Öl, die Achillesferse der Weltwirtschaft / Energieversorgung
#16
@TimuCin
Zitat:Jaja so ist das. Die Afghanen sind zu unberechenbar und damit ist der Plan des CIA nicht aufgegangen, als man Afghanistan mit Hilfe der Taliban zu einem sicheren Korridor für das Kaspische Öl machen wollte.
Seit wann liegt Afghanistan so nah am Kaspischen Meer? Eine Erdölleitung, die vom Kaspischen Meer durch den Iran oder die Türkei führt, würde mehr Sinn machen. Würde sie durch Afghanistan laufen, wäre das ein ziemlicher Umweg, und zudem ist es dort auch ziemlich gebirgig und die Infrastruktur nicht grade gut ausgebaut.
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#17
http://images.google.de/imgres?imgurl=w ... 8%26sa%3DG
[Bild: http://www.bgr.de/b123/kaukasien/abb_1_neu.jpg]

-

Wie es aussieht bauen die Amerikaner die Pipeline zum Mittelmeer. :

http://www.iranexpert.com/2004/usoil1june.htm
Zitat:...
The Caspian Sea -- and especially Kazakhstan's sector -- is home to some of the world's largest untapped oil reserves. It is estimated that there are up to 33 billion barrels of crude under the seabed, which is twice the size of the reserves in the North Sea.

The landlocked Caspian has attracted the attention of investors who want to diversify oil supplies away from the Middle East, which, they say, is vulnerable to political instability.

Washington has backed the construction of the Baku-Tbilisi-Ceyhan pipeline, which will export Caspian oil west across Azerbaijan, Georgia and Turkey, to the Mediterranean Sea. That project is due to be completed by the middle of next year.

However, some in the oil industry say the southern route, through Iran, is shorter and commercially more attractive.
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#18
Zitat:Marc79:
Was denn? Man hat das Übel Irak gegen das größere Übel Iran unterstützt und den Status Quo erhalten. Der wurde durch den Irak dann durch die Anektion Kuwaits und die Bedrohung für Saudi Arabien durch den Irak verletzt.
Bitte hierbei keine Halbwahrheiten.
1. Der Irak wurde durch das Anbohren Irakischer Ölfelder Seitens der Kuwaitis wiederholt provoziert, Warnungen wurden von den Kuwaitis mit der Gewissheit der Amerikaner im Rücken abermals überheblich und selbstgefällig ignoriert und munter weiter Ölfelder angebohrt und weiter Provoziert.

2. Kuwait erhöhte seine Förderung und Export und sorgte in der Opec für eine von den USA gestützte Fördermengenerhöhung was den Ölpreis deutlich nach unten korrigierte, was dem durch den Irankrieg tief verschuldeten Irak zusätzlich Kopfschmerzen bereitete.

3. Die Pläne für eine Invasion Kuwaits waren den Amerikanern bekannt, im Vorfeld gab es regen diplomatischen Austausch zwischen Irak und Amerika, Saddam tappte in die ihm gestellte Falle, als er die Enthaltsamkeit und vorgespielte Zurückhaltung der Amerikaner als grünes Licht interpretierte.

4. Saudi Arabien wurde nie ernsthaft bedroht, die von den USA genannten Truppenkonzentrationen an der Saudischen Grenze gab es nie, diese stellten sich im Nachhinein als blanke Lüge heraus, um die dadurch verschreckten Saudis mit ins Boot zu holen und die Weltöffentlichkeit aufzuschrecken. Von der von langer Hand geplanten Propagandamaschinerie garnicht zu sprechen, a´la Babys aus Brutkästen geworfen, schwangeren die Bäuche aufgeschlitzt u.v.m

5. Der einzige Grund weswegen Saddam nicht schon damals erledigt wurde lag in den Befürchtungen, das in einem solchen Falle der Iran in der Region die alleinige Vormacht erringen würde, da damals eine Besetzung des Iraks nicht geplant war und das Irakische Militär im Vergleich mit dem Zustand vor der jetzigen Invasion noch eine deutlich höhere Quantität und Klarstand aufwies.

6. Erst als sich die Befürchtungen verdichteten das die treue USA Marionette in Saudi Arabien immer stärker umsturzgefährdet ist, da diese zunehmend kritisch vom eigenen Volk gesehen wird das immer stärker mit den Radikalislamisten sympathisiert und somit auf längere Sicht kein sicherer Partner ist, erst dann kam wieder verstärkt der Irak ins Spiel, wie man sieht sind die Amerikaner nun schon dort.

Die Erkentnis das abgesehen von den schwer zu fördernden Ölvorkommen in Alaska, mit die Größten weltweit im Kaspischen Meer liegen, ist seit langem vermutet worden und durch Bohrungen auch bewiesen und war der Hauptgrund für das verbissene Festhalten der Russen an dieser geostrategisch sehr wichtigen Region, vor allem Tschetschenien, da Russland bereits heute mit zu den größten Ölexporteuren gehört und vom jetzigen hohen Preisniveau enorm profitiert. Die enorme Bedeutung Afghanistans sollte hierbei nicht verkannt werden, auch die Russen hatten diese damals erkannt, auch wenn sie sich vor allem dank massiver amerikanischer Unterstützung der Mudjahedin wieder zurückziehen mußten. Afghanistan ist ein wichtiger Bestandteil der neuen geopolitischen Ausrichtung der jetzigen amerikanischen Regierung, die eine Ausweitung und Festigung ihres Einflussbereiches im Golf und um das Kaspische Meer sucht. Hierbei sollte nicht vergessen werden das bereits in Usbekistan amerikanische Truppen stationiert wurden, trotz dort herrschender Diktatur ( soviel zum Thema Demokratie Mero ), Taschkent und Turkmenistan stellen bereits ihre Flugplätze und Lufthoheit den Amerikanern zur Verfügung und eine Truppenstationierung sollte auch hier nur eine Frage der Zeit sein. Russland beobachtet die imperiale Politik der USA und deren Ausbreitung bis in den Kaukasus und Hindukusch mit zunehmender Sorge. Wer auch in Zukunft in der Liga der Weltmächte mitspielen will muß Kurz-bis Mittelfristig den eigenen Bedarf und strategische Interessen durchsetzen, wie der Irak und Tschetschenien zeigen auch um jeden Preis, auch unter Mißachtung von Menschenrechten, Völkerrecht, Kriegsverbrechen u.v.m. da auf absehbare Sicht Öl nicht in ausreichendem Maße ersetzt werden kann, noch nicht. Angehende Supermächte wie China und Indien geraten hierbei durch die zunehmende Abhängigkeit in Zugzwang, da Indien nur rd. 30 % seines stetig steigenden Ölbedarfs durch Eigenförderung selbst decken kann und China trotz geschätzter Vorkommen von rd. 100 Milliarden Tonnen den stark wachsenden eigenen Bedarf nicht decken kann. Nach den USA ist nun China vor Japan Ölimporteur Nummer zwei, was abgesehen vom Irakfiasko mit zu den derzeit hohen Ölkosten beigertragen hat. Der Wettlauf um das Öl hat schon lange begonnen, diejenigen die die Kontrolle über die wichtigsten Ölvorräte haben, werden dadurch auch langfristig ihren Machtanspruch verteidigen können, momentan machen vor allem die USA und Russland das Rennen und sichern ihre Interessen ab, wie man sieht um jeden Preis, egal was es kostet, wieviele Menschen dafür sterben, ohne Skrupel oder mit Lug und Trug, sad but true>Sad

http://www.china-botschaft.de/ger/61152.html>>Sad
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#19
@ Commander R. Na, besser spät als nie.

Zitat:1. Der Irak wurde durch das Anbohren Irakischer Ölfelder Seitens der Kuwaitis wiederholt provoziert, Warnungen wurden von den Kuwaitis mit der Gewissheit der Amerikaner im Rücken abermals überheblich und selbstgefällig ignoriert und munter weiter Ölfelder angebohrt und weiter Provoziert.
Da gab es behauptungen des Irak, ich hab aber nie seriöse Quellen dazu gesehen. Die lkannst du doch bestimmt liefern, oder Wink

Fand nur das, auf die schnelle:

http://krisen-und-konflikte.de/irak/geschich.htm
Zitat:Ab 1990 häufen sich dann Beschwerden Saddam Husseins darüber, dass Kuwait irakische Ölfelder im Grenzgebiet anzapfe und mit seinem expotfreudigen Kurs in der OPEC den Irak versuche wirtschaftlich zu ruinieren. Hinzu kam, dass Saddam Hussein Kuwait ohnehin als Kunststaat ansah, der historisch zum Irak zählte.
...
Zitat:2. Kuwait erhöhte seine Förderung und Export und sorgte in der Opec für eine von den USA gestützte Fördermengenerhöhung was den Ölpreis deutlich nach unten korrigierte, was dem durch den Irankrieg tief verschuldeten Irak zusätzlich Kopfschmerzen bereitete.
Super, ein doller Kriegsgrund. Da ist ja sogar die Bewegründe der USA für Iraqi Freedom noch besser. Immerhin hat man da ja einen Diktator beseitigt.

Also das ist doch jetzt nicht dein ernst!

Zitat:3. Die Pläne für eine Invasion Kuwaits waren den Amerikanern bekannt, im Vorfeld gab es regen diplomatischen Austausch zwischen Irak und Amerika, Saddam tappte in die ihm gestellte Falle, als er die Enthaltsamkeit und vorgespielte Zurückhaltung der Amerikaner als grünes Licht interpretierte.
Das sind so die Myhten und Verschwöurngstheorien. Fakt ist die USA haben Sadam angedeuetet, sie würden sich nicht in interne Streitigkeiten zwischen Irak und Kuwait einmischen. An Anektion dachten die Amis wohl nicht. Das war dumm und sie haben geschlafen, ob sie die Invasion genehmigten ist reine spekulation. Oder hast du handfeste Beweise dafür die du hier posten kannst.

Zitat:4. Saudi Arabien wurde nie ernsthaft bedroht, die von den USA genannten Truppenkonzentrationen an der Saudischen Grenze gab es nie, diese stellten sich im Nachhinein als blanke Lüge heraus, um die dadurch verschreckten Saudis mit ins Boot zu holen und die Weltöffentlichkeit aufzuschrecken. Von der von langer Hand geplanten Propagandamaschinerie garnicht zu sprechen, a´la Babys aus Brutkästen geworfen, schwangeren die Bäuche aufgeschlitzt u.v.m
Tja , das muss natürlich die alleinige Wahrheit sein, wer kann die schon anderes haben Rolleyes
Kann es nicht auch einfach sein das das wie nachdem 911 mit den Terrorwarnungen ist. Sie wurden einmal überrascht und nun hauen siwe alle Warnungen raus um nicht nochmal vorgeführt zu werden. Und du kannst wohl kaum erklären, das Saudi Arabien sich alleine gegen Sadam hätte wehren können. Und was die Propaganda angeht, die wahr ja auch eher für die USA an sich innenpolitisch gedacht. Um die uin den Krieg zu bekommen.

Zitat:5. Der einzige Grund weswegen Saddam nicht schon damals erledigt wurde lag in den Befürchtungen, das in einem solchen Falle der Iran in der Region die alleinige Vormacht erringen würde, da damals eine Besetzung des Iraks nicht geplant war und das Irakische Militär im Vergleich mit dem Zustand vor der jetzigen Invasion noch eine deutlich höhere Quantität und Klarstand aufwies
Klar und man wollte keine zweite Mullahkratie im Irak. Außerdem wollte man sich damals nicht in den Wahnsinn rein reiten lassen.

Zitat:6. Erst als sich die Befürchtungen verdichteten das die treue USA Marionette in Saudi Arabien immer stärker umsturzgefährdet ist, da diese zunehmend kritisch vom eigenen Volk gesehen wird das immer stärker mit den Radikalislamisten sympathisiert und somit auf längere Sicht kein sicherer Partner ist, erst dann kam wieder verstärkt der Irak ins Spiel, wie man sieht sind die Amerikaner nun schon dort.
Die Gefahr besteht und da wird auch in anderen Threads die Konseqeunzen hier diskutiert. Nur was das mit dem Verhalten der USA im GK1 und nach der Besatzug Kuwaits zu tuen hat ist mir :frag:

Zitat:Die enorme Bedeutung Afghanistans sollte hierbei nicht verkannt werden, auch die Russen hatten diese damals erkannt, auch wenn sie sich vor allem dank massiver amerikanischer Unterstützung der Mudjahedin wieder zurückziehen mußten.
Ein kliner unbeudetender Nebengrund (Ich seh ihn eher als den HAuptgrund an), war für die Russen das die Unruhen in Afghanistan auf die damals noch sowjetischen Nachbarrepublicken übergreifen könnte. Daher wollte man das Regime in Kabul stabilisieren.

Zitat:Afghanistan ist ein wichtiger Bestandteil der neuen geopolitischen Ausrichtung der jetzigen amerikanischen Regierung, die eine Ausweitung und Festigung ihres Einflussbereiches im Golf und um das Kaspische Meer sucht. Hierbei sollte nicht vergessen werden das bereits in Usbekistan amerikanische Truppen stationiert wurden, trotz dort herrschender Diktatur ( soviel zum Thema Demokratie Mero ), Taschkent und Turkmenistan stellen bereits ihre Flugplätze und Lufthoheit den Amerikanern zur Verfügung und eine Truppenstationierung sollte auch hier nur eine Frage der Zeit sein.
Das wurd nie von mir bestritten, ich weiß nicht was du hast. Außerdem sind das heute souveräne Staaten, die dürfen auch fremde Truppen bei sich stationieren. Das sind keine rußischen Sateliten mehr. Vielleicht lassen sie die Amis ja gerade deshalb dorthin, um von Moskau los zu kommen.

Zitat:Wer auch in Zukunft in der Liga der Weltmächte mitspielen will muß Kurz-bis Mittelfristig den eigenen Bedarf und strategische Interessen durchsetzen, wie der Irak und Tschetschenien zeigen auch um jeden Preis, auch unter Mißachtung von Menschenrechten, Völkerrecht, Kriegsverbrechen u.v.m. da auf absehbare Sicht Öl nicht in ausreichendem Maße ersetzt werden kann, noch nicht.
Wie kannst du die armen und immer netten Russen mit den Völerrechtsverbrechern erster Klasse (USA) auf eine Stelle stellen, nur wegen Tschetschenien :misstrauisch:

Zitat:Angehende Supermächte wie China und Indien geraten hierbei durch die zunehmende Abhängigkeit in Zugzwang, da Indien nur rd. 30 % seines stetig steigenden Ölbedarfs durch Eigenförderung selbst decken kann und China trotz geschätzter Vorkommen von rd. 100 Milliarden Tonnen den stark wachsenden eigenen Bedarf nicht decken kann. Nach den USA ist nun China vor Japan Ölimporteur Nummer zwei, was abgesehen vom Irakfiasko mit zu den derzeit hohen Ölkosten beigertragen hat. Der Wettlauf um das Öl hat schon lange begonnen, diejenigen die die Kontrolle über die wichtigsten Ölvorräte haben, werden dadurch auch langfristig ihren Machtanspruch verteidigen können, momentan machen vor allem die USA und Russland das Rennen und sichern ihre Interessen ab, wie man sieht um jeden Preis, egal was es kostet, wieviele Menschen dafür sterben, ohne Skrupel oder mit Lug und Trug, sad but true
Tja die Welt ist schlecht und wenn wir hier mal dabei sind was ist mit den Ureinwohner von Süd Nigeria, die von der Regierung und der europäischen Schell ausgebeutet werden. Und Frankreich mit Elf ist auch nicht besser.

Wobei das kein widerspruch ist zu deiner Aussage ist. Aber was hat das mit meiner Aussage noch zu tuen?

@ Shahab3

Zitat:Wieso ? Irakisches Öl aus Kuweit wäre doch auch ok gewesen, wenn man sich mit Saddam weiterhin grün gewesen wäre. Fakt ist, daß Saddam früher der verängerte Arm Russlands war. Man hatte Angst diesen Wirtschaftsraum und Einfluss wieder an die Russen und/oder Eurpäer zu verlieren.
Kuwait dagegen war dagegen klassisch Amerikanisches Gebiet.
Saddam weg = 2 Fliegen mit einer Klappe.
Vielleicht wollten die USA auch verhindern, das Sadam und nicht der Marktpreis, den Preris für das Öl berstimmt. Und da war eine Anektion Kuwaits und eine Gefahr für Saudi Arabien durchaus ein Wandel zu dem GK1. Wo man nur eine "weiteren geinsamen Feind" angriff.
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#20
@Tiger
Zitat:Seit wann liegt Afghanistan so nah am Kaspischen Meer? Eine Erdölleitung, die vom Kaspischen Meer durch den Iran oder die Türkei führt, würde mehr Sinn machen. Würde sie durch Afghanistan laufen, wäre das ein ziemlicher Umweg, und zudem ist es dort auch ziemlich gebirgig und die Infrastruktur nicht grade gut ausgebaut.
Das Kaspische Öl wird ja bereits (soll) über Baku-Tiflis-Ceyhan(Türkei) geleitet und dort verladen werden, aber eine zweite Leitung eben soll(te), vorallem turkmenisches Gas über Herat-Kandahar-Karachi leiten.
Die Installierung der Taleban durch den CIA sollte Stabilität bringen und den Ölmultis damit die Taschen gefüllt werden, aber man weiß ja wie es zur Zeit um Afghanistan bestellt ist.
Wenn du auf die gebirgige Topographie verweist, dann lass dir gesagt sein, dass wenn jemand um Öl Krieg führt, dass eben dieser jemand auch Berge wegsprengen würde um seinen Gönnern zu 'helfen' Wink
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#21
@Marc79

Zitat:Super, ein doller Kriegsgrund. Da ist ja sogar die Bewegründe der USA für Iraqi
Freedom noch besser.
Warum Öl auch immer nur für die einen ein legitimer Kriegsgrund ist...komisch..
:misstrauisch:

Zitat:lar und man wollte keine zweite Mullahkratie im Irak. Außerdem wollte man sich damals nicht in den Wahnsinn rein reiten lassen
Man hatte vor nichts mehr Angst, als das der Irak in einen Kurdischen Norden und einen Schiitischen Süden.
zerfällt. Deshalb hatten die Kurden und Schiiten damals auch im Stich gelassen.

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http://www.wienerzeitung.at/frameless/w ... enu=208036

Zitat:Ein Sechstel der globalen Stromerzeugung aus Kernkraftwerken

Ende des Jahres 2003 lieferten weltweit 442 Atomkraftwerke Strom, 27 weitere Reaktoren befanden sich im Bau, geht aus der jüngsten Statistik der Internationalen Atom-Energie-Organisation (IAEO) hervor. Demnach kommt ein Sechstel der globalen Stromerzeugung aus der Kernkraft. Insgesamt produzierten die Kraftwerke 2.524,74 Terrawattstunden Strom, die instalierte Gesamtleistung betrug 363.819 MW.
Kernkraft-Weltmarktführer sind die USA mit 104 Reaktoren, gefolgt von Frankreich (59) und Japan (54). Rund um Österreichs Grenzen sind 40 Kraftwerke in Betrieb, neue sind derzeit laut IAEO keine geplant. Die meisten neuen Atommeiler - acht Stück - werden in Indien gebaut. Die Ukraine errichtet 4, Russland 3 und China, der Iran und Japan jeweils 2 Atomkraftwerke. Je eines kommt in Nord- und Südkorea, Argentinien und Rumänien hinzu. Bis 2020 werde die Kilowattstundenleistung weiter steigen, wenn auch nicht im bisherigen Ausmaß, schätzt die IAEO.
22 der 31 zuletzt gebauten Kernkraftwerke wurden in Asien errichtet, wo Bevölkerung und Wirtschaft rasch wachsen, aber wenig alternative Energiequellen zur Verfügung stehen, so die IAEO. Im Gegensatz dazu haben vier europäische Länder beschlossen, ihre Atomstromerzeugung einzustellen.
Spitzenreiter beim Atomstromanteil ist Litauen mit 80%, gefolgt von Frankreich (78%), der Slowakei (57%), Belgien (55%), Schweden (50%) und der Ukraine (46%). Der Atomstromanteil in der Schweiz betrug 40%, in Ungarn 32%, in Tschechien 31% und in Deutschland 28%.
Am 26. Juni 1954, vor genau 50 Jahren, ging in der Nähe von Moskau das erste zivile Atomkraftwerk ans Netz.
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#22
http://www.china.org.cn/german/119498.htm
Zitat:Energieknappheit bringt Wirtschaft in Bedrängnis

Auf Grund des Anstiegs der Ölpreise in jüngster Zeit haben viele Chinesen ihre Pläne für den Kauf eines Autos auf einen späteren Zeitpunkt verschoben oder sogar ganz aufgegeben. Aus dem gleichen Grund erfuhren auch die Produktionskosten für Maschinen, Eisen und Stahl einen explosionsartigen Anstieg.

Neuen Statistiken des Nationalen Statistikamtes zufolge, produzierte China im vergangenen Jahr insgesamt 1,603 Milliarden Tonnen Standardkohle, ein Anstieg um 11 Prozent gegenüber 2002. Doch die Energieversorgung wies nach wie vor Defizite auf.

Von Januar bis April 2004 sahen sich die 24 Provinzen Chinas gezwungen, die Stromversorgung zu beschränken. Während des ersten Quartals 2004 musste China 30 Millionen Tonnen Rohöl importieren. Folge war ein Außenhandelsdefizit in Höhe von 8 Mrd. USD.

Laut Analysten zeigt dies, die derzeitige ungleiche Ressourcenverteilung in China und darüber hinaus, dass die Energiefrage für Chinas zukünftiges Wirtschaftswachstum eine große Herausforderung darstellt.

Weiter warnten die Analysten, dass die Energiefrage in der zweiten Jahreshälfte 2004 in nahezu jedem Industriezweig Probleme bereiten könne. Ostchina als Standort der meisten Unternehmen der Schwerindustrie werde das größte Energiedefizit verzeichnen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Xinhua erklärte Xu Dingming, Leiter des Energieamtes der Kommission für Entwicklung und Reform, dass die Energiefrage in China nicht länger ein Problem von Nachfrage und knappem Angebot darstelle, sondern die Frage nach einer effizienten Energienutzung aufwerfe.

Unter der Planwirtschaft habe China unter einer mangelhaften Energienutzungseffizienz gelitten, erklärt Xu. Zur Lösung des Problems müsse China umfangreiche Maßnahmen, wie Stärkung des Aufbaus der Energieinfrastruktur und Optimierung der Energienutzung einleiten.

Mittlerweile ist der Bau von Zentren für strategische Erdölreserven in vollem Gange, teilte ein Beamter des Energienforschungsinstituts der Staatlichen Kommission für Reform und Entwicklung auf einem Symposium mit.

Im Rahmen dieses Programms sind bereits vier Zentren in den Küstengebieten Dalian, Huangdao, Zhenhai und Zhoushan errichtet worden, deren Kapazität dem Ölimportvolumen von 30 Tagen entspricht. In der Zukunft sollen weitere derartige Zentren gebaut werden. Die gesamte Kapazität der strategischen Erdölreserven soll bis 2005 verdreifacht werden.

Ministerpräsident Wen Jiabao hat am Freitag in Beijing die beschleunigte Ausarbeitung einer Strategie zur nachhaltigen Entwicklung von Erdöl und Erdgas angekündigt. Ziel müsse es sein, die Erkundung, Erschließung und Förderung sowie den sparsamen und effizienten Einsatz zu verstärken, um eine langfristige und stabile Entwicklung der Volkswirtschaft zu garantieren.

Nach Angaben der Kommission für Reform und Entwicklung ist eine umfassende Außenöffnung der chinesischen Erdgasbranche vorgesehen. Die chinesische Regierung ermutige ausländische Unternehmen, sich mit Kapital und Technik an der Erkundung, Förderung und Nutzung von Erdgas insbesondere durch den Auf- und Ausbau der entsprechenden Infrastruktur in China zu beteiligen.

(Xinhuanet/CRI/Übersetzt von China.org.cn, 28. Juni 2004)
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#23
Tja läuft nunmal nicht alles nach Plan (Stichwort:Jahrespläne) Wink

Also wird der Aufstieg Chinas zur Großmacht davon abhängen in wie weit, sie ihre Energiewirtschaft konsolidieren können und wie effizient sie zu Ende werden wird.
Allerdings ist China sehr abhängig von Öl und im eigenen Land hat die Energiegewinnung aus Kohle und Öl immer noch den stärksten Anteil.
Vielleicht sollte man etwas für die Energiewirtschaft tun, bevor man ein Weltraumprogramm startet und und und ...

@Marc79
Zitat:Wie kannst du die armen und immer netten Russen mit den Völerrechtsverbrechern erster Klasse (USA) auf eine Stelle stellen, nur wegen Tschetschenien
Also wenn das ironisch hätte sein sollen, dann kam dies nicht rüber.
Mord bleibt Mord, egal ob man in Falluja Bomben in Wohngebiete wirft oder ob man in Tschetschenien ganze Landstriche verheert.
Die Russen haben noch mehr Dreck am Stecken, man möge sich nur mal die gewaltsame Umsiedlung der Tschetschenen und Inguschen 1954 in die Steppe Kasachstans in Erinnerung rufen oder die gewaltsame Sedantisierung der Kasachen, in deren Folge, mehr als 1/3 der Kasachen starb oder getötet wurde.
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#24
Zitat:Vielleicht sollte man etwas für die Energiewirtschaft tun, bevor man ein Weltraumprogramm startet
China macht durch aus etwas. Man versucht das Wirtschaftswachstum zu bremsen, man baut Kernkraftwerke und moderniesiert alte Kraftwerke usw. Wenn xinhua etwas über Energieeffizienz schreibt, dann auch nur, weil sich der Staatsapparat dem Problem zu gewandt hat. Sonst würde da nichts drin stehn.
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#25
@ Shahab3 Wie war das mit dem lesen und dem falsch zitieren:

Zitat:Shahab3 postete

Zitat:Super, ein doller Kriegsgrund. Da ist ja sogar die Bewegründe der USA für Iraqi
Freedom noch besser.
Warum Öl auch immer nur für die einen ein legitimer Kriegsgrund ist...komisch..
...

Zitat:Marc 79 postete

Super, ein doller Kriegsgrund. Da ist ja sogar die Bewegründe der USA für Iraqi Freedom noch besser. Immerhin hat man da ja einen Diktator beseitigt.
Tja wenn du mich zitierst, dann bitte auch vollstündig. Auch hab ich nicht gepostet, das der Grund für den GK3 legitim war. Ich habe nur klargestellt, das der Grund für GK3 wohl legitimer war als der Grund Sadams Kuwait zu anektieren. Ich habe diese nur gegeneinander gestellt und nicht absoult bewertet.

Zitat:Man hatte vor nichts mehr Angst, als das der Irak in einen Kurdischen Norden und einen Schiitischen Süden.
zerfällt. Deshalb hatten die Kurden und Schiiten damals auch im Stich gelassen.
Oder das die Schiiten die Macht übernehmen und sich mit dem Iran verbünden. Wäre doch wohl auch ne Möglichkeit. wobei das natürlich keinen Kurdenstaat ausschließt.

@ TimuCin Vielleicht weill ich die Aktionen der Russen als schwerer wiege. Ich hab in ganz Irak noch keine Bilder von Städten wie Grosny gesehen. Und man ja wohl wirklich nicht das vergleichen.

Zitat:Mord bleibt Mord, egal ob man in Falluja Bomben in Wohngebiete wirft oder ob man in Tschetschenien ganze Landstriche verheert.
Dann stellt sich natürlich noch die Frage, wer die Kämpfe dorthin getragen hat. Wie moralisch und gerechtfertigt ist es denn aus Moscheen und Wohnhäusern heraus zu kämpfen?

@ Shahab3 Mach mal deine Postbox leer
(Wird weg gemacht sobald erfolg)
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#26
@Cluster
Zitat:Man versucht das Wirtschaftswachstum zu bremsen
:bonk: Ohne Worte. Alle Wirtschaften versuchen zu wachsen, nur die Chinesen wollen das nicht, um ja keiner Energiekrise anheim zu fallen.

@Marc79
Zitat:Oder das die Schiiten die Macht übernehmen und sich mit dem Iran verbünden. Wäre doch wohl auch ne Möglichkeit. wobei das natürlich keinen Kurdenstaat ausschließt
Einen Kurdenstaat errichten? Auch wenn die Amerikaner den Irak besetzt halten, sind sie bestimmt nicht gewillt Separationen zu begünstigen, das mussten auch Talabani und Barzani leidvoll feststellen.
Die Araber warten innig auf die Abrechnung mit den Kurden, nach dem Abzug der Amerikaner. Das wissen auch die Kurden und das ist wohl ein Grund für ihren neuerlichen Unmut über die Amerikaner. Naja wer sein Land 'verrät' .... :wall:

Zitat:Dann stellt sich natürlich noch die Frage, wer die Kämpfe dorthin getragen hat. Wie moralisch und gerechtfertigt ist es denn aus Moscheen und Wohnhäusern heraus zu kämpfen?
Hast du Augenzeugenberichte oder bist du nur der amerikanischen/russischen Propagandamaschinerie erlegen? Ich tippe mal aufs Zweite.
Wenn man einen Existenzkampf kämpft, dann kann man sich leider keine großen Konzessionen leisten. Und die Kämpfe trugen Amis und Russen jeweils in den Irak und Tschetschenien. Oder glaubst du dass Saddam eine Landung bei Florida plante Wink
Wie auch immer, Amerikaner und Russen sind unverhüllte Aggressoren.
Sie nennen ihre Aggressionen nur anders
(Befreiung, Befriedung,...) :misstrauisch:
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#27
@ TimuCin

Zitat:Ohne Worte. Alle Wirtschaften versuchen zu wachsen, nur die Chinesen wollen das nicht, um ja keiner Energiekrise anheim zu fallen.
Von VWL hast du nicht all zu viel Ahnung, oder?


Zitat:Hast du Augenzeugenberichte oder bist du nur der amerikanischen/russischen Propagandamaschinerie erlegen? Ich tippe mal aufs Zweite.
Das kommt die ganze Zeit in den Medien, auch in kritischen deutschen Medien. Die wohl kaum als Sprachrohr der Russen oder der Amis zählen dürften. Und die sind bei den Gefechten zum Teil vor Ort.

Aber was hier nicht ins Bild passt ist Propaganda.

Zitat:Wenn man einen Existenzkampf kämpft, dann kann man sich leider keine großen Konzessionen leisten.
Dann muss ich auch mit den Kosnequenzen leben.

Zitat:Einen Kurdenstaat errichten? Auch wenn die Amerikaner den Irak besetzt halten, sind sie bestimmt nicht gewillt Separationen zu begünstigen, das mussten auch Talabani und Barzani leidvoll feststellen.
Die Araber warten innig auf die Abrechnung mit den Kurden, nach dem Abzug der Amerikaner. Das wissen auch die Kurden und das ist wohl ein Grund für ihren neuerlichen Unmut über die Amerikaner. Naja wer sein Land 'verrät' ....
Wurden hier vielleicht die Gründe genannt, warum die USA 91 nicht in den Irak machiert sind und Sadam gestürtzt haben. Oder warum die Aufstände fallen gelassen wurden. Das hat mit der jetzigen Situation gar nichts zu tuen

Zum Thema abrechnen, da würd ich mal abwarten. Und dann erklär mir mal was der Iak gemacht hat um sich die Loylaität der Kurden zu verdienen?

P.S. Das sollten wir aber hier weiter diskutieren: http://www.forum-sicherheitspolitik.org/show ... 1088500205
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#28
@Marc79

Hachje...Du wirst von mir auch immer sooo ungerecht behandelt :heul:

Zitat:Tja wenn du mich zitierst, dann bitte auch vollstündig. Auch hab ich nicht gepostet, das der Grund für den GK3 legitim war. Ich habe nur klargestellt, das der Grund für GK3 wohl legitimer war als der Grund Sadams Kuwait zu anektieren. Ich habe diese nur gegeneinander gestellt und nicht absoult bewertet.
Es geht hier ganz allgmein um Deine Aussagen zu dem Thema Öl und Kriegsgrund in diesem Forum. Bisher hast Du den Krieg um/wegen Öl immer als "legitim" dargestellt. Beispielsweise wenn Ölzufuhr nach Euopa, gestört wird und dort die Preise steigen.

Zitate ? Gerne !

1.
Zitat:Ist das jetzt hoffen, oder hat du geheimis Wissen, was wir anderen nicht haben? Wenn der Ölpreis wirklich epxlodiert sind sogar wir deutsche mit dabei. Siehe Kosovo, da ging es zwar nicht um Öl, aber um das stoppen von Flüchtlingsströme nach Westeuropa. Und da hat niemand in der deutschen Politik auf Pazifist gemacht.Wenn massiv deutsche (z.B. Autoindustrie) Interessen gefährdet sind dann wird gehandelt und das gilt für den Rest n Europa
auch.
2.
Zitat:Aber nur solange dieses stabile Land keine Gefahr darstellt. Und ein Iran mit A Waffen, oder ein Iran der in den Irak einmaschiert, oder ein Iran der die Strasse von Hormoz blockiert.
3.
Zitat:Wer träumt hier Solbald das Öl nicht mehr fließt, werden sich sowohl Europa, als auch China, Japan und Indien einschalten. Denn sie brauchen das dringender als die paar Dollar die sie mit dem Iran machen. Und ich wüsst nicht warum sie sich auf Seiten des Iran engagieren sollten. Aber das kannst du mir mal erklären, oder
Warum sollte man dem Irak gegenüber Kuweit dann dieses angeblich ligitime Recht absprechen, seine Ölinteressen zu vertreten ? Für den Irak war sein Öl mehr als existenziell. Was Du von Iragi Freedom ansich hälst tangiert mich in diesem Thread doch eher periphär. Da ging es doch eh nicht um Öl :rofl:

Zitat:@ Shahab3 Mach mal deine Postbox leer
Wieso hast Du mir endlich nachweisen können, wo ich geschrieben haben soll,
daß man mit versenkten Tankern die Strasse von Hormuz sperren kann ? :rofl:

---

http://www.iwif.de/wf200-90.htm

Zitat:Zündstoff Öl und Gas


Die Südflanke der ehemaligen Sowjetunion ist eine alte, geschichtlich gewachsene Konfliktregion. Hier kreuzten sich bereits vor Jahrhunderten türkische, persische und russische Interessen. Nachdem sich Russland aber im Verlauf des 19. Jahrhunderts Mittelasien einverleibt hatte, wuchs die Rivalität mit dem englischen Kolonialreich um den Export von Baumwolle und später
um das Erdöl. Im Zweiten Weltkrieg wollte die deutsche Wehrmacht die Ölquellen von Baku erobern, dann war für fast 50 Jahre »Ruhe«. Doch nach dem Zerfall der bipolaren Nachkriegsordnung und im Übergang zur Globalisierung ist die Region wieder zum Krisenherd geworden.
...


Ölpipelines und
Großmachtinteressen in der kaspischen Region

In den siebziger Jahren gelang es den in der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) zusammengeschlossenen Ländern kurzzeitig, anstelle der Ölkonzerne die Regieführung bei der Preis- und Angebotsregulierung auf den internationalen Energiemärkten (»Ölkrise« 1973) zu übernehmen. Eine Herausforderung für die seit 1961 in der OECD zusammengeschlossenen
Industriestaaten, in ihrem Mittelpunkt die »Triade« USA-Japan-EU. Die Gegenstrategie wurde maßgeblich vom damaligen US-Außenminister Kissinger bestimmt. Sie bestand darin, unabhängig von der OPEC eine dauerhaft störungsfreie Ölversorgung auf Billigpreisniveau - auch unter Einsatz militärischer Mittel - sicherzustellen. Sie setzte auf eine Steigerung des Angebots
der Energieträger Öl, Gas, Kohle und die Atomenergie. Dafür wurde auf die Förderung von Energierohstoffen in allen Weltregionen außerhalb der OPEC-Staaten gesetzt. Das Konzept ist aufgegangen und leitete zugleich die Schwächung und Spaltung der OPEC ein.
...
Die beschworene Verteidigung von Demokratie, Freiheit und Menschenrechten kann nicht verbergen, dass es den großen, in der OECD zusammengeschlossenen Industriestaaten im Kern letztlich um die Durchsetzung ihrer wirtschaftspolitischen Interessen geht und die NATO deshalb für »out-of-area« Einsätze um- und ausgerüstet wird.
...
Die politischen Bestrebungen der USA laufen darauf hinaus, strategisch gesehen einen Keil zwischen Russland und den ölreichen mittleren Osten zu treiben und zugleich die NATO bis an die innerasiatische Grenze Chinas und zum Himalaya auszudehnen (Ronnefeldt, 1999 und Scheer, 1999b). Ohne die europäischen Mitgliedstaaten der NATO ist das nicht möglich. Nur mit ihnen kann eine geographisch ununterbrochene militärische Bündnislinie bis ins innere Asiens geschaffen werden. Diese Bestrebungen werden dadurch erleichtert, dass
die Völker der neuen Nationalstaaten am Kaspischen Meer aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen mit der Sowjetunion selbst Anschluss an den »Westen« suchen.
...
Interesse an den Energieressourcen hat nicht nur der Westen. Ebenso besteht wachsende Energienachfrage aus Süd- und Südostasien. Indien und China stellen ein Drittel der Weltbevölkerung. Beide Länder haben einen dramatisch wachsenden Bedarf an Öleinfuhren. ...
Gleichzeitig mischen sich die Regionalmächte Türkei und Iran zunehmend in die Verteilungskämpfe ein. Hatte bislang Russland noch aus den Zeiten der Sowjetunion ein Pipeline-Monopol, so wird jetzt besonders hart darum gerungen, über welche Trassen Öl und Gas zu den Weltmärkten geschafft werden soll.
...
Hierbei sind folgende Konflikte und Interessenlagen zu unterscheiden
(siehe auch SPD-Bundestagsfraktion, 1998):

* Strategisches Ziel der USA wie auch der mittelasiatischen Staaten und denen des Kaukasus ist es, das Transportmonopol Russlands um jeden Preis zu brechen. Russland soll dauerhaft aus der gesamten Region des Nahen und Mittleren Ostens verdrängt und jede Neuauflage einer Sowjetunion
verhindert werden (Linke, 1998).
...

* Die Europäische Union verfolgt in der kaspischen Region ebenfalls politische und wirtschaftliche Interessen. Hierher gehören die Partnerschafts- und Kooperationsabkommen und darauf aufbauende Unterstützungsprogramme (TACIS, TRACEA). Die Politik der EU ist jedoch bislang noch von keiner in sich schlüssigen Gesamtstrategie bestimmt.
... Kurzum, das Gewicht der EU ist in der Region noch nicht stark (Erhardt, 1998).
...

* Russland möchte den traditionellen politischen und wirtschaftlichen Einfluss in der Region nicht aufgeben. Es betrachtet die Rolle der USA und der mit ihr verbündeten Türkei mit Sorge und will sich durch den Transit der kaspischen Rohstoffe über russische Pipelines Kontrolle und Profit sichern. ...

*Der Iran, selbst Anrainer des Kaspischen Meeres, sieht sich als natürliche islamische Vor-macht der Region und bietet sein gut ausgebautes Pipelinenetz als ideales Transportmittel an. Die kürzeste und sicherste Route für eine Pipeline führt tatsächlich von Baku nach Täbris im Iran und von dort weiter zum Persischen Golf. Durch die Einigung über den Bau der Ölpipeline nach Ceyhan haben sich die USA durchgesetzt. Sie lehnen bislang eine Alternativroute über den Iran aus Sicherheitsgründen ab, auch deswegen, um den Iran in der kaspischen Region zu isolieren (Mac Farlane, 1998).
...Die Isolierung des Iran durch die USA gelingt auch bisher nicht vollständig.

*
China verschafft sich über eine gigantische Pipeline aus Kasachstan (Vertragssumme: 9,5 Milliarden Dollar) einen Teil der für die eigene wirtschaftliche Zukunft nötigen Energieversorgung und avanciert damit zum Konkurrenten sowohl Russlands als auch der westlichen transnationalen Konzerne (Müller, 1998).
einfach super diese Quelle !!! Ich könnte noch weitewr und weiter zitieren, denn den Artikel muss man einfach komplett gelesen haben ! :daumen:
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#29
Wir (OPEC-STAATEN) könnten dem WESTEN ein Ölembargo verpassen, aber China und Indien weiter beliefern :laugh::laugh: ,mann das würe Spaß machenBig Grin...
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#30
Nur Kurosh aus Spaß könnte dann schnell ernst werden
Und die lustigen OPEC starten sind so wie kleine Kinder die sich nicht daruf einigen können was sie spielen
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