Streitkräfte Nordkoreas
#46
@Foxhound31BM
Zitat:Ich weiß aus russischen Quellen, dass die nordkoreanischen MiG-23ML-Piloten wie einst die Iraker vor allem auf Luftkämpfe in geringen Höhen geschult werden.
Diese Konzentration auf die Bekämpfung von Luftzielen in geringer Höhe scheint eine Priorität der nordkoreanischen Streitkräfte zu sein. Das sieht man auch bei der bodengestützten Luftabwehr.
Der Feind müsste seine Ziele aus großer Höhe angreifen, was natürlich - und gerade bei Bodenangriffsmissionen und der nordkoreanischen Geographie - die Treffsicherheit verringert. Es sei denn, er riskiert in niedriger Höhe anzugreifen und von der nordkoreanischen Luftabwehr regelrecht in Stücke geschossen zu werden.
Wenn man dann noch davon ausgeht das die Aufklärungs- und die GPS-Satelliten, die Lenkwaffen gegen Bodenziele ins Ziel leiten sollen gehackt sind - was man den nordkoreanischen Streitkräften sehr wohl zutraut - und viele vermeintliche Ziele in Wirklichkeit keinen Wert haben...

Zitat:ist der Rest Schrott aus den Fünfzigern, Sechzigern und Siebzigern.
Versuch' mal wie die Nordkoreaner zu denken.
Die MiG-19 bzw. J-6 lässt sich im Luftkampf in geringen Höhen sehr gut einsetzen und ist dort aufgrund ihrer schweren Kanonenbewaffnung ein gefährlicher Gegner. In so einer Situation könnte sogar die technische Überlegenheit des Feindes ins Leere gehen.
Die Il-28 bzw. H-5 ist eine unbekannte Größe, ich kann mir vorstellen das Nordkorea sie für neue Rollen, etwa als Träger für Anti-Schiffs-FK, modifiziert hat. In einem Buch das ich habe - Proud Legions von John Antal, umbedingt lesen wenn man sich ein Bild von einem künftigen Korea-Krieg machen will! - setzt Nordkorea seine Il-28 zur Störung von feindlichen Radarsystemen ein.

Zitat:200 An-2
Über die nordkoreanischen An-2 wird viel Aufhebens gemacht, weil sie aufgrund ihrer Bauweise gewisse Stealth-Eigenschaften haben und im Kriegsfall wohl nordkoreanische Kommandoeinheiten absetzen würden.
Die nordkoreanischen An-2 sind allerdings - zumindest soweit bekannt - nicht für nächtliche Einsätze ausgerüstet.

Zitat:Die Flugabwehr der Luftverteidigung ist größtenteils veraltet.
Wobei Nordkorea - wohl eingedenk der jugoslawischen Erfahrungen im Kosovo-Krieg - aufgewacht ist und seine Luftabwehr modernisiert haben soll.

Zitat:Die Marine mit ihren 46.000 Mann verfügt als kleinste Teilstreitkraft über eine Fregatte der Soho- und zwei der Najin-Klasse als größte Schiffseinheiten. Bei ihnen handelt es sich um nordkoreanische Eigenkonstruktionen, über die nicht viel in Erfahrung zu bringen ist.
Die Soho-Klasse ist ein Katamaran und war offenbar kein Erfolg. Die nordkoreanische Marine soll dieses Schiff - wie übrigens auch ihre beiden Fregatten der Najin-Klasse - selten in See stechen lassen.
Die Najin-Klasse selbst ist kein nordkoreanischer Eigenentwurf, sondern basiert auf der sowjetischen Kola-Klasse.
Im Moment scheint Nordkorea in Nampo eine neue Fregatte zu bauen, die offenbar auf der sowjetischen Krivak III-Klasse basiert.

Zitat:Ferner sind 140 Raketen- und Torpedoschnellboote zum küstennahen Einsatz,
Den größten Teil davon machen die Torpedoboote aus. Im Krieg würden diese wohl in Küstennähe in Schwärmen gegen feindliche Flottenverbände eingesetzt werden.
Die nordkoreanische Marine scheint hier darauf zu vertrauen, das man bis heute Torpedos nicht effektiv abwehren kann.
Fest steht, das die nordkoreanische Marine keine Angst vor der US Navy haben soll - ein Umstand, der durch die Aufbringung der Pueblo klar belegt wird.

Zitat:Ergänzt wird die U-Boot-Waffe durch eine unbekannte Zahl an Kleinst-U-Booten, die vor allem zur Absetzung von Spionage- und Aufklärungstrupps in Südkorea dienen.
Von den Kleinst-U-Booten wird derzeit offenbar die Yugo-Klasse ausgemustert.
Trotzdem bleibt nicht zu übersehen, das Klein-U-Boote in koreanischen Gewässern nur sehr schwer zu bekämpfen wären. Neue Typen, die der Schiffsbekämpfung dienen würden könnten eine tödliche Bedrohung darstellen.

Zitat:Die Marine verfügt auch über eine bemerkenswert starke amphibische Komponente von ca. 270 Landungsschiffen (davon etwa 130 Luftkissenboote), was ebenfalls die offensive Kampfdoktrin Nordkoreas unterstreicht.
Davon sind einige Luftkissenboote mit der P-15 Termit aka SS-N-2 Styx ausgerüstet, allerdings wohl zur Bekämpfung von Zielen an Land.
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#47
Tiger schrieb:Versuch' mal wie die Nordkoreaner zu denken.
Die MiG-19 bzw. J-6 lässt sich im Luftkampf in geringen Höhen sehr gut einsetzen und ist dort aufgrund ihrer schweren Kanonenbewaffnung ein gefährlicher Gegner. In so einer Situation könnte sogar die technische Überlegenheit des Feindes ins Leere gehen.
Vergiss es. Die MiG-19 ist vergleichsweise langsam. Chaffs und Flares sind ebenso nicht vorhanden, wie BVR-Raketen und die PL-2 ist alles andere als zuverlässig. Dazu noch die Pilotenm mit ihren 7 bis 12 Flugstunden im Jahr. Das Ding ist für jede ANG-F-16 ein Frühstücksgegner.

Zitat:Die Il-28 bzw. H-5 ist eine unbekannte Größe, ich kann mir vorstellen das Nordkorea sie für neue Rollen, etwa als Träger für Anti-Schiffs-FK, modifiziert hat. In einem Buch das ich habe - Proud Legions von John Antal, umbedingt lesen wenn man sich ein Bild von einem künftigen Korea-Krieg machen will! - setzt Nordkorea seine Il-28 zur Störung von feindlichen Radarsystemen ein.
Durchaus denkbar, aber letztendlich ein leicht bekämpfbares Ziel.

Zitat:Wobei Nordkorea - wohl eingedenk der jugoslawischen Erfahrungen im Kosovo-Krieg - aufgewacht ist und seine Luftabwehr modernisiert haben soll.
Und womit? China liefert nur noch Ersatzteile und der S-300-Deal mit Putin kam nicht Zustande. Wenn ich jetzt davon ausgehe, das ob aller Embargos und des Treibstoffmangels und einem katastrophalen Klarstand des Geräts ausgerechnet in den gebeutelten Neunzigern eine Modernisierung stattgefunden hat, wäre das verblüffend. Ich hab selbst diverse Bücher, 1998 hatten die Grenzer am Tumen nichtmal Munition für ihre AK's.

Zitat:Im Moment scheint Nordkorea in Nampo eine neue Fregatte zu bauen, die offenbar auf der sowjetischen Krivak III-Klasse basiert.
Ich kenne das Sat-Bild. Der Kahn wurde in Russland ausgemustert und zum verschrotten verkauft. Gut möglich, das sie den Rumpf jetzt studieren.

Zitat:Den größten Teil davon machen die Torpedoboote aus. Im Krieg würden diese wohl in Küstennähe in Schwärmen gegen feindliche Flottenverbände eingesetzt werden.
Die nordkoreanische Marine scheint hier darauf zu vertrauen, das man bis heute Torpedos nicht effektiv abwehren kann.
Fest steht, das die nordkoreanische Marine keine Angst vor der US Navy haben soll - ein Umstand, der durch die Aufbringung der Pueblo klar belegt wird.
Sieht man davon ab, das nur ein kleiner Teil der Schiffe überhaupt fahrtüchtig sein soll (in den Häfen stapeln sich die Dinger im Dock), so kannst du davon ausgehen, das die Pueblo-Geschichte nicht mit heute vergleichbar wäre - zumal man nicht weiß, wie gut die Qualität diese chinesischen Torpedos und illelagen Styx-Kopien sind. Wenn das Gelumbe überlagert ist, kannste drauf wetten, das die sich selbst in die Luft jagen.

Nasenbaer schrieb:Kann Nordkorea AA-11, SAM-7 und Panzerabwehrlenkwaffen selbst bauen oder müssen die importiert werden?
AA-11 wage ich zu bezweifeln. China verwendet die zwar, aber ich glaube kaum, das man ein paar davon nach Nordkorea verkauft hat. Das ganze Einmann-SA-Gemüse lässt sich auf dem Schwarzmarkt beschaffen, ich könnte mir sogar Kontakte zur HAMAS und Taliban vorstellen.

Zitat:Sind die Mig-19 und Mig-21 mit AA-11 ausgerüstet?
Natürlich nicht. Keines dieser Flugzeuge entspricht auch nur annähernd modernen Standard's. Vielmehr sind die alle auf dem Standard ihrer Auslieferung. Mehr als PL-2 und AA-2, bestenfalls R-60 wird man nicht dranhängen können. Nordkorea hat neben Syrien und dem Iran nicht viele Verbündete, aber über beide Länder wäre es sicher kein Problem, R-60, R-73E und R-27 ranzuschaffen. Die eigenen Raketen dürften inzwischen überlagert sein.

Luft- und Seekrieg wären schnell vorbei. Da sind aber auch keine Nukes entscheidend, sondern eher die 5 Millionen Mann unter Waffen + 15 Millionen Paramilitärs und die 6.000 Geschütze an de DMZ und ein Haufen MRBM's mit B- und C-Sprengköpfen, die Südkorea in ein Disaster stürzen können gegen das eine Bombe auf Seoul wie eine Grillparty wirken würde.

Außerdem würden ganze Infanteriedivisionen aus dem Norden einfach einsickern können weil Südkorea ganz einfach die Fähigkeit fehlt gegen massiven Infanterieeinsatz vorzugehen - vor allem Abseits dem was man so gerne als Hauptinvasionsrouten bezeichnet. Natürlich würden Kims T-55 nicht weit kommen, aber zwei Millionen Mann abgessessene Infanterie schon. Die KVA würde bis Taejon durchmarschieren, bevor man in Yongsan die Streubomben an die F-16 hängen könnte.

Sämtliche verwendungsfähigen Flugfelder auf der Halbinsel wären innerhalb von Stunden Toast. Und dann können Japan und die USAF ihre streubombenabwerfenden F-16 von Chitose und Misawa einfliegen. Das sind dann nette kleine 1.200-Meilen-Rundflüge - bei 2 CEMs pro F-16 müssten die da schon eine Luftbrücke aufziehen, gegen die der Berlin Airlift wie ein Modellbauclub-Treffen ausgesehen hat um brauchbare Luftunterstützung zu geben. Oh, und nebenbei sollte man ja auch noch Kim's 20.000 Rohre ausschalten und einen Luftkrieg führen.

Wär interessant in wie weit das US CONOPS im Falle des Falles tatsächlich den Einsatz von Nuklearwaffen vorsieht - anders wird's kaum gehen.
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#48
Foxhound31BM schrieb:Außerdem würden ganze Infanteriedivisionen aus dem Norden einfach einsickern können weil Südkorea ganz einfach die Fähigkeit fehlt gegen massiven Infanterieeinsatz vorzugehen - vor allem Abseits dem was man so gerne als Hauptinvasionsrouten bezeichnet. Natürlich würden Kims T-55 nicht weit kommen, aber zwei Millionen Mann abgessessene Infanterie schon. Die KVA würde bis Taejon durchmarschieren, bevor man in Yongsan die Streubomben an die F-16 hängen könnte.
:?
Also bitte.
Auch die nordkoreanische Überinfanterie is abgesessen nicht schneller als der Rest der Welt und Seoul liegt doch ein paar Meter von der DMZ entfernt.
Selbst wenn man von einem Angriff aus dem Stand und einer totalen Üebrraschung Südkoreas ausgehen würde (sicher doch) bliebe genügend Zeit um einiges gegen deine Divisionen aufzufahren.
Die südkoreanische Artillerie ist nicht gerade ein Trauerspiel und die Luftwaffe könnte wohl zig Dutzend Sorties fliegen bevor die Infanterie Seoul überhaupt erreicht.
Und bis dahin ist genügend eigene Infanterie mit erheblicher Panzeruntersützung zusammgezogen worden um die nur leicht bewaffnete Nordkoraner zusammenzuschießen.

Zitat:Sämtliche verwendungsfähigen Flugfelder auf der Halbinsel wären innerhalb von Stunden Toast.
???
Flugplätze sind nicht automatisch "Toast" nur weil sie in Reichweite feindlicher Raketen liegen.
Raketen können abgefangen werden und müssen überhaupt erst mal was treffen.
Selbst wenn man nur mit dem Material - Patriot Batterien- hantiert das Amerikaner und Südkoreaner vor Ort haben kann man absolut nicht behaupten die Luftwaffenbasen seien ungeschützt.
Übrigens soll es auch Bombensichere Hangars geben und die Ausbesserung der Startbahn ist heutzutage auch noch möglich.

Zitat:Und dann können Japan und die USAF ihre streubombenabwerfenden F-16 von Chitose und Misawa einfliegen. Das sind dann nette kleine 1.200-Meilen-Rundflüge - bei 2 CEMs pro F-16 müssten die da schon eine Luftbrücke aufziehen, gegen die der Berlin Airlift wie ein Modellbauclub-Treffen ausgesehen hat um brauchbare Luftunterstützung zu geben. Oh, und nebenbei sollte man ja auch noch Kim's 20.000 Rohre ausschalten und einen Luftkrieg führen.
Ja und? Selbst wenn man der obskuren These folgen würde das in Südkroea keine Luftwaffenbasis mehr benutzbar wäre, "1200 Meilen Rundflüge" schaffen F-16 mit einer Luftbetankung. Das íst zu leisten.
Der Luftkrieg würde primär von F-15 und F-22 übernommen, das sollte nicht so das große Problem sein. Realen Kampfwert hat Kims Luftwaffe eh nicht mehr.
Die Artillerie ist zu einem großen Teil längst ausgeschaltet bevor alle Flughäfen unbenutzbar sind. Und der Rest wird von südkoreanischen Gegenfeuer erledigt.

Zitat:Wär interessant in wie weit das US CONOPS im Falle des Falles tatsächlich den Einsatz von Nuklearwaffen vorsieht - anders wird's kaum gehen.
Nein, wieso auch. Es ist kein Problem Nordkorea militärisch zu besiegen. Die Frage ist nur wie viel südkoreaische Infrastruktur dabei zerstört wird.
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#49
Foxhound31BM schrieb:Das ganze Einmann-SA-Gemüse lässt sich auf dem Schwarzmarkt beschaffen, ich könnte mir sogar Kontakte zur HAMAS und Taliban vorstellen.
Genug für einen Terroranschlag sicherlich, aber nicht die Stückzahlen, die in einem heißen Krieg relevant wären.
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#50
@Foxhound31BM
Zitat:Vergiss es. Die MiG-19 ist vergleichsweise langsam. Chaffs und Flares sind ebenso nicht vorhanden, wie BVR-Raketen und die PL-2 ist alles andere als zuverlässig. Dazu noch die Pilotenm mit ihren 7 bis 12 Flugstunden im Jahr. Das Ding ist für jede ANG-F-16 ein Frühstücksgegner.
Geschwindigkeit ist im modernen Luftkampf erstmal kein entscheidender Faktor, Manövrierfähigkeit ist wichtiger.
Zudem gäbe es auch kein einsames Duell F-16 gegen MiG-19, die MiG-19 würden stattdessen im Schutz der eigenen Nahbereichs-Luftabwehr und der nordkoreanischen Topographie operieren.
Gewiss, für Vorstöße in den südkoreanischen Luftraum ist die MiG-19 heute denkbar ungeeignet - aber das soll sie auch nicht. Angeblich soll Nordkorea seine Offensivplanungen gegen Südkorea schon Ende der 50er aufgegeben haben.

Zitat:Wenn ich jetzt davon ausgehe, das ob aller Embargos und des Treibstoffmangels und einem katastrophalen Klarstand des Geräts ausgerechnet in den gebeutelten Neunzigern eine Modernisierung stattgefunden hat, wäre das verblüffend.
Nicht in den 90ern, sondern ab 2000.
Zudem könnte Nordkorea da Hilfe vom Iran erhalten haben.

@Nightwatch
Zitat:Flugplätze sind nicht automatisch "Toast" nur weil sie in Reichweite feindlicher Raketen liegen.
Raketen können abgefangen werden und müssen überhaupt erst mal was treffen.
Erst mal braucht man schon aufgrund ihrer Ausdehnung jede Menge Raketen um einen Luftwaffenstützpunkt auszuschalten.
Aber selbst wenn die Startbahn getroffen wird ist diese recht schnell ausgebessert, außer vielleicht man nimmt Durandal oder Betonbohrer.

Zitat:Die Artillerie ist zu einem großen Teil längst ausgeschaltet bevor alle Flughäfen unbenutzbar sind. Und der Rest wird von südkoreanischen Gegenfeuer erledigt.
Südkorea hat eine gute Artillerie, ja. Aber die nordkoreanische Artillerie - von der übrigens nur die "Koksan" Seoul unter Beschuss nehmen können - würde häufig erstmal entlang der Demarkationslinie aus verbunkerten Stellungen operieren.
Die südkoreanische Artillerie müsste, oft genug unter Beschuss, eine Vielzahl häufig verbunkerter feindlicher Artilleriestellungen zu knacken. Genug Bunkereinrichtungen wären zudem wertlos - weil sie von Nordkorea nur zur Irreführung des Gegners errichtet wurden.
Insgesamt eine recht anspruchsvolle Aufgabe für die südkoreanische Artillerie, aber sie könnte ihr gewachsen sein.
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#51
Tiger schrieb:@Foxhound31BM
Zitat:Vergiss es. Die MiG-19 ist vergleichsweise langsam. Chaffs und Flares sind ebenso nicht vorhanden, wie BVR-Raketen und die PL-2 ist alles andere als zuverlässig. Dazu noch die Pilotenm mit ihren 7 bis 12 Flugstunden im Jahr. Das Ding ist für jede ANG-F-16 ein Frühstücksgegner.
Geschwindigkeit ist im modernen Luftkampf erstmal kein entscheidender Faktor, Manövrierfähigkeit ist wichtiger.
Die Tendenz geht wieder in die andere Richtung seit Kurzstreckenraketen per Helmvisier über die Schulter geschossen werden können und Mittelstreckenraketen zuverlässig funktionieren. Aber auch in der Nach-Vietnam-Ära gehörten zur Manöverierfähigkeit immer auch gute Beschleunigung und Steigleistung.
Tiger schrieb:Zudem gäbe es auch kein einsames Duell F-16 gegen MiG-19, die MiG-19 würden stattdessen im Schutz der eigenen Nahbereichs-Luftabwehr und der nordkoreanischen Topographie operieren.
Das klappt nur, wenn die USAF im Tiefflug angreift - warum sollte sie das tun? Du beschreibst die Situation in den frühen 80igern.
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#52
@Nasenbaer
Zitat:Das klappt nur, wenn die USAF im Tiefflug angreift - warum sollte sie das tun?
Für Bodenangriffsmissionen.
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#53
Zitat:Das klappt nur, wenn die USAF im Tiefflug angreift - warum sollte sie das tun? Du beschreibst die Situation in den frühen 80igern.
Tiefstflug ist immer noch eine der sichersten Angriffsarten
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#54
Also bitte.
Die sicherste Angriffsvariante ist immernoch eine JDAM aus 15.000m Höhe 30km vor dem Ziel ausgeklinkt.
Nahbereichsabwehr ist dagegen absolut machtlos.
Und wenn es darum geht Divisionen mit Clusterbomben zuzupflastern macht man das nicht mit Kampfjets sondern mit B-1B und B-52H.
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#55
Also das Nord Korea vs Süd Korea und USA Szenarien ist echt Lustig. Hier würde eine Armee auf den Stand der 60er bis 70er Jahre gegen eine aus den 21 Jahrhundert anträten. Die Süd Koreanische Armee ist eine der Bestgerüsteten Armeen der Welt, die Süd Koreansichen Soldaten gelten darüber hinaus als Härter und besser ausgebildet als die der US Army oder das USMC auch gibt es noch über 20.000 US Soldaten in Süd Korea mit schweren Waffen und noch einige Millionen Mienen am 30 Breitengrad die auch überwunden werden müssen. Kurz auf Süd Koreas ständen eine halbe Millionen Bestausgerüstete Soldaten plus einer schnell mobilisieren Reserve von über 2500 Kampfpanzer davon 1500 von Typ K1A1 und weitere 10.000 Panzerkampfwagen Huderte von Kampflugzeugen und einer für Nord Korea undurchdringlichen Flugabwehr, die 7. US Flotte würde auch dazu stoßen genau wie weitere US Luftkräfte von Japan aus und viele Bomber. Nord Koreanischen Streitkräfte währen zwar bestialisch von verhalten gegenüber den Zivilisten sein aber sonst Chancenlos es wäre nur eine Frage der Zeit biss die ROKA sie auslöschen würde.


Aber der Hacken ist nun der preis dieses Kriegs, erstens würde wir Nor Koreanischen Verbrechnen ohne gleichen Sähen sprich Giftgas gegen Seoul, massiver Mord an Zivilisten und Gefangenen, eine völlig zerstörte Zivile Infrastruktur den Nord Korea wird mit seinen Tausenden Kanonen auf Seoul schießen und sonstige Süd koreanischen Städte mit seine Kurzstreckenraketen eindecken.


Vielleicht wird Nord Korea in Zusammenbruch auch noch auf eigenem Boden eigenen oder mehrere Atombomben zünden um wenigstens durch den Prädikativen Niederschlag und der Verseuchung des Gebietes Süd Korea zu schaden. Man kann sich nicht mahl verstelle welche Verbrechen das Regiem noch begehen wird wen Süd Korea und die USA das Land befreien.


In großen und ganzen ist Nord Korea aber nicht dazu in der Lage Symmetrisch Widerstand zu leisten keine Nord Koreanische Konventionelle Waffe könnte etwas gegen ROKA und die USARMY ausrichten die Infanterie würde schnell vernichtet werden man müsste sich mehr um das Geistige Wohl der US und ROKA Soldaten machen diese Ströme von Nord Koreaner niederzumachen hätten. Leider hat aber Nord Korea tausende von Raketen und es hat Chemische und biologische Waffen und keine Skrupel diese auch einzusetzen, daher baut Nord Korea nicht darauf etwas der USARMY oder der ROKA entgegen zusetzen sondern nur darauf Süd Koreas und Japans Bevölkerung als Geisel zu nehmen.
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#56
@Nightwatch
Vor allem im Sommer und Herbst ist das Wetter in Nordkorea sehr schlecht, da bleibt nichts anderes übrig als in den Tiefflug zu gehen, wenn es an die Bekämpfung von Bodenzielen geht. Die gebirgige Topographie in Nordkorea macht dies ebenfalls nötig.
JDAM mit seiner INS-/GPS-Lenkung macht zwar gegen stationäre Ziele Sinn, aber diese sind in Nordkorea häufig stark verbunkert. Zudem kann auch GPS gestört werden.
Auch die Lenkung per Laser wie bei neueren JDAM wäre häufig wertlos, Korea wird nicht umsonst als das "Land der Morgenfrische" bezeichnet. Bei Regen, Bewölkung in niedrigen Lagen und Nebel, aber auch Staub würde die Lenkung per Laser nicht funktionieren.
Weiterhin frage ich mich, wie gut man strategische Bomber wie die B-1 in niedrigen Höhen einsetzen kann. Sie dürften dort gute Ziele abgeben.
Ganz nebenbei bemerkt - wie bekommt man eine Bestätigung das das Ziel auch zerstört wurde?

@revan
Zitat:und einer für Nord Korea undurchdringlichen Flugabwehr
Nordkoreanische Kampfflugzeuge würden sich über Südkorea wohl einfach nicht blicken lassen, außer vielleicht alte MiG-17. Diese würden dort für Ablenkungsmanöver und Selbstmordeinsätze eingesetzt werden, um die südkoreanische Luftwaffe zu beschäftigen.

Zitat:die 7. US Flotte würde auch dazu stoßen
...und würde, wenn überhaupt, von U-Booten angegriffen werden.

Zitat:Nord Koreanischen Streitkräfte währen zwar bestialisch von verhalten gegenüber den Zivilisten sein
Ah, sie an, wir bemühen das Klischee der "gelben Bestie".
Die Amis sind auch nicht besser, die haben schon 1950-1953 genug Kriegsverbrechen verzapft. Von den Kriegsverbrechen in vielen anderen Kriegen, bis hin zum Völkermord, nicht zu sprechen...
Kein Wunder das sie in Korea so verhasst sind.

Zitat:aber sonst Chancenlos
Was ist denn z.B. mit den nordkoreanischen Spezialeinheiten?

Zitat:Giftgas gegen Seoul,
Giftgas würden die nordkoreanischen Streitkräfte gegen die feindlichen Materialdepots einsetzen, damit das dort gelagerte Material erst einmal dekontaminiert werden muss und folglich für's erste den Einsatz ausfällt - am besten bis es von nordkoreanischen Truppen erbeutet ist.
Die Drohung, Seoul in ein Flammenmeer zu verwandeln war offiziell nicht abgesegnet. Derjenige, der sie geäußert hat verlor seinen Posten.

Zitat:Nord Korea wird mit seinen Tausenden Kanonen auf Seoul schießen
Der größte Teil der nordkoreanischen Artillerie könnte Seoul von der Demarkationslinie aus nicht mal erreichen. Von der Rohrartillerie wäre von dort aus nur die 170mm "Koksan" dazu in der Lage.
Die wirklichen Ziele der nordkoreanischen Artillerie sind eher die militärischen Einrichtungen entlang der Demarkationslinie.
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#57
Tiger schrieb:@Nightwatch
Vor allem im Sommer und Herbst ist das Wetter in Nordkorea sehr schlecht, da bleibt nichts anderes übrig als in den Tiefflug zu gehen, wenn es an die Bekämpfung von Bodenzielen geht. Die gebirgige Topographie in Nordkorea macht dies ebenfalls nötig.
JDAM ist so ziemlich wetterunabhängig.
Und um Clusterbomben vorrückender Infanterie in den Weg zu schmeißen braucht es auch kein Eyesight sondern eher einen ComLink zu einer Bodeneinheit die mit einem GPS Lesergerät ausgerüstet ist.

Tiger schrieb:JDAM mit seiner INS-/GPS-Lenkung macht zwar gegen stationäre Ziele Sinn, aber diese sind in Nordkorea häufig stark verbunkert. Zudem kann auch GPS gestört werden.
Von Nordkorea????
Und von Home in on Jam schon mal gehört?
Bunkeranlagen mit JDAMs anzugreifen ist überhaupt kein Akt, schließlich gibt es zum Beispiel die JDAM Bombe GBU-31 mit Blu-109 Bunker Buster Gefechtskopf.


Tiger schrieb:Auch die Lenkung per Laser wie bei neueren JDAM wäre häufig wertlos, Korea wird nicht umsonst als das "Land der Morgenfrische" bezeichnet. Bei Regen, Bewölkung in niedrigen Lagen und Nebel, aber auch Staub würde die Lenkung per Laser nicht funktionieren.
Ganz so extrem isses nun wirklich nicht. Nicht umsonst gibt es eine ganze Reihe moderner targeting Pods.

Tiger schrieb:Weiterhin frage ich mich, wie gut man strategische Bomber wie die B-1 in niedrigen Höhen einsetzen kann. Sie dürften dort gute Ziele abgeben.
Ganz nebenbei bemerkt - wie bekommt man eine Bestätigung das das Ziel auch zerstört wurde?
Obgleich die B1 durchaus mal konstruiert wurde um in Tiefflug anzugreifen, wird sie das kaum tun.
Sie kann ihre Cluster auf vorbestimmte Koordinaten abwerfen oder CAs fliegen ohne unter 10.000m zu gehen.
Eine Bestätigung das das ziel getroffen wurde kann man durch verschiedene Kanäle bekommen.
Einmal könnte man es - trotz des nordkoreanischen Supernebels - schlicht sehen. Dann könnte man auf die Daten der Bombe zugreifen.
Man könnte später mal Aufklärungsflugzeuge schicken. Oder man könnte auch einfach die Jungs am Boden fragen ob CAS denn erfolgreich war.
Das ist nun wirklich nicht so problematisch.
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#58
@Nightwatch
Zitat:JDAM ist so ziemlich wetterunabhängig.
Was nützt dir eine wetterunabhängige Waffe wenn du das Ziel - vor allem ein bewegliches Ziel - nicht sehen kannst?

Zitat:Von Nordkorea????
GPS ist eigentlich sehr empfindlich, schon unterschiedlich hohe Gebäude mit Glas- oder Metallflächen können GPS irreführen.
Im militärischen Bereich gibt es die Möglichkeit GPS-Jammer und GPS-Faker einzusetzen.
GPS-Jammer überdecken oder unterbrechen die GPS-Signale. Da GPS mit geringer Sendeleistung arbeitet reichen bereits GPS-Jammer mit kleinen Feldstärken aus.
GPS-Faker können dagegen GPS-Signale nicht nur stören, sondern auch falsche Daten übermitteln. Aufgrund ihrer geringen Sendeleistung sind sie noch dazu schwer aufzuspüren. Wegen ihnen sind die JDAM auch mit der Möglichkeit ausgerüstet, solche Störungen zu erkennen und auch INS, also Trägheitsnavigation umzuschalten. Diese ist aber nicht so genau wie GPS.
Nordkorea dürfte sowohl über die Möglichkeit zum Einsatz sowohl von GPS-Jammern als auch GPS-Fakern verfügen. Gerade GPS-Jammer sind technisch nicht besonders anspruchsvoll.
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#59
Tiger schrieb:@Nightwatch
Zitat:JDAM ist so ziemlich wetterunabhängig.
Was nützt dir eine wetterunabhängige Waffe wenn du das Ziel - vor allem ein bewegliches Ziel - nicht sehen kannst?
Man nimmt ne AGM-65 mit Infrared homing

Tiger schrieb:GPS ist eigentlich sehr empfindlich, schon unterschiedlich hohe Gebäude mit Glas- oder Metallflächen können GPS irreführen.
Im militärischen Bereich gibt es die Möglichkeit GPS-Jammer und GPS-Faker einzusetzen.
GPS-Jammer überdecken oder unterbrechen die GPS-Signale. Da GPS mit geringer Sendeleistung arbeitet reichen bereits GPS-Jammer mit kleinen Feldstärken aus.
GPS-Faker können dagegen GPS-Signale nicht nur stören, sondern auch falsche Daten übermitteln. Aufgrund ihrer geringen Sendeleistung sind sie noch dazu schwer aufzuspüren. Wegen ihnen sind die JDAM auch mit der Möglichkeit ausgerüstet, solche Störungen zu erkennen und auch INS, also Trägheitsnavigation umzuschalten. Diese ist aber nicht so genau wie GPS.
Nordkorea dürfte sowohl über die Möglichkeit zum Einsatz sowohl von GPS-Jammern als auch GPS-Fakern verfügen. Gerade GPS-Jammer sind technisch nicht besonders anspruchsvoll.
Du solltest nicht militärische mit zivilen Anwendungen.
GPS Jammer und Faker können durch bessere Empfansgeräte leich neutralisiert werden.
Noch leichter wäre die Bekämpfung von Jammern die es darauf anlegen würde das GPS von Kampfflugzeugen in 10.000m Höhe zu stören.
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#60
Tiger schrieb:Was nützt dir eine wetterunabhängige Waffe wenn du das Ziel - vor allem ein bewegliches Ziel - nicht sehen kannst?
Fahrzeuge lassen sich von der F-15K auch per Radar orten und bekämpfen.
Tiger schrieb:Da GPS mit geringer Sendeleistung arbeitet reichen bereits GPS-Jammer mit kleinen Feldstärken aus.
Nur, wenn Du den Jammer zwischen dem Sender und dem Empfänger positionieren kannst.
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