USA vs China / "Wirtschaftskrieg"
#1
Einen "nuclear war" halte ich für relativ unwahrscheinlich, aber eine Wirtschaftsauseinandersetzung liegt durchaus im Bereich des Möglichen;

erst mal zur Ausgangslage:
Die Wirtschaftslage in den USA ist bekannt - der Irak-Krieg verschlingt Unsummen, Geld ist teuer, die Kredite steigen, viele - die mit billigen Darlehen und steigenden Immobilienpreisen den "Traum vom eigenen Haus" erfüllt haben - können ihre Schulden nicht mehr bezahlten => und die "Immobilienblase" in den USA platzt - unter Einbeziehung auch von europäischen Großanlegern, die über Immobilienfonds mit in den Strudel gerissen werden,
und die USA drängen auf eine schnelle Aufwertung des Yuan, um Exporte aus China in die USA zu verteuern und die eigene Wirtschaft zu fördern. Chinas Handelsbilanz überschuss liegt inzwischen bei 24,36 Mrd. $ (Juli 2007).
Im Juli 2007 lag der Wert der chinesischen Ausfuhr mit 10,7 Mrd. $ um 34,2 % über dem Wert des Vorjahres (Juli 2006). Die Einfuhren Chinas sind im gleichen Zeitraum um 26,9 % gestiegen.
Der US-Dollar verliert im internationalen Währungsgefüge - z.B. auch gegenüber dem €uro - an Wert.
Die möglichen Optionen der USA: Handelssanktionen

China hat Devisenreserven in Höhe von 407 Billiarden. $ angehäuft, davon über 407 Mrd. $ in US-Staatsanleihen (Stand Mai 2007).

:oops: EDIT
die Devisenreserven betragen 1,3 Billionen $ und die US-Staatsanleihen waren richtig .... zu weit vorgedacht beim Schreiben, danke fürs aufpassen :oops:

Die möglichen Optionen Chinas: Devisenumschichtung
Es gibt inzwischen staatliche Währungswissenschaftler Chinas, die darüber nachdenken, die Dollar-Anleihen zu versilbern und dafür chinesische Devisenreserven in anderen Währungen, z.B. dem Yen oder dem Euro, anzulegen.

Was wären die Folgen
a) auf die USA
b) auf Europa
c) auf China
d) auf den Rest der Welt?
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#2
Ich hatte erst vor kurzen ein unglaublich detailirten Artikel zu diesem Problem gelesen. Ich werde es suchen und wenn ich es habe hier
rein stellen denn das Problem ist komplexer alls viele Leute glauben.
Auch müsste man die EU auf seiten der USA einbeziechen weil auch
die EU ein großes Interesse an einer stabilen US Wirtschaft und an
einer Aufwertung des Yuan hat. In denn Artikel denn ich lass stand
gar das die EU der größte Verliere wäre wenn die US Wirtschaft kolabieren würde und das Wirtschaftlich und Aussenpolitisch. W
as die Devisen betrifft so würde bei einen wegfahl Chinas Japan und
die EU mit Devisen einsprigen die ja schon heute ber einen Großteil
der Devisen in denn USA verfügen und so denn Fahl der USA abfedern.

Schon mal einige kleine Artikel zu China und den USA:

http://www.umwaelzung.info/china-usa.html

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25348/1.html

http://www.weltpolitik.net/Regionen/Asi ... 20USA.html


Was die EU angeht so leidet auch sie unter denn Aufstieg Chinas
z.b durch Chinas Vorstoss in Afrika was die EU ja besonders traf.





Ich werde schon wie ich denn besagten Artikel gefunden habe mich wieder melden.
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#3
zur aktuellen Auswirkung der US-Immobilienkrise auf Europäische Banken möchte ich erst mal eine kurze Zwischeninformation einfügen.

“Das wirtschaftliche Wachstum der USA basiert zum größten Teil auf Pump”, und mit den steigenden Zinsen in den USA werden die Kredite für viele nicht mehr "finanzierbar".
Die Kredite wurden "notleidend". Da die Banken ja nicht das eigene Geld verleihen, sondern die Einlagen ihrer Kunden, entsteht das Problem der Rückzahlung der Kundeneinlagen auch für die Banken, die plötzlich vor uneinbringbaren Krediten stehen. Die Bank geht ggf. selbst "pleite".
Und damit schauen diejenigen dumm aus, die der betreffenden Bank selbst über Einlagen "Geld geliehen" haben.
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... AB,00.html
Zitat:Weiteres US-Finanzinstitut pleite
Verlieren Commerzbank und Deutsche Bank Geld?

....Wie viel Geld die einzelnen Institute der insolventen Bank geliehen haben, ist derzeit nicht klar. Homebanc hatte in einer Mitteilung an das Insolvenzgericht in Wilmington sein Vermögen auf 5,1 Milliarden Dollar und die Schulden auf 4,9 Milliarden beziffert....

Stand: 12.08.2007 16:29 Uhr
Nachdem viele US-Banken aber die Kredite über Immobilienfonds u.a. weiter gegeben hatten, u.a. auch an Banken aus Europa, greift dieses Problem der Rückzahlung natürlich auch die Geldgeber in Europa an.
Und damit erhebt sich zunächst die Frage für deutsche Anleger, wen die US-Bankenkrise als nächstes trifft.
http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_244204
Zitat:09.08.2007 10:38
Wen trifft die Immobilienkrise als nächstes?
von Notker Blechner
Von Entwarnung keine Spur. Nach der Beinahe-Pleite der IKB befürchten Anleger, dass weitere Banken in den Sog der amerikanischen Immobilien-Krise geraten. Als nächste Opfer werden heute die WestLB und BNP Paribas gehandelt. Die Krise könnte auch Privatanleger treffen. Schon müssen Besitzer von Fonds um ihr Erspartes bangen.
....
und http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_244664
Zitat:12.08.2007 11:51
Im Bann der Krise
Auch die kommende Woche könnte für Aktien-Anleger holprig werden. Die US-Hypothekenkrise hat sich zu einer ernsthaften Prüfung für das Finanzsystem ausgeweitet. Die Nervosität bleibt hoch.
...
dann erinnere ich noch an unseren Thread "US Wirtschaftskrise - Dollar schmiert ab" unter viewtopic.php?t=2549
zuletzt verfasst am 13 Dez 2005 16:34 von CommanderR.:
CommanderR. schrieb:....Älterer aber sehr guter Report um die derzeitige ökonomische Situation der USA aufzuzeigen und wie man sieht bewegen sie sich ungebremst auf einen "Big Bang" zu. Sollte das heutige Niveau der Verschuldung und des Bilanzdefizits beibehalten werden schon innerhalb weniger Jahre, ausgehend von den Steigerungsraten der letzten 3 Jahre rein rechnerisch schon ab ca. 2010 droht den USA die Überschuldung und somit die Zahlungsunfähigkeit, meißt gefolgt vom Börsenzusammenbruch, Massenentlassungen, Rezession u.ä. die dann natürlich auch äußerst negative globale Auswirkungen hätte.
spannend ... wenn man nicht selbst betroffen ist
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#4
Wenn die USA zusammbrechen so ist das das Ende der
Westlichen Zivillisation wenigstens ihrer Dominaten Rolle in der Welt.
Ein solcher Crasch würde zum zusammbruch der Weltwirtschaft führen
und da sind alle betroffen es wäre wie am Schwarzen Freitag nur noch
schlimmer. Aber es wird nicht zu so etwas kommen die USA wird
ihre Dominanz langsam verlieren und von der EU aufgefangen
werden. Schon Heute ist die EU der größte Gläubiger der USA.

Was das Defiziet der USA betrifft so geht er langsam wieder zurück
man darf ja nicht vergessen das vor Busch die USA Überschüsse hatte.
Auch ist das Wirtschaftswachstum in denn USA immer noch gegeben
also noch ist keine Rezession da.

Meiner Meinung nach liegt das größte Problem der USA in China und
zwar an die Yuan Dollar Kopelung denn das gestatet China immer
billig zu exportieren. Aber auch China hat kein Interesse an einen
Kollaps der USA denn es sitzt auf denn ganzen Staatsanleihen so
wäre der Tot des einen auch der Tot des anderen. Chna ist mit denn
USA sehr eng verflechtet und beide brauchen einander auch wenn
sie sich nicht mögen.

Was die Situation Chinas betrifft so hat es auch die EU als Feind
denn auch die EU hat ein enormes Handelsbilanzdefizit mit China.
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#5
@Erich
Zitat:China hat Devisenreserven in Höhe von 407 Billiarden. $ angehäuft
Verzeihung: 407 Billiarden? Gibts überhaupt so viel Geld auf der Welt?
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#6
die zahl wird falsch sein.

laut http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,491421,00.html
betragen chinas devisenreserven 1,2 billionen dollar, was eindeutig realistischer klingt.
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#7
Jeep 1,2 Billioen ist reallistisch ich glaube es wäre sogar noch mehr .
Weiß jemmand wie viele Devisenreserven die Eu in denn USA hält ?
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#8
:oops: yep - richtig sinds 1,3 Billionen http://www.finanzen.net/news/news_detai ... sNr=556744
Zitat:20.07.2007 08:34:00

Devisenreserven in China 1,3 Bio. USD, Zinserhöhung erwartet
EMFIS.COM - RTE Peking 20.07.07   
Die Devisenreserven Chinas haben die Marke von 1,3 Bio. US Dollar erreicht.
die Zahl von 407 kommt aus der Höhe der US-Staatsanleihen und aus de Billion ist im gedanklichen Vorspringen auf diese Reserven (407 Mrd. $) die Billiarde geworden

danke fürs Mitdenken ---
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#9
Es stelt sich nun die Frage wie viel Einfluss China auf die USA dadurch hat. Z.B ist der Einfluss der EU auf die USA gering trotz der Tatsache
das die EU der größter Geldgeber der USA bzw. Investor ist. Wie geringer der Einfluss Chinas desto warscheinlicher wird die USA gegen China activ werden.

Ich selbst sähe die USA ber in einer besseren Position weil in Notfahl
die EU und Japan denn USA unter die Arme greifen würden solten die Chinesen ihre Anlagen umschichten. Nun ich sähe zwei Möglichkeiten
wie es weter gehen könnte mit China und denn USA. Die erste China endkopelt denn Yuan freiwilig von Dollar oder die zweite die USA und vieleicht auch die EU verhengen Strafzölle z.b auf Textilien aus China.
dabei erhöht man denn Druck langsam biss China denn YUAN aufwertet.
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#10
ein "Wirtschaftskrieg" sezt "Wirtschaftsmacht" voraus - und diese schlägt sich auch im Rüstungsbeschaffungswesen nieder,

daher denke ich, diese beiden Artikel passen hier mit rein,
der erste auch - aber mit dem zweiten wirds endgültig klar:
http://www.ftd.de/politik/international ... 25933.html
Zitat:Chinas Aufrüstung besorgt USA

China stockt seinen Verteidigungshaushalt 2008 um 17,6 Prozent auf. Nach Expertenansicht könnte das tatsächliche Volumen aber um ein Dreifaches höher liegen.

Mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet 38,7 Mrd. Euro solle eine bessere Bezahlung der Soldaten gewährleistet werden, sagte Parlamentssprecher Jiang Enzhu. Zudem fließe das Geld in die Modernisierung der chinesischen Waffensysteme. Bereits 2007 hatte die Regierung die Rüstungsausgaben in ähnlichem Umfang gesteigert. Die tatsächlichen Investitionen könnten nach Ansicht internationaler Experten aber dreimal so hoch liegen.
...

und jetzt !
http://www.ftd.de/politik/international ... 26828.html
Zitat:USA und China rüsten um die Wette
von Matthias Oden

China ist auf dem Weg zur militärischen Weltmacht. Die USA rüsten gegen diese Herausforderung an und kritisieren die Intransparenz des chinesischen Verteidigungshaushalts. Damit beklagen sie einen Zustand, den sie mitzuverantworten haben.


"Die USA wollen keine Kontrolle", sagte der Rüstungsexperte des Hessischen Instituts für Friedens- und Konfliktforschung, Hans-Joachim Schmidt. .... So würden etwa Russland und China jährlich einen Abkommensentwurf über die Demilitarisierung des Weltraums vorlegen, den die Vereinigten Staaten jedes Mal ablehnten - aus Furcht, dadurch ihren Vorsprung auf diesem Gebiet zu verlieren. ....

Durch den Unwillen der USA, sich Rüstungsbeschränkungen zu unterwerfen, werde aber einer unkontrollierten Aufrüstung Vorschub geleistet, sagte Schmidt. Die Kritik der USA an China falle daher auf sie zurück: "Wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt mit vieren auf sich selbst."

.... "Der weltweite Anstieg militärischer Kapazität ist größtenteils auf den ständig wachsenden Verteidigungshaushalt der USA zurückzuführen."

Auch das Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI sieht im Jahrbuch 2007 die USA sowohl in absoluten wie in relativen Zahlen unangefochten auf Platz eins: Mit 528,7 Mrd. $ besaßen die Vereinigten Staaten einen Anteil an den Weltrüstungsausgaben von 46 Prozent, pro Kopf gaben sie 1756 $ für Waffen aus. Die Volksrepublik kam im gleichen Zeitraum lediglich auf einen Anteil von 4 Prozent, für jeden ihrer Staatsbürger investierte 37 $ in Rüstung.

"Das Wettrüsten hat wieder eingesetzt"

Trotz dieser vergleichsweise geringen Summe dürfe die Aufrüstung der chinesischen Volksarmee aber nicht unterschätzt werden, sagte der Chinaexperte der Stiftung Wissenschaft und Politik, Sascha Lange. "Schon im nächsten Jahrzehnt kann die Volksrepublik ein militärischer Global Player werden.
...
wer da wohl wen in den Bankrott rüstet?
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#11
http://german.china.org.cn/business/txt ... 838282.htm
Zitat:Wirtschaftsdialog: China und USA unterzeichnen Milliardenvertrag
german.china.org.cn          Datum: 17. 06. 2008
....
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#12
Zitat:.... "Der weltweite Anstieg militärischer Kapazität ist größtenteils auf den ständig wachsenden Verteidigungshaushalt der USA zurückzuführen."
So ein Dumfug.
Die Volksrepublik rüstet vollkommen unabhängig vom amerikanischen Verteidigungshaushalt.
Deren Kapazitäten sind momentan noch so gering, da ist es vollkommen egal ob die Amerikaner 400 oder 500 Milliarden in ihr Militär pumpen.

Zitat:Mit 528,7 Mrd. $ besaßen die Vereinigten Staaten einen Anteil an den Weltrüstungsausgaben von 46 Prozent, pro Kopf gaben sie 1756 $ für Waffen aus. Die Volksrepublik kam im gleichen Zeitraum lediglich auf einen Anteil von 4 Prozent, für jeden ihrer Staatsbürger investierte 37 $ in Rüstung.
Man sollte es mal in Abhängigkeit vom GOP sehen...

Zitat: wer da wohl wen in den Bankrott rüstet?
Die USA können ihren Verteidigungshaushalt durchaus zurückfahren ohne Fähigkeiten zu verlieren. China kann das nicht.
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#13
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479 ... ntent.html
Zitat:Bushs letzter Gipfel
Amerikanisch-chinesische Beziehungen besser denn je

06. Juli 2008 Dass der Gipfel der G-8 im japanischen Toyako der letzte für den amerikanischen Präsidenten Bush sein wird, stimmt im Westen nicht viele traurig. Ein Staat jedoch sieht Bush, der wegen des Irak-Krieges und der Klimapolitik fast überall im Westen in der Kritik steht, ungern gehen: China hat trotz aller Differenzen mit der Bush-Regierung ein gutes Auskommen gefunden, und die amerikanisch-chinesischen Beziehungen sind so gut wie lange nicht mehr. ....
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#14
http://www.tagesschau.de/ausland/clintonchina102.html
Zitat:Clinton in China
Hoffnung auf eine neue Ära

Die USA wollen ein neues Kapitel in den Beziehungen zu China aufschlagen. Die Kooperation müsse wegen der globalen Probleme ausgebaut werden, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton auf der letzten Station ihrer einwöchigen Asienreise in Peking. Bei einem Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao äußerte sie ihre Hoffnung auf eine "neue Ära" in den Beziehungen.

Beide Seiten vereinbarten eine deutliche Ausweitung ihres regelmäßigen strategischen Dialogs. Der bisher bestehende hochrangige Wirtschaftsdialog wird um eine "zweite Schiene" zu Politik- und Sicherheitsfragen erweitert.
...

Stand: 21.02.2009 11:51 Uhr

edit:
http://www.ftd.de/politik/international ... 77649.html
Zitat:US-Außenministerin in Peking
China und USA sitzen im gleichen Boot
von Andreas Landwehr

Hillary Clinton schlägt neue Töne an: Nie zuvor sind bei einem Besuch einer US-Außenministerin in China wohl so viele Freundlichkeiten ausgetauscht worden. Die beiden Ländern suchen in Zeiten der Krise demonstrativ den Schulterschluss.
...

dpa, 14:24 Uhr
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#15
http://german.china.org.cn/fokus/2009-0 ... 315477.htm
Zitat:22. 02. 2009
China und USA
Chinesische Spitzenpolitiker empfangen US-Außenministerin Hillary Clinton

Der chinesische Staatspräsident Hu Jintao und Ministerpräsident Wen Jiabao haben am Samstag in Beijing jeweils die US-Außenministerin Hillary Clinton empfangen.
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edit:
http://english.chinamil.com.cn/site2/ne ... 660795.htm
Zitat:China, U.S. to hold defense meeting

english.chinamil.com.cn 2009-02-22

  BEIJING, Feb. 21 (Xinhua) -- China and the United States are to hold an annual work meeting of their defense ministries this month, a spokesman of the Chinese Defense Ministry said in a news release.
...
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