Vor 3 Stunden
Broensen schrieb:Man kann das auch ohne Anpassungen alles unter einen Hut bringen, muss man sogar automatisch, wenn man nicht auf mehrere Flugmuster setzen will, was bei einem STOVL-Träger schwierig werden dürfte.Das ist auch letztendlich damit gemeint. Je fähiger man eine Trägerfähigkeit vorhalten will, desto größer werden die Ansprüche an Personal und Infrastruktur, desto exklusiver wird diese Befähigung, desto "verschwenderischer" und teurer wird sie im Gesamtgefüge einer Flotte.
Die Frage ist da doch eher, welche Tiefe der Fähigkeiten benötige ich in den jeweiligen Aufgabenbereichen, um einen relevanten Effekt generieren zu können. Und da ist Strike wohl am anspruchsvollsten, weil es die beiden anderen Kategorien unterstützend benötigt.
Allerdings würde ich in unserem Kontext dazu tendieren, dass sich Aufklärung/Lagebild und Strike deutlich einfacher realisieren lassen würden, als die luftseitige Verbandsflugabwehr. Zum einen da die sortie Rate bei beiden Aufgabenbereichen deutlich geringer ausfällt, als vollumfängliche Combat Air Patrols die 24/7 Abdeckung gewähren und zum anderen, weil ich mir aktuell alles andere als sich bin, ob der Luftkampf aktuell oder in absehbarer Zeit wirklich rein CCA gestützt stattfinden kann.
Da kann man aber natürlich drüber diskutieren.
Zitat:Das ist doch für die Ausgangsbetrachtung eher unbedeutend und würde man einfach wählen können, so wie es mehr Sinn ergibt.Im Gegenteil, ich halte diesen Punkt für das make-or-break Szenario einer solchen Fähigkeit. Üblicherweise bin ich auch eher Fraktion "geht nicht gibts nicht" was das Doktrinale betrifft, aber da wir hier über mehrere hundert Posten sprechen, stellt sich diese Frage leider sehr hartnäckig.
Zitat:Das sind für mich die ganz entscheidenden Fragen, wenn es wirklich um die Auslegung einer solchen Kapazität geht.
Zitat:Man muss das gar nicht so festlegen hinsichtlich des Schiffs. Das könnte theoretisch auch ein reiner Drohnenträger sein, der nichts anderes kann oder ein "echter" Flugdeckkreuzer, also ein vollwertiges Kriegsschiff mit zusätzlicher Befähigung. Das sollte sich erst aus der konkreten Aufgabenstellung und den anderen Aspekten der Flottenplanung heraus ergeben.Ich bin ja eher Vertreter der amphibischen Flugdeck-Fähre aber das hatten wir ja auch schonmal diskutiert. Sowohl reine Flugzeugträger wie auch reine Helikopterträger halte ich für eine "misverwendung" von Personal, dafür dass das Aufgabenprofil dieser Einheiten im Vergleich zu bspw LHDs eingeschränkt ist. Aber auch da kann man natürlich drüber diskutieren.
Einen Flugdeckkreuzer halte ich persönlich zwar für interessant, aber ich bin mir noch unsicher, ob das in unserem Kontext so effektiv funktioniert. Obgleich eine Vittorio Veneto 2.0 natürlich was hätte, aber ich glaube, dass ist mehr meine persönlich Vorliebe als tatsächlich operativ sinnvoll.
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Milspec_1967 schrieb:Alle Staaten der Erde, die Flugdeck Kreuzer (aka Flugzeugträger) einsetzen, haben mehr (USA,CHN, Turkei) oder weniger (F,, UK) expansionistisch aggressive Großmacht Angriffs Pläne damit.Was hat das mit expansionistischen Angriffsplänen zutun?
Wir brauchen das nicht!
Sollen wir jetzt auch Seezielflugkörper in der DM abschaffen, weil es Angriffswaffen sind?
Die Betreiber von Trägern sehen einfach schlicht einen Bedarf an luftseitigen Fähigkeiten an Orten, an denen sie über keine (oder keine ausreichenden) Luftwaffenstützpunkte verfügen. Genauso wie Amphibs dazu dienen, Truppen und Material dort anlanden zu können, wo kein Hafen zur Verfügung steht. Was man mit diesen Fähigkeiten jeweils macht ist eine andere Frage und im Beispiel USA kann man aktuell wohl durchaus von expansionistischen Angriffsplänen sprechen, aber so pauschal kann man das nicht sagen.
Spanien unterhält seine Trägerfähigkeiten nicht um in Südamerika einzufallen, Japan unterhält seine Trägerfähigkeiten nicht um in Korea einzufallen und Italien unterhält seine Fähigkeiten nicht, um in Nordafrika einzufallen.
Zitat:Der Verlust eines Flugzeugträgers für UK und F käme einem Staatsbankrott gleich!Der Verlust jedes größeren Marine-Assets wäre ein Staatsbankrott. Wenn uns hier eine Fregatte zu klump geschossen wird, richtet das einen politischen und moralischen Schaden an, von dem sich die Bundeswehr nie wieder erholt. Das Karfreitagsgefecht hat 3x Tote und 8x Verwundete gefordert und hat hier Wellen geschlagen die bis heute spürbar sind. Jetzt stell dir mal vor was passiert, wenn wir wirklich eine Fregatte verlieren und nicht 3x sondern 30x Tote und unzählige Schwerstverletzte zu beklagen sind.
Dann auch für uns.
Darauf ist die Gesellschaft - verständlicherweise - nicht vorbereitet. Und wird sie auch vermutlich nie sein, da wir hier nicht Nordkorea sind und den Bürger permanent mit Kriegspropaganda zuschütten. Wie das ein Argument gegen Träger sein soll, erschließt sich mir nicht.
Zitat:AAW für Nordmeer und Nordsee und Atlantik...Viel geringer, aber ein wenig, auch in der OstseeWieso sollten weniger AAW-Fähigkeiten in der Ostsee vonnöten sein? Die Nordsee ist vernachlässigbar, das norwegische Meer/das Nordmeer benötigt definitiv hochgradige AAW-Fähigkeiten und die Ostsee mEn ebenso. Ist genauso eine aktive Front, vermutlich sogar eine gefährdetere aufgrund der geringen Distanzen und hohen Sensordichte.
Zitat:viele kleinere Drohnen Träger für Infrastruktur Überwachung und Sicherung inkl Versorgung von Schiffen und USV/UUV (MUSE)Wozu braucht es Schiffe zum Schutz von Infrastruktur? Pipelines geschenkt, wobei das kein MuSE sondern eine möglichst billige Zivilkonversion braucht aber der Schutz von landseitiger Infrastruktur im LV/BV? Hamburg bewegt sich nicht, Thema USV/UUV geht doch landseitig? MCM genauso.
