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„Milspec_1967“ schrieb:Aber auch nicht überschätzen. Eine Überschätzung wäre es anzunehmen, dass Russland so einen Krieg gewinnen würde.
Zitat:Wenn es drauf ankommt, könnte hier in westlichen Europa eine militärische Industrie macht geweckt werden,von dem unser "Total Krieg" zwerg 1943 gegen Russland nicht träumen konnte.
Die jeweiligen nationalen Rüstungsindustrien werden deutlich zu egozentrisch sein um in solchen Situationen effektiv zu funktionieren, erst recht nicht Verbund miteinander. Die sind primär mit Geld scheffeln beschädigt, Krisenfest sind die kein bisschen. Das werden Rüstungsunternehmen in Privatbesitz auch vermutlich nie sein können, da Produktionskapazitäten über dem Normalbedarf viel Geld Kosten aber keinen zusätzlichen Umsatz generieren.
Bei Staatsunternehmens wäre das etwas anderes aber da sich hier sowieso niemand in diesem Land gegenüber der Privatindustrie durchsetzten kann und Verstaatlichungen hier ein Unwort zu sein scheint, denke ich mal, das in die Richtung nichts kommen wird.
Zitat:OK... Wir(D) haben ja nicht die geilen FDI Fregatten .. Na dann muss Deutschland wohl sofort kapitulieren, gell Angel
Der FDI weine ich deutlich weniger hinterher als ihrer Theatre AD-Befähigung. Eine entsprechend nachgerüstete K130 wäre auch noch vertretbar, aber die kommt ebenfalls nicht. Genauso wenig wie volldimensional befähigte Fregatten oder ein zusammenhängendes Flottenkonzept… vermutlich auch keine Akzeptanz der Realität.
Also alles beim Alten.
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(11.03.2026, 21:26)DopePopeUrban schrieb: Und wie willst du das anstellen, wenn die Baltikflotte nicht zum kämpfen rauskommt? Die meisten AShM der russischen Marine sind in der Lage, große Teile der Ostsee abzudecken ohne, dass die Trägereinheit dafür verlegen muss. Es hindert die Einheiten nicht daran, sich in bspw Kaliningrad zu verschanzen und als schwimmende Raketenbatterien zu fungieren.
Was dann wiederum ein Problem für uns wäre, da diese Einrichtungen relativ umfangreich gegen Boden- und Luftangriffe befähigt sind. Da sind in Friedenszeiten bereits mehrere Großverbände mit rund 30.000 Soldaten stationiert und im Vorlauf eines sich abzeichnenden Konflikts können das noch deutlich mehr werden.
An Kaliningrad wird man lange kauen müssen bevor auch nur ein einziges Schiff der Baltikflotte angegriffen werden kann, ohne, dass man dabei selber massive Verluste nimmt.
Das sollte man nicht unterschätzen.
Wieso wird bei dem Kram immer die Aufklärungskomponente ignoriert? Ich muss Ziele vorher genau orten ansonsten bringen mir gerade die weitreichenden Flugkörper wenig.
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(13.03.2026, 19:53)Pmichael schrieb: Wieso wird bei dem Kram immer die Aufklärungskomponente ignoriert? Ich muss Ziele vorher genau orten ansonsten bringen mir gerade die weitreichenden Flugkörper wenig. Wird sie nicht. Ich verweise da auf die vorherigen Diskussionen, die wir bereits zu diesem Thema hatten. Jüngst im MUsE Thread, davor ebenfalls mehrmals.
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(13.03.2026, 20:09)DopePopeUrban schrieb: Wird sie nicht. Ich verweise da auf die vorherigen Diskussionen, die wir bereits zu diesem Thema hatten. Jüngst im MUsE Thread, davor ebenfalls mehrmals.
Und anscheinend wird das jedes Mal verschwiegen, damit man das Spiel der russischen Systeme, die angeblich überall und immer treffen können, spielen kann. Realistisch betrachtet werden diese Systeme in einem Krieg blind sein und das Risiko für die NATO-Streitkräfte eher theoretischer Natur sein als eine echte Bedrohung darstellen.
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(14.03.2026, 12:34)Broensen schrieb: Die A-200 will man doch gar nicht haben. Präziser: Nicht als Ersatz für die F126. Wenn man bis 2029 möglichst schnell aufwachsen und Flaggenstöcke haben will, dann steht das 1. Los K130 ganz sicher nicht bis dahin auf der Liste der auszumusternden Einheiten, auch nicht um Personla für eine/mehrere A-200 zu generieren.
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Generell würden nach aktuellen Planung 2029 keine Personalressourcen zur Verfügung stehen um ein neues Fregattenlos zu bemannen sofern man die Bestandsflotte nicht verkleinern möchte. Die F123B ist zu diesem Zeitpunkt gerade frisch aus dem Refit und soll erst beginnend mit der F126 ausgemustert werden, die F124 wird bis zu F127 durchhalten müssen und die F125 macht Überstunden um die Unverfügbarkeit von F123/F124 zu kompensieren, zumal man die Klasse nach KM2035+ noch weiter unterhalten möchte.
Das 1. Baulos der K130 hält noch bis in die frühen 2040er durch, das 2. Baulos bis in die 2050er.
Also unabhängig davon ob man wollen würde oder nicht, ließe sich eine Interimsbeschaffung wohl nicht parallel zur Bestandsflotte unterhalten.
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(14.03.2026, 14:35)DopePopeUrban schrieb: Generell würden nach aktuellen Planung 2029 keine Personalressourcen zur Verfügung stehen um ein neues Fregattenlos zu bemannen sofern man die Bestandsflotte nicht verkleinern möchte. Die F123B ist zu diesem Zeitpunkt gerade frisch aus dem Refit und soll erst beginnend mit der F126 ausgemustert werden, die F124 wird bis zu F127 durchhalten müssen und die F125 macht Überstunden um die Unverfügbarkeit von F123/F124 zu kompensieren, zumal man die Klasse nach KM2035+ noch weiter unterhalten möchte.
Das 1. Baulos der K130 hält noch bis in die frühen 2040er durch, das 2. Baulos bis in die 2050er.
Also unabhängig davon ob man wollen würde oder nicht, ließe sich eine Interimsbeschaffung wohl nicht parallel zur Bestandsflotte unterhalten.
Wenn Meko A200 ab 2029 mit 4 Einheiten UND F126 ab 2031 mit 6 Einheiten tatsächlich „parallel“ zulaufen sollten… dann muss man zwischen 2032-35 das 1. Los K130 stilllegen und verkaufen… was nach 20 Jahren dann auch OK ist…
Die F127 werden zwischen 2035-2040 mit 6 Einheiten zulaufen… und dann F124 ablösen…
F123 können ab 2036/37 auch abgelöst werden… wenn alle F126 einsatzbereit sind…
Ich sehe da jetzt kein massives Personalproblem…
wenn man ab 2040 dann:
6-8 x F126
6-8 x F127
4 x Meko A200
5 x K130 2. Los
3-4 x F125
6 x MUSE
besetzen muss… dann sollte das machbar sein…
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Der Vorteil der A-200 könnte darin bestehen, dass man sie mit dem Blick auf "Wehrdienstleistende" planen kann. Wenn Ägypten eins hat dann sind das Menschen ... aber wenn man auf Automation verzichtet, dann kommt nach dem erneuten Ende einer "Wehrpflicht" wieder der Hammer.
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(14.03.2026, 14:35)DopePopeUrban schrieb: Die F123B ist zu diesem Zeitpunkt gerade frisch aus dem Refit und soll erst beginnend mit der F126 ausgemustert werden, die F124 wird bis zu F127 durchhalten müssen und die F125 macht Überstunden um die Unverfügbarkeit von F123/F124 zu kompensieren, zumal man die Klasse nach KM2035+ noch weiter unterhalten möchte.
Das 1. Baulos der K130 hält noch bis in die frühen 2040er durch, das 2. Baulos bis in die 2050er.
Also unabhängig davon ob man wollen würde oder nicht, ließe sich eine Interimsbeschaffung wohl nicht parallel zur Bestandsflotte unterhalten.
Du schreibst, dass die F123 und 124 wenig verfügbar sind und webst das in die Gründe für nicht verfügbares Personal ein. Wenn die 123 und 124 eine so geringe Verfügbarkeit haben, könnte man hier ja jeweils eine Besatzung abziehen. Warum die 123 eine geringe Verfügbarkeit haben wird, erschließt sich mir allerdings nicht. Bei der 124 kann ich mir das schon ehr vorstellen.
Das erste Los K130 am laufen zu halten nur weil es noch Restlebenszeit hat, erschließt sich mir auch nicht unbedingt. Wenn ich die Wahl habe das erste Los zu verkaufen und dafür Personal für A200 freischaufle überlege ich nicht zweimal. Ich betreibe doch nicht in einer Krisensituation Schiffe welche für völlig andere Szenarien entworfen wurden.
Selbst bei der 125 könnte man eine Besatzung einsparen, wenn man damit kampfstärkere Schiffe bemannen kann. Und ja, ein Personalaufbau wäre auch eine Option. Aber das scheinen einige hier ja als Ding der Unmöglichkeit zu sehen.
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(14.03.2026, 15:25)Ottone schrieb: Der Vorteil der A-200 könnte darin bestehen, dass man sie mit dem Blick auf "Wehrdienstleistende" planen kann. Wenn Ägypten eins hat dann sind das Menschen ... aber wenn man auf Automation verzichtet, dann kommt nach dem erneuten Ende einer "Wehrpflicht" wieder der Hammer.
Wer braucht 2035 noch die F-125?
Dss kann EINE (mehr auf einmal in IKM wird es eh nicht) F-126 locker erledigen... auch in Ausdauer und Missions Equipment Flexibilität.
Die F-125 muss schnellstens weg, da das ein dicker Polizei Wal ist ... ohne militärisch erwähnenswerte self defense!
Wenn man 5xK-130/1 und 4xF-125 abwrackt (kaufen wird diese Kampf schwachen Schiffe eh niemand) ist genügend Personal für alles andere vorhanden.
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(14.03.2026, 14:59)ObiBiber schrieb: Wenn Meko A200 ab 2029 mit 4 Einheiten UND F126 ab 2031 mit 6 Einheiten tatsächlich „parallel“ zulaufen sollten… dann muss man zwischen 2032-35 das 1. Los K130 stilllegen und verkaufen… was nach 20 Jahren dann auch OK ist… Das wird aber nicht passieren, denn die A-200DEU wird nicht für die Ostsee beschafft. Die Zweitverwendung dieser Klasse als Korvetten-Ersatz entstammt der Forenszene, über die offizielle und semi-offizielle Kommunikation ist davon nichts zu hören. Wenn der von offizieller politischer Seite kommunizierter primäre Beschaffungsgrund für die A-200DEU, also eine befürchtete massive Verspätung der F126, wegfällt, wird es keine einzige A-200DEU geben.
Man muss hier ein wenig zwischen Politikern/Rüstungslobbyisten und BMVg unterscheiden.
Zitat:Ich sehe da jetzt kein massives Personalproblem…
wenn man ab 2040 dann:
6-8 x F126
6-8 x F127
4 x Meko A200
5 x K130 2. Los
3-4 x F125
6 x MUSE
besetzen muss… dann sollte das machbar sein…
Guck ein zweites mal hin, dann siehst dus vielleicht
Der stark vereinfachte Status Quo ist, dass die Marine mit ihren aktuellen Personalressourcen so gerade eben mit Mühe und Not ihre 11x Fregatten unterhalten kann. Obgleich es auch da an einigen Stellen mangelt, aber nehmen wir das mal Näherungsweise an.
Mit Stammbeatzungen von 4x 220 (F123), 3x 230 (F124) und 4x 110 (F125) steht hier rein rechnerisch gesehen ein Personalpool von 2010x zur Verfügung, wobei das in der Realität zwischen 100-200x mehr sein werden. Sagen wir der Einfachheit halber 2200x.
Laut Kurs Marine 2035+ wird der zukünftige Bedarf wie folgt aussehen
-> 4x F125 (je 110x) = 440x
-> 6x F126 (je 120x) = 480x
-> 6x F127 (je 180x) = 1080x
macht insgesamt 2000x mit entsprechender Karenz, da die Stammbesatzungen von F125/F126 in der Realität etwas größer ausfallen. Das geht einigermaßen auf.
Für die von dir skizzierte Flottenstruktur fehlen uns mal eben ganze 600-800x Besatzungsmitglieder und das alleine bei den MSC, trotz eingerechneten Kapazitäten durch weniger Korvetten. Und in Anbetracht dessen, dass da einige hoch spezialisierte Posten dabei sind, an denen es schon in der Bestandsflotte fehlt, wird das nichts.
Schon meine favorisierte Flottenstruktur mit einer volldimensional befähigten Doppelklasse geht schon von nur 15x MSC aus, weil die verfügbaren Personalressourcen gar nicht mehr hergeben. Und auch darin würde es vermutlich schon zu harten Engpässen kommen, hier aber nochmal deutlich mehr.
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Ottone schrieb:Der Vorteil der A-200 könnte darin bestehen, dass man sie mit dem Blick auf "Wehrdienstleistende" planen kann. Wenn Ägypten eins hat dann sind das Menschen ... aber wenn man auf Automation verzichtet, dann kommt nach dem erneuten Ende einer "Wehrpflicht" wieder der Hammer. Wieso sollte eine A-200 einfacher von Wehrdienstleistenden zu betreiben sein, als andere Schiffe? Eher ist es andersherum, Automatisierung reduziert üblicherweise den Bedarf besonders da, wo hochqualifiziertes Personal benötigt wird, was WDL ja gerade nicht sind.
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Leuco schrieb:Du schreibst, dass die F123 und 124 wenig verfügbar sind und webst das in die Gründe für nicht verfügbares Personal ein. Ne, die Passage bezieht sich nicht auf die Personalressourcen als Grund, sondern um die Verwendungsmöglichkeiten der Bestandsflotte bis zu ihrem Ersatz. Bis die F123B ihre IOC erreicht haben, haben wir hier locker 2030/31, bis dahin stehen sie für etwaige Aufgaben nicht zur Verfügung. Mit Mühe und Not schaffen wir es gerade noch so, die F124 im Dreier-Zyklus zu unterhalten und die sind eigentlich immer vor Norwegen beschäftigt. Die F125 ist eigentlich die einzige Klasse, die sich aktuell überhaupt noch außerhalb der Nordsee blicken lässt, ohne die würden wir unseren Verpflichtungen im Mittelmeer und im Nahen Osten nicht nachkommen können.
Soll soviel heißen wie unsere Fregattenflotte arbeitet am absoluten Limit und das wird bis in die frühen 2030er auch so bleiben, vorher wird vermutlich keine einzige Fregatte außer Dienst gestellt.
Zitat:Das erste Los K130 am laufen zu halten nur weil es noch Restlebenszeit hat, erschließt sich mir auch nicht unbedingt. Wenn ich die Wahl habe das erste Los zu verkaufen und dafür Personal für A200 freischaufle überlege ich nicht zweimal. Ich betreibe doch nicht in einer Krisensituation Schiffe welche für völlig andere Szenarien entworfen wurden.
Die 5x K130 des ersten Bauloses schaffen aber schon rein rechnerisch nur Personalressourcen für maximal 2x A-200DEU und das vorausgesetzt, dass der Besatzungspool der Korvetten voll besetzt ist, was er mWn nicht ist. Und vor allem: wenn die A-200DEU Personalressourcen der K130 erhält, muss diese auch zwangsweise von Stunden 0 an in der Ostsee arbeiten, weil dort sonst Fähigkeiten fehlen, für die der Bestand aktuell sowieso nur dürftig ausgerüstet ist.
Da reden wir dann nicht mehr über eine Interimslösung für ASW-Fähigkeiten im Nordmeer sondern über einen dezidierten Ersatz der K130. Über die Eignung der A-200 für dieses Aufgabenprofil kann man sich streiten, aber das wäre eine völlig andere Diskussion, vor allem eine ohne jeglichen Zeitdruck.
Der Ansatz den ich damals mit der FDI verfolgt hatte ging schon davon aus, Personalressourcen aus der F124 und nicht der K130 zu ziehen, eben weil sie Letztere nicht vor Mitte der 2030er würde ersetzen können. Was auch möglich gewesen wäre, da die FDI auch die Fähigkeiten der F124 übergangsweise hätte ersetzen können. Das geht mit einer A-200 aber natürlich nicht, entsprechend könnte man auf diese Personalressourcen auch nicht zugreifen. Da bliebe nur die F123B, die für eine A-200 garantiert nicht ausgemustert werden würde, oder die F125, die aktuell unsere einzige wirklich IKM-Befähigung darstellt und obendrein auch noch die einzige Fregattenklasse der Marine ist, die mit CTG-Führungsinfrastruktur ausgestattet ist.
Also so einfach ist das alles nicht. Die Lage in der wir uns hier befinden/ in die wir uns mit unserer vollkommen wirren und unzusammenhängenden Flottenstruktur hineinmanövriert haben (und das wird im zukünftigen Flottenmix wohl noch schlimmer werden), ist, salopp gesagt, richtig scheiße.
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(14.03.2026, 12:34)Broensen schrieb: Aus Sicht der Marine ist aber genau das doch das Positive an der A-200: Sie setzt Rheinmetall unter Druck, die eigentlich gewünschte F126 rechtzeitig abzuliefern. Die A-200 will man doch gar nicht haben.
Kleine korrektur, die marine und das Parlament wollen die A-200, das BMVg aber nicht.
(14.03.2026, 14:35)DopePopeUrban schrieb: Das 1. Baulos der K130 hält noch bis in die frühen 2040er durch, das 2. Baulos bis in die 2050er.
Also unabhängig davon ob man wollen würde oder nicht, ließe sich eine Interimsbeschaffung wohl nicht parallel zur Bestandsflotte unterhalten.
Nur zur Info, das Nutzungsdauerende der Los 1. K130 ist 2038/2039, da diese Schiffe nur für 30 Jahre ausgelegt wurden.
Das verändert die Kalkulation.
Kurze Jahreskal. unter der annahme, das alles so wie geplant kommt(wird es nicht aber trotzdem beste Rechengrundlage)
Ab 2Hj 2029-2031(alle 6 Monate eine) laufen 4 A-200 zu heißt wir haben Mitte 2031 15 FFG und 10 Kor
Ab 2Hj 2031-2035(alle 9 Monate eine) laufen 6 F126 zu und im gleichen Zeitraum werden die F123 außer dienst gestellt. heißt wir haben Mitte 2035 17 FFG und 10 Kor
Ab 2Hj 2035-2040 (alle 9 Monate eine) laufen 8 F127 zu, von 2036-2037 gehen die F124 außer dienst und 2038-2039 die K130 Los 1. heißt wir haben 2040 22 FFG und 5 Kor
Damit wächst die Marine bis 2031 schnell in der Einheitenzahl, dann bis 2035 moderat in Einheitenzahl und Einheitenleistungsfähigkeit und danach bis 2040 vor allem in Einheitenleistungsfähigkeit.
(14.03.2026, 16:11)DopePopeUrban schrieb: Der stark vereinfachte Status Quo ist, dass die Marine mit ihren aktuellen Personalressourcen so gerade eben mit Mühe und Not ihre 11x Fregatten unterhalten kann. Obgleich es auch da an einigen Stellen mangelt, aber nehmen wir das mal Näherungsweise an.
Mit Stammbeatzungen von 4x 220 (F123), 3x 230 (F124) und 4x 110 (F125) steht hier rein rechnerisch gesehen ein Personalpool von 2010x zur Verfügung, wobei das in der Realität zwischen 100-200x mehr sein werden. Sagen wir der Einfachheit halber 2200x.
Laut Kurs Marine 2035+ wird der zukünftige Bedarf wie folgt aussehen
-> 4x F125 (je 110x) = 440x
-> 6x F126 (je 120x) = 480x
-> 6x F127 (je 180x) = 1080x
macht insgesamt 2000x mit entsprechender Karenz, da die Stammbesatzungen von F125/F126 in der Realität etwas größer ausfallen. Das geht einigermaßen auf.
Für die von dir skizzierte Flottenstruktur fehlen uns mal eben ganze 600-800x Besatzungsmitglieder und das alleine bei den MSC, trotz eingerechneten Kapazitäten durch weniger Korvetten. Und in Anbetracht dessen, dass da einige hoch spezialisierte Posten dabei sind, an denen es schon in der Bestandsflotte fehlt, wird das nichts.
Schon meine favorisierte Flottenstruktur mit einer volldimensional befähigten Doppelklasse geht schon von nur 15x MSC aus, weil die verfügbaren Personalressourcen gar nicht mehr hergeben. Und auch darin würde es vermutlich schon zu harten Engpässen kommen, hier aber nochmal deutlich mehr.
Verfollständigen wir jz mal die Rechnung mal mit den Richtigen zahlen:
Für die F125 gibt es heute 6 Besatzungen
also: 6x F125 (je 120x) = 720x
4x F123 (je 220x) = 880x
3x F124 (je 230x) =690x
10x K130 (je 65x) = 650x
Alles in allem auf der Kampfflotte: 2940 Mann
Potenzielle Flotte 2040 Abkehr von Mehrbesatzungskonzept:
4x F125 (je 120x) = 480x
6x F126 (je 120x) = 720x
8x F127 (je 180x) = 1440x
4x A-200 (je 120x) = 480x
5x K130 (je 65x) = 325x
Alles in allem 3445 Mann, was ein Moderater Anstieg (ca. 15%) ist, wenn man beachtet über was für einen Zeitraum wir hier sprechen(15 Jahre).
Wir reden hier um einen Zuwachs von einem Prozent pro Jahr.
Bei den U-Booten steht im Gleichen Zeitraum an anwachsen von 50-110% an und der U-Bootdienst ist sehr anspruchsvoll (physisch und psychisch), verglichen zur Überwasserflotte.
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(14.03.2026, 14:07)Ottone schrieb: Wenn man bis 2029 möglichst schnell aufwachsen und Flaggenstöcke haben will, dann steht das 1. Los K130 ganz sicher nicht bis dahin auf der Liste der auszumusternden Einheiten, auch nicht um Personla für eine/mehrere A-200 zu generieren. "Auf der Liste" steht das sowieso nur bei uns hier.
(14.03.2026, 15:33)Leuco schrieb: Ich betreibe doch nicht in einer Krisensituation Schiffe welche für völlig andere Szenarien entworfen wurden. Die Sinnhaftigkeit dahinter, die K130 in einer LV/BV- und Ostsee-fokussierten Marine weiter zu betreiben, hängt doch primär davon ab, wie wertvoll sie für die flächendeckende Überwachung der Ostsee sind und wie gut sie diese Aufgabe weiterhin erfüllen können. Und bisher scheint man nicht davon auszugehen, dass sie das nicht können oder dafür nicht benötigt werden würden. Dementsprechend halte ich einen vorzeitigen Ersatz für ausgeschlossen, anders als bei der F125, deren Schwächen inzwischen zu offensichtlich werden, um sie zu ignorieren.
(14.03.2026, 16:14)roomsim schrieb: Kleine korrektur, die marine und das Parlament wollen die A-200, das BMVg aber nicht. Ist das so? Gibt es entsprechende Aussagen von relevanten Marinevertretern?
(14.03.2026, 14:59)ObiBiber schrieb: Ich sehe da jetzt kein massives Personalproblem… (14.03.2026, 15:33)Leuco schrieb: Wenn ich die Wahl habe das erste Los zu verkaufen und dafür Personal für A200 freischaufle überlege ich nicht zweimal. ....
Und ja, ein Personalaufbau wäre auch eine Option. Aber das scheinen einige hier ja als Ding der Unmöglichkeit zu sehen. (14.03.2026, 16:11)DopePopeUrban schrieb: Der stark vereinfachte Status Quo ist, dass die Marine mit ihren aktuellen Personalressourcen so gerade eben mit Mühe und Not ihre 11x Fregatten unterhalten kann.
...
Mit Stammbeatzungen von 4x 220 (F123), 3x 230 (F124) und 4x 110 (F125) steht hier rein rechnerisch gesehen ein Personalpool von 2010x zur Verfügung
...
Und in Anbetracht dessen, dass da einige hoch spezialisierte Posten dabei sind, an denen es schon in der Bestandsflotte fehlt, wird das nichts.
...
Die 5x K130 des ersten Bauloses schaffen aber schon rein rechnerisch nur Personalressourcen für maximal 2x A-200DEU Ich denke, dass all unsere Zahlenspiele zu Besatzungsstärken nicht ausreichend die Details berücksichtigen.
Es gibt Posten, die auf jedem Schiff benötigt werden. Da braucht es eine Person mit einer bestimmten technischen Befähigung und das im Zweifelsfall in jeder Wache. Und von diesen Posten sind halt einige sehr schwer zu generieren, sei es aufgrund der erforderlichen Ausbildung oder der Konkurrenz in der freien Wirtschaft. Und genau diese Posten sind es mMn, die uns bei der Personalfrage einschränken, nicht die Gesamtzahl an Seeleuten.
Ich bin daher bei DPU im Fazit, dass es eine große Herausforderung sein wird, eine Erhöhung der Flaggenstöcke zu erreichen, insbesondere dann, wenn diese Flaggenstöcke auch noch einen Fähigkeitsaufwuchs mit sich bringen, durch den die Zahl kritischer Posten (z.B. Sonartechniker) noch erhöht wird.
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(14.03.2026, 16:14)roomsim schrieb: Kleine korrektur, die marine und das Parlament wollen die A-200, das BMVg aber nicht. Im Interview hat sich Kaack doch weder sonderlich pro noch contra A-200 positioniert, oder hab ich das falsch in Erinnerung?
Zitat:Nur zur Info, das Nutzungsdauerende der Los 1. K130 ist 2038/2039, da diese Schiffe nur für 30 Jahre ausgelegt wurden.
30 Jahre ist korrekt, was bei Indienststellungen 2008 und 2013 - sagen wir Näherungsweise 2010 - ein Nutzungsdauerende 2040 bedeutet. Allerdings wurde hier in den letzten 40 Jahren glaube ich keine einzige Einheit der Marine pünktlich zum Nutzungsdauerende außer Dienst gestellt. F122, F123 und F124 waren auch alle für 30 Jahre ausgelegt, knacken voraussichtlich aber alle mind. die 35 Jahre, teilweise die 40 Jahre.
Zitat:Für die F125 gibt es heute 6 Besatzungen
Vom Mehrbesatzungskonzept hat man sich im 4. Fregattengeschwader Ende 2024 doch verabschiedet, die Besatzungen werden nicht mehr rotiert. Ein paar Prozente werden im Rahmen der geplanten Aufrüstung der Einheiten übernommen worden sein, da die IRIS-T Station zu mehr Besatzungsbedarf führen wird, aber die Marine hat keine 2x Ersatzmannschaften für die F125 im stand-by.
Zitat:10x K130 (je 65x) = 650x
Alles in allem auf der Kampfflotte: 2940 Mann
Auch da gilt wieder: die EF1 ist nicht die EF2.
Wenn Personalressourcen aus der Ostsee abgezogen werden um Fregatten im Nordmeer zu bemannen, fehlen sie in der Ostsee. Und für die Ostsee alleine wird die A-200 nicht beschafft. Zumal wir in der Ostsee aktuell weniger potent aufgestellt sind, als in der Nordsee, weshalb wir auch gerade dort nicht sparen sollten.
Zitat:Alles in allem 3445 Mann, was ein Moderater Anstieg (ca. 15%) ist, wenn man beachtet über was für einen Zeitraum wir hier sprechen(15 Jahre).
Da die Rechnung wie gesagt von einer falschen Grundannahme ausgeht, liegt der Anstieg nicht bei 15% auch das auch nicht über 15 Jahre.
Wenn ab 2029 eine A-200DEU zuläuft und 4x Typvertreter innerhalb von 2 Jahren ausgeliefert werden, sprechen wir 2031 erst einmal von einem Besatzungsbedarf vom insgesamt 2.490x (rechn.) statt 2.010, was ein Personalanstieg um 20% innerhalb von rund 5.5 Jahren bedeutet. Beim seegehenden Personal wohlgemerkt, der Mehrbedarf bei Unterstützungspersonal, Logistik, aircrews usw kommt ja auch noch dazu.
Das halte ich für utopisch, wenn das so einfach wäre, hätte man es längst getan und müsste sich jetzt nicht Personal bei Heer und Luftwaffe ausleihen um die Bordsicherung zu übernehmen.
Zitat:Bei den U-Booten steht im Gleichen Zeitraum an anwachsen von 50-110% an und der U-Bootdienst ist sehr anspruchsvoll (physisch und psychisch), verglichen zur Überwasserflotte.
Also nach meinem letzten Stand sind 6x Typ212CD bestellt, die die 6x 212A ersetzen sollen.
Der Bedarf liegt laut KM2035+ durchaus bei 9-12x Booten, aber ich bezweifle, dass man dem derart nachkommt.
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(14.03.2026, 17:15)DopePopeUrban schrieb: Also nach meinem letzten Stand sind 6x Typ212CD bestellt, die die 6x 212A ersetzen sollen. Bisher hörte ich nur vom Ersatz des ersten Loses durch die CD, nicht des zweiten. Planerisch wären es also aktuell noch 8 Boote nach erfolgtem Zulauf der 6xCD.
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