Gestern, 23:24
Von der südafrikanischen Marine, der man sogar zutraute, eigenständig in den Bau konventioneller U-Boote einzusteigen, ist nur noch ein Schatten der ursprünglichen Stärke geblieben.
Die Lage am Kap ist aber nach wie vor von strategischer Bedeutung.
Das zeigt nun ein Manöver. das im "Kotext von BRICS" vor der Küste stattfindet und im Zuge zunehmender globaler Spannungen auf rege Beobachtung stößt. Die WELT berichtet:
Die Lage am Kap ist aber nach wie vor von strategischer Bedeutung.
Das zeigt nun ein Manöver. das im "Kotext von BRICS" vor der Küste stattfindet und im Zuge zunehmender globaler Spannungen auf rege Beobachtung stößt. Die WELT berichtet:
Zitat:Manöver bei Kapstadt
Mit dieser Marineübung setzt Südafrika seine wirtschaftliche Existenz aufs Spiel
[Bild: https://images.welt.de/6967b783587b0b117...2ae682-jpg]
Ein iranisches Kriegsschiff in einem Marinehafen nahe Kapstadt
Quelle: AFP/RODGER BOSCH
Pretoria ist unbeirrt auf Kollisionskurs mit Washington, lädt russische, chinesische und iranische Kriegsschiffe zum Manöver ein. Während die Regierung außenpolitisch immer noch in der Welt des Befreiungskampfes verharrt, zittern Abertausende um ihren Job.
Der Verweis auf die eigene Geschichte ist in Südafrika traditionell die schärfste rhetorische Waffe. So traf es den regierenden African National Congress (ANC) vor 15 Jahren schwer, als sich der ehemalige anglikanische Erzbischof Desmond Tutu echauffierte, die damalige ANC-Administration sei „schlimmer als die Apartheid“.
Wegen Duckmäusertum gegenüber dem wichtigsten Handelspartner China hatte Südafrika dem tibetischen Exiloberhaupt das Visum und damit die Teilnahme an Tutus 80. Geburtstag verweigert. Nun schlägt der aktuelle ANC-Koalitionspartner, die Democratic Alliance (DA), ähnliche Töne an. Sie vergleicht die brutale Niederschlagung der iranischen Proteste mit Massakern des Apartheid-Regimes während der 1960er- und 1970er-Jahre, wie in Sharpeville und Soweto.
Auslöser für die Analogie sind gemeinsame Marineübungen mit China, Russland und Iran, die seit Tagen vor der Küste Kapstadts stattfinden. Auf Einladung Südafrikas. „Wille zum Frieden“ heißt absurderweise das einwöchige Manöver, das wie eine Machtdemonstration der Brics-Staaten gegen den Westen wirkt. Die von kleinen antirussischen Protesten begleiteten Übungen im Marinestützpunkt Simon’s Town gelten in Washington als weiterer Beleg dafür, dass Südafrikas Selbstbeschreibung als geopolitisch neutraler Staat wenig glaubhaft ist.
[Bild: https://images.welt.de/6967b783587b0b117...2ae67h-jpg]
Ein chinesisches Kriegsschiff im Hafen von Simon's Town
Quelle: AFP/RODGER BOSCH
Eigentlich hätte das Manöver schon im November stattfinden sollen. Es wurde verschoben, weil Südafrika erstmals den G-20-Gipfel ausrichtete. Vorrangig ging es um begrenzte logistische Ressourcen – aber auch um die Hoffnung, den Konflikt mit den USA nicht weiter zu verschärfen. Denn die Beziehungen zu Washington sind bekanntlich auf einem historischen Tiefpunkt.
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Die Orientierungslosigkeit Südafrikas offenbarte sich schließlich zu Beginn der Militärübungen an Bord eines eigenen Kriegsschiffs. Dort wurde die südafrikanische Flagge versehentlich falsch herum gehisst. In der Seefahrt gilt das als etabliertes Notsignal – ein Zeichen des Kontrollverlusts.
