Piraterie
#16
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,346340,00.html

Zitat:STRASSE VON MALAKKA

Piraten kapern Chemie-Tanker

Mit Panzerfäusten bewaffnete Piraten haben nach offiziellen Angaben in der Straße von Malakka zwischen Indonesien und Malaysia vorübergehend einen Tanker mit leicht brennbaren Chemikalien in ihre Gewalt gebracht. Experten warnen davor, dass Terroristen ein solches Schiff als schwimmende Bombe benutzen könnten.
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#17
Ich denke am wirkungsvollsten wäre es, wenn man vereinzelte Frachter durch kleine Kampfeinheiten an Bord begleitet. Es ist viel günstiger als patroillierende Kampfschiffe und die Piraten wissen nicht, auf welchen Schiffen sich solche Cop-Einheiten befinden und laufen immer Gefahr das falsche Schiff zu entern, wo sie dann in eine Falle liefen.

Wenn die Einheiten gut ausgebildet sind, würden 8 Mann sicherlich gegen eine unkoordinierte Piratengruppe ausreichen, die ja auch keine Kenntnis von dem Grundriss des Schiffes haben.

Ich denke das würde sicherlich abschreckend wirken und die Piratenüberfälle eindämmen.

Gruß

Andrea
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#18
Das proble ist nur das ich kaum glaube das sich Piraten mit Panzerfaust so leicht abschrecken liesen.
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#19
Ich denke schon.

Die Piraten Entern Frachter, weil sie wissen, dass ihnen dort keine große Gefahr droht. Ich bin mir sicher, dass Piraten einem Kampf mit einer Einheit aus dem Weg gehen wollen. Denn der Preis bei einer solchen Aktion zu sterben ist denen auch zu hoch.
Und wenn die ersten Piratenüberfälle gescheitert sind, weil sie auf eine im Schiffskampf ausgebildete, gut ausgerüstete 8 köpfige Gruppe von Cops stößt, dann wird sich das schnell rumsprechen und die Überfälle würden abnehmen.
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#20
Wenn man die regelmäßigen Berichte unter

http://www.icc-ccs.org/prc/piracyreport.php

liest, kann bei der Bewaffnung nicht von Panzerfäusten ausgegangen werden, sondern in der Regel von Faustfeuerwaffen, Langmessern und Eisenstangen.

Die von agriese vorgeschlagene "Begleitung" würde ich ebenfalls für ein probates Mittel halten, um der Piraterie Einhalt zu gebieten. Ein militärisch geschultes, gut ausgerüstetes und mit entsprechender Ortskenntnis ausgestattetes Schutzkommando sollte eine Entermannschaft ohne Probleme überwältigen und festnehmen können.

Der Aufwand ist demgegenüber schon als recht hoch anzusetzen. Für das abzudeckende Seegebiet ist mit einer Verkehrsfrequenz von 136 Frachtschiffen/Tag (und das nur die Großen) zu rechnen. Für die ca. 430 nm lange Passage ist durchschnittlich 1 Tag anzusetzen (24h). Wenn man nur 1/10 der Schiffe schützen möchte, muss man eine Einheit von "bummelig" 450 Mann aufstellen, ausrüsten, ausbilden...

...die Frage, wer das bezahlen soll und wer wofür verantwortlich ist, stelle ich besser erst gar nicht...:evil:
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#21
Ich glaube dass effektivste Weg um die Schiffe in der Straße von Malakka schützen ist, ein Ständiges Task Force aus den Marinen der Nachbar Länder zu bilden.

Wie die NATO Task Force im Mittelmeer. In diesem Task Force sollte ein LST oder ähnliches Großschiff vorhanden sein; auf den spezial Einheiten in Bereitschaft stehen. Wenn ein Schiff von Piraten eingegriffen wirf dann sollen diese Einheiten per Hubschrauber sofort zum von Piraten angegriffenen Schiff geflogen werden. Einige angriff Hubschraubern wären auch nötig um die klein boote der Piraten vom Luft zu bekämpfen. Wenn die Piraten wissen dass es immer Kriegschiffe in der Umgebung sind welche tödliche Hubschraubern an Bord haben, dann werden sie weniger Lust zum Piraterie haben. (Hoffe ich zu mindest!)
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#22
Ich wette ein solcher Einsatz ist teurer als der gesamte Schaden durch Piraterie Wink
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#23
Zitat:RN SWOOPS ON SOMALI PIRATES 24.03.05 11:35

A COMBINED British and American raid on pirates in the Arabian Sea has saved the life of 23 Thai fishermen whose boat was hijacked by armed thugs.

A Sea King from 849 NAS operating from HMS Invincible – leading the RN’s Marstrike 05 task group in the Middle East – and a Lynx from HMS Montrose scoured 20,000 square miles of sea after the International Piracy Unit in Kuala Lumpur asked them to help out.

They eventually found two boats, one of them a fishing vessel crewed by Thais which had been seized off Somalia.

Boarding parties from destroyer HMS Nottingham and the US Coastguard cutter Munro then swept in on both vessels, released the captive fishermen and arrested three pirates, all Somali nationals, who carried four automatic weapons.

Task group commander, Rear Admiral Charles Style, said: “Piracy and other illegal uses of the sea are becoming increasingly commonplace. Such activity cannot be tolerated. The swift and successful conclusion of this incident demonstrates the coalition’s commitment to bringing security to the oceans.”
Von RN News: http://navynews.co.uk/articles/2005/0503/0005032404.asp
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#24
Zitat:saturn5 postete
Ich glaube dass effektivste Weg um die Schiffe in der Straße von Malakka schützen ist, ein Ständiges Task Force aus den Marinen der Nachbar Länder zu bilden.

Wie die NATO Task Force im Mittelmeer. In diesem Task Force sollte ein LST oder ähnliches Großschiff vorhanden sein; auf den spezial Einheiten in Bereitschaft stehen. Wenn ein Schiff von Piraten eingegriffen wirf dann sollen diese Einheiten per Hubschrauber sofort zum von Piraten angegriffenen Schiff geflogen werden. Einige angriff Hubschraubern wären auch nötig um die klein boote der Piraten vom Luft zu bekämpfen. Wenn die Piraten wissen dass es immer Kriegschiffe in der Umgebung sind welche tödliche Hubschraubern an Bord haben, dann werden sie weniger Lust zum Piraterie haben. (Hoffe ich zu mindest!)
Ich halte es für eine effektivere Möglichkeit die Piraterie in der Strasse von Malaka zu bekämpfen, wenn die Anrainerstaaten Singapur, Indonesien und Malaysia ein gemeinsames Koordinationszentrum zur Bekämpfung der Piraterie aufbauen. Alle drei Staaten sollten zudem moderne "Fast Interventions Crafts" beschaffen die ideal in den flachen und Inselreichen Gebieten operieren können. Fast Interventions Crafts können mit leichtgeschützen wie Rafael Typhoon oder MLG-27 bewaffnet werden die sich ideal zur Bekämpfung von Speedboats eignen, weiterhin führendiese Schnellboote ein Schlauchboot mit, mit dem spezialeiheiten ausgesetzt werden können.
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#25
http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm - aktualisiert am 9. April 2005
Zitat:Piraten melden sich zurück

Nach dem Tsunami waren in Südostasien zunächst wochenlang keinerlei Überfälle von Piraten mehr registriert worden. Noch im März hatte man gehofft, dass die Flutwelle vor allem auch die unmittelbar an den Küsten versteckten Stützpunkte der Piraten zerstört und ihnen so die Grundlage für ihre kriminellen Aktivitäten genommen hat.

Nun zeigt sich, dass diese Hoffnungen verfrüht waren. Entweder konnten die Piraten ihre möglicherweise zerstörte Infrastruktur (Boote) wieder instand setzen, oder sie haben sich in den Wochen extrem erhöhter Präsenz regionaler und ausländischer Marinen (Hilfseinsatz) in ihren Operationsgebieten "eine Pause auferlegt". Wie dem auch sei: Nun haben die Überfälle wieder begonnen, und ihre Intensität und Häufigkeit lässt durchaus auf einen gewissen "Nachholbedarf" schließen.

Am 12. März eröffnete ein Überfall auf einen indonesischen Gastanker die neue Überfallserie. Kapitän und schiffstechnischer Offizier wurden gegen Lösegeld freigelassen. Zwei Tage später wurde dann ein japanischer Schlepper überfallen und mehrere Besatzungsmitglieder entführt (inzwischen wieder frei). Am 1. April enterten Piraten den japanischen Frachter OCEAN BRIDGE und plünderten den Tresor des Schiffes. Spektakulärster Zwischenfall war am 6. April der Versuch, den japanischen 150.000-ts-Tanker YOHTEISAN zu entern. Im Südeingang der Straße von Malakka schlossen Piraten gleich mit sieben kleinen Booten an den mit Rohöl beladenen Tanker heran. Das Schiff erhöhte die Fahrt und die Besatzung konnte durch Einsatz von Feuerlöschrohren die Piraten schließlich abwehren.

Vor allem dieser letzte Zwischenfall hat die Behörden alarmiert. Zum einen befürchten sie, dass das Entern eines mit Öl beladenen Großtankers in der z.T. sehr engen Straße von Malakka in eine Umweltkatastrophe mit kaum absehbaren Konsequenzen münden könnte. Zum anderen gibt es immer wieder Hinweise, dass nicht nur kriminelle Piraten, sondern auch international agierende Terroristengruppen ein solches Schiff in ihre Gewalt bringen und an einer Schlüsselposition (z.B. vor Singapur) in Brand setzen oder sprengen könnten. Malaysia hat daher beschlossen, zusätzlich zu einer Intensivierung von Marinepatrouillen auf besonders gefährdeten und anderen, willkürlich ausgelosten Schiffen während der Passage der Straße von Malakka bewaffnete Polizisten einzuschiffen.
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#26
Mal ne Kleine frage:

Mit was sind den die Piraten so im algemeinem Bewaffnet?
Ich gehe mal davon asu das Bazukas oder schwerere MG´s die ausnahme sind.
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#27
Meist wird von Schnellbooten mit leichten automatischen Waffen berichtet. Also es dürfte selten etwas dabei sein, das ein 12,7mm-MG oder höchstens eine 20mm-BK übertrifft. Beim letzten Überfall in der Straße von Malakka Anfang April sollen die Piraten aber auch mit RPG-/Bazooka-artigen Waffen ausgerüstet gewesen sein. Ansonsten gehören denke ich Sachen wie Ak-47 eher zum Standard. Auch von Macheten und Klingenwaffen aller Art wird oft berichtet.
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#28
Zitat:Forestin postete
Mit was sind den die Piraten so im algemeinem Bewaffnet?
Ich gehe mal davon asu das Bazukas oder schwerere MG´s die ausnahme sind.
Mit so ziemlich allem was man auf dem Grau- oder Schwarzmarkt besorgen kann und was im Einsatz nützlich ist. Schwerere MGs sollte da kaum eine Ausnahme sein, und entsprechende Panzer- oder Fliegerfäuste sind ja auch recht einfach zu beschaffen. Inwieweit diese wirklich nützlich sind sei dahingestellt, eine Ausnahme würde ich sie jedoch nicht unbedingt nennen. Welche Waffen nun genau und in welchen Mengen verwendet werden, dass können dir wohl am besten die Piraten selbst berichten Wink
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#29
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... F4,00.html
Zitat:Überfalle auf hoher See

Die Piraten ziehen sich zurück

Die Piraten auf den Weltmeeren sind offenbar auf dem Rückzug. Die Zahl der Überfälle auf hoher See ging im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 79 auf 56 zurück, wie das Internationale Schifffahrtsbüro (IMB) in Kuala Lumpur mitteilte. Es ist die niedrigste Zahl seit fünf Jahren.
...


Nigeria: Maßnahmen gegen Piraterie greifen

Erfreuliche Nachrichten gibt es aus Nigeria. Zählte das Meer vor dem afrikanischen Land in der Vergangenheit zu den beliebtesten Jagdgebieten von Piraten, wurde von dort in diesem Jahr noch kein Vorfall gemeldet. "Das ist eine große Freude", sagte IMB-Mitarbeiter Noel Choong. "Es zeigt, dass Patrouillen eingesetzt wurden und die Maßnahmen greifen."

.Stand: 06.05.2005 16:28 Uhr
mit Link zum Interview: "Bedroht von vier Männern mit Macheten" (Archiv 06.09.03)
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#30
Man sollte bedenken, dass in dieses erste Quartal auch die Zeit der Flutwelle (bzw. die Nachgeschichte) fällt, als in Südostasien die Präsenz von Kriegsschiffen sprunghaft anstieg. Das dürfte viele Piratenbanden abgeschreckt haben, zudem musste einige vermutlich auch ihre Basen nach der Flut wieder instandsetzen. Dürfte also keine dauerhafte Tendenz sein.
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