Südamerikas Marinen heute und in der Zukunft
#31
http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm
Zitat:Stimmen Berichte brasilianischer Medien, dann darf sich die brasilianische Marine auf zahlreiche Neubauten freuen.

In einem groß angelegten Regierungsprogramm zur „Revitalisierung“ der heimischen Rüstungsindustrie sollen angeblich 53 Schiffe und Boote unterschiedlicher Klassen bestellt werden. Teil dieses Paketes sollen auch mehrere U-Boote, Fregatten und Korvetten sein, die in enger Zusammenarbeit mit der französischen DCNS entstehen sollen. Die Unterzeichnung entsprechender Verträge soll Ende Dezember stattfinden, wenn der französische Präsident Sarkozy zu einem Staatsbesuch in Brasilien erwartet wird.

Im Detail ist die Rede von vier konventionell diesel-elektrisch angetriebenen U-Booten der SCORPENE-Klasse (wie sie auch die chilenische Nachbarmarine beschafft hat), von denen das erste in Frankreich, die restlichen drei dann in Brasilien gebaut werden sollen. Darüber hinaus will DCNS den Brasilianern beim Bau des nukleargetriebenen U-Bootes RIACHUELO tatkräftige Hilfe leisten. Dieses Vorhaben war bereits Mitte der 80er Jahre initiiert worden, musste immer wieder (auch finanzielle) Rückschläge hinnehmen, soll aber nun beschleunigt zu Ende geführt werden. Der Staatspräsident persönlich erklärte, das U-Boot werde „dringend zum Schutz von Öl- und Gasvorkommen vor der brasilianischen Küste“ benötigt. Eine so begrenzte Einsatzrolle wird den operativen Möglichkeiten eines nukleargetriebenen U-Bootes natürlich nicht annähernd gerecht; ihre Hervorhebung soll aber wohl Priorität bei der Verfügbarmachung von Mitteln gewährleisten.

DCNS bietet offenbar an, für RIACHUELO Designelemente der neuen französischen Atom-U-Boote BARRACUDA zur Verfügung zustellen. Eine direkte Kopie des BARRACUDA-Designs dürfte dabei aber nicht zur Debatte stehen. Der in Brasilien für den Eigenbau entwickelte Reaktor ist größer als die französischen Anlagen. Möglicherweise bietet DCNS einen für den brasilianischen Reaktor modifizierten BARRACUDA-Rumpf an, der dann in Brasilien fertig auszurüsten ist.

Neben den insgesamt fünf U-Booten nennen Medien auch die geplante Bestellung von Fregatten FREMM und Korvetten GOWIND. Sollte eine solche tatsächlich erfolgen, ist auch hier von maßgeblicher Beteiligung brasilianischer Werften – bis hin zum kompletten Bau mit französischer Werftunterstützung – auszugehen.
Mit Blick auf frühere Ankündigungen zur Modernisierung der brasilianischen Marine bleibt erst einmal abzuwarten, welche Teile des angekündigten riesigen Beschaffungsvorhabens auch tatsächlich realisiert werden, und in welchem Zeitrahmen dies erfolgt. Selbst wenn der Bau der RIACHUELO nun mit Vorrang betrieben wird, werden die Mittel der brasilianischen Marine auch künftig eher begrenzt bleiben.

Unabhängig davon wird aber einmal mehr deutlich, dass der tatkräftige persönliche Einsatz des französischen Präsidenten Sarkozy für „seine“ Rüstungsindustrie Wirkung zeigt. In einem immer aggressiver umworbenen Rüstungsexportmarkt scheint die unmittelbare Einbindung von Spitzenpolitikern - und gerade auch Staats- und Regierungschefs – zunehmend unverzichtbar. Ohne direkte politische Fürsprache, ohne „Offset-Angebote“, allein mit Hinweis auf bewährte hohe Qualität und traditionelle Beziehungen können Rüstungsfirmen heute nur noch selten Aufträge akquirieren und sehen sich - wie in Südamerika z.B. die deutsche TKMS - zunehmend sogar aus Märkten gedrängt, die sie in vergangenen Jahrzehnten noch dominiert haben.
ganzer Text, da MF und nur kurz im Netz - noch weitere interessante Nachrichten gibts direkt dort
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#32
inzwischen sollen es sogar 5 U-Boote geworden sein:
http://eng.chinamil.com.cn/news-channel ... 029843.htm
Zitat:Brazil to build five submarines with French technology by 2021

(Source: Xinhua) 2009-08-28

  RIO DE JANEIRO, Aug. 27 (Xinhua) -- Brazil's Defense Minister Nelson Jobim said on Thursday that the country will build five submarines in a partnership with France by 2021.
....

The agreement, which was reached in late 2008, will be signed by the Brazilian and French presidents at a ceremony on Sept. 7, Brazil's Independence Day.

  Out of the five submarines, one will be built with nuclear technology. However, France will only transfer the non-nuclear technology, according to the agreement. And the propeller will be built by Brazil.
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in dem Strang kann dazu auch ein Posting aus dem MF (aktuell, daher nur kurz im Netz) wiedergegeben werden - wonach die südamerikanischen Marinen gezielt auch know how in amphibischen und boarding Operationen erwerben:
http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm
Zitat:Nach einer dreimonatigen Südamerika-Reise ist das Docklandungsschiff OAK HILL am 21. August in seinen Heimatstützpunkt Little Creek bei Norfolk zurück gekehrt.

.....


In den Häfen von Castries (St. Lucia), Puerto Belgrano (Argentinien), Montevideo (Uruguay) und Rio de Janeiro (Brasilien) wurde den besuchten Marinen gezielte Ausbildungshilfe gegeben. So wurden z.B. Bootsoperationen mit Special Forces auf binnenländischen Flüssen ebenso geübt wie das „Boarden“ und Durchsuchen von Schiffen im Rahmen von Maritime Security Operations. Ausbildungshilfe gab es aber nicht nur während der Besuche, sondern auch in See. So waren im Verlauf der Reise Seeleute und Marineinfanteristen aus mehr als 20 Regionalmarinen auf der OAK HILL eingeschifft und nahmen auf ihr am praktischen Tagesdienst und Übungen teil. Zentrale Übung während der dreimonatigen Reise war die multinationale amphibische Übung Southern Exchange 2009, an der sich neben der amerikanischen OAK HILL Schiffe, Luftfahrzeuge und Marineinfanterie aus Argentinien, Brasilien, Chile, Uruguay und Peru beteiligten.
(die ganze Meldung gibts auf der hp des MF)
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#33
http://derstandard.at/fs/1250691492914/ ... oote-bauen
Zitat:Brasilia will ab 2016 eigene Atom-U-Boote bauen
28. August 2009, 16:07
Technologietransfer aus Frankreich macht Rüstungsprojekt möglich

Brasilia - Brasilien will dank Technologietransfer aus Frankreich in den kommenden Jahren mit dem Bau seiner ersten eigenen Atom-U-Boote beginnen. Die U-Boote sollten ab 2016 gebaut und 2021 in Betrieb genommen werden, erklärte der brasilianische Verteidigungsminister Nelson Jobim am Donnerstag in Brasilia.
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Vorbild ... französische Atom-U-Boote vom Typ Scorpène
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Bei einem Besuch des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy im Dezember hatte sich die brasilianische Regierung mit ihm auf die Bestellung von fünf Scorpène-Booten geeinigt. Davon sollen vier von einem binationalen Unternehmen in Brasilien und nur eines in Frankreich gebaut werden.
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Die Brasilianer wollen die Entwicklung des Bootes laut Jobim selbst in die Hand nehmen, indem sie das Scorpène nachbauen. Der Vertrag soll am 7. September ratifiziert werden, wenn Sarkozy Brasilien erneut besucht.
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#34
http://www.marineforum.info/HEFT_9-2009/MaaW/maaw.html
Zitat:In den letzten Jahren wurden in den Wirtschaftszonen vor der brasilianischen Küste reiche Öl- und Gasvorkommen entdeckt.

Weitere Vorkommen werden im vorgelagerten Kontinentalschelf vermutet, auf das Brasilien nach dem Seerechtsübereinkommen ebenfalls Ansprüche erhebt. Damit würden sich die ohnehin riesigen brasilianischen Wirtschaftszonen um noch einmal fast 1 Mio. auf dann 4,5 Mio. Quadtratkilometer erweitern.

Die Notwendigkeit, die Gebiete und die hier lagernden Ressourcen effektiv zu schützen, löst bei der brasilianischen Marine größere Beschaffungspläne aus. Im Zuge eines „Flottenerneuerungsprogramms“ sind veraltete Schiffe und Boote nicht nur einfach „1:1“ zu ersetzen, sondern zusätzliche Neubauten müssen die Fähigkeiten zu regionaler Präsenz deutlich erweitern. Im Gespräch ist sogar die Aufstellung einer „zweiten Flotte“, die im Norden des Landes nahe dem Amazonasdelta ihre Heimat finden könnte.

Schon im Dezember 2008 waren Pläne bekannt geworden, bis etwa 2016 mit einem Gesamtaufwand von etwa 1 Mrd. Euro mehr als 30 kleinere Patrouillenfahrzeuge zu beschaffen. Dabei geht es u.a. um weitere 54-m Boote vom Typ NAPA 500. Die zwei bisher bestellten, nach dem VIGILANTE-400 Design der französischen CMN im Lande gebauten Boote sollen noch in diesem Jahr zulaufen. In neuen Losen sollen nun aber mindestens zehn (angeblich sogar bis zu 25) weitere NAPA-500 gebaut werden.

Zahlreiche weitere kleine und kleinste Boote sollen darüber hinaus die Patrouillendichte entlang der Küste und auf den Binnenflüssen erhöhen. Geplant ist überdies die Beschaffung von 1,800-ts Offshore Patrol Vessel. In einem ersten Los sollen wohl drei solche Fahrzeuge bestellt werden; die Anzahl könnte langfristig (bis 2030) aber durchaus auf 15-20 Schiffe wachsen. Die deutsche TKMS will bei diesem Projekt ihr Design GUARDIAN anbieten.

Auf der Wunschliste der brasilianischen Marine stehen auch drei bis zu 6.000 ts große Fregatten eines ausländischen Designs, die – wie übrigens auch die OPV - mit Technologietransfer (und begleitet von zivilen „Offset-Geschäften“) auf einer brasilianischen Werft gebaut werden sollen. Technologische Risiken will man dabei nicht eingehen. Gefragt ist vielmehr ein Schiffstyp, „der sich bei anderen Marinen im aktiven Dienst bewährt hat“. Auch wenn die Ausschreibung mit einem „Request for Information“ erst in 2010 anlaufen soll, sind die internationalen Schiffbauer schon auf dem Sprung. Die französische DCNS will Fregatten vom Typ FREMM anbieten, der US-Konzern Northrop Grumman mit einer „International Patrol Frigate“ ins Rennen gehen, deren Design sich an den neuen US Küstenwachschiffen der LEGEND-Klasse (National Security Cutter) orientiert. Die deutsche TMKS hofft mit einem MEKO-Design zum Zuge zu kommen.
(ganzer Text, da Marineforum und nur befristet im Netz - weitere Nachrichten über andere Marinen direkt auf der hp des MF - oder besser im Heft)
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#35
http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm
Zitat:Nach 15 (!) Jahren Bauzeit hat die brasilianische Marine am 23. November eine neue Fregatte endlich in Dienst gestellt.

Zwischen 1991 und 1994 hatte die brasilianische Marine zunächst vier Schiffe der INHAUMA-Klasse in Dienst gestellt. Die Fregatten beruhen auf einem Design der deutschen Firma Marine Technik (1981). Mitte 1986 hatte die brasilianische Regierung zunächst den Bau von 16 Einheiten dieses Typs gebilligt. Aus Kostengründen wurde das Programm dann aber auf vier Schiffe beschnitten. 1992 wurde dann doch der Bau von bis zu drei Schiffen eines zweiten Loses verkündet; das Vorhaben musste wegen fehlender Gelder jedoch unmittelbar wieder auf Eis gelegt werden.

Erst als Mittel in den Haushalt eingestellt wurden, konnte das Arsenal de Marinha in Rio de Janeiro am 21.Dezember 1994 mit dem Bau des fünften Schiffes beginnen. Immer wieder brachten ausbleibende Mittelzuweisungen das Vorhaben zum Stillstand. Nach acht Jahren, im Dezember 2002, konnte die BARROSO endlich zu Wasser gelassen werden. Endausrüstung, Erprobungen und Abnahme dauerten danach dann noch einmal sieben Jahre.

Die BARROSO unterscheidet sich im Detail von den Schiffen des ersten Loses. Sie ist etwas mehr als vier Meter länger als die Vorgänger und hat ein größeres Hubschrauberlandedeck, eine leistungsstärkere Antriebsanlage und – nach so langer Bauzeit kaum verwunderlich – auch eine modernere Ausrüstung erhalten. Hauptwaffensystem sind wie bei den anderen INHAUMA-Fregatten Seeziel-FK MM-40 Exocet.

Aus der nunmehrigen Fertigstellung der BARROSO darf man nicht schließen, dass nun auch die anderen ursprünglich geplanten Schiffe des zweiten Loses gebaut werden. Das kürzlich verkündete „Flottenerneuerungsprogramm“ sieht zwar eine Beschaffung von drei neuen Fregatten vor, und die „bis zu 6.000 ts großen“ Schiffe sollen auch im Lande gebaut werden, aber es wird keine weiteren INHAUMA-mod mehr geben. Gefragt ist vielmehr ein Schiffstyp, „der sich bei anderen Marinen im aktiven Dienst bewährt hat“. Die Suche nach einem geeigneten ausländischen Design und einem Anbieter, der zu Technologietransfer und zivilen Offset-Geschäften bereit ist, soll mit einem „Request for Information“ in 2010 anlaufen.
(ganzer Text, da MF und nur kurz im Netz - mehr auf der hp und im Heft)
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#36
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:Nur allmählich wird das ganze Ausmaß der Schäden des schweren Erdbebens und des nachfolgenden Tsunami vom 27. Februar erkennbar.

Wie an dieser Stelle bereits in der vergangenen Woche berichtet, ist neben dem Marinestützpunkt Talcahuano (wo neben Unterkunftsbereichen u.a. auch das Fernmeldezentrum völlig zerstört wurde) vor allem auch die staatliche Werft Asmar betroffen. Zur völligen Wiederherstellung der Werft werden derzeit ein Zeitaufwand von mindestens fünf Jahren und Kosten von mehr als 1 Mrd. US-Dollar veranschlagt. Beide Trockendocks und alle vier Schwimmdocks seien schwer beschädigt. Eines der Schwimmdocks musste einen „Treffer“ durch eine in der Nähe aufliegende und durch die Flutwelle losgerissene, ausgemusterte Fregatte (COCHRANE?) hinnehmen.

isländische THOR nach dem Beben (Foto: chil. Mar)

Mehrere bei Asmar liegende Schiffe und Boote wurden teils irreparabel beschädigt. Zwei zu Grundüberholung und Modernisierung in einem Trockendock liegende U-Boote hatten keine Chance, die Naturkatastrophe „abzuwettern“. Das chilenische U-Boot SIMPSON (Typ 209) und das ebenfalls bei Asmar liegende ecuadorianische U-Boot SHYRI (Typ 209) erlitten offenbar schwerste (vermutlich sogar irreparable) Schäden, In einem anderen Dock wurde eine FK-Korvette der CASMA-Klasse (ex-israelische SA’AR-4) schwer beschädigt. Zum Zustand des bei Asmar für die isländische Marine neu gebauten Offshore Patrol Vessel THOR gibt es keine neuen Verlautbarungen. Ein Foto (links) lässt allerdings erkennen, dass das Schiff in einem Trockendock umgefallen ist.

Glück im Unglück hatten drei weitere U-Boote. Kurz vor Eintreffen des Tsunami konnten THOMPSON (Typ 209) sowie HIGGINS und CARRERA (SCORPENE-Klasse) noch von der Pier los werfen und in Richtung offenes Wasser laufen. Während der THOMPSON und HIGGINS die Flucht gelang, wurde die CARRERA von den Flutwellen erfasst, unter Wasser gedrückt und heftig auf den Meeresgrund geworfen – erschien aber unmittelbar wieder an der Oberfläche. Das erst 2006 in Dienst gestellte, modernste U-Boot der chilenischen Marine soll bei dieser unfreiwilligen Grundberührung beschädigt worden sein; eine genaue Schadensbefundung steht aber noch aus.
(nur noch kurz im Internet)
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#37
http://www.marineforum.info/html/maaw.html
Zitat:Gleich an zwei „Fronten“ verstärken sich die argentinischen Marineflieger.

Zum einen wurde mit Frankreich eine Modernisierung von zehn Jagdbombern Super Ètendard vereinbart. 1980 hatte Argentinien in Frankreich 14 dieser u.a. mit Seeziel-FK Exocet ausgerüsteten Flugzeuge bestellt, von denen fünf noch im Falkland-Krieg zum Einsatz kamen. Während die französische Marine ihre im Lauf der Jahre mehrfach modernisierten Super Ètendard nun durch moderne Träger-Kampfflugzeuge Rafale ersetzt, wollen die argentinischen Marineflieger ihre verbliebenen Flugzeuge durch Einrüstung neuer Elektronik und Avionik auf den neuesten Standard „Super Étendard Modernisé“ bringen und dann noch einige Jahre fliegen.

Bis Mitte der 80er Jahre war eine Staffel dieser Flugzeuge auch an Bord des Flugzeugträgers VEINTICINCO DE MAYO stationiert. Seit das Schiff 1985 wegen technischer Mängel aus dem operativen Betrieb genommen und schließlich verschrottet wurde, operieren die Jagdbomber allerdings nur noch von Landflugplätzen (in den 90er Jahren konnten sie zeitweilig noch Ausbildungsflugbetrieb auf dem brasilianischen Flugzeugträger MINAS GERAIS durchführen).

Verstärkung gibt es auch bei den Hubschraubern, allerdings muss man sich auch hier mit gebrauchtem Gerät begnügen. Nachdem zwei Hubschrauber Sea King beim Brand des Eisbrechers ALMIRANTE IRIZAR (April 2007) zerstört wurden, hatte man sich mit den USA kurzfristig auf einen Transfer von insgesamt sechs bei der US Navy ausgemusterten und zwischenzeitlich eingemotteten Sea King verständigt. Bezahlt werden die grundüberholten Hubschrauber aus der US Militärhilfe. Schon im September 2008 trafen die ersten zwei in Argentinien ein; das zweite Paar folgte im Juni 2009. Zwei weitere Sea King sollen noch folgen, aber wohl nur als „Ersatzteilspender“ für die bereits gelieferten vier Maschinen genutzt werden.
(ganzer Text, da Marineforum und nur kurz im Netz - noch mehr news auf der hp des MF)

Ich bin ja gespannt, ob und ggf. wann die Argentinier wieder mit dem brasilianischen Carrier üben dürfen.
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#38
http://www.marineforum.info/html/maaw.html
Zitat:Die chilenische Marine freut sich über einen neuen Flottentanker – auch wenn dieser schon mehr als 20 Jahre alt ist.

Die ANDREW J. HIGGINS war 1987 von der US Navy in Dienst gestellt, als „Opfer“ des Endes des Kalten Krieges allerdings schon nach nur acht Jahren in eine reduzierte Bereitschaft versetzt und 1996 an die Maritime Administration (Reserve) abgegeben worden. Das voll beladen mehr als 40.000 ts verdrängende, 206-m Schiff gehört zu den Flottentankern der HENRY J. KAISER Klasse. Diese vom US Military Sealift Command betriebenen Schiffe können mehr als 20.000 m³ Kraftstoff befördern und über acht Pumpstationen (5.400 ts /Std) andere Schiffe in See betanken. Auch Trockengüter finden an Bord Platz und können übergeben werden. Ein Flugdeck erlaubt Starts und Landungen von Hubschraubern, wenngleich es keinen Hangar für eine permanente Anbordnahme gibt.
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volständiger Text (aber nur für ein paar Wochen) und noch mehr news aif der hp des MF
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#39
http://www.defense-aerospace.com/articl ... rines.html
http://combatfleetoftheworld.blogspot.c ... f-new.html
Zitat:May 28, 2010
First Metal Cut for First Boat of New Class of SSKs for Brazil

DCNS launched the industrial production phase of the Brazilian submarine programme, ....

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The first boat of this new class is scheduled to enter active service in 2017. All four submarines use conventional, or diesel-electric propulsion and will be manned by a crew of between 30 and 45 submariners. For a length overall of 75 meters the design offers a surface displacement of less than 2,000 tons.

The SSK design meets the Brazilian Navy's specific requirements, including capabilities for the protection and defence of the country's 8,500-kilometers coast. These blue-water SSKs are being designed for a wide range of missions from anti-surface and anti-submarine warfare, without forgetting special operations and intelligence-gathering.
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#40
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:17 June

BRAZIL
Brazilian media report a possible contract with Italian industry for the acquisition 18 FREMM type frigates, ten offshore patrol vessels and a tanker
(rmks: although the Brazilian navy is looking for new ships, these numbers seem grossly exaggerated)
...
(noch mehr news auf der hp des MF - und im Heft)
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#41
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:....
05 August
....

URUGUAY
The Uruguay navy plans acquisition of two offshore patrol vessels … probably to be built in either Argentina (Fassmer OPV-80 design) or Brazil (Brazilian navy OPV-1800).

...
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#42
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:Die Brasilianische Marine hat überraschend die eigentlich mit hoher Priorität betriebene Beschaffung von neuen Ocean Patrol Vessel (OPV) erst einmal auf Eis gelegt.

Nachdem in den letzten Jahren in den Wirtschaftszonen vor der brasilianischen Küste reiche Öl- und Gasvorkommen entdeckt wurden und weitere Vorkommen im ebenfalls von Brasilien beanspruchten, vorgelagerten Kontinentalschelf vermutet werden, sollten im Zuge eines „Flottenerneuerungsprogramms“ die Fähigkeiten zu regionaler Präsenz deutlich erweitert werden. Neben kleineren Patrouillenfahrzeugen (NPa 500) wollte man im Rahmen des Projektes NPa 1800 (früher NPO - Navio Patrulha Oceanico) mit hoher Priorität 1,800-ts große OPV beschaffen. Noch in 2010 war die Auftragsvergabe für ein erstes Los von drei bis fünf Schiffen erwartet worden; langfristig (bis 2030) ist von 12, bisweilen sogar von 15-20 Schiffen die Rede.

Acht ausländische Hersteller (darunter auch die deutsche TKMS mit ihrem Design GUARDIAN und die ebenfalls deutsche Fassmer) bemühten sich um den lukrativen Auftrag. In den letzten Wochen sprach einiges dafür, dass Fassmer - in Zusammenarbeit mit lokalen Werften – das Rennen machen würde. Fassmer hat bereits das Design für bei der chilenischen Asmar für die dortige Marine gebaute 1800-ts OPV (PILOTO PARDO-Klasse) geliefert, soll wohl den Bau eines weiteren solchen Schiff für Kolumbien federführend begleiten, und auch Argentinien hat offenbar großes Interesse an dem Design.

Nun wurde die Ausschreibung überraschend abgebrochen und das Projekt erst einmal auf Eis gelegt. Ein Marinesprecher erklärte dazu, dass im Rahmen der 2008 beschlossenen Nationalen Verteidigungsstrategie sämtliche Projekte neu bewertet würden. Die Regierung habe vorgegeben, mit Priorität nach Möglichkeiten zu suchen, Vorhaben nicht einzeln für sich, sondern gebündelt im Rahmen „Strategischer Partnerschaften“ zu realisieren. Diese seien noch in der Entstehung. Nach Abschluss dieses Prozesses würde das Vorhaben reaktiviert, und man werde dann über einen bevorzugten Anbieter entscheiden.

Beobachter argwöhnen, dass Frankreichs sehr aggressiv die nationalen Rüstungs- und Rüstungsexportinteressen vertretender Präsident Sarkozy dem brasilianischen Präsidenten Lula eine solche „strategische Partnerschaft“ nahe gelegt hat, und dieser nun auf das Angebot reagiert. Frankreich soll für die brasilianische Marine ja bereits U-Boote SCORPENE bauen, beim Bau des nukleargetriebenen U-Bootes RIACHUELO helfen und bewirbt sich überdies gegen starke internationale Konkurrenz auch um den Auftrag zum Bau neuer Fregatten (Ausschreibung soll mit einem „Request for Information“ noch in diesem Jahr anlaufen). Auch die derzeit bei Inace in Brasilien gebauten kleineren Patrouillenfahrzeuge NPa 500 basieren auf einem französischen Design (von CMN entworfener Typ VIGILANTE 400). Die Bündelung all dieser (und vielleicht auch noch weiterer) Vorhaben unter einem gemeinsamen Dach könnte beiden Seiten durchaus Vorteile bieten, auch wenn bei Fassmer natürlich erst einmal Enttäuschung überwiegen dürfte.
(ganzer Text, da MF und nur kurz im Netz - noch mehr news auf der hp und im Heft)
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#43
da war es noch ein Gerücht:
http://www.s2ftracker.com/
Zitat:August 2010 update:
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On Aug/06/2010 the Brazilian Navy purchased 8 C-1A cells from de US government. These cells will be modernized and transformed into "Turbo-Traders". It is yet to be confirmed that 3 will be converted to the AEW role, 2 will keep the COD role, one will be fitted for in-flight refueling of the Brazilian Navy A-4s as well as COD, and two cells will be used as spare parts source. The aircrafts will operate with the carrier wing of Brazil's carrier Sao Paulo (former French Navy Foch) which is presently in sea trials after a 5 year modernization and maintenance period.
...
nu is'es wohl offizieller:
http://defesabrasil.com/site/noticias/m ... brasil.php
Zitat:Marinha do Brasil compra 8 C-1A Trader
Marinha
Escrito por Defesa Brasil
Qui, 12 de Agosto de 2010 22:18
Aeronave será operada a partir do porta-aviões São Paulo.
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http://pbrasil.wordpress.com/2010/08/13 ... 1a-trader/
Zitat: 13/08/2010
Marinha adquire 8 aeronaves C-1A Trader
...
ich weiß - Forensprache ist deutsch oder englisch, aber eine brasilianische Website ist nun mal auf portugiesisch, dafür aber so einfach (und zur Not auch über Übersetzngsprogramme lesbar), dass die folgenden Meldungen (nu in english) als relativ identisch bezeichnet werden können:
http://www.flightglobal.com/articles/20 ... aders.html
Zitat:DATE:23/08/10
SOURCE:Flight International
Brazilian navy buys Traders

The Brazilian navy has acquired eight Grumman C-1A Traders for extensive modification to perform carrier on-board delivery and air refuelling roles.
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http://alert5.com/2010/08/24/brazil-buy ... s-for-cod/
Zitat:Brazil buys C-1A Traders for COD

Brazil has decided to bring eight Grumman C-1A Traders back to life for carrier on-board delivery and air refueling duties.

Embraer will upgrade the engines
...
und dem Vernehmen nach will Brasilien auch noch vier Uruguay-Navy S-2G Tracker dazu erwerben.
Man könnte fast meinen, die holen die Maschinen wieder aus den Museen ....
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#44
NEU IM HEFT:
http://www.marineforum.info/html/brasilien.html
Zitat:Quo vadis Marinha do Brasil?

Neuausrichtung der brasilianischen Marine

von Sascha Albrecht

Der Marine Brasiliens stehen derzeit große Veränderungen bevor. Diese sind vor allem durch die neue brasilianische Eigenwahrnehmung als regionale Führungsmacht sowie globale »Emerging Power« motiviert. Dieses neue Bewusstsein fand seinen Ausdruck in der im Dezember 2008 von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva unterzeichneten Nationalen Verteidigungsstrategie (Estrategía Nacional de Defesa – END), die die Zielsetzung politischer Unabhängigkeit mit den Streitkräften verbindet.

Für die Streitkräfte und damit auch für die Marine sind die folgenden Ziele von besonderer Bedeutung
....
(Sascha Albrecht ist Korvettenkapitän und zurzeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin; er absolvierte im Jahr 2009 seinen Admiralstabslehrgang bei der Brasilianischen Marine)
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#45
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat: ...

13 September

BRAZIL
Adm. Julio Soares de Moura Neto has reaffirmed plans to procure five 6,000-ton frigates, five ocean-going patrol vessels (OPV) and a 20,000-ton logistics ship. The final details of the shipbuilding plan will be worked out with the government that takes office in January after next month’s presidential election. Provisionally, construction of the OPV will begin in 2012 at Brazilian shipyards, to be followed by the logistics ship and the frigates.
...
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