27.01.2017, 10:00
Ein paar Zahlen in den Raum zu werfen ist kein Argument, und an "einfachen Fakten" erkennt man in diesem hochkomplexen Thema gar nichts. Sowohl die geographische (Küstenlinie absolut und im Verhältnis zur Landfläche, Inseln, etc.) wie auch die politische Situation (Kriegszustand mit Nordkorea, Konkurrenzsituation mit China/Japan/Russland) machen klar, wie deutlich der Unterschied zwischen Deutschland und Südkorea in Fragen der Marine ausfallen muss, und wie unterschiedlich sie dem folgend auch ausgestattet sind. Gerade die jüngere Geschichte der koreanischen Marine macht dabei auch deutlich, dass Budgetfragen und Prioritätenwechsel dort nicht seltener Vorkommen als dies bei uns der Fall ist. Insofern ist dein Rückschluss nur anhand einiger Zahlen ziemlich brüchig 
Das ändert allerdings nichts daran, dass die Ausstattung unserer Marine tatsächlich als Lächerlich bezeichnet werden kann, bedenkt man die an sich gestellten Leistungsforderungen. Das Thema "Gorch Fock" ist da nur ein weiteres Beispiel für den Unsinn, den man sich selbst aus vermeintlichen Fachkreisen dazu anhören muss. Etwa aus dem Link von Vanitas als Aussage des Ministeriums:
"Die Untersuchung ergab, dass nur durch den Weiterbetrieb der GORCH FOCK für die Marine nahezu bruchfrei ein Schiff zur Ausbildung des Nachwuchses zur Verfügung gestellt werden kann.
Jede Alternative lässt z.B. das Arbeiten der Offizieranwärter in der Takelage nicht zu, da nur die GORCH FOCK über die gesetzten Sicherheitsstandards verfügt."
Natürlich ist eine Ausbildung zur See auch in Zukunft wichtig, ebenso halte ich es persönlich für gut und richtig, ein repräsentatives Schiff als Botschafter in Weiß in der Flotte zu haben, das bewusst kein modernes Kriegsschiff ist. Der Anblick eines Großseglers fasziniert gerade heute die Menschen ungemein, und leistet eine bessere Öffentlichkeitsarbeit, als es eine Youtube-Serie je könnte. Nur geht es nicht darum, die Bedienung eines solchen Schiffes zum Selbstzweck zu erlernen. Wenn Sicherheitsstandards für Arbeiten von Anwärtern in der Takelage durch Ersatzschiffe nicht erfüllt werden können (warum das der Fall sein soll, weiß ich allerdings nicht), dann muss man die Arbeit selbst in Frage stellen. Während der Liegezeiten der Gorch Fock konnte die Ausbildung auch auf Ersatzschiffen weiter erfolgen, nicht mit dem gleichen Gesamtumfang, aber mit den gleichen Zielen und Ergebnissen. Und nur darauf kommt es an. Adäquate Schiffe für eine Übergangszeit sind vorhanden, man muss sie nur chartern und sich darauf einlassen, dass die Ausbildungsinhalte entsprechend angepasst werden müssen, und ein Neubau ist selbst in der Größenordnung der Gorch Fock für deutlich niedrigere Kosten machbar, selbst wenn man keine Anlagen weiternutzen könnte.

Das ändert allerdings nichts daran, dass die Ausstattung unserer Marine tatsächlich als Lächerlich bezeichnet werden kann, bedenkt man die an sich gestellten Leistungsforderungen. Das Thema "Gorch Fock" ist da nur ein weiteres Beispiel für den Unsinn, den man sich selbst aus vermeintlichen Fachkreisen dazu anhören muss. Etwa aus dem Link von Vanitas als Aussage des Ministeriums:
"Die Untersuchung ergab, dass nur durch den Weiterbetrieb der GORCH FOCK für die Marine nahezu bruchfrei ein Schiff zur Ausbildung des Nachwuchses zur Verfügung gestellt werden kann.
Jede Alternative lässt z.B. das Arbeiten der Offizieranwärter in der Takelage nicht zu, da nur die GORCH FOCK über die gesetzten Sicherheitsstandards verfügt."
Natürlich ist eine Ausbildung zur See auch in Zukunft wichtig, ebenso halte ich es persönlich für gut und richtig, ein repräsentatives Schiff als Botschafter in Weiß in der Flotte zu haben, das bewusst kein modernes Kriegsschiff ist. Der Anblick eines Großseglers fasziniert gerade heute die Menschen ungemein, und leistet eine bessere Öffentlichkeitsarbeit, als es eine Youtube-Serie je könnte. Nur geht es nicht darum, die Bedienung eines solchen Schiffes zum Selbstzweck zu erlernen. Wenn Sicherheitsstandards für Arbeiten von Anwärtern in der Takelage durch Ersatzschiffe nicht erfüllt werden können (warum das der Fall sein soll, weiß ich allerdings nicht), dann muss man die Arbeit selbst in Frage stellen. Während der Liegezeiten der Gorch Fock konnte die Ausbildung auch auf Ersatzschiffen weiter erfolgen, nicht mit dem gleichen Gesamtumfang, aber mit den gleichen Zielen und Ergebnissen. Und nur darauf kommt es an. Adäquate Schiffe für eine Übergangszeit sind vorhanden, man muss sie nur chartern und sich darauf einlassen, dass die Ausbildungsinhalte entsprechend angepasst werden müssen, und ein Neubau ist selbst in der Größenordnung der Gorch Fock für deutlich niedrigere Kosten machbar, selbst wenn man keine Anlagen weiternutzen könnte.