19.05.2026, 21:29
And the winner is ...
Zitat: Chinas Staatschef kann sein Glück kaum fassen
Erst Donald Trump, jetzt Wladimir Putin. In Peking gehen die Staatschefs ein und aus. Das zeigt vor allem eines: Während sich die USA und Russland in Kriegen schwächen, gewinnt Xi Jinping an Macht.
Donald Trump war kaum aus Peking abgereist, da machte sich schon Wladimir Putin auf den Weg. Erst der amerikanische Präsident, dann der russische Machthaber. Zwei Männer, die sich für historische Figuren halten und an der Spitze mächtiger Staaten stehen. Zwei Männer, die im Moment aber vor allem ein Land brauchen: China.
Das ist die eigentliche Botschaft dieser Woche. Nicht Trump war der starke Mann dieses Treffens, und auch Putin ist es nicht. Der Gewinner dieses Frühlings heißt Xi Jinping. Er muss zu niemandem reisen, er empfängt. In Peking. Im Machtzentrum eines Landes, das sich längst nicht mehr damit begnügt, Werkbank der Welt zu sein.
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Europa sollte aus dieser Woche eine klare Lehre ziehen: Es reicht nicht, China als schwierigen Handelspartner zu behandeln und Russland als isoliertes Sicherheitsproblem. Beide Fragen gehören zusammen. Putins Krieg wird durch Chinas Rückendeckung leichter. Chinas Aufstieg wird durch westliche Zerstrittenheit und durch Trumps erratische Außenpolitik leichter. Das ist die bittere Realität.
