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Ich war die letzten Tage recht viel unterwegs, es gab da einige Nervosität. Ich habe nun, und ich habe lange überlegt, selbst ein paar Anlageveränderungen vorgenommen - deswegen bin ich gestern abends recht ruhig ins Bett. War die richtige Entscheidung.
Zitat:Ich hätte mir doch vorsorglich eine Harley kaufen sollen.
Du und eine Harley?
Schneemann
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ich bin schon seit 2022 am Umschichten - US-Anlagen gegen europäische Rüstungsaktien
und ja
mit Beiwagen kann die Harley nicht umfallen
... ich weiß bloß noch nicht, wo ich meinen Rollator verstauen soll ...
Zurück zum aktuellen Geschehen:
"Selten hat jemand so grotesk Wirtschaftspolitik gegen den ökonomischen Sachverstand betrieben" kommentiert das Handelsblatt, das sicher nicht links-grün versiffte Ideologie verbreitet ...
und t-online erklärt (zurecht)
"Das wird zur Verarmung des Volkes führen"
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Zertrümmert Trump mit seinem Zollpaket den Welthandel? und US-Zölle: Trump gefährdet globale Handelsordnung berichtet die FAZ und bezeichnet die
Zölle als Sieg der Ignoranz (Kopie
hier)
Meine Einschätzung:
a) die globale Vernetzung ist soweit fortgeschritten, dass sich die Akteure außerhalb der US-Kontrolle sehr schnell aufeinander zubewegen und miteinander noch engere Kontakte knüpfen werden
b) die US-Wirtschaft isoliert sich damit selbst
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Ist der perfect match, Isolationisten wollen sich isolieren.
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Spaßige Randnotiz:
Die Ukraine muss in Zukunft "nur" 10% Zoll zahlen, weil man sie dadurch unterstützen will.
Russland aber muss 0% zahlen, es steht nicht auf der Liste der Länder welche Zoll zahlen müssen (ebenso wie Mexiko und Kanada, aber die haben ja schon Strafzölle von 25%).
Hierzu wurde gesagt, dass Russland ja bereits unter Sanktionen leidet und daher der Handel mit Russland zu gering sei als dass hier Zölle Sinn machen würden
Anbei: das Handelsvolumen der USA mit Russland ist größer als das mit der Ukraine
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(03.04.2025, 22:11)Ottone schrieb: Ist der perfect match, Isolationisten wollen sich isolieren. 
und
DT schießt sich dabei selbst kräftig ins Knie
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Um die Verbraucherpreise stabil zu halten und inländische Produktion und Absatz zu fördern, könnte man für "Made in Germany" die Mehrwertsteuer spürbar senken. Damit könnte man den Effekt auf die Verbraucherpreise von Importzöllen abfedern und in eine positive Richtung lenken. Das muss alles nicht so falsch sein, wenn die Politik richtig darauf reagiert. Überhaupt muss das wieder ein vermarktbares Qualitätssiegel werden, so wie Bio, Vegan, usw.
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Wenn, dann nicht nur für "Made in Germany" sondern für "Made in Europa", denn wir sind alle von den gleichen Zollsätzen betroffen (mit Ausnahme von Jan Mayen, Spitzbergen, Saint-Pierre und Miquelon ... und das schließt immer noch einen ganzen Haufen Partner aus, mit denen wir Freihandelsabkommen haben.
Also wäre es im Umkehrschluss sinnvoll, die Mehrwertsteuer für US-Waren anzuheben?
Und es ist auch ein systematisches Problem. Mehrwertsteuer wird derzeit nach Warenklasse erhoben, und das ist schon komplex genug. Dafür wird die Mehrwertsteuer für alle gleichartigen Waren in gleicher Höhe erhoben - unabhängig vom Herstellerland. Wein aus Kalifornien hat den gleichen Steuersatz wie Wein aus Südafrika, Frankreich, Italien oder von der Mosel ...
da jetzt auch noch von der Herkunft abhängige Steuersätze einzuführen ist
Schwierig, da kann man gleich Zölle anheben. Das hält aber die Verbraucherpreise bei uns nicht stabil.
Also doch - Gegenzölle für bestimmte US-Waren, die unsere Verbraucher nur minimal belasten, aber US-Hersteller pressen?
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(Gestern, 17:56)KheibarShekan schrieb: Um die Verbraucherpreise stabil zu halten und inländische Produktion und Absatz zu fördern, könnte man für "Made in Germany" die Mehrwertsteuer spürbar senken. Damit könnte man den Effekt auf die Verbraucherpreise von Importzöllen abfedern und in eine positive Richtung lenken. Das muss alles nicht so falsch sein, wenn die Politik richtig darauf reagiert. Überhaupt muss das wieder ein vermarktbares Qualitätssiegel werden, so wie Bio, Vegan, usw.
Das ist wieder so eine - ich sag mal "typisch deutsche" Idee, die nicht funktionieren kann.
So ein Vorgehen würde sofort die EU auf den Plan rufen, wegen Verstoss gegen Harmonisierungsbestimmungen der nationalen Mehrwertsteuer mit denen der EU, aufgrund Wettbewerbsverzerrungen gegenüber anderen EU-Ländern (EU-Binnenmarkt) sowie den "freien Warenverkehr" im EU-Binnenmarkt.
Eine Alternative wäre eine EU-weite Koordination mit Differenzierung der Mehrwertsteuersätze, ob die Ware ausserhalb oder innerhalb des EU-Binnenmarkts produziert wurde. Dies wäre dann möglicherweise EU-konform, aber dann gibt es sofort ein Problem mit der WTO. Auch wäre es fast unmöglich, innerhalb der EU einen derartigen Konsenz zu erzeugen.
Fazit: Spitzenidee, geht aber nicht.