19.05.2026, 23:04
Ich stimme Dir zu, dass die Einwohnerzahl nicht alleine entscheidend ist. Eine wesentliche Größe für eine natürliche Stärke ist auch die Größe des Landes, insbesondere auf die von Dir angesprochenen Rohstoffe.
Da ist Russland mit knapp 17,1 Mio. km² tatsächlich eine Größe - gefolgt von Kanada (knapp 10 Mio. km²) und China (9,6 Mio.) - das mit den USA (9,5 Mio.) relativ gleichwertig ist. Brasilien (8,5 Mio.) und Australien (7,7 Mio.) spielen dann auch noch "vorne mit" - und die EU ist mit 4.2 Mio. relativ weit abgeschlagen.
Die "natürliche Stärke" eines Landes oder eines Staates (und auch einer Staatengruppe) wird also in einer Kombination verschiedener Faktoren zu suchen sein. Ich nehme als "Stichwörter" die Einwohnerzahl, die Größe des Landes, aber dann auch noch "künstliche Stärke" wie Wirtschaftskraft (BIP), die wieder die Grundlage für die Stärke der Streitkräfte ist - und und und.
Komplizierter wird das dann auch noch dadurch, dass sich insbesondere kulturell (ethnisch, sprachlich, religiös) verwandte Staaten nach dem Muster der EU zusammen schließen können, und dann im Bündnis gemeinsam agieren (und da gibt es genug potentielle Staatengruppen von Lateinamerika zu den Arabern über die Turk-Völker bis hin zu den Staaten Südostasiens (ASEAN). Ein anderes Beispiel wäre die enge Verbindung zwischen den USA (Einwohner) und Kanada (Ländergröße), die allerdings derzeit einer massiven Belastung bzw. Bewährungsprobe ausgesetzt ist.
Aber das ändert nichts daran, dass China für sich genommen den Status einer Groß- oder Supermacht beanspruchen kann. Und man tut gut daran, das zu akzeptieren und damit umzugehen.
Was nun die Nebendiskussion "westliche Ukrainepolitik" und "Russland" betrifft, die hier im Strang eigentlich nichts verloren hat:
Ja, die jetzige Ukraine ist über Jahrhunderte - von Mittelalter bis in die neuere Zeit - vor allem in sehr engen Kontakten mit Polen gestanden und war teilweise sogar polnisches Staatsgebiet. Das bringt eine gewisse Orientierung mit sich. Aber ohne die russischen Dominanz- und Machtspielchen hätte sich die Ukraine unabhängig zwischen beiden Blöcken - der EU und Russland - entwickelt, mit wohl durchaus guten Beziehungen nach Osten und Westen, nach Moskau und Warschau bzw. Brüssel.
Diese Diskussion sollten wir aber an anderer Stelle führen.
Da ist Russland mit knapp 17,1 Mio. km² tatsächlich eine Größe - gefolgt von Kanada (knapp 10 Mio. km²) und China (9,6 Mio.) - das mit den USA (9,5 Mio.) relativ gleichwertig ist. Brasilien (8,5 Mio.) und Australien (7,7 Mio.) spielen dann auch noch "vorne mit" - und die EU ist mit 4.2 Mio. relativ weit abgeschlagen.
Die "natürliche Stärke" eines Landes oder eines Staates (und auch einer Staatengruppe) wird also in einer Kombination verschiedener Faktoren zu suchen sein. Ich nehme als "Stichwörter" die Einwohnerzahl, die Größe des Landes, aber dann auch noch "künstliche Stärke" wie Wirtschaftskraft (BIP), die wieder die Grundlage für die Stärke der Streitkräfte ist - und und und.
Komplizierter wird das dann auch noch dadurch, dass sich insbesondere kulturell (ethnisch, sprachlich, religiös) verwandte Staaten nach dem Muster der EU zusammen schließen können, und dann im Bündnis gemeinsam agieren (und da gibt es genug potentielle Staatengruppen von Lateinamerika zu den Arabern über die Turk-Völker bis hin zu den Staaten Südostasiens (ASEAN). Ein anderes Beispiel wäre die enge Verbindung zwischen den USA (Einwohner) und Kanada (Ländergröße), die allerdings derzeit einer massiven Belastung bzw. Bewährungsprobe ausgesetzt ist.
Aber das ändert nichts daran, dass China für sich genommen den Status einer Groß- oder Supermacht beanspruchen kann. Und man tut gut daran, das zu akzeptieren und damit umzugehen.
Was nun die Nebendiskussion "westliche Ukrainepolitik" und "Russland" betrifft, die hier im Strang eigentlich nichts verloren hat:
(19.05.2026, 22:44)lime schrieb: .... Und man hat den größten chin. Rohstofflieferanten durch die westl. Ukrainepolitik direkt und langfristig in die Arme Chinas getrieben. ...da muss ich Dir widersprechen. Das Gegenteil ist richtig. Russland hat sich massiv überschätzt und mit seiner Ukraine-Poiitik das Land erst in die Arme des Westens getrieben, und zugleich den verschlafenen Westen aufgeschreckt. Das Stichwort heißt "Zeitenwende" und nicht mehr "Friedensdividende":
Ja, die jetzige Ukraine ist über Jahrhunderte - von Mittelalter bis in die neuere Zeit - vor allem in sehr engen Kontakten mit Polen gestanden und war teilweise sogar polnisches Staatsgebiet. Das bringt eine gewisse Orientierung mit sich. Aber ohne die russischen Dominanz- und Machtspielchen hätte sich die Ukraine unabhängig zwischen beiden Blöcken - der EU und Russland - entwickelt, mit wohl durchaus guten Beziehungen nach Osten und Westen, nach Moskau und Warschau bzw. Brüssel.
Diese Diskussion sollten wir aber an anderer Stelle führen.
