17.04.2026, 15:26
Der Meerweg soll (zumindest temporär) wieder offen sein
https://www.cnbc.com/2026/04/17/iran-war...efire.html
https://www.cnbc.com/2026/04/17/iran-war...efire.html
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Sicherung des Seeverkehrs im Nahen und Mittleren Osten
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17.04.2026, 15:26
Der Meerweg soll (zumindest temporär) wieder offen sein
https://www.cnbc.com/2026/04/17/iran-war...efire.html
18.04.2026, 11:33
Alf hatte sich mal bei Willie beschwert, dass er nicht ständig "Licht an! Licht aus!" spielen dürfe. Dabei gehen ja die Lampen auch kaputt. Spaßiger ist es da, wenn man "Straße auf! Straße zu!" spielt...
Zitat:Iran says it has closed the strait of Hormuz again due to US blockadehttps://www.theguardian.com/world/live/2...-continues Derweilen signalisieren die Europäer, dass sie sich an der Sicherung von Hormuz beteiligen würden: Zitat:Die Europäer bereiten die Sicherung der Strasse von Hormuz vor – und senden damit ein Signal an Trumphttps://www.nzz.ch/international/die-eur...ld.1933756 Schneemann
18.04.2026, 15:58
In der Tat - nachdem sich die USA einer Öffnung verweigerten und die iranischen Häfen trotz der Aufhebung der Sperre durch den Iran weiter blockieren wollen, hat der Iran die Straße wieder geschlossen.
Dazu n-tv: Zitat:...Bei der Gelegenheit: Der Iran zeigt damit auch, wer "die Macht an der Straße hat". Er kann offenbar sperren und schließen wie er will, und ohne dass ihn die USA daran hindern könnten. Wenn der Iran die Sperre des Ärmelkanals verkünden würde, wäre das Gelächter allseits groß. Der Großssprecher in Washington erweist sich nicht so großartig, wie er sich gerne darstellt - sondern als unzuverlässig und egomanisch.
19.04.2026, 11:37
Nach dem das Straße-auf-Straße-zu-Spielchen derzeit wieder läuft, wurden wohl auch Schiffe beschossen, darunter zwei indische. Zwar wurden keine Schäden gemeldet, es sorgt dennoch für diplomatischen Ärger:
Zitat:Two Indian-flagged ships attacked while crossing Strait of Hormuz, government confirms [...]https://www.reuters.com/world/asia-pacif...026-04-18/ Zugleich sind fünf große Kreuzfahrtschiffe durch die Straße von Hormuz gelaufen: Zitat:Five Gulf-stranded cruise ships clear Strait of Hormuzhttps://www.seatrade-cruise.com/ship-ope...-of-hormuz Interessant, dass diese Kreuzfahrtriesen nicht durch die vom Iran ausgewiesene Route vor der iranischen Küste fuhren, sondern dicht entlang der Küste Omans liefen. Und dabei soll es anscheinend einen Angriffsversuch auf eines der Schiffe gegeben haben. Zitat:Iran nimmt "Mein Schiff 4" bei Durchfahrt durch Straße von Hormus ins Visier [...]https://www.n-tv.de/politik/Iran-beschie...29998.html Auch wenn dieser "Piraterieversuch" ohne Folgen blieb, so zeigt der Vorfall, dass die Straße eben nicht blockiert ist. Wenn fünf Kreuzfahrtschiffe - die nicht unbedingt als klein anzusehen sind und quasi schwimmende Scheunentore darstellen - am helllichten Tag durch die "Sperre" dampfen, und das außerhalb der vom Iran ausgewiesenen "Route", dann ist klar, dass man den Schiffsverkehr jederzeit wieder aufnehmen könnte. Schneemann
20.04.2026, 05:44
Nachdem die US Navy in den letzten Tagen rund zwei Dutzend Schiffe, die nach iranischen Häfen liefen oder von diesen kamen, zur Umkehr aufgefordert hatte - was, nebenbei bemerkt, eine überaus gnädige Form einer Blockade ist, denn jedes dieser Schiffe hätte faktisch gestoppt und durchsucht werden können -, gab es nun wohl erstmals ein direktes Boarding eines iranischen Schiffes.
Nachdem das unter iranischer Flagge laufende Schiff, das 294-Meter-Containerschiff Touska (55.000 BRZ/66.400 Tonnen), auf dem Weg aus Malaysia nach Bandar Abbas, rund sechs Stunden lang nicht auf Aufforderungen zum Stoppen durch den US-Zerstörer Spruance (DDG-111) reagiert hatte, wurden gezielte Schüsse mit dem Bordgeschütz in den Maschinenraum abgegeben und das Schiff danach geentert. Personalverluste entstanden nach aktuellem Stand keine. Dazu (wenn auch qualitativ eine eher oberflächliche Meldung): Zitat:Blockade der Straße von Hormushttps://www.spiegel.de/ausland/strasse-v...9cae5b8d1c Schneemann
20.04.2026, 09:51
Bereits der Überfall der USA und Israels auf den Iran hat gegen das Gewaltverbot verstoßen, sind sich Experten einig, und war daher völkerrechtswidrig (LTO).
Nun schaukelt man sich gegenseitig wieder hoch: 1. die USA halten trotz Waffenstillstandsvereinbarung die völkerrechtswidrige (LTO) Total-Blockade iranischer Häfen aufrecht, was wegen der damit verbundenen Drohung des Waffeneinsatzes an sich auch schon eine Verletzung des Waffenstillstandes ist. Nach Angaben von Centcom wurden im Zuge der Aktion bis dato bereits 25 Schiffe angewiesen, umzudrehen oder in ihre iranischen Häfen zurückzukehren. 2. der Iran erklärt seinerseits die Wiederaufnahme der von ihm verhängten (Teil-)Sperrung und gibt zur Verdeutlichung Warnschüsse auf dennoch passierende Schiffe ab 3a. ein US-Zerstörer beschießt einen iranischen Frachter 3.b. die Truppen der USA entern den iranischen Frachter Zitat:Das iranische Schiff habe Aufforderungen zum Anhalten ignoriert, daraufhin habe der US-Lenkwaffenzerstörer "ein Loch in den Maschinenraum gesprengt", erklärte Trump. Derzeit befinde sich der iranische Frachter "Touska" unter Kontrolle der US-Marine.(Quelle) 4.a. der Iran sagt die vereinbarten Verhandlungen ab 4.b. wann und wo werden nun US-Schiffe oder andere US-Einheiten attackiert? Das Ergebnis ist aus volkswirtschaftlicher Sicht eindeutig: Debakel statt Deal – Trump und Teheran gehen schon wieder auf Konfrontationskurs Zitat:Die Unruhe ist Gift für die Wirtschaft.. Die betriebswirtschaftliche Sichtweise ergibt ein klares Ergebnis: Iran-Konflikt treibt Ölpreis hoch und davon profitieren die Ölförderer - egal ob US-Öl-aktionäre oder Russland, weil sie trotz gleicher Produktionskosten wesentlich mehr Erträge erzielen können.
21.04.2026, 05:37
@Kongo Erich
Zitat:Bereits der Überfall der USA und Israels auf den Iran hat gegen das Gewaltverbot verstoßen, sind sich Experten einig, und war daher völkerrechtswidrig (LTO).Ob dieser Krieg nun legal, halblegal, illegal, ein Überfall oder ein Fortsetzungskrieg ist, das möchte ich hier nicht auch noch besprechen, dazu haben wir den Strang über den vierten Golfkrieg. Zumal ich bereits umrissen hatte, dass ein Kriegsgrund völkerrechtlich umstritten sein kann, der Krieg als solcher aber dennoch völkerrechtlich korrekt geführt werden kann. Zitat:die USA halten trotz Waffenstillstandsvereinbarung die völkerrechtswidrige (LTO) Total-Blockade iranischer Häfen aufrecht, was wegen der damit verbundenen Drohung des Waffeneinsatzes an sich auch schon eine Verletzung des Waffenstillstandes ist.Eine Blockade ist nicht völkerrechtswidrig, das hatte ich schon umrissen. Zudem ist eine Blockade, das Verhängen einer solchen oder das Bestehenlassen einer solchen nicht von einem Waffenstillstand tangiert. Erst ein Friedensvertrag würde zur Aufhebung einer Blockade verpflichten. Ein Bsp. hierzu wäre auch die britische Blockade gegen das Deutsche Reich im Ersten Weltkrieg, die nach dem Waffenstillstand im November 1918 noch bestehen blieb und erst nach dem Versailler Vertrag 1919 aufgehoben wurde. Zitat:Nach Angaben von Centcom wurden im Zuge der Aktion bis dato bereits 25 Schiffe angewiesen, umzudrehen oder in ihre iranischen Häfen zurückzukehren.Wie schon erörtert meinerseits: Das ist sehr, sehr gnädig. Genau genommen hätte jedes Schiff auch gestoppt und durchsucht werden können. Das hatte man aber nicht gemacht. Zitat:ein US-Zerstörer beschießt einen iranischen FrachterWas gemäß Blockadereglement erlaubt und völlig korrekt ist. Zitat:die Truppen der USA entern den iranischen FrachterAuch das ist gemäß Blockadereglement erlaubt. Zitat:der Iran sagt die vereinbarten Verhandlungen abMittlerweile hat er wieder zugesagt, das sind die üblichen Spielchen. Zudem stand die erste Absage schon im Raum, bevor die Touska geentert wurde. Zitat:wann und wo werden nun US-Schiffe oder andere US-Einheiten attackiert?Die Frage verstehe ich nicht. Aber um eine Antwort zu versuchen: Ohne dass ich mit Teheran sympathisiere, wäre es einer blockierten Nation (hier der Iran) rein rechtlich erlaubt, die Blockadekräfte einer blockierenden Nation (hier die USA) anzugreifen, um die Blockade aufzusprengen. Nach meinem Wissenstand gab es bislang aber keine Angriffe auf US-Kriegsschiffe im Kontext der Blockade. Schneemann
21.04.2026, 09:38
Es ist nicht zielführend, alles mögliche zu Trump, dem Iran, Gaza oder Israel (usw.) in allen möglichen Strängen zu diskutieren. Ebenso ergibt es keinen Sinn, in enger gefassten Themen (wie beispielsweise dieses hier) immer wieder allgemeine und thematisch unpassende Argumente zu wiederholen. Ich habe Beiträge hier aus diesem Strang entfernt, und ich werde sie auch aus anderen Strängen entfernen. Bitte schaut, dass eure Beiträge tatsächlich zum Thema passen, und dass ihr die Diskussionen zu gleichen Themen konzentriert an einer Stelle führt, um unnötige Arbeit zu vermeiden.
21.04.2026, 22:54
(21.04.2026, 05:37)Schneemann schrieb: ...wie ich schon schrieb - Völkerrecht ist nicht statisch. Insofern geht Dein Beispiel aus dem Ersten Weltkrieg nicht zwingend für die heutige Situation. Da Helios den Hinweis auf die aktuell einschlägigen Normen des Völkerrechts gelöscht hat möchte ich ein weiteres Argument als Beispiel anfügen. Es geht um die Blockade des Gaza-Streifens durch Israel und die dazu ergangene Entscheidung der Ersten Vorverfahrenskammer des IStGH. Die Kammer hielt fest, dass keine erkennbare militärische Notwendigkeit oder andere völkerrechtlich anerkannte Rechtfertigungsgründe ersichtlich seien (in der Pressemitteilung im englischen Original heißt es: „the Chamber found reasonable grounds to believe that no clear military need or other justification under international humanitarian law could be identified for the restrictions placed on access for humanitarian relief operations.“) Die Haftbefehle sind zwar weiterhin nicht öffentlich zugänglich; dennoch ist bemerkenswert, dass die Erste Vorverfahrenskammer das Argument der militärischen Notwendigkeit ausdrücklich aufzugreifen und vorläufig offenbar schon hinsichtlich der Anfangsphase der Feindseligkeiten abzulehnen scheint. Und auf die Straße von Hormus übertragen heißt das doch nichts anderes, als dass die Sperrung der Straße genauso wie die Blockade der iranischen Häfen nur bei einer "militärischen Notwendigkeit" zulässig wäre. Eine Blockade ziviler Frachter, deren Ladung keine Konterbande (militärisch nutzbare Güter) enthält, scheint damit unzulässig zu sein. Und ich zermartere mir mein Gehirn, mit welcher Begründung der Abtransport von Öl (nicht die Anlieferung von Treibstoffen wie etwa Kerosin) aus militärischer Notwendigkeit unterbunden werden sollte. Wieso ist es militärisch notwendig, dass der Iran sein Öl behält? Wieso ist es militärisch notwendig, dass Frachter oder Tanker mit Ladung aus oder für nichtiranische(n) Häfen, die den iranischen Transportkorridor nutzen (und dafür möglicherweise etwas bezahlt haben), blockiert werden? Zurück zu den aktuellen Ereignissen: Zitat:... Ergänzend zitiere ich die einschlägigen Regelungen aus dem Humanitären Völkerrecht über Blockaden. Bei den kursiv gesetzten Teilen verweise ich auf die Ausführungen in dem vorhergehenden Posting mit der Frage, ob die Ausführungen dort mit den nachfolgenden Blockaderegelungen vereinbar sind: Zitat: 10.3.6 BlockadenQuelle BMVG Zentrale Dienstvorschrift Humanitäres Völkerrecht in bewaffneten Konflikten S. 130
22.04.2026, 05:53
Die Begründungen eines Gerichtes zur Blockade von Gaza sind hier nicht zielführend. Und ich will darauf auch nicht weiter eingehen, da sie nicht helfen, die jetzige Blockade besser zu erfassen oder zu begründen.
Zitat:Und ich zermartere mir mein Gehirn, mit welcher Begründung der Abtransport von Öl (nicht die Anlieferung von Treibstoffen wie etwa Kerosin) aus militärischer Notwendigkeit unterbunden werden sollte. Wieso ist es militärisch notwendig, dass der Iran sein Öl behält?Öl und auch alle anderen Treibstoffe sind kriegswichtige Güter/Rohstoffe. (Ich denke, darüber muss man nun wirklich nicht diskutieren.) Ihren Transport zu unterbinden ist im Rahmen einer Blockade in jedem Fall zulässig. Genau genommen hätte sogar jedes Schiff, das mit Öl aus einem iranischen Hafen kommt oder dorthin fährt und das die Blockadelinie ignoriert ohne Wenn und Aber geentert und beschlagnahmt/interniert werden können. Genau das hat die US Navy aber nicht gemacht, sondern sie hat die Schiffe nur "zur Umkehr aufgefordert". Wie gesagt: Eine sehr, sehr gnädige und "freundliche" Umsetzung einer Blockade, und auch ein Zeichen dafür, dass die US Navy qualitativ sehr gutes und zurückhaltendes Personal hat. Zitat:Wieso ist es militärisch notwendig, dass Frachter oder Tanker mit Ladung aus oder für nichtiranische(n) Häfen, die den iranischen Transportkorridor nutzen (und dafür möglicherweise etwas bezahlt haben), blockiert werden?Weil die Zielhäfen blockiert sind bzw. der Blockade unterliegen - es spielt dann keine Rolle, ob eine "Maut" oder sonstwas bezahlt wurde. Zitat aus einem Zitat Zitat:+++ 12:05 Branche: Mindestens 26 Schiffe umgingen bereits US-Blockade +++Genau solche Meldungen sind eben irreführend und auch ärgerlich. Es gab keine Umgehung der Blockade. Genau genommen hat die US Navy diese Schiffe passieren lassen, weil sie nicht aus iranischen Häfen kamen oder auch nicht solche ansteuerten. Und das ist gemäß der Blockaderegeln auch völlig korrekt. (Ein weiteres Bsp. dafür, wie eng und vorbildlich die US Navy sich an die gängigen Reglements und an die eigenen Vorgaben zur Blockade hält.) Aber die hiesigen Schreiberlinge haben von Krieg oder Blockaden eben soviel Ahnung wie ein Eisbär vom Fliegen, trinken im Homeoffice ihren Bio Matcha und fühlen sich berufen, sowas beurteilen zu können, um sich dann ganz toll progressiv-innovativ zu fühlen, wenn sie schreiben dürfen, dass die US-Blockade "umgangen" oder gar "durchbrochen" wurde. Nur ist es halt schlicht Unfug. Zitat:Bei den kursiv gesetzten Teilen verweise ich auf die Ausführungen in dem vorhergehenden Posting mit der Frage, ob die Ausführungen dort mit den nachfolgenden Blockaderegelungen vereinbar sind:Sind sie. Schneemann
22.04.2026, 10:47
Nochmal - weil ich es nicht verstehe:
A) Beibehaltung einer Blockade während des Waffenstillstandes: Nochmal zum BMVG, das eine ganze Kaskade von internationalen Rechtsnormen aufführt (Ziff. 1.3. S. 18); Allgemein gilt: Zitat:1.4Nun kann man wohl durchaus hinterfragen, ob es eine militärische Notwendigkeit gibt, Schiffe, die den vom Iran frei gegebenen Passageweg nutzen, durch eine Blockade zu belangen - besonders, wenn sie aus Häfen der westlichen Golfanrainer bzw. des Irak kommen oder dorthin unterwegs sind (s.u.). Auch das Thema Waffenstillstand wird umfangreich abgehandelt (S. 29 ff, Ziff. 241): Zitat: 223. Häufig dient die Vereinbarung eines Waffenstillstandes der umfassenden UnterbrechungDas kann wohl auch für den gegenwärtigen Waffenstillstand, jedenfalls seitens der USA so bekundet, unterstellt werden. Zitat:224. Ist davon auszugehen, dass der Waffenstillstand der Übergang zur endgültigen BeendigungHmm - steht die Aufrechterhaltung einer bewaffneten Blockade trotz Waffenstillstands damit nicht in Widerspruch ![]() Und weiter: Zitat:225.sowie: Zitat: 226.da kann man dann durchaus einmal hinterfragen, ob die Aufrechterhaltung der Blockade zulässig ist (zumal doch - so zumindest die Medienberichte - die Waffenstillstandsvereinbarung ausdrücklich die Passage durch die Straße von Hormus ermöglichen sollte). Gehen wir mal davon aus, dies sei der Fall, dann stellt sich die Frage, ob die Blockade selbst auch wirklich Regelkonform erfolgte. B) Durchführung der Blockade: 1. Zitat:1060. Mit der Blockade werden See- und Luftfahrzeuge gehindert, Küstenstriche oder Häfen, dieblockiert werden aber a) Schiffe, die auslaufen - das ist das Gegenteil von Zufuhr b) Schiffe, die Öl abtransportieren - das ist das Gegenteil der Unterbindung von kriegswichtigen Anlieferungen vor allem aber c) Schiffe, die nie in iranischen Häfen waren sondern nur den iranisch freigegebenen Korridor genutzt haben Zitat:Trump hat die Streitkräfte auch angewiesen, alle Schiffe abzufangen, die Gebühren an Iran gezahlt haben. Niemand, der eine "illegale Maut" entrichte, werde auf hoher See eine sichere Passage haben.2. Ich zitiere jetzt keine Bio Matcha trinkenden Schreiberlinge sondern die LTO: Zitat: ... Dieser "Schreiberling der LTO" (Simon Gauseweg ist akademischer Mitarbeiter am Juristischen Lernzentrum der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Zuvor war er ebendort akademischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Völkerrecht, Europarecht und ausländisches Verfassungsrecht) ist also der Auffassung, dass die von DT verhängte Blockade zumindest in den Wesentlichsten Teilen rechtlich unzulässig ist. Nun kann man natürlich auch entgegnen, der Iran habe ja sogar den omanischen Teil der Straße von Hormus gesperrt. Und das sei dann genauso unzulässig. Das ist ein Argument. Ja; aber 1) der Iran hat das Gebiet als Gefahrengebiet ausgewiesen, in dem mit Gefahren aufgrund von Kriegshandlungen zu rechnen ist (z,B, durch Minen, BMVG S. 127 ff). Das ist keine Blockade. Und - der Iran hat eine Alternativ- oder Ausweichmöglichkeit bereit gestellt, etwas, was DT gerade nicht tut. 2) Wenn in dem von Iran ausgewiesenen Gefahrengebiet Minen verlegt waren, dann wäre deren Räumung erst mit dem Waffenstillstand - durch Kräfte aller Konfliktparteien - möglich. Ein solches Gefahrengebiet müsste also auch bei einem Waffenstillstand noch bis zur erfolgten Räumung weiter als solches ausgewiesen werden. Ich frage mich a) erlauben die USA dem Iran, dort Minensuch- und Räumoperationen durchzuführen (ich höre eher von Angriffen auf iranische Schiffe) und b) wann fangen die USA mit der Minenräumung an? So, und jetzt geh ich erst mal eine Latte Machiato trinken, zum wach werden, und dann werde ich im Homeoffice einige Bio Matcha inhalieren. ![]() Btw: der Zeitraffer zeigt den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus 21.04.2026 – 23:12 Uhr Zitat:Nach US-Angriff auf Frachter: Iran fordert UN-Reaktion 22.04.2026 – 00:29 Uhr Zitat: Militärs planen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus
22.04.2026, 13:10
Containerschiff beschädigt
Angriffe auf zwei Schiffe in der Straße von Hormus Stand: 22.04.2026 • 12:03 Uhr 1. Zitat:In der Straße von Hormus sind erneut zwei Schiffe beschossen worden. Eines wurde laut britischer Seehandelsaufsicht bei dem Angriff der iranischen Revolutionsgarde schwer beschädigt. Über den zweiten Vorfall bislang wenig bekannt.2. Zitat:Zweiter Vorfall kurz danach ergänzend 3. Zitat:Dritter Frachter in Straße von Hormus angegriffen
22.04.2026, 19:34
@Kongo Erich
Zitat:Nun kann man wohl durchaus hinterfragen, ob es eine militärische Notwendigkeit gibt, Schiffe, die den vom Iran frei gegebenen Passageweg nutzen, durch eine Blockade zu belangen - besonders, wenn sie aus Häfen der westlichen Golfanrainer bzw. des Irak kommen oder dorthin unterwegs sind (s.u.).Das geschieht ja auch nicht, die Blockade bezieht sich nur auf iranische Häfen. Zitat aus dem Zitat: Zitat:Der Abschluss eines Waffenstillstandes wird also regelmäßig durch die AbsichtNochmals: Eine Blockade ist davon unberührt. Zitat:Hmm - steht die Aufrechterhaltung einer bewaffneten Blockade trotz Waffenstillstands damit nicht in Widerspruch...Nein. Ferner - Zitat aus dem Zitat: Zitat:226.Sowie deine Feststellung: Zitat:da kann man dann durchaus einmal hinterfragen, ob die Aufrechterhaltung der Blockade zulässig ist (zumal doch - so zumindest die Medienberichte - die Waffenstillstandsvereinbarung ausdrücklich die Passage durch die Straße von Hormus ermöglichen sollte).Sie ist zulässig, zumindest in Bezug auf den Waffenstillstand und der von dir genutzten Passage. Zitat:Sorry, aber ich frage mich, ob du den von dir selbst gepostete Gesetzestext gelesen hast? Der sagt nämlich das Gegenteil von deiner Auslegung. Und den Punkt hatten wir übrigens schon einmal. Bitte lese sorgfältiger und interpretiere nicht alles wünschenswerte in Texte hinein. Hinzu kommt, dass du im Rahmen deiner Thesenfindung faktisch dreimal das gleiche fragst/feststellst.Zitat:1060. Mit der Blockade werden See- und Luftfahrzeuge gehindert, Küstenstriche oder Häfen, dieblockiert werden aber Zitat:Dieser "Schreiberling der LTO" (Simon Gauseweg ist akademischer Mitarbeiter...Meine Formulierung vom "Schreiberling" bezog sich auf die ntv-Schlagzeile und nicht auf LTO-Mitarbeiter. Auch hier: Bitte sorgsamer nachlesen. Zitat:1) der Iran hat das Gebiet als Gefahrengebiet ausgewiesen, in dem mit Gefahren aufgrund von Kriegshandlungen zu rechnen ist (z,B, durch Minen, BMVG S. 127 ff). Das ist keine Blockade. Und - der Iran hat eine Alternativ- oder Ausweichmöglichkeit bereit gestellt, etwas, was DT gerade nicht tut.Es gibt keine "Gefahrengebiete". Es gibt Blockadezonen und auch Minenwarngebiete - aber es gibt keine Gefahrengebiete. Zitat:Ich frage michzu a) Nach meinem Wissenstand gab es bislang im Rahmen der amerikanisch-iranischen Kontakte keine Besprechungen, die zum Inhalt hatten, wonach die USA den Iranern das Minenräumen "erlauben" würden. zu b) Gab es begrenzt, als kürzlich zwei DDGs durch die Straße liefen. Eine richtige Räumung war dies aber nicht - zumal die DDGs keine klassischen Minenräumer sind -, indessen werden aktuell Minenräumkräfte verlegt. Gut möglich, dass man bald richtig und umfassend mit dem Clearing anfängt. Zitat:Containerschiff beschädigtEs sind drei Schiffe attackiert worden, zwei wurden wohl gekapert - die Epaminodes (81.000 BRZ, Flagge: Liberia, aber eigentlich ein Grieche) und die MSC Francesca (131.000 BRZ, Flagge: Panama), die aus Saudi-Arabien kam. Die Epaminodes kam wohl aus Dubai. In beiden Fällen handelt es sich um Containerschiffe. Vermutlich wurde das Schutzgeld nicht abgedrückt... Schneemann
22.04.2026, 20:26
Zitat:Wieso ist es militärisch notwendig, dass der Iran sein Öl behält? Weil die Einnahmen aus den Ölverkäufen maßgeblich für die Funktionsfähigkeit der iranischen Streitkräfte sind. Die rigide rechtliche Trennung von Zivil und Militär in der Lawfare zugunsten des Feindes wäre früher allenorten einfach nur als Hochverrat betrachtet worden. Und heute betreibt man dergestalt das Geschäft derjenigen, welche unsere Feinde sind.
22.04.2026, 20:57
(22.04.2026, 19:34)Schneemann schrieb: @Kongo ErichDu widersprichst DT himself ? Zitat:....wir interpretieren die Normen unterschiedlich; darüber geht die Welt nicht unter. Zitat:Es gibt keine "Gefahrengebiete". Es gibt Blockadezonen und auch Minenwarngebiete - aber es gibt keine Gefahrengebiete.wie übersetzt Du "Hazardous Aerea" in der iranischen Seekarte in #107? Zitat:zu a) Nach meinem Wissenstand gab es bislang im Rahmen der amerikanisch-iranischen Kontakte keine Besprechungen, die zum Inhalt hatten, wonach die USA den Iranern das Minenräumen "erlauben" würden.U.S. Navy deploys USS George H. W. Bush aircraft carrier toward Iran - sie befindet sich nach der Karte zwischen Madagaskar und Tansania mit grobem Kurs Nordost, hat vielleicht Helis mit Minenräumgerät an Bord ... Zitat:Es sind drei Schiffe attackiert worden, ....Du bestätigst mich? Zitat:Vermutlich wurde das Schutzgeld nicht abgedrückt...Vermuten können wir alle viel ... (22.04.2026, 20:26)Quintus Fabius schrieb: Weil die Einnahmen aus den Ölverkäufen maßgeblich für die Funktionsfähigkeit der iranischen Streitkräfte sind.die zunehmend schärfe Trennung zwischen Zivil und Militärisch ist eine generelle Entwicklung des Kriegsrechts in den letzten Jahrzehnten. Recht entwickelt sich und bleibt nicht statisch. Man kann das bedauern oder begrüßen - es ändert nichts an der Entwicklung. |