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(20.03.2026, 19:14)C-152 schrieb: Ein Flugzeugträger ist eine Offensivwaffe
Pauschal nicht, weder historisch noch aktuell und insbesondere mit Blick auf die Arktis könnte ein Träger als Defensivmittel mit einem erweiterten Konzept des Sea Control Ships durchaus Sinn ergeben.
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(20.03.2026, 20:00)Helios schrieb: Pauschal nicht, weder historisch noch aktuell und insbesondere mit Blick auf die Arktis könnte ein Träger als Defensivmittel mit einem erweiterten Konzept des Sea Control Ships durchaus Sinn ergeben.
So könnte man das sehen, ja. Aber wäre es stattdessen nicht einfacher auf Spitzbergen und Grönland Luftwaffenbasen zu bauen, zusammen mit NOR und DEN?
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(20.03.2026, 11:01)Ottone schrieb: Zitat:Bei deutschen Werften habe ich nur kleinere wenig innovative Minen-Boot-Konzepte gesehen.
Schon in der Frankenthal Klasse et al steckt nicht wenig Wissen und Technik
Wenn ich mich nicht täusche, sind A&R sogar Weltmarktführer für Minenjäger. "Innovation" besteht nicht nur aus UxVs.
Zitat:Das erklärt auch, warum ASuW Korvette und Minenjäger schwerlich miteinander kombinierbar sind. Zum Eskort gegnerischer Einheiten sind Minenjäger zu langsam, aber immerhin für einfachere Wachbootaufgaben nutzbar.
Das kommt drauf an, welchen Teil der Aufgaben von Korvetten mit der MCM-Fähigkeit kombiniert werden. Ich fordere das ja immer für die Nachfolge von K130+MJ332, dann aber explizit in Kombination mit einer leichten Geleitschutzfregatte, die diesen Teil der Korvettenaufgaben übernimmt, während die "MCM-Korvetten" nur den Aufklärungs-Part übernehmen sollen.
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In einem derzeit anzunehmenden Konflikt in der BV werden die in Europa vorhandenen Träger keine Rolle spielen. Sie werden aber letztendlich soviel Ressourcen binden das andere Aufgaben nicht sichergestellt werden können. Das Problem ist heute schon klar erkennbar .
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(20.03.2026, 20:46)C-152 schrieb: So könnte man das sehen, ja. Aber wäre es stattdessen nicht einfacher auf Spitzbergen und Grönland Luftwaffenbasen zu bauen, zusammen mit NOR und DEN?
Dann hast du Flugzeuge auf Grönland und Spitzbergen, die je nach konkretem Operationsgebiet hunderte Kilometer Anmarschweg haben, also entsprechend auch in der Luft betankt werden müssen. Du brauchst also exponierte Tanker mit eigenem Schutz, um die Flugzeuge zu betanken, die den Schutz für Schiffe darstellen sollen, die die Hubschrauber zum Einsatz bringen, um das Seegebiet zu sichern.
Dabei geht es nicht nur um Aufwand (gut möglich, dass dieser rein finanziell und personell tatsächlich kleiner wäre, allerdings habe ich da so meine Zweifel, das müsste man mal durchrechnen), sondern um viele Aspekte auch bezüglich Aufklärbarkeit und Gefährdungsgrad beispielsweise.
Ich bin im übrigen kein Verfechter eines deutschen Flugzeugträgers (wir haben wahrlich andere Probleme), aber die Aussage, diese seien Offensivwaffen ist nicht haltbar und Einsatzszenarien im Bereich BV für entsprechend ausgelegte Träger sind durchaus denkbar.
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Spitzbergen wird mE nur von Norwegen verwaltet. Aus meiner Sicht ist es völkerrechtlich mindestens umstritten, ob die NATO dort Flugzeuge stationieren könnte. Zumal es dort auch noch, wenn auch kleine russische Gemeinden gibt.
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Auf Spitzbergen ist laut dem Spitzbergenvertrag eine dauerhafte Stationierung von Militär nicht gestattet.
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Wir sprechen hier von einem Krieg zwischen der NATO und Russland plus deren Verbündeten, ich befürchte, das Völkerrecht oder irgendwelche Verträge über den militärischen Status von Inseln spielen da eine untergeordnete Rolle. Allenfalls ließe sich anführen, dass der Bau entsprechender Einrichtungen auf Spitzbergen erstmal erfolgen muss, dass wäre aber auch jetzt schon möglich, aber für die eigentliche Fragestellung ist das unerheblich.