Streitkräfte der USA - allg. Sammelthread
#46
Zitat:General Still Hopeful On Trident Funding
by Martin Sieff; UPI Senior News Analyst,
Washington (UPI) Aug 08, 2006

The head of U.S. Strategic Command, Gen. James Cartwright, anticipates Congress will consider releasing additional funds for a new, conventionally armed Trident D-5 missile next year, once studies are done that show the weapon can be used with little risk of provoking nuclear retaliation.

His comments, offered in an interview last week with InsideDefense.com, came in the wake of congressional action that may leave the Navy's proposed Conventional Trident Modification, or CTM, effort with just a fraction of the $127 million the Defense Department requested for fiscal year 2007, InsideDefense.com said.

(...)
Quelle: http://www.spacewar.com/reports/General ... g_999.html
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#47
Mal abgesehen davon, daß ich den Begriff 'Zwangseinberufung' semantisch hier für überzogen halte, scheint es derzeit mit der Freiwilligkeit in den USA nicht zum Besten zu stehen. Oder wie heißt es auf Neu-Deutsch, das Ganze ist 'auf Kante genäht'.

Zitat:US-Militäreinsätze - Bush genehmigt Zwangseinberufung

Angesichts der blutigen und kraftraubenden Feldzüge gehen dem US-Militär die Freiwilligen aus. Daher hat US-Präsident Bush der Zwangsrekrutierung von 2500 nicht aktiven Reservisten zugestimmt. Sie werden bis zu anderthalb Jahre in Afghanistan und im Irak im Einsatz sein.


Washington - Die Reservisten würden ab dem Frühjahr 2007 einberufen und sollten personelle Engpässe bei Kampfeinheiten, Fernmelde- und Aufklärungseinheiten, Ingenieuren und der Militärpolizei in Afghanistan und im Irak beseitigen, teilte die US-Marineinfanterie mit.

(...)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 63,00.html
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#48
Na ja, Spiegel-Rhetorik. Wenn man Reservist ist, sollte man schon mit sowas rechnen.
Die Personalknappheit gibts ja schon seit beträchtlicher Zeit. Schon 2003 soll es Gedankenspiele zur Lösung gegeben haben, aber da das letztendlich immer auf die Wehrpflicht hinausläuft, die politisch kaum durchzuhalten ist, versucht man scheinbar weiterhin, zu improvisieren.
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#49
1. September 2006, 22:57 NZZ, online

http://www.nzz.ch/2006/09/01/al/newzzERL1KWNH-12.html

Erfolgreicher Raketentest der USA

Satellitengesteuerte Abfangrakete schiesst Langstreckenwaffe ab

Die USA haben am Freitag einen Raketentest über dem Pazifik durchgeführt. Dabei traf eine Abfangrakete den Sprengkopf einer Langstreckenrakete. Gemäss Angaben der amerikanischen Armee ist der Test erfolgreich verlaufen. Die USA sind daran, ein Abwehrschild gegen ballistische Raketen aufzubauen.

(sda/afp/Reuters) Die amerikanische Armee hat am Freitag nach eigenen Angaben ein satellitengestütztes System zur Abwehr von Raketen erfolgreich getestet. Dies sagte ein Sprecher der amerikanischen Raketenbehörde MDA. Eine in Alaska gestartete Langstreckenrakete sei bei dem Versuch von einer satellitengesteuerten Abfangrakete geortet und über dem Pazifik getroffen worden.
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#50
Dafür haben wir einen eigenen Thread, siehe
http://www.forum-sicherheitspolitik.org/show ... 1157109283
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#51
http://www.nzz.ch/2006/10/07/al/newzzESZNPQZJ-12.html

Zitat:Ein amerikanischer Soldat muss für ein Jahr ins Gefängnis, weil er an der Ermordung eines Irakers beteiligt war. Der 21-Jährige wurde zwar zu einer 10-jährigen Haftstrafe verurteilt. Da er die Tat gestand, muss er jedoch nur ein Jahr absitzen.
1 Jahr für Beteiligung an einem Mord, bei Fahnenflucht werden da gerne mal paar mehr gegeben. Es drängt sich schon fast der verdacht auf, das Töten von Iraqis wird in den US Streitkräften als bagatelle angesehen.
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#52
Ich nehme mal an, dass die USA ganz bewusst daraus eine Bagatelle machen (1 Jahr ist ja nen Witz! :pillepalleSmile, um die Stimmung in der Truppe nicht noch zusätzlich zu veschlechtern. Man entzieht sich ja auch bewusst dem internationalen Kriegsverbrechertribunal. Und wenn man sich die Gesetze selber schreibt, dann kann man da ja auch frei walten.
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#53
Zitat:Neue Atomwaffen für die USA?

Die USA wollen laut "Washington Post" ihr Atomwaffenarsenal modernisieren: Geplant seien bis zu 2200 neue Bomben. Der Zeitpunkt für die Veröffentlichung hätte kaum ungünstiger sein können, so Ex-Präsident Clinton. Denn so würden die Verhandlungen mit Iran und Nordkorea erschwert.

Von Linda Staude, WDR-Hörfunkkorrespondentin Washington

Der neueste nukleare Plan der USA heißt "Complex 2030". Dies ist der Name für die Idee, das amerikanische Atomwaffenarsenal zu einem moderneren und kosteneffizienteren umzubauen. Geplant sind bis zu 2200 neue Bomben, die in den kommenden Jahren gebaut und stationiert werden sollen. So ein Bericht der Washington Post. Der erste Schritt zur Umsetzung des Plans soll danach der Ausbau oder die komplette Neukonstruktion von Einrichtungen sein, in denen Atomwaffen gebaut und gewartet werden können.

(...)
Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... 30,00.html
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#54
Mal abgesehen von der Aussenwirkung bzgl Glaubwürdigkeit, bei der es ja eh nicht gut bestellt ist. Der Bau von 2200 neuen Atombomben ist ein klarer Verstöß gegen den Atowaffensperrvertrag, der die Atomwaffenstaaten zur Abrüstung verpflichtet.
Schon jemand Sanktionen ausgearbeitet? Wie siehts mit IAEA Kontrollen aus? Stimmt da die Kooperation? Wird alles offengelegt, Zutritt zu allen Anlagen gewährt? Den Sicherheitsrat stecken wir uns in dem Fall besser...

Herrlich wie sowas mal wieder die Augen öffnet :rofl:
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#55
Die Amerikaner werden auch etwa 6000 Bomben verschrotten, das steht auch in dem Artikel. Nimmt man dann 2200 neue dazu, ist es immer noch ein Minus von gut 3800. So weit ich mich erinnere, sind die beiden großen nuklearen Supermächte Russland und die USA sowieso noch recht weit weg von den Ziellimitationen in Sachen Sprengköpfeanzahl. Es war mal die Rede, dass nur etwa gut 2000-3000 Sprengköpfe übrig bleiben auf beiden Seiten, momentan bewegen sich aber beide noch bei über 10.000 jeweils. Man muss es eben einfach mal mit Realismus sehen, förderlich sind die nuklearen Pläne weder in Sachen Nordkorea noch beim Iran. Aber diesselbe Untätigkeit und Unmöglichkeit dieses Programm von außen zu stoppen, würde auch bei den anderen offiziellen Nuklearmächten angesagt sein, das gilt eben nicht nur für die USA.

Und ich bitte dich, jeder mit etwas Lebenserfahrung weiß doch, dass Doppelmoral und Doppelstandards etwas ganz natürliches sind, da muss ich nicht mal ne viel zu langatmige psychologische und oder soziologische Erklärung bringen... da ist also nicht viel mit Augen öffnen... Wink
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#56
@ Shahab3

Kannst oder willst du nicht richtig lesen? :frag:
Man kann ja zu den USA, oder besser der jetzigen Administration, stehen wie man will. Eine gewisse Fairness oder besser ein korrektes Verhalten - bei aller möglichen Kritik - solltest du schon bei deiner Argumentation an den Tag legen. Polemik hilft dir in keinster Weise weiter. Im Gegenteil, es schwächt massiv deine - vielleicht sogar berechtigte - Kritik. :misstrauisch:

In dem Artikel steht ganz eindeutig, daß die jetzige Administration die Absicht bekundet hat, für die 2.200 neuen A-Waffen im Gegenzug rund 6.000 veraltete Sprengköpfe zu verschrotten um den Sperrvertrag aufrecht zu erhalten.

Wo steht im Atomwaffensperrvertrag, daß keine Weiterentwicklung möglich ist? Es heißt lediglich die Zahl der A-Waffen soll reduziert werden. Und mir scheint 2.200 eine deutlich kleinere Zahl als rund 6.000 zu sein. Aber ich lasse mich gern eines besseren belehren. Wink
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#57
Verstehe. Es liegt also an meiner mangelnden Lebenserfahrung, dass ich in der Entwicklung neuer, moderner, effektiverer Atomwaffen keinen ernsthaften Versuch der Abrüstung der Atomwaffenarsenale sehe. Weil..*lach* die reine Anzahl der vorhandenen Sprengköpfe ja reduziert wird. Sorry meine Freunde, aber meine mangelnde Lebenserfahrung geht offenbar einher mit einem deutlichen Mangel an Naivität und Blauäugigkeit. Wink

siehe dazu auch: http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/ ... aerz04.pdf
Zitat:Zusätzlich zu der allgemeinen Verpflichtung zur atomaren Abrüstung haben sich die Atommächte im Rahmen einer 13-Punkte- Erklärung im Jahr 2000 zu einem „...unequivocal undertaking ...to accomplish the total elimination of their nuclear arsenals leading to nuclear disarmament...“ verpflichtet (Punkt 6 der Erklärung). Den Verstößen gegen diesen Teil der Abmachung durch die Atombombenbesitzer wird allerdings so gut wie keine Aufmerksamkeit geschenkt.
Doch das nicht vertragskonforme Verhalten der Atommächte verdient Aufmerksamkeit. Die USA rüsten weniger „ab“, als dass sie „um“-rüsten. In drei neuen Dokumenten zu Sicherheitspolitik und Verteidigung hat die Regierung George W. Bush ihre Pläne dargelegt.
Im
- Nuclear Posture Review, herausgegeben vom Verteidigungsministerium Januar
2002,
- in der National Security Strategy, herausgegeben vom Weißen Haus September
2002, und in
- der Strategy to Combat Weapons of Mass Destruction, herausgegeben vom Weißen Haus im Dezember 2002 werden die Grundzüge der neuen Politik Washingtons dargelegt. Die USA behalten sich jetzt das Recht auf „pre-emptive“ und „präventive“ Verteidigung und dementsprechend prä-emptive und präventive Schläge vor. Präemptive Schläge sollen gegen Gegner geführt werden können, von denen die Gefahr eines Angriffs mit Massenvernichtungswaffen gegen die USA, deren Truppen oder Verbündete ausgehen könnte. Präventive Angriffe richten sich gegen Gegner, die dabei sind, sich Massenvernichtungswaffen zuzulegen.
Gegner können sowohl Staaten als auch nicht-staatliche Akteure sein. Beide
Vorgehensweise sind völkerrechtlich äußerst problematisch, ein präventives Vorgehen ist eindeutig völkerrechtswidrig. Das gilt schon beim Einsatz von „nur“ konventioneller Waffen. Werden aber, wie es die USA sich explizit vorbehalten, auch atomare Waffen eingesetzt, so ist dies praktisch immer völkerrechtswidrig.
Offizielle US- Politik ist es jetzt auch , neu- und weiterentwickelte Atomwaffen zu schaffen, die für den Kriegseinsatz tauglicher sind: „Mini-Nukes“ und nukleare „Earth-Penetrators“, sowie Atomwaffen mit reduzierter Falloutwirkung.
Die Wiederaufnahme von Atomwaffentests wird nicht ausgeschlossen, sondern die Vorbereitungszeit dafür wird verkürzt. Das seit 1993 nicht mehr genutzte Atomtestgelände in Nevada soll möglichst schnell reaktiviert werden können. Dementsprechend hat die US- Regierung mehrfach klargestellt, dass sie auch weiterhin nicht gedenkt, den von Präsident Clinton unterzeichneten internationalen Vertrag über ein vollständiges Verbot von Atomtests
(CTBT, Comprehensive Test Ban Treaty) zu ratifizieren.
.

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/th ... n/npt.html
Zitat:Artikel VI (NPT)

Jede Vertragspartei verpflichtet sich, in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen über wirksame Maßnahmen zur Beendigung des nuklearen Wettrüstens in naher Zukunft und zur nuklearen Abrüstung [b]sowie über einen Vertrag zur allgemeinen und vollständigen Abrüstung unter strenger und wirksamer internationaler Kontrolle.
...
Dass man seine Arsenale über die nächsten Jahrzente hinaus auch noch zukunftsfähig macht, ist nicht als ernsthafte Bestrebung zu Abrüstung zu verstehen.

Und natürlich bin ich mir mehr als viele andere hier darüber im Klaren, dass in diesem -wie in vielen anderen Punkten- Doppelstandards herrschen. Mein Post ist garnicht anders zu interpretieren, als dass ich genau darauf nochmal hinweise. Und ich werde auch nicht müde, darauf immerwieder hinzuweisen. Der -mit Verlaub- naiven Rechnung, dass der Tausch zweier rostiger Handgranaten gegen eine 500lbs Bombe eine "Abrüstung" bedeutet schließe ich mich daher eben auch nicht an. :hand:
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#58
Zitat:Und natürlich bin ich mir mehr als viele andere hier darüber im Klaren, dass in diesem -wie in vielen anderen Punkten- Doppelstandards herrschen. Mein Post ist garnicht anders zu interpretieren, als dass ich genau darauf nochmal hinweise. Und ich werde auch nicht müde, darauf immerwieder hinzuweisen. Der -mit Verlaub- naiven Rechnung, dass der Tausch zweier rostiger Handgranaten gegen eine 500lbs Bombe eine "Abrüstung" bedeutet schließe ich mich daher eben auch nicht an.
Ich glaube eher nicht, dass dir diese Doppelstandards so klar sind, den ansonsten würdest sie sie nicht so polemisch hervorheben. Es ist nunmal naiv zu glauben, dass 1.) die Atommächte wirklich völlig abrüsten werden. Wie gesagt, ich erinnere mich für die USA und Russland an etwa 2000 Stück. Eine echte Abrüstung erleben wir vielleicht mal wenn Honig und Milch in den Flüssen fließen. 2.) Sind die USA oder die anderen offiziellen Supermächte nunmal Staaten, die eine ganz andere Stellung im internationalen System haben. Als schon Statusinhaber haben sie eben auch eine ganz andere Handlungsweite als Aspiranten oder geächtete Outsiuders die die Bombe haben oder haben wollen. So viel Realismus sollte man schon an den Tag legen.
Der Glaube an eine völlige Abrüstung ist genauso ein weltfremdes, nie erreichbares Postulat wie die absolute Gleichheit und Gleichberechtigung aller Staaten. Mit dem insistieren auf diesem Postulat, mit dem Versuch, dieses als echte Norm abzuufordern, schwächst es nämlich nur weiter, zeigst du doch so nur, wie abgehoben und wirklichkeitsfremd nunmal diese Postulate sind. Postulate sind nette letzte Ziele und Wertorientierungen, aber sie überleben nunmal nicht den Versuch sie alsa reale Norm abzuufordern.
Das mal genrell als Info Shahab Wink
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#59
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... F3,00.html
Zitat:US-Militär reformiert globale Befehlsstellen
USA stellen eigenes Militärkommando für Afrika auf

Das US-Militär hat die Welt in fünf Kommandobereiche aufgeteilt. Das Pentagon plant nun, ein sechstes so genanntes Regionalkommando einzuführen - für Afrika. Damit tragen die Militärs der gewachsenen geostrategischen Bedeutung des Kontinents Rechnung.

...
Stand: 06.02.2007 18:52 Uhr
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#60
http://de.today.reuters.com/news/newsAr ... ived=False
Zitat:Bush stellt Haushalt vor: Steigerungen beim Militäretat
Mo Feb 5, 2007 5:29 MEZ140

Washington (Reuters) - US-Präsident George W. Bush hat am Montag seine Haushaltspläne für das Fiskaljahr 2008 vorgestellt.

Sie sehen ab sofort ein Plus von mehr als 700 Milliarden Dollar für Militärausgaben einschließlich der Kriegskosten im Irak vor sowie Einsparungen bei Sozialprogrammen wie Gesundheitsfürsorge und Bildung vor. ...

Für den Rest des Fiskaljahrs 2007 (per Ende September) sollen 100 Milliarden Dollar für die Kriege im Irak und in Afghanistan bereitgestellt werden. 2008 sollen es 145 Milliarden Dollar sein. Die gesamten Militärausgeben sollen auf 716,5 Milliarden Dollar steigen. Dabei könnten die Kosten für den Irakkrieg noch über die vorgesehen Ausgaben hinausgehen, sagte Bush.....
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