Die deutsche Marine
(13.02.2017, 21:00)Mondgesicht schrieb:
(13.02.2017, 17:57)Wodan schrieb: Bei unserem Glück kommen zwar direkt, im ersten Los, sechs MKS180, dafür aber nur mit jeweils 16 VLS Zellen Undecided
Das wären 64 ESSM. Besser als 0. Wie bei anderen Schiffen. Angel

Ich find´s erstmal positiv.

Man scheint überhaupt, also ganz grundsätzlich, zu erkennen, dass bei der Marine sehr viel im Argen ist.

In der Zukunft wäre man rein theoretisch, sagen wir mal in 10 Jahren, mit

10 Korvetten
4 F123ern (dann allerdings kurz vor der Ausmusterung)
3 F124ern
4 F125ern
6 MKS180
und 8 U-Booten

ziemlich solide aufgestellt.
Vielleicht gibt es bis dahin sogar Hubschrauber die sicher fliegen und dabei sogar noch Aufgaben erfüllen können?

Neue Tanker soll´s auch geben. Die EGV sind auch noch fit.

Fehlen Besatzungen...

Vor allem weil die MKS 180 auf der Infrastruktur der F125 basiert und damit lange Einsatzzeiten mit kleiner Besatzung ermöglicht.
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(13.02.2017, 21:00)Mondgesicht schrieb: In der Zukunft wäre man rein theoretisch, sagen wir mal in 10 Jahren, mit

10 Korvetten
4 F123ern (dann allerdings kurz vor der Ausmusterung)
3 F124ern
4 F125ern
6 MKS180
und 8 U-Booten

ziemlich solide aufgestellt.

Ich bezweifel, dass wir bereits in zehn Jahren alle sechs MKS 180 Einsatzbereit haben werden, schon mit der Hälfte wäre ich angesichts der Zeitpläne und den üblichen Verzögerungen glücklich. Davon abgesehen würde es mich wundern, wenn nicht mit dem Zulauf der MKS 180 die F123er direkt ausgemustert werden. Schon allein, um so einem Teil der Personalprobleme zu begegnen.

Gut, dass die "ewige Kritik" der Marine bezüglich der Zahl der Einheiten anscheinend so langsam ernster genommen wird, hoffentlich ist das aber nicht eine Momentaufnahme, sondern tatsächlich Grundlage für einen nachhaltigen Flottenplan. So oder so wird man noch gut ein Jahrzehnt mit den aufgebauten Engpässen leben müssen, abnehmen natürlich, sofern das Konzept F125 funktioniert.
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(14.02.2017, 07:44)Helios schrieb:
(13.02.2017, 21:00)Mondgesicht schrieb: In der Zukunft wäre man rein theoretisch, sagen wir mal in 10 Jahren, mit

10 Korvetten
4 F123ern (dann allerdings kurz vor der Ausmusterung)
3 F124ern
4 F125ern
6 MKS180
und 8 U-Booten

ziemlich solide aufgestellt.

Ich bezweifel, dass wir bereits in zehn Jahren alle sechs MKS 180 Einsatzbereit haben werden, schon mit der Hälfte wäre ich angesichts der Zeitpläne und den üblichen Verzögerungen glücklich. Davon abgesehen würde es mich wundern, wenn nicht mit dem Zulauf der MKS 180 die F123er direkt ausgemustert werden. Schon allein, um so einem Teil der Personalprobleme zu begegnen.

Gut, dass die "ewige Kritik" der Marine bezüglich der Zahl der Einheiten anscheinend so langsam ernster genommen wird, hoffentlich ist das aber nicht eine Momentaufnahme, sondern tatsächlich Grundlage für einen nachhaltigen Flottenplan. So oder so wird man noch gut ein Jahrzehnt mit den aufgebauten Engpässen leben müssen, abnehmen natürlich, sofern das Konzept F125 funktioniert.
Ich halte aktuell nicht viel vom Konzept der F125. Aber ok, sie kommt.
Gebe Dir in dem Punkt mit dem langsamen Zulauf der MKS180 auch Recht. Dennoch sehe ich einen dicken Schimmer Licht am Ende des Tunnels. Vielleicht kriegen sogar die Korvetten irgendwann Drohnen??
Big Grin
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@ Mondgesicht: Laut Inspekteur der Marine laufen die UAVs für die Korvetten ab nächstem Jahr zu.

Zum U-Boot-Deal mit Norwegen. Das Boot wird jetzt als U-212NG bezeichnet. In diesem interessanten Artikel wird versucht aufzuzeigen, warum die Entscheidung auf das deutsche Angebot fiel und zu welchen Änderungen die norwegischen Anforderungen am Boot führen könnten:

Zitat:Was ist U212NG?

In offenen Quellen ist nichts über den Entwurf bekannt, keine noch so grobe Skizze, keine technischen Daten und schon gar kein Preisschild. Die deutsche Entwurfsphilosophie „so klein wie möglich und so groß wie nötig“ hat in Australien gegenüber dem „think big“-Mantra nicht gegriffen. Schon die von den Norwegern goutierte Herleitung des tkMS-Angebots vom „Premium-Entwurf“ U212A für die Deutsche Marine lässt jedoch den Schluss zu, dass man bei U212NG dieser Philosophie treu blieb. Allerdings stellt das Jahr 2017 andere Ansprüche als das Jahr 1987, dem Entwurfsbeginn von U212. Spätestens seit 2008, als Fregatte Bayern in der Biskaya mit dem tieffrequenten, aktiven Schleppsonar LFTAS spektakuläre Ortungsreichweiten gegen das extrem kleine U206A erreichte, ist die Reduzierung und Optimierung des Zielmaßes („target echo strength“, TES) ein Muss für jeden modernen Entwurf, wobei gegen die tieffrequenten und damit langwelligen Sonareinstrahlungen Beschichtung unwirksam, aber strukturelle Formgebung (akustische Verspiegelung) gefragt ist.

Die Deutschen werden auf ihrer bewährten amagnetischen Bauweise bestehen, zur Signaturreduzierung gehört auch eine niedrige Schnorchelrate und damit ein zweiter Dieselmotor, was die U212A charakterisierende Einschnürung des hinteren Druckkörpers beseitigt. Da der Methanolreformer nicht „proven“ ist, wird es vermutlich bei der Metallhydridspeicherung für Wasserstoff bleiben, jedoch mit größerem Fassungsvermögen. Für die arktische Region werden die Norweger auf einer drastischen Erhöhung sowohl des regulären als auch des AIP-Fahrbereichs bestehen, d.h. wesentlich erhöhte Diesel- und Flüssigsauerstoffvorräte. Zwei druckfeste Abteilungen und entsprechende Andockmöglichkeiten für das NATO Submarine Rescue System (NSRS), zu dessen Betreibern Norwegen gehört, dürften gefordert sein. Diese Parameter werden das Boot erheblich vergrößern und damit auch einen leistungsfähigeren Fahrmotor bedingen. Lithium-Ionen-Batterien mit deutlich verbesserter Energiedichte werden die seit über 100 Jahren bewährte Bleisäuretechnik ersetzen, was neben sehr vielen betrieblichen Erleichterungen z.B. bei Höchstfahrt eine bis zum Vierfachen verlängerte Entladezeit erbringt. In den Abmessungen bedeutet all das geschätzt 10 Meter Verlängerung, einen vergrößerten Druckkörperdurchmesser und eine aufgetauchte Verdrängung von um die 2.000 t. Dass sich U212NG mit IDAS gegen fliegende Peiniger wird wehren können, davon ist auszugehen, auch dass die Kooperation mit Norwegen deutschen U-Booten endlich einen Seeziel-FK bescheren dürfte wurde oben bereits behandelt.


Der ganze Artikel hier:
meerverstehen.net
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Thumbs Up 
Einen herzlichen Dank für den tollen Artikel! Smile
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(19.02.2017, 23:12)Mondgesicht schrieb: Einen herzlichen Dank für den tollen Artikel! Smile

Muss ich mich anschliessen! Super Artikel! Vielen Dank! Exclamation
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Niederländische U-Boote

Sowohl Damen (Niederlande) als auch Blohm und Voss haben Arbeitnehmer entlassen oder glauben dies tuen zu müssen (Feb. 2017). Beide Firmen sind ein Bieterkonsortium für das MKS 180.

Wenn man die Niederländer für Deutsche U-Boote begeistern wollte wäre jetzt wohl eine
Kompensation durch Subaufträge für das MKS möglich gewesen. Aber durch die Ausschreibung sind sie sowieso drin oder draussen. Bliebe möglicherweise das Radarsystem von Thales Hengelo anstatt das Airbus TRS 4D System zu wählen. Bringt aber nichts für die Werf in den Niederlanden.
So gesehen habe ich in der Richtung wenig Hoffnung auf eine Entscheidung von dort für Deutsche U-Boote.
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Als Zwischenlösung, bis die Gorch Fock wieder einsatzbereit ist, spielt man mit dem Gedanken, die rumänische Dreimastbark Mircea anzumieten. Bei der 1938/39 in Hamburg bei Blohm&Voss gebauten Mircea handelt es sich um das einzige Schwesterschiff der Gorch Fock I.

NDR
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Die Marine muss vorerst ohne die Tanker Rhön und Spessart auskommen. Letztere hat auf einem aktuellen Manöver einen Maschinenschaden erlitten, erstere befindet sich schon seit letztem Monat in Reparatur.

Hartpunkt
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Schön, dass dem Ministerium jetzt alles um die Ohren fliegt. Die neune Fregatten (Mks180) verzögert sich, der Korvettenvertrag steht zeitlich auf der Kipp und nun auch noch die Tanker. Pech gehabt, wenn man Ersatzbeschaffungen immer weiter aufschiebt oder streicht und die Flotte auf Kante plant. Bin gesppanbt, wann die Marine Einsätze nicht mehr ausführen kann. Tut mir nur für die Soldaten leid, die am Ende die Leidtragenden sind.
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Und der nächste Patient:

Die Brandenburg ist beim auslaufen aus dem hafen von Piräus auf Grund gelaufen und hat dabei Schäden am Ruder und an einer Schiffsschraube erlitten. Sie leigt jetzt in der Werft von Salamis.
Die Brandenburg ist gerade im Einsatz als Flaggschiff des NATO-Verbandes, der die Seegrenze zwischen Türkei und Griechenland überwacht.

Augen Geradeaus
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Na da bin ich mal auf die Untersuchungsergebnisse gespannt, wie es zu dem Unfall kommen konnte.
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