07.10.2024, 05:55
@Kongo Erich
Der Iran hat ein paar ernstzunehmende MRBMs, wie die Qadr-110, die Emad, die Fattah-1 (die aber erst vor einem Jahr präsentiert wurde, ihr Zulauf dürfte bislang eingrenzbar sein), die neueren Shahab-Weiterentwicklungen (wie die Shahab-3D, -ER und andere), die Ashoura und auch die recht nebulöse Sejjil, über die nun nicht so viel bekannt ist. Und dazu kommen noch recht viele Abwandlungen von einer Abwandlung von einer Abwandlung, wie vermutlich die Haj Qasem oder die Khorramshahr (1-4). Kurzum: Eine unübersichtliche Vielzahl von Modellen, die teils technisch miteinander verwoben sind. Das ist zwar verständlich, heißt aber nicht, dass man nun deswegen viele insgesamt hat. Zudem bin ich immer vorsichtig, wenn derart viele Modelle - die eher Ressourcen verschlingen, als zielführend zu wirken - irgendwie vorgeführt werden, weil dann der Augenmerk auf Kernsysteme verloren geht.
Die meisten Systeme fliegen zwischen 1.500 und 2.500 km weit. Aber wie viele hat der Iran davon? 1.000? 3.000? Ich neige eher zur niedrigeren Zahl. Vielleicht um die 1.500. Dazu kommt noch eine hohe vierstellige Zahl an Kurzstreckenwaffen. Mehr sind es aber vermutlich nicht, denn das Raketenkorps der IRGC zählt bspw. vermutlich um die 20.000 Mann. Wenn die 10.000 Flugkörper unterhalten müss(t)en, dann "schinden sie ihre Rösser zu Tode", wie es so schön heißt.
Und die Frage nach der Logistik und der generellen Einsatzbereitschaft haben wir noch nicht mal angeschnitten.
Schneemann
Zitat:Wie viele Abschusseinrichtungen oder gar wie viele Raketen (sind es wirklich ~ 3000) hat der Iran?Das ist sicher eine gute Frage, die kaum wer außer den Iranern selbst beantworten kann. Aber wir müssen zwischen wirklichen - ohne diese Diskussion aus dem anderen Strang wieder aufwärmen zu wollen - ballistischen Raketen und Drohnen und Kurzstreckenwaffen unterscheiden. Und zwischen Raketen und deren Startern.
Der Iran hat ein paar ernstzunehmende MRBMs, wie die Qadr-110, die Emad, die Fattah-1 (die aber erst vor einem Jahr präsentiert wurde, ihr Zulauf dürfte bislang eingrenzbar sein), die neueren Shahab-Weiterentwicklungen (wie die Shahab-3D, -ER und andere), die Ashoura und auch die recht nebulöse Sejjil, über die nun nicht so viel bekannt ist. Und dazu kommen noch recht viele Abwandlungen von einer Abwandlung von einer Abwandlung, wie vermutlich die Haj Qasem oder die Khorramshahr (1-4). Kurzum: Eine unübersichtliche Vielzahl von Modellen, die teils technisch miteinander verwoben sind. Das ist zwar verständlich, heißt aber nicht, dass man nun deswegen viele insgesamt hat. Zudem bin ich immer vorsichtig, wenn derart viele Modelle - die eher Ressourcen verschlingen, als zielführend zu wirken - irgendwie vorgeführt werden, weil dann der Augenmerk auf Kernsysteme verloren geht.
Die meisten Systeme fliegen zwischen 1.500 und 2.500 km weit. Aber wie viele hat der Iran davon? 1.000? 3.000? Ich neige eher zur niedrigeren Zahl. Vielleicht um die 1.500. Dazu kommt noch eine hohe vierstellige Zahl an Kurzstreckenwaffen. Mehr sind es aber vermutlich nicht, denn das Raketenkorps der IRGC zählt bspw. vermutlich um die 20.000 Mann. Wenn die 10.000 Flugkörper unterhalten müss(t)en, dann "schinden sie ihre Rösser zu Tode", wie es so schön heißt.
Und die Frage nach der Logistik und der generellen Einsatzbereitschaft haben wir noch nicht mal angeschnitten.
Schneemann