Südamerikas Marinen heute und in der Zukunft
#46
Es kommt noch besser: Die fünf neuen Fregatten für die brasilianische Marine sollen vom zukünftigen britischen Typ 26 sein:
http://www.reuters.com/article/idUSTRE68D0EB20100914
Der Typ 26 soll bei der Royal Navy die Fregatten der Broadsword und Duke-Klassen ersetzen.
Wenn man bedenkt das Brasilien noch Fregatten der FREMM-Klasse und mehrere U-Boote erhalten soll merkt man wie ehrgeizig das Land seine Marine ausbaut.
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#47
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...

14 September

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BRAZIL
Britain (BAe Systems) has offered to build 11 warships (6 frigates, 5 OPV) and a supply ship for the Brazilian navy …
in a government-to-government project which would include a complete technological transfer package.
(rmks: some media claim contract already signed, however, this would seem rather premature)
...
edit - einfach als Ergänzung
http://www.ft.com/intl/cms/s/3d6adeb4-b ... z2IQsyZkT0
Zitat:September 13, 2010 10:47 pm

Brazil defence deal raises BAE contract hopes

By Carola Hoyos, Defence Correspondent
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#48
Tiger schrieb:Es kommt noch besser: Die fünf neuen Fregatten für die brasilianische Marine sollen vom zukünftigen britischen Typ 26 sein:....
hmmm :?:
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...
15 September

BRAZIL
update (clarification): No warship orders signed with British BAe Systems so far. The Brazilian and UK governments signed a general “Defence Cooperation Agreement”, and on the back of this, BAe is offering a warship procurement package to Brazil. Offer ultimately also to include an aircraft carrier design.
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#49
mal überlegen, mit wem haben die jetzt alles gesprochen, verhandelt oder absichtserklärungen unterzeichnet? italien, frankreich, gb?

da ich nicht davon ausgehe, das brasilien überall x fregatten usw. kauft, würde ich vermuten das man hier die europäer gegeneinander auspielt. schließlich war es vor nicht allzu langer zeit ja mal das ziel möglichst alles aus einer hand zu kaufen inkl. transferleistungen etc.
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#50
nicht nur die Europäer .... wie ich hier schon gepostet habe, war gerade der chinesische Verteidigungsminister Liang Guanglie in Brasilien, begleitet vom Kommandeur der chinesisichen Ostsee-Flotte, Du Jingchen.
Selbst wenn man nur davon ausgeht, dass sich die Chinesen über den (bekannten) Trainingseinsatz von PLAN-Piloten auf dem brasilianischen Träger informieren wollten - ich denke, da könnte auch über Rüstungsgeschäfte gesprochen worden sein. Genauer - ich kann mir nicht vorstellen, dass die Chinesen solche Geschäfte nicht ansprechen, wenn sie wissen, dass Brasilien ein großes Beschaffungsprogramm hat (und das wissen nicht nur wir aus der Presse).
Schließlich baut China u.a. reihenweise moderne Fregatten vom Typ 054A (Jiangkai-II Klasse), die auch in Chinas Ost-Flotte im Einsatz sind, und sicher preiswerter wären als europäische Produkte.
Ich denke auch, dass die Brasilianer eiskalt kalkulieren. Sie haben ein konkretes Beschaffungsprogramm und schauen,
a) wo sie Lizenzen und know how für modernste Systeme erhalten und
b) wie sie am Günstigsten die vorgesehene Anzahl von Schiffen beschaffen können.
Ich als Brasilianer würde zumindest die Hüllen über China beschaffen, und mögliche Waffensysteme und Sensoren von den Europäern, aber nur wenn und insoweit als diese deutlich besser (fortschrittlicher) als chinesische Systeme wären.
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#51
ich glaube nicht das china ein interessanter schifssbau-partner für brasilien wäre. die modernsten systeme gibt es nunmal in europa und wenn man 10, 15 schiffe aus einer hand kauft ist auch der preis angemessen.

die hüllen in china kaufen halte ich für kontraproduktiv und scheint ja auch nicht das ziel zu sein, wenn man alles aus einer hand möchte.
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#52
Erich schrieb:Ich als Brasilianer würde zumindest die Hüllen über China beschaffen, und mögliche Waffensysteme und Sensoren von den Europäern, aber nur wenn und insoweit als diese deutlich besser (fortschrittlicher) als chinesische Systeme wären.
Bei Patroulienbooten kann man sowas machen, aber die kann Brasilien auch selbst bauen. Bei U-Jagd-Fregatten kann man sich bei schon bei kleineren Mängeln an der Hülle die teure Elektronik sparen.
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#53
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:TRINIDAD & TOBAGO

Völlig überraschend steht die Beschaffung von drei modernen Offshore Patrol Vessel (OPV) durch die Küstenwache von Trinidad & Tobago offenbar vor einem abrupten Ende.

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(noch mehr news auf der hp des MF und im Heft)
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#54
http://www.de.rian.ru/infographiken/201 ... 82386.html
Zitat:Zwischen Russland und Venezuela wurde ein Vorvertrag (Absichtserklärung) zum Bau einer Schiffswerft in Venezuela abgeschlossen
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#55
Mit zwei Nachrichten (ganzer Text, da nur kurz im Netz) zu südamerikanischen Marinen wartet das Marineforum (MF) auf.

Die erste Nachricht zeigt die zunehmende Kooperation über den Südatlantik hinweg, die Argentinien, Brasilien und Uruguay einerseits und Südafrika anderersetis pflegen.
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:ARGENTINIEN

Die argentinische Marine war Gastgeber für die achte Auflage des multinationalen Manövers „Atlasur“.

„Atlasur“ ist eine alle zwei Jahre stattfindende „Joint & Combined Maritime Exercise“ der Marinen der Südatlantik-Anrainer Argentinien, Brasilien, Südafrika und Uruguay. Eine erste Übung dieser Serie fand 1993 in Argentinien statt, seitdem wechselt die Zuständigkeit für Vorbereitung, Führung und Durchführung von Atlasur im Rotationsverfahren zwischen den beteiligten Marinen.

Zu „Atlasur VIII“ waren die brasilianische Fregatte CONSTITUCIAO und die uruguayische Fregatte URUGUAY nach Puerto Belgrano angereist; das südafrikanische U-Boot CHARLOTTE MAXEKE und der Versorger DRAKENSBERG hatten über den Atlantik zunächst nach Mar del Plata, dann ebenfalls nach Puerto Belgrano verlegt. Die gastgebende argentinische Marine brachte ihren Zerstörer ALMIRANTE BROWN, die Fregatten ESPORA und SPIRO sowie das U-Boot SALTA in die Übung ein.

Nach einer am 1. November begonnenen Hafenphase zum gegenseitigen Kennen lernen (wie üblich auch mit kulturellen, sportlichen und sozialen Veranstaltungen) und zur Übungsvorbereitung absolvierten die Teilnehmer in See ein durchaus anspruchsvolles Programm, dass von gemeinsamen See- und Luftziel-Schießabschnitten über Seeversorgungsmanöver und Landungen der mitgeführten Bordhubschrauber auf den jeweils anderen Schiffen sowie „Maritime Security Operations (mit Boarding) bis hin zum „Opposed Transit“ durch ein Seegebiet unter Mehrfachbedrohung reichte.

„Atlasur VIII“ endete am 9. November mit abschließender „Post Exercise Discussion“ und Schlussfeier. Gastgeber für die in 2012 geplante nächste Übung „Atlasur IX“ soll angeblich wieder Südafrika werden, was ein wenig verwundert, denn die südafrikanische Marine hatte erst das letzte Manöver dieser Serie (2008) ausgerichtet.
Die zweite Nachricht kommt von der pazifische Seite des Kontinents. Chile - das erst kürzlich durch das Erdbeben schwere Verluste erlitten hat - ist dabei, die Marine zu erneuern.
Zitat:CHILE

Die chilenische Marine hat am 7. November ihren altgedienten Flottenversorger ARAUCANO außer Dienst gestellt.

Das voll beladen 23.000 ts verdrängende Schiff war Mitte der 1960-er Jahre in Dänemark gebaut und 1967 von der chilenischen Marine in Dienst gestellt worden. Die ARAUCANO hatte eine Ladekapazität für mehr als 20.000 m³ Kraftstoffe und fast 1.500 m³ Trockengüter. Von zwei Übergabestationen konnten zwei Kriegsschiffe gleichzeitig querab versorgt werden.

Nach mehr als 40 Jahren Dienstzeit veraltete das Schiff jedoch zusehends und wurde im operativen Betrieb immer unwirtschaftlicher. Eine Ausmusterung ihres einzigen Hochseeversorgers konnte sich die chilenische Marine zunächst allerdings nicht leisten. Dies wurde erst mit Übernahme eines gebrauchten Tankers der HENRY J. KAISER-Klasse von der US Navy möglich. Im Frühjahr dieses Jahres stellte die südamerikanische Marine die ehemalige ANDREW J. HIGGINS als ALMIRANTE MONTT in Dienst. Auch dieser ehemalige US Navy Tanker kann aber nur Zwischenlösung sein. Er gehört noch zur ersten Bauserie der HENRY J. KAISER-Klasse und ist damit noch ein „Einhüllenschiff“. Unter den derzeit weltweit zunehmenden Restriktionen (Umweltschutz) für solche Schiffe bleibt ihm nur eine zeitlich begrenzte Nutzung.

So suchte die chilenische Marine denn auch bereits nach einer längerfristigen Lösung und soll diese angeblich auch bereits gefunden haben. Medienmeldungen zufolge soll sie den zivilen Produktentanker ALPACA (fährt derzeit für die chilenische Ultragas) fest ins Auge gefasst haben. Angeblich soll sogar schon fest stehen, dass das Schiff den Namen ARAUCANO (und auch die Seitennummer 53) in die Zukunft tragen soll. Zum Datum einer Übernahme hält man sich allerdings vorerst noch bedeckt. Zuvor wären ohnehin noch erhebliche Umbauarbeiten (mit u.a. Einrüstung von Seeversorgungsstationen) notwendig.
(ganzer Text, da MF und nur kurz im Netz)
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#56
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...30 December
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BRAZIL
The Brazilian air force is due to shortly receive the first of nine upgraded Lockheed Martin P-3AM Orion maritime patrol aircraft.

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#57
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:10 February

ARGENTINA (RUSSIA)
Russian ice breaker KAPITAN DRANITSYN ... under charter by the Argentine navy ... returns to Murmansk, completing a support mission to resupply Argentine stations in Antarctica … standing in for Argentine navy ice breaker ALMIRANTE IRIZAR which is still unserviceable.

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VENEZUELA
Venezuela requires eight naval helicopters to complete the naval aviation component of its four CARIBE class ocean patrol vessels and four GUAICAMACUTO class patrol vessels
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#58
http://www.marineforum.info/html/maaw.html
Zitat:Die chilenische Marine hat ihr Landungsschiff VALDIVIA ausgemustert. Am 14. Januar wurde im Rahmen einer größeren Zeremonie zum letzten Mal die Seekriegsflagge auf dem Landungsschiff der NEWPORT-Klasse eingeholt.

Das 1971 von der US Navy als SAN BERNARDINO in Dienst gestellte Schiff war 1995 von der chilenischen Marine übernommen worden und hatte seitdem in zahlreichen Übungen und Transportaufträgen wichtige Funktionen wahrgenommen. Zuletzt war die VALDIVIA nach dem Erdbeben vom Februar 2010 vor der verwüsteten Küste zu Versorgung und Aufräumarbeiten eingesetzt worden.

Mit 8.500 ts war die VALDIVIA bei Weitem größte amphibische Einheit der chilenischen Marine. Nach ihrer Ausmusterung sind momentan nur noch zwei 1.300 ts große Schiffe der RANCAGUA-Klasse (Lizenzbauten der französischen BATRAL-Klasse) und zwei noch aus den 1960-er Jahren stammende 800-ts Schiffe im Bestand.

Der Wegfall der Transportkapazität der VALDIVIA muss also schnellstmöglich kompensiert werden. Pläne dazu liegen auch bereits in der Schublade. Schon im Herbst 2009 wurde der Wunsch nach einem im Lande zu bauenden 9.000 ts großen Mehrzweckschiff bekannt, das sowohl in amphibischen Operationen als auch im strategischen Seetransport nutzbar sein sollte. Im November 2010 bestätigte und präzisierte Marinebefehlshaber Admiral Edmundo Gonzales noch einmal die Absicht. Auf der Wunschliste der Marine stehen demnach zwei Docklandungsschiffe, von denen das erste bereits 2012 „beschafft“ werden soll.
(ganzer Text, da MF und nur kurz im Netz - noch mehr news auf der hp des MF und - natürlich - im Heft)
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#59
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat: Die brasilianische Marine hat ihren ersten neuen Hubschrauber UH-15 Super Puma in den operativen Dienst übernommen.

Der von Eurocopter in Frankreich gebaute Hubschrauber (genaue Bezeichnung EC-725BR) wurde am 11. April im Rahmen einer Feierstunde in Rio de Janeiro vom Materialkommando den brasilianischen Marinefliegern übergeben. Insgesamt hatten die brasilianischen Streitkräfte fünfzig Hubschrauber EC-725BR bestellt, von denen die Marine nach dem Zulauf dieses ersten in den kommenden Jahren weitere 15 erhalten soll. Sie ersetzen sechs Marinehubschrauber UH-14 (AS-332), eine ältere Version des Super Puma, die mit Verbindungsaufgaben und im SAR-Dienst eingesetzt wurden.

Das Fähigkeitsspektrum der neuen Super Puma reicht deutlich über das der Vorgängerversion hinaus. Natürlich sollen auch die UH-15 Verbindungsflüge durchführen und SAR-Einsätze fliegen. Mit modernem Radar und FLIR (Forward Looking Infrared) sollen sie aber auch erweiterte Aufklärungsaufgaben im Küstenvorfeld übernehmen und dabei nicht nur Seeziele orten und identifizieren, sondern mit Seeziel-FK auch unmittelbar selbst bekämpfen.
(noch mehr news auf der hp des Marineforum und im neuen Heft)
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#60
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:Noch vor einigen Jahren war die deutsche Fassmer Werft im Marineschiffbau wenig bekannt.

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Vor einigen Jahren konnte Fassmer dann allerdings mit dem Design eines 80-m Offshore Patrol Vessel Fuß auch auf dem Kriegsschiffbaumarkt fassen. Erster Kunde war die chilenische Marine, deren Asmar Werft in Talcahuano mit deutscher Werfthilfe zwei Schiffe des Fassmer-Designs OPV-80 baute. Nach ersten, offenbar sehr positiven Erfahrungen mit dem Typschiff PILOTO PARDO hat die chilenische Marine zwei weitere Einheiten bestellt, und es gibt angeblich Planungen für noch einmal bis zu sechs Schiffe. Schnell zeigten auch andere südamerikanische Marinen Interesse. Argentinien will wohl vier Fassmer OPV-80 beschaffen, und im April 2009 bestellte dann auch die kolumbianische Marine zwei Schiffe dieses Designs. Wie die chilenischen Einheiten, entstehen auch die beiden kolumbianischen OPV-80 mit tatkräftiger Unterstützung der deutschen Werft vor Ort; Bauwerft ist die bei Cartagena gelegene Cotecmar. Das erste kolumbianische OPV-80 lief im Juli 2010 vom Stapel; inzwischen meldeten Fachmedien ein mögliches Interesse an weiteren vier Schiffen.

Während das erste OPV-80 noch in Kolumbien in der Bauhalle lag, erhielt Fassmer im April 2010 von der kolumbianischen Marine einen weiteren Auftrag, diesmal für (zunächst?) ein einzelnes, kleineres Küstenpatrouillenboot vom Typ CPV-40. Das 40-m (245 t) Fahrzeug ist für eine Vielzahl von Aufgaben im unmittelbaren Küstenvorfeld optimiert; die Spanne reicht dabei von bloßer Seegebietsüberwachung über Fischereischutz und Schmuggelbekämpfung (Drogenhandel) bis hin zu SAR-Dienst. Hauptbewaffnung ist ein 25-mm Geschütz Typhoon MK25 Mod II. Das stabilisierte, ferngesteuerte Geschütz (Bedienung von der Brücke über einen „Joystick“) wurde vor einigen Jahren von der israelischen Rafael entwickelt und wird inzwischen auch von der britischen BAe-Systems in Lizenz produziert.

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Inzwischen ist auch die Endausrüstung abgeschlossen; das Boot hat alle Abnahmefahrten mit Bravour absolviert und wurde am 9. Mai von der kolumbianischen Marine offiziell in Dienst gestellt. Nur einen Tag später machten Boot und Besatzung sich auf die lange Reise nach Kolumbien – und dies auf eigenem Kiel.
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