Eurofighter 2000
@WideMasta,

Das Problem beim EF2000 wie bei jeden anderen Non-Stealth Flugzeug (JAS39, F15, F16, F18 etc.) auch, ist das er sobald er es mit modernen SAM Systemen Mittler (z.b Buk M2/3) biss großer Reichweite (David Sling, HQ9, S300 oder S400) zu tuchen bekommt, nutzlos ist. Der EF2000 wäre sogar in vielen Fällen nicht einmal ihm eigenen Luftraum vor den besagten SAMs sicher! So z.b ist die Effektive Reichweite von Aegis (mit SM6), David Sling oder S400 bereits deutlich größer als die Fläche vieler Länder Europas. Selbst die Fläche Deutschlands könnte man mit 4X David Sling oder S400 Batterien bereits gegen Legacy Maschinen abdecken.

Zudem was bringt dir die tolle 2D oder 3D Schubvektorsteuerung schon, wenn du bereits von besagten SAMs ab 400km+ gesehen und ab ca. 200km beschossen wirst und deren Raketen auch noch mit 40-60G Manövrieren. Selbst wenn wir die SAM Problematik komplett ignorier würden und uns nur A2A ansehen, schaut es für den EF2000 wie jeden Legacy Kämpfer nicht besser aus. Sprich kann ein EF2000 etwa einer bzw. mehrerer BVR Missiles like Meteor, AIM120D oder R77M ausweichen oder auch nur noch davonfliegen oder gar gegen WVR Monster wie AIM-132 ASRAAM, AIM9X Block II, IRIS-T oder R73/74 die mit 60-100G+ Manövrieren überleben? Der EF2000 4X Wendiger währe und Unbemannt (sonst wäre der Pilot ja Tod) würde er immer noch nicht einer modernen A2A oder SAM auszuweichen können. Zudem würden diese Missiles auch noch in Salven angeflogen kommen. Selbst wenn der Gegner 20 seiner Teuersten SAMs verschießen muss um nur einen EF2000 zu killen, ist dies für ihn immer noch ein guter tausch.

Auch die ganzen Ideen die immer wieder aufgeführt werden, um den EF2000 oder jeden andere Legacy Vogel wieder brauchbar zu machen sind, wenn man genauer überlegt purer Mist. Z.b etwa die Idee das der EF2000 als Drohnen Relaisstation fungiert. Frei nach dem Motto der EF2000 kann da er eben nicht Stealth ist nicht mehr an den Feind ran also lassen wir die VLO Drohnen vor. Da stellt sich einen die Frage warum man überhaupt noch einen EF2000 braucht? Zudem von wo will man überhaupt noch genügend Raum für diese Idee hernehmen, sprich der EF2000 wird von Modernen High End Systemen auf 400km entdeckt und auf 200km bekämpft. Diese Drohnen/Mutterschiff Konzept macht vielleicht ihn Weltraum einen Sinn, aber sicherlich nicht auf der Erde mit ihren arg begrenzten Raum.

Ich bin keim LM Fanboy und sicherlich gibt es vieles an der F22 (Zu viel Focus auf die Flugleistung der Zelle) und F35 (Zu viele Kompromisse) auszusetzten. Doch muss ich phantom trotzdem damit recht geben, dass LM das Gesamtbild vor Augen hatte und nicht nur die Flugzelle. Sprich die F22 und F35 wurden anders als der EF2000 dazu konzipiert um gegen moderne SAMs zu bestehen und dabei auch noch jeglichen Legacy Schrott von Himmel zu blasen. Der EF2000 hingegen stellt einfach nur eine Weiterentwicklung eines bereits in den 90er Jahren schon obsoleten Konzepts dar und dies rächt sich nun bitter für die Europäer bzw. für das Eurofighter Konsortium.


WideMasta schrieb:Hardkill QF ist um es mit deinen Worten zu sagen schon hier und heute in den EF mit Iris-T integriert. Das muss nicht in der Zukunft kommen.

Leider nur theoretisch, da den EF2000 zum einen die notwendige Sensorik und Software fehlt um eine ankommende A2A Rakete oder SAM zu erfassen und diese mit IRIS-T abzuschießen. Und zum anderen dürfte der EF2000 auch kaum genügend IRIS-T mitführen können um einen ernsthaften Versuch ihn abzuschießen zu begegnen. Sprich der Gegner würde nicht nur eine Rakete abschießen, sondern gleich mehrere. Ein Hardkill System muss also deutlich kleinere Abfänger als IRIS-T oder AIM9X verwenden um einen ernsthaften Angriff wiederstehen zu können.

Um einen ernsthaften Angriff zu widerstehen müsste pro ankommender Rakete mindestens zwei Abfänger verschossen werden. Eine Gegnerische SAM Batterie wird standardmäßig 2 Raketen auf ein Ziel abfeuern, du brauchst also mindestens 4 Abfänger um eine salve zu stoppen. Der Gegner könnte aber auch 4 oder 6 Raketen starten, so dass du mindestens 8-12 Abfänger bräuchtest. Am besten sollte man sich gar nicht erst auf dieses Spiel einlassen, da man hier in der Defensive immer verliert sofern man nicht zu einem Laserabwehrsystem greift.
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Hallo revan, zunächst einmal vielen Dank für deinen post. Die Hälfte davon, nämlich deine Ausführungen in Bezug der Schubvektorsteuerung hättest du dir sparen können. Ich schrieb in keiner Zeile das diese erforderlich ist, sondern das durch die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH die Integration (und viele andere Dinge) geplant sind. Und ein fertig entwickeltes Produkt von europäischer Seite aus vorliegt, welches man aus Kostengründen von Anfang an nie in den EF integriert hat.

Zur Iris-T muss ich dir widersprechen, da vorletztes Jahr hier in Spanien mit Iris-T genau 2 Nachweise erflogen wurden (waren ERFOLGREICH). Zum einen die Zielaufschaltung von Iris-T über das Helmvisier und zum zweiten die autonome Zielaufschaltung eines rückwärtigen Zieles (sprich hinter dem EF) durch die Sensoren um den Nachweis zu erbringen das mit Iris-T Ziele autonom im Winkel von 360° bekämpft werden können. Zu diesen Bedrohungen gehören halt auf L/L-Raketen. Diese Zielzuweisung geschieht beim EF durch die Raketenwarner, welche Iris-T auf das Ziel einweisen. Wenn in Spanien also dieser Nachweis erbracht wurde revan, warum sollte es also dann deiner Meinung nach beim EF nur theoretisch funktionieren?

https://rusi.org/sites/default/files/wh ... ower_0.pdf
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@WideMasta
In der Praxis scheint aber von den vielen Versprechen nur ein Bruchteil zu funktionieren. Hier natürlich einmal mehr die wackelige IR-Technik die einfach schlechtt bei Schlechtwetter abschneidet.
http://www.blick.ch/news/politik/armee- ... 83607.html
Das Ganze reiht sich wirklich nahtlos an die "geheimen" EF-Berichte aus der damaligen Evaluation an, die durch Leck veröffentlicht wurden. In jede Richtung wird entwickelt (Sprachsteuerung, Schubvektorsteuerung ... dafür hatte man jahrelang kein AESA-Radar), aber einfach nichts wirklich Funktionierendes hergestellt. Es ist ja eigentlich gut, dass die Bundeswehr möglichst nicht in Kämpfe gezwungen wird, aber in dem Fall ist die fehlende Praxis einfach eine gewaltige Hypothek. In Deutschland meint man immer, dass man in diesen Rüstungsentwicklungsschmieden das Rad neu erfinden muss, wahrscheinlich um den exorbitanten Preisaufschlag gegenüber der Standardware rechtfertigen zu können.
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Hier noch eine Kleinigkeit zum Captor-E Radar. Hier fehlte bisher im Threat immer der Nachweis, dass das GaN-TRMs verbaut werden und in etwa wie viele dieser im Captor-E verbaut werden. Die genau Zahl unterliegt zwar der strikten Geheimhaltung, aber habe ich eine Quelle gefunden welche bei deutlich über 1400 (1500) TRMs liegt. Nachweise siehe Quelle:

Bereits 2012 kam es hier zu einer ersten Pressemitteilung das man sich wahrscheinlich für diese Module entscheiden wird.

siehe hier:

http://www.bundeswehr-journal.de/2012/n ... er-kosten/

Um 2014 muss dann eine Entscheidung getroffen worden sein.

siehe hier:

https://northamerica.airbus-group.com/n ... _srtm.html

http://www.flugrevue.de/flugzeugbau/avi ... _id=547156

Über die Anzahl der TRMs kann man hier nachlesen:

https://de.scribd.com/doc/295020449/radar-Captor-E

Im Wiki wird mit entsprechendem Nachweis von über 1500 TRMs gesprochen und ebenfalls für die Serien Captor-E von GaNs-TRMs gesprochen. GaA wurde demnach nur zu Testzwecken und Kostengründen gewählt.


Lange Rede kurzer Sinn, hätte man damit das ewige Rätselraten in Bezug auf die TRMs und der GaN-Technologie aufgelöst! Ein 100%iger Nachweis ist dies natürlich noch nicht. Das wird man wahrscheinlich erst mitbekommen wenn die Radare in Serie gehen! Da aber die Produktion von GaN deutlich billiger sein soll und Airbus in der verlinkten Presseerklärung mitteilte das dies TRMs in dem Eurofighter zum Einsatz kommen es fast auf der Hand liegt. Wenn dem dann wirklich so ist, ist es gut!

Hier noch ein interessanter Link zu BAE-Systems:

http://www.baesystems.com/en/feature/radar-love
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phantom schrieb:@WideMasta
Deine Begeisterung für heimische Produkte ist wirklich rührend, in der Praxis scheint aber von den vielen Versprechen nur ein Bruchteil zu funktionieren. Hier natürlich einmal mehr die wackelige IR-Technik die einfach grottig bei Schlechtwetter abschneidet.
http://www.blick.ch/news/politik/armee- ... 83607.html
Das Ganze reiht sich wirklich nahtlos an die "geheimen" EF-Berichte aus der damaligen Evaluation an, die durch Leck veröffentlicht wurden. In jede Richtung wird entwickelt (Sprachsteuerung, Schubvektorsteuerung ... dafür hatte man jahrelang kein AESA-Radar), aber einfach nichts wirklich Funktionierendes hergestellt. Es ist ja eigentlich gut, dass die Bundeswehr möglichst nicht in Kämpfe gezwungen wird, aber in dem Fall ist die fehlende Praxis einfach eine gewaltige Hypothek. In Deutschland meint man immer, dass man in diesen Rüstungsentwicklungsschmieden das Rad neu erfinden muss, wahrscheinlich um den exorbitanten Preisaufschlag gegenüber der Standardware rechtfertigen zu können.

Begeisterung für heimische Produkte? Ich habe einfach wertefrei berichtet was im EF von Seiten der genannten GmbH geplant ist.
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Finmeccanica Sees Eurofighter Boom, Helicopter Drop-off

http://www.defensenews.com/story/defens ... /84025818/
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Klar, seit klar ist, dass die F-35 an keine arabische Staaten geliefert werden wird/darf, ist das Alteisen wieder im Rennen.
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Kennt sich eigentlich einer beim EF damit aus wie es bei ihm im Vergleich mit dem Tornado ECR mit der Fähigkeit des Jamming feindlicher Radarstellungen aussieht? Schließlich ist der Tornado mit dem nach wie vor sehr guten TSPJ ausgestattet und nimmt bis heute mit der Growler innerhalb der NATO im Bereich Eloka eine Schlüsselrolle ein. Falls der EF den Tornado wirklich in gänze ersetzen sollte (was ich nicht sehe) und der EF diese Fähigkeit nicht haben sollte, hier doch wieder eine erneute Integration durchgeführt werden müsste. Schließlich ist diese Fähigkeit nach wie vor eine Schlüsselkomponente im Luftkampf!
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Der EF verfügt über das integrierte EuroDASS (Praetorian) System, zu dem auch ECM-Fähigkeiten gehören. Die sind in den beiden Pods an den Flügelenden untergebracht. Die machen die ECM-Pods, wie sie von älteren Jets an Außenlastträgern getragen werden, überflüssig. Es ist allerdings nicht komplett bekannt, über welche Fähigkeiten das Gesamtsystem verfügt. Mit einer speziell für EloKa gebauten Growler, die ja noch bis zu 5 große ECM-Pods mitschleppt, wird das aber sicher nicht mithalten können.
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@Vanitas:

Danke für die Antwort, aber das wußte ich ja schon. Mir ging es speziell um die Fähigkeit des Eloka/EloGM wie beim Tornado ECR und Growler. Das kann er nämlich meines Wissens nach nicht. Seine Fähigkeiten reichen aus um in der Nähe befindliche feindliche Kampfflugzeuge zu jammen. Mehr nicht! Meine mal irgendwo gelesen zu haben das es dies als Update für den EF gibt. Glaube sogar auf der EF-homepage. Aber danke für deine Antwort! Hinzu kommt ja auch das er garkeine Waffen besitzt (wie Harm) um dem gerecht zu werden.

Also kann man Schlussfolgern, dass der EF den Tornado hier nicht ersetzen kann. Zur Zeit zumindest nicht!

Edit:

Habe ein wenig recherchiert Vanitas. Das ECM/ESM ist nicht nur an den FLügelspitzen lokalisiert, sondern auch im vorderen Bereich des EF. Im EF, bzw Praetorian ist ein Emmitter locater system bereits enthalten, so das der EF wohl doch umfänglich imstande ist die Leistung der Tornado ECR zu erbringen. Einzig die HARM I/II ist nicht integriert. Dabei soll das System in Anlehnung an das TSPJ entwickelt worden sein. Vor jeder Mission werden dann die aktuellen Bedrohungen und feindlichen Emmitter in die Datenbank geladen, wodurch dann ein erfolgreiches Jamming des feindlichen Radars gewährleistet werden kann/soll! Weiterhin habe ich aber auf der EF seite selbst gelesen, dass es hier noch ein Update in diesem Bereich für den EF optional geben soll um den elektronischen Kampf weiter zu optimieren (Jamming). Demnach müßte also "nur" die HARM integriert werden!

Quelle:

http://www.deagel.com/Aircraft-Protecti ... 93001.aspx

https://www.flightglobal.com/pdfarchive ... 01174.html

https://www.myaoc.org/eweb/images/aoc_l ... chelli.pdf

https://web.archive.org/web/20110708231 ... /ARIEL.pdf

Demnach soll mit dem ARiel ToweD RADAR Decoy vom H-J Band erfolgreich gejammed werden können. Dieser Schleppstörer soll demnach nicht nur ausgefahren, sondern auch im eingefahrenen Zustand aktiviert werden können.

Und hier noch die Videopräsentation:

https://www.youtube.com/watch?v=hsuVSR6PFHs

Auf der EF Homepage wird dies unter enhanced DASS (defence aids sub system) geführt!

https://www.eurofighter.com/about-us
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Captor-E-Radar beginnt Flugtests 

Flugrevue

AviationWeek.com:

BAE Begins E-Scan Radar Test Flights
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Halbierung der Lebensdauer-Garantie für EF aufgehoben AG
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Taktisches Luftwaffengeschwader 74 – Die Bundeswehr unterstützt das Air Policing

[Video: https://www.youtube.com/watch?v=QCVxB57g1Qs]

Erster Alarmstart für Eurofighter über Baltikum

Zitat:Die Einsatzbereitschaft und Reaktionsfähigkeit des deutschen Kontingentes im estnischen Ämari war bereits am ersten Tag gefordert. Unmittelbar nach der offiziellen Übernahme der Verantwortung von der britischen Royal Air Force wurde die deutsche Alarmrotte kurz nach Mittag durch den zuständigen NATO-Gefechtstand im niederrheinischen Uedem (Combined Air Operations Centre Uedem) mit der Identifizierung eines russischen Luftfahrzeuges beauftragt.

http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaf...z9wN_bmnF/

Sehr schönes Bild eines deutschen EF mit einer russischen Su27.

Last Call – Abschiedskommando auf Sardinien

Zitat:Zum letzten Mal verlegt ein Jet-Geschwader der Luftwaffe zum Taktischen Ausbildungskommando der Luftwaffe Italien auf Sardinien. Ende 2016 wird diese Einheit nach 56 Jahren außer Dienst gestellt.

http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaf...-k-LjiQ!!/

Wunderschöner Tribut an einen unserer ganz ganz Großen ...

http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaf...tC44P4IQ!/
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Eurofighter droht vorzeitiges Produktionsende

https://www.welt.de/wirtschaft/article15...sende.html
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Die Luftwaffe wird Brimstone in der Dual Mode Variante für den Eurofighter einführen.

Zitat:„Wir haben lange darüber nachgedacht in der Luftwaffe, was wir denn bevorzugen sollten“, sagte Müllner. Aufgrund des geringen technischen, zeitlichen und finanziellen Risikos, habe man sich für Brimstone entschieden; auch wenn der Flugkörper nur 90 Prozent der von der Luftwaffe geforderten Fähigkeiten besitze. Sicherlich gebe es auch andere Lösungen, die einer Zielerfüllung von 100 oder sogar 105 Prozent nahekommen. Diese seien jedoch mit Risiken und Entwicklungskosten behaftet. Unbestätigten Berichten zufolge könnte das erste Los Brimstone ab 2019 an die Luftwaffe geliefert werden.

Hartpunkt
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