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In der Welt steht auch etwas. Aus meiner Sicht versuchen sogenannte Militärexperten einen Bedarf aus dem möglichen (unwahrscheinlichen) Fall, dass alle amerikanischen Fähigkeiten ersetzt werden müssen abzuleiten, daher auch die (strategischen) Transportflugzeuge.
Wenn die Amerikaner aber nicht mehr mit uns kämpfen, brauchen wir auch keine strategischen Transportflugzeuge, um den Truppen und Material aus den USA einzufliegen. Höchstens aus Australien
Eo ich tatsächlich Bedarf sehe, sind Kampfflugzeuge mit großer Reichweite.
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(05.03.2025, 17:37)Frank353 schrieb: Eo ich tatsächlich Bedarf sehe, sind Kampfflugzeuge mit großer Reichweite. In Europa mit alle 50km ein Flugplatz bennötigen wir das ganz sicher nicht.
Was wir vor allem bräuchten wäre ein Ende der nationalen Alleingänge und für einzelne Fähigkeitenbereiche jeweils eine Lead Nation an der sich der Rest zu orientieren hat. Un viel klarere Konzept was einzelne Nationen im Nato bzw. EU Verbund beizusteuern haben. Würde man das stringent angehen und parallel
das Beschaffungswesen einkürzen wäre die Rechnung am Ende wahrscheinlich sogar erstaunlich klein.
Leider stehen die Chancen gut, dass man sich in der fixen Idee versteigt US Fähigkeiten abbilden zu müssen und das meiste Geld am Ende für sinnlose Prestigeprojekte a la Europäischen Starlink draufgeht.
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Ich kann mir höchstens das SATOC vorstellen, bzw. den Nachfolger für die Hercules.
Aber ich wüsste auch nicht, warum das so eine große Priorität haben sollte.
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Es sollte allerdings klar sein das wenn es aus irgend einem Grund zu Neuwahlen kommen sollte die AfD garantiert als Sieger hervorgehen würde. Die cdu hat mit diesen gigantischen schuldenprogrammen einfach ihre Wähler getäuscht.
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Die Unionswähler haben schon ganz andere Dinge geschluckt als eine größere Bundeswehr und mehr Autobahn.
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(05.03.2025, 18:25)Nurso schrieb: Ich kann mir höchstens das SATOC vorstellen, bzw. den Nachfolger für die Hercules.
Aber ich wüsste auch nicht, warum das so eine große Priorität haben sollte.
Ich denke das sogenannte Militärexperten im Fernsehen oder in der Presse sich überlegt haben, welche Fähigkeiten wegfallen, falls sich die Amerikaner aus der NATO zurückziehen sollten. Da die Amerikaner große strategische Transportflugzeugkapazitäten haben und Europa nicht, haben sie das scheinbar als Lücke identifiziert.
Ich glaube dass es ein unbegründeter Schnellschuss war.
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(05.03.2025, 17:53)Nightwatch schrieb: und das meiste Geld am Ende für sinnlose Prestigeprojekte a la Europäischen Starlink draufgeht. Europäisches Starlink gibt es längst. Nennt sich OneWeb, hat 700 Satelliten oben und gehört zu Eutelsat. Dazu kommt separat IRIS2 mit 290 Satelliten ab 2030 für gesicherte Regierungs- und Verteidigungskommunikation, aber das ist inzwischen auch voll ausfinanziert (Deutschland beteiligt sich mit 56 Millionen...).
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kato:
Was wären für dich Schwerpunkte für welche man zusätzliches Geld verwenden sollte? Was wäre deiner Ansicht nach am wichtigsten?
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Ich bin zwar nicht gefragt, aber mMn bietet der gewählte Ansatz jetzt die einmalige Möglichkeit, mal ganz unabhängig von den Kosten zu agieren und sich stattdessen auf die anderen Flaschenhälse zu konzentrieren, z.B. das Personal. Man sollte einen Aufwuchs also eher vom Personal und der Struktur her betrachten, um dann konsequent das zu bestellen, was sich daraus an Materialbedarf ergibt.
Also bspw.: Haben wir das Potential für mehr EF-Piloten inkl. der dafür erforderlichen Techniker etc.? Falls ja - bestellen wir EF und bauen Fliegerhorste aus.
Oder: Wie viel Fregatten können wir realistisch bemannen? So viele bestellen wir dann.
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(05.03.2025, 21:07)kato schrieb: Europäisches Starlink gibt es längst. Nennt sich OneWeb, hat 700 Satelliten oben und gehört zu Eutelsat. Dazu kommt separat IRIS2 mit 290 Satelliten ab 2030 für gesicherte Regierungs- und Verteidigungskommunikation, aber das ist inzwischen auch voll ausfinanziert (Deutschland beteiligt sich mit 56 Millionen...). Natürlich, aber das sind schnöde Kommunikationsnetze mit deutlichn höherer Latenz, nix mit taktischer Verwendung und Phased Arrays für den Infanterietrupp.
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(05.03.2025, 22:44)Broensen schrieb: Ich bin zwar nicht gefragt, aber mMn bietet der gewählte Ansatz jetzt die einmalige Möglichkeit, mal ganz unabhängig von den Kosten zu agieren und sich stattdessen auf die anderen Flaschenhälse zu konzentrieren, z.B. das Personal. Man sollte einen Aufwuchs also eher vom Personal und der Struktur her betrachten, um dann konsequent das zu bestellen, was sich daraus an Materialbedarf ergibt.
Sehr interessanter Ansatz Probleme auch mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Wenn wir in der Personalgewinnung viel mehr Piloten für Kampfflugzeuge finden wie wir denken zu brauchen so bilden wir diese trotzdem aus und kaufen einfach mehr Kampfflugzeuge. Wir sollten natürlich trotzdem versuchen Leute dort zu rekrutieren bzw. die Jobs attraktiver machen wo ein Mangel herrscht, da sehr plakativ gesprochen eine Bundeswehr nur aus Luftwaffe keinen Sinn macht. Wenn man beide Konzepte verbindet wird man aber mehr an Kampfkraft herausholen. Auf die heutige Situation bezogen ist es besser statt, eher willkürliche Zahlen nur als Bsp., 10 Fregatten und 100 EF mit geplant 15 und 100 zu haben stattdessen 10 + 150 zu haben wenn man einfach nicht mehr Schiffsbesatzungen rekrutieren kann. Die Idee ist echt gut.
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(05.03.2025, 22:47)Nightwatch schrieb: Natürlich, aber das sind schnöde Kommunikationsnetze mit deutlichn höherer Latenz, nix mit taktischer Verwendung und Phased Arrays für den Infanterietrupp. Es gibt massenweise Anbieter von Phased Array Antennen für OneWeb. Inklusive übrigens Rüstungsfirmen (Hanwha verkauft so was, ebenso Hughes, L3 hat glaub ich auch was), die durchaus auf mögliche militärische Integration verweisen (z.B. Hanwha für K9-Haubitzen) und teilweise entsprechend getestet wurden (z.B. Hughes durch USAF). Die Latenz ist dieselbe wie bei Starlink, die Kisten fliegen auf derselben Höhe.
Auf der Leitungsebene von OneWeb springt dabei seit 4 Jahren ein ehemaliger Zwei-Sterne-General rum (derzeit als Vice-President Security and Defence), der 30 Jahre bei der Royal Air Force war, u.a.in Irak und Afghanistan eingesetzt, und zuletzt im aktiven Dienst die Cybertruppe des britischen Verteidigungsministeriums kommandierte. Die wissen schon, was sie tun.
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Nur am Rande:
Zitat:Einigung über die Finanzierung der Bundeswehr
Begleitet von der Demontage der Ukrainepolitik durch die US-Regierung haben sich CDU/CSU und SPD in den Sondierungsgesprächen auf eine neue Finanzierungsgrundlage für die Bundeswehr geeinigt. In Zukunft sollen Ausgaben für die Bundeswehr, die ein Prozent des BIP überschreiten, von der Schuldenbremse ausgenommen werden. Ein Prozent des BIP entspricht zurzeit etwa 45 Milliarden Euro. Die Höhe der zusätzlich verfügbaren Finanzmittel ist, soweit bekannt, nicht begrenzt. Beobachter schätzen, dass bis zu 400 Milliarden Euro bereitgestellt werden könnten. [...]
Als Untergrenze könnte dann das Zwei-Prozent-Ziel der NATO gelten – ein Wert, der angesichts der aktuellen Entwicklungen mit hoher Wahrscheinlichkeit bald nach oben korrigiert wird. Drei Prozent des BIP würden etwa 135 Milliarden Euro jährlich für den Verteidigungsetat bedeuten.
Für das Jahr 2025 sieht der Regierungsentwurf bislang 75,2 Milliarden Euro für den Einzelplan 14 und das Sondervermögen Bundeswehr vor, ergänzt durch weitere Verteidigungsausgaben anderer Ressorts in Höhe von rund 20 Milliarden Euro. Zusammengenommen ergibt das etwa 95 Milliarden Euro, was rund 2,1 Prozent des BIP entspricht. Für die kommenden Jahre bis 2028 sind derzeit keine wesentlichen Anpassungen vorgesehen.
https://esut.de/2025/03/fachbeitraege/fe...undeswehr/
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(06.03.2025, 00:13)kato schrieb: Es gibt massenweise Anbieter von Phased Array Antennen für OneWeb. Inklusive übrigens Rüstungsfirmen (Hanwha verkauft so was, ebenso Hughes, L3 hat glaub ich auch was), die durchaus auf mögliche militärische Integration verweisen (z.B. Hanwha für K9-Haubitzen) und teilweise entsprechend getestet wurden (z.B. Hughes durch USAF). Die Latenz ist dieselbe wie bei Starlink, die Kisten fliegen auf derselben Höhe. Starlink hat eine Orbitalflugbahn in durchschnittlich 550km Höhe und erreicht damit eine Latenz im Bereich von 2040ms. OneWeb fliegt in 1200km Höhe und erreicht 50-100ms.
Das hat auch zur Folge, dass Starlinkantenen kompakter, leichter und mit geringerer Leistungsaufnahme daherkommen.
Heute, maximal skalierbar für den Endkunden - 1.1kg für 279€ für ~60-80W
https://www.mediamarkt.de/de/product/_st...53441.html
Und das ist der heiße Scheiß von Hughes für Onweb:
10kg, ~130W, 9000€ in der einfachen Ausführung.
https://www.hughes.com/what-we-offer/sat...le-antenna
Das hat beides seine Berechtigung, aber halt nicht wie in den Raum gestellt auf der untersten taktischen Ebene (wie es in der Ukraine gerade stattfindet).
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(06.03.2025, 11:13)Nightwatch schrieb: Heute, maximal skalierbar für den Endkunden - 1.1kg für 279€ für ~60-80W
https://www.mediamarkt.de/de/product/_st...53441.html Endkundenpreise und -produkte sind für die Bundeswehr (und andere "offizielle" Kunden) nicht relevant. Die mlitärischen Terminals für Starlink fangen bei 2500 Euro für den Billigschrott an und gehen gerne fünfstellig. In der Ukraine sinds etwa 23000 Dollar pro Terminal fürs Militär.
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