Vor 1 Stunde
(Vor 2 Stunden)Broensen schrieb: Denn die würden ja für deren Einführung massiv zusammengestrichen werden müssen, weil für andere Plattformen kein Personal mehr da wäre.
Diese ewige Personaldiskussion ist mit dem hin- und hergerechne von Dienstposten schon unsinnig (so funktioniert es nicht, also taugt es auch nicht als Beispiel oder zur Demonstration oder als Basis für eine Diskussion), noch unsinniger wird sie, wenn nun zur Argumentation für oder gegen Einheiten einfach proklamiert wird, dass deshalb anderes verloren gehen muss. Das Thema Personal muss ernsthaft betrachtet werden, das gilt aber unabhängig von der Zahl der aktuell oder zukünftig benötigten Dienstposten, denn das Problem hat rein quantitativ keinerlei absoluten Grenzen in irgendeiner Form.
Und was den Rest angeht, die ganze Diskussion um einen deutschen Flugzeugträger (oder eine deutsche Flugdeckfregatte) krankt an den selbst aufgestellten Rahmenbedingungen. Nimm dazu einfach mein zuvor erwähntes Beispiel, ein Schiff der Kategorie Juan Carlos I. oder Trieste (nicht konkret diese Schiffe, damit daraus keine Metadiskussion wird) mit einem Fokus auf Führungs-, Unterstützungs- und Transportkapazitäten durch Hubschrauber und Boote für erweitertes IKM und als ASW/AAW-Basis im Bereich BV. Wir brauchen davon auf nationaler Ebene nicht mehr als eine Einheit, wenn wir hier eine internationale Kooperation eingehen können und so den Gesamtbestand entsprechender Schiffe in der EU stärken, wir könnten mit den entsprechenden Voraussetzungen durchaus zwei entsprechende Schiffe betreiben, diese könnten die primären Aufgaben der deutschen Marine in einer Bündnisverteidigung stärken (insbesondere übrigens bei einer Fregattenflotte, die zukünftig keine oder nur noch ein Hubschrauber pro Schiff trägt, ich erwähne es nur) und gleichzeitig ein wirksameres IKM-Mittel im Vergleich zu den heute vorhandenen Schiffen darstellen, insbesondere auch wenn es um Evakuierungsmissionen geht. Und nein, die deutsche Marine würde sich personell daran nicht verschlucken, so aufwändig sind derartige Schiffe im Betrieb nicht, sofern es generelle Lösungen zur Personalproblematik gibt.
Die Diskussion über deutsche "Träger" würde unter solchen Bedingungen sehr viel mehr Sinn ergeben, als immer wieder auf irgendwelche Indopazifikszenarien oder Nahost-Expeditionseinsätze oder FL- bzw. QE-Phantasien abzuschweifen.

PS: Nein, ich befürworte noch immer keine entsprechende Beschaffung, es sollten lieber die aktuellen Probleme in den Griff bekommen werden.
