schwierig miteinander vereinbar. Weshalb es meistens entweder oder heißt. Muster die die Konturen stark brechen, sind deshalb oft spezialisierter, eignen sich also nur in einem bestimmten Gelände. Ein gutes Beispiel für diese Schwierigkeiten beide Prinzipien miteinander zu verbinden ist das Britische DPM.

Mein letzter Satz zumThema: Was bringen digitale Tarnmuster?

Man hat halt etwas neues ausprobiert aber es bringt in der Praxis nichts.
Zitieren
#41
Moin moin

nur mal so nebenbei das acu tarn so wie ihr es hier nennt gibt es so nicht genauso wie das bdu tarn

ASC und BDU sind schnittmuster der anzüge und keien bezeichnung für die uniformen an sich.

das Allseitsbeliebte AT DIGITAL

beispielsweise der U.S Army ist auch nicht für Wälder oder dschungel KOnziepiert worden.

sondern es ist für städte der usa daher auc hdie grau weise farbe.

weil fast alel betonklötze in den us städten sind ja nun mal grau weis mit oder schwarz.

und die us army beispielsweise trägt derzeit offziel in Afgahnistan garkein At digital/at urban sondern nur die AT Desert bzw ganz neu das Multicam muster.

und dies wurde bei der us army auch als standart für bewaldung und grüne flächen bzw mit Wüßten mit fiel grün endworfen/endwickelt.

ACU = Army Combat Uniform
BDU = Battle Dress Uniform
was sich wiederum auf die machart der uniform auswirkt.
Damit ist der schnitt zum einen gemeint zum anderen der einsatz von klettverschluss stadt knöpfen bzw Reisverschluss an den Feldblusen stadt knöpfen.

AT = heist nur All Terrain
bzw bezieht sich das auf die basis der uniform
und das Digital steht für die digitale verbixelung des mussters

und das von den U.S Marines heist auch nicht nur digital woodland sondern

eigentlich MARPAT was wiederum für Marine Pattern.
steht


Das Muster beinhaltet viele farbige Pixel. In der Theorie ist es ein weitaus effektiveres Tarnmuster als Standardtarnmuster, weil hier eine Vermischung der Farben stattfindet. MARPAT ist eine eingetragene Handelsmarke des US Marine Corps. Das MARPAT ist außerdem wegen seines Musters als „Digitales Muster“ bekannt, weil es statt der älteren Klecksgestaltung aus vielen kleinen Blöcken besteht.


Seit 1981 verwendeten die US-Streitkräfte eine Weiterentwicklung des bereits 1948 vom U.S. Army Engineer Research and Development Laboratory (ERDL) vorgestellten Buntfarbenaufdruck „Lime ERDL Pattern. Dieses Muster wurde als „M81 Woodland“ bezeichnet.

Unter Federführung der US-Marineinfanterie begann die Entwicklung eines neuen Tarnmusters, das eine kleinflächigere Fleckenverteilung aufweisen sollte. Die deutsche Bundeswehr hatte bereits 1990 ein solches kleinflächigeres „Flecktarn“-Muster eingeführt. Aus einer ersten Auswahlrunde der US-Marineinfanterie mit 150 Mustern kamen drei in die engere Auswahl. Bei zwei davon handelte es sich um Weiterentwicklungen der so genannten „Tigerstreifen“, die die USA und Südvietnam für den Einsatz im Vietnamkrieg entwickelt hatten. Das dritte Tarnmuster war aus einer britischen Tarnung hervorgegangen, die noch für den Kolonialkriegsschauplatz Rhodesien entwickelt worden war. Diese Muster und die verwendeten Farben wurden mit dem Ziel weiter modifiziert, sie in möglichst vielfältigen Umgebungen effektiv einsetzen zu können. Der Patentschrift zufolge wurden für die Entwicklung des letztlich übernommenen Musters Forschungen zu fraktalen Grafiken verwendet.

Bei den folgenden Tests bewährte sich das Marpat-Muster insbesondere dadurch, dass die nasse Uniform bei nächtlichem Einsatz und Infrarotbeleuchtung und durch Nachtsichtgeräte betrachtet ihre Tarneigenschaft behielt. Andere Muster verloren unter diesen Bedingungen ihre Tarnfähigkeit.

Die ersten Ausrüstungsgegenstände mit Marpat-Druck wurden Anfang 2003 an die US-Marineinfanterie ausgegeben. Zu Beginn des Irakkriegs Ende März 2003 war die neue Tarnung jedoch noch kaum verbreitet.

Inzwischen gibt es drei MARPAT-Muster: Woodland (Waldlandschaft), Desert (Wüste) und Urban (städtisch). Seit 2004 werden das Woodland- und das Desert-Muster im größeren Umfang verwendet, das Urban-Muster ist derzeit noch in der Entwicklungsphase. Bei Einführung des MARPAT traf es auf einigen Widerstand im USMC. Inzwischen entwickeln die US Army (Army Combat Uniform) als auch die US Air Force und die United States Navy derzeit ihre eigenen digitalen Tarnuniformen.

Momentan findet in den USA und Kanada eine anhaltende Debatte statt, ob das amerikanische MARPAT-Muster zumindest teilweise vom kanadischen CADPAT-Tarnmuster inspiriert wurde. Kanadische Industrie- und Regierungsangestellte werfen den USA vor, illegal CADPAT kopiert zu haben, aber die Amerikaner behaupten, ihr Muster unabhängig vom kanadischen erfunden zu haben.

Der Zweck dieses Musters liegt nicht nur darin, mit der Umgebung zu verschmelzen, sondern den fokussierten Blick abzulenken und zu verwirren. Stellt man MARPAT vor einen weißen Hintergrund, fällt es sehr stark auf. Benutzt man es aber in der Umgebung, für die die einzelnen Muster entwickelt wurden, neigen die Augen dazu, über das Muster hinwegzustreichen, weil nicht auf ein bestimmtes Muster oder eine bestimmte Silhouette fokussiert werden kann.

CADPAT, oder CAnadian Disruptive PATtern, war das weltweit erste computergestützt entwickelte Digitaltarnmuster. Es wird seit 2002 als Tarnmuster von den kanadischen Streitkräften für Uniformteile (Tarnkleidung) verwendet und ist urheberrechtlich geschützt.

Nach einer Entwicklungszeit von fast zehn Jahren kam das Muster in zwei Ausführungen zum Einsatz, wobei es sich nicht um zweiseitig bedruckte Wendestoffe handelt. Dem CADPAT liegt als Basis das deutsche Flecktarn zugrunde, das ab 1936 entwickelt worden ist. Es wurde in zwei Ausführungen eingeführt:

* Temperate Woodland (TW) für nördliche Klimazonen mit Wald und Buschland
* Arid Region (AR) für südliche Klimazonen mit Trockenland, Wüsten- und Savannen

CADPAT TW wurde 2002 zum Standardtarnmuster des kanadischen Heeres, gefolgt von der kanadischen Luftwaffe im Jahr 2004


das nur mal so leute aber da ich mich ja nicht komplet tot schreiben möchte lass ich es bleiben und gebe das einmal zum denken Smile für euch alle
Zitieren
#42
Zitat:nur mal so nebenbei das acu tarn so wie ihr es hier nennt gibt es so nicht

Das Muster heißt bei der US Armee ganz genau genommen ACU PAT, was für Army Combat Uniform Pattern steht.

Zitat:und die us army beispielsweise trägt derzeit offziel in Afgahnistan garkein At digital/at urban sondern nur die AT Desert

Es gibt kein AT Urban konträr zu einem AT Desert, es gibt nur ein Einheitstarnmuster.

http://www.kamouflage.net/camouflage/00199.php

Und das wird auch derzeit noch in Afghanistan getragen.
Zitieren
#43
Soldaten, die im Einsatz mit US-Amerikanern zusammengearbeitet haben, sagen, dass das digitale Muster, dass noch vor kurzem die Regel in Afghanistan war, mittlerweile fast vollständig von "klassischen" Mustern abgelöst wurde.
Ich kann aber nicht genau sagen, durch welche.
Zitieren
#44
Das ist nur ein Muster und nennt sich Multicam.

Sehr viele Einheiten in Afghanistan (aber nicht alle) tragen das seit Mittte 2010:

http://www.armytimes.com/news/2010/02/a ... m_030110w/

http://www.armytimes.com/news/2010/07/a ... m_071210w/

http://www.armytimes.com/news/2010/08/a ... m-082210w/

http://www.af.mil/news/story.asp?id=123240205

Die Briten ziehen jetzt auch nach und führen gerade in Afghanistan ebenfalls eine Form von Multicam ein, das MTP (Multi Terrain Pattern) heißt:

http://www.telegraph.co.uk/news/newstop ... China.html

http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8422942.stm
Zitieren
#45
Multicam soll ja laut Aussage von Militärs wie vielen anderen das beste, überlegenste Tarnmuster aller Zeiten sein ....

Hier mal der direkte Vergleich:

Multicam

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... hockt.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... hockt.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... ehend.html

Eichentarn

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... hockt.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... hockt.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... egend.html

http://www.camotest.de/gallery/product_ ... ehend.html
Zitieren


Gehe zu: