19.03.2026, 14:52
(19.03.2026, 14:46)DopePopeUrban schrieb: Das ist ohnehin überfällig. Die hiesige Rüstungsindustrie nimmt sich hier zwischen immer mehr heraus und steht einer effektiven Bundeswehr durch Eigeninteressen immer öfter im Weg. Getrennte Unternehmensstrukturen braucht es weiterhin, aber Rüstungskonzerne gehören mMn nicht in den Privatbesitz. Das macht den Prozess nur unnötig kompliziert.
Das würde das Problem wohl kaum beheben, mMn eher noch deutlich schlimmer machen. Die Angehörigen der BW sind gute Ansprechpartner wenn es um dinge wie Arbeitsbedingungen, Quality of Life oder Housekeeping geht, aber die wenigsten Mitglieder der Truppe verfügen über eine strategische Durchsicht die ausreicht, um in der grundlegenden Organisation und dem Beschaffungswesen mitzureden. Die oft persönlichen Verbindungen zu Plattformen stünden dem ganzen eher noch im Weg, ich erinnere nur daran, wie sehr den S-Booten nachgeweint wurde.
Das "wie" kritisiere ich im Beschaffungswesen aber auch gar nicht. Das ist nicht toll aber auch nicht überdurchschnittlich schlecht, bei unseren Nachbarn läufts meistens nicht wirklich besser.
Ich kritisiere die pure Kopflosigkeit, die bei jedem einzelnen Beschaffungsprojekt der Marine ständig und universell an den Tag gelegt wird. Es gibt niemals einen Moment, an dem man sich hinsetzt und mal grundlegend die eigene Strategie und die eigene Komposition hinterfragt. Man behandelt Projekte als Inseln, die mit den umlegenden Inseln rein gar nichts zu tun haben. Die auch gegenseitig nicht aufeinander abgestimmt sind oder sonderlich gut miteinander arbeiten könnten. Und selbst wenn man dann mal die Gelegenheit zu grundlegenden Änderungen hat, wie bspw beim Standard-CMS, macht man die Wahl dessen von Faktoren abhängig, die durch den eigenen Flickenteppich verursacht wurden und keine Relevanz haben sollten.
Man tritt die Kanne der eigenen Disfunktionalität einfach immer weiter die Straße runter und lernt ums verrecken nicht aus seinen vorherigen Fehlern.
In der Mittelstand zivil Wirtschaft wird das oft gelöst, indem ALLE Abteilungen mit Leitung aber auch " fuss Soldaten des Alltags" und einer "Baustellen Liste" in ein Kloster in klausur gehen und der Chef am Ende ein von ALLEN getragenes und verabschiedete Gesamt Lösung Konzept sehen will.
So bekommt man auch diejenigen zwangsweise an einen Tisch, die sich im. Alltag nicht ab können und nie miteinander reden.
Bei VW und anderen groß Konzernen fkt das aber auch nicht... Fairerweise gesagt.
