(Allgemein) Atomare Bewaffnung Deutschlands?
Gemeinsame D/F-Übungen dazu wären auch in der Außenwirkung eine gewisse Bestätigung des de facto europäischen Schutzschirms, den die französischen Waffen bieten.
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(14.01.2026, 19:15)Broensen schrieb: Gemeinsame D/F-Übungen dazu wären auch in der Außenwirkung eine gewisse Bestätigung des de facto europäischen Schutzschirms, den die französischen Waffen bieten.

Das Problem ist das Frankreich keinen europäischen Atomschirm bieten kann, mit oder ohene Übungen macht da keinen Unterschied.
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(14.01.2026, 19:30)Aegrotare schrieb: Das Problem ist das Frankreich keinen europäischen Atomschirm bieten kann, mit oder ohene Übungen macht da keinen Unterschied.
Er existiert bereits auf strategischer Ebene. Da Frankreich nicht sicher würde unterscheiden können, ob anfliegende ICBMs das Ruhrgebiet oder die Ile De France ansteuern, würde eine strategischer Nuklearschlag gegen Deutschland höchstwahrscheinlich von Frankreich nuklear beantwortet werden.
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(14.01.2026, 17:19)voyageur schrieb: Es wäre ein guter Anfang, unsere politischen und militärischen Führungen würden dann anfangen dieselbe atomare Sprache zu sprechen.
Poker ist die Übung (4x jährlich) der Forces Aérien Stratégique. Die FAS fliegen Rafale B (biplace) optimiert auf sehr tiefe Flüge.
Ausgerüstet mit der ASMPA-R
Es ist die letzte Warnung vor der Apokalypse, dem Einsatz der SNLE und ihrer M51
Poker besteht aus zwei Teilen, einem massiven Angriff auf einen feindlichen Luftraum, und parallel dazu der Versuch einiger Rafale vom gegnerischen Bildschirm zu verschwinden und im Tiefflug in den feindlichen Luftraum einzudringen.
Deutsche EF könnten wertvolle Hilfe leisten, und die EF ECR beim Eindringen helfen.
Und zusammen zu üben (und vorher zu planen) bereitet die Zukunft vor , wie ein früherer Chef von mir immer sagte "hartes üben = leichterer Einsatz"
Genau das- und für D und Europa aus meiner Sicht die einfachste und sinnvollste Lösung! Wenn hier erst der Anfang gemacht ist kommt alles andere von alleine. Zukünftig ein gemeinsames D/FR Flugzeuge wäre in dieser Hinsicht auch nicht schlecht Big Grin War GB nicht dieses Jahr erstmalig bei Poker mit einer Delegation vertreten? Irgendwo habe ich so etwas gelesen.

(14.01.2026, 19:15)Broensen schrieb: Gemeinsame D/F-Übungen dazu wären auch in der Außenwirkung eine gewisse Bestätigung des de facto europäischen Schutzschirms, den die französischen Waffen bieten.

(14.01.2026, 19:50)Broensen schrieb: Er existiert bereits auf strategischer Ebene. Da Frankreich nicht sicher würde unterscheiden können, ob anfliegende ICBMs das Ruhrgebiet oder die Ile De France ansteuern, würde eine strategischer Nuklearschlag gegen Deutschland höchstwahrscheinlich von Frankreich nuklear beantwortet werden.
Eben. Und obendrein schützt Deutschland mit ARROW auch die europäischen Atommächte, da weder GB noch FR über Mittel verfügen ICBMs oder auch was ggf aus dem nahen Osten kommt abzuwehren. Und durch ihre vielen Atomreaktoren sind sie auch durch konventionelle Angriffe sehr verwundbar. Man könnte da schon ein gutes Gesamtkunstwerk für Europa bauen.
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(14.01.2026, 19:50)Broensen schrieb: Er existiert bereits auf strategischer Ebene. Da Frankreich nicht sicher würde unterscheiden können, ob anfliegende ICBMs das Ruhrgebiet oder die Ile De France ansteuern, würde eine strategischer Nuklearschlag gegen Deutschland höchstwahrscheinlich von Frankreich nuklear beantwortet werden.

Die Einschätzung teile ich nicht.

1) Wenn Russland nur Deutschland treffen will, dann können sie sie Frankreich warnen. Wenn Russland lügt, kann Frankreich mit seinen Atom-U-Booten zurückschlagen. Abwehren können sie in keinem Fall. Daher können sie auch den Einschlag abwarten.

2) Zudem kann Frankreich glaube ich schon einschätzen, wo es einschlägt.

3) Warum soll Russland ausgerechnet ein grenznahes Gebiet angreifen, wenn es auch Berlin, HH, Frankfurt und München angreifen kann.
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(14.01.2026, 21:28)Frank353 schrieb: Die Einschätzung teile ich nicht.

1) Wenn Russland nur Deutschland treffen will, dann können sie sie Frankreich warnen. Wenn Russland lügt, kann Frankreich mit seinen Atom-U-Booten zurückschlagen. Abwehren können sie in keinem Fall. Daher können sie auch den Einschlag abwarten.

2) Zudem kann Frankreich glaube ich schon einschätzen, wo es einschlägt.

3) Warum soll Russland ausgerechnet ein grenznahes Gebiet angreifen, wenn es auch Berlin, HH, Frankfurt und München angreifen kann.
Wenn Deutschland strategisch Nuklear angegriffen wird, ist F und ist Europa mit betroffen... Immer.... Auf Jahrzehnte.
Taktisch ist anders... München zu bombardieren, bringt taktisch nix.
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Kein Staat würde wegen irgendeinem Verbündeten die eigene Zerstörung riskieren. Das zu glauben ist völlig realitätsfern. In dem Augenblick helfen dann auch keine Verträge, die sind dann ganz schnell das Papier nicht mehr wert auf dem sie geschrieben wurden. Wobei Deutschland da vielleicht die Ausnahme von der Regel wäre denn hier will man ja besonders gut sein und das eigene Helfersyndrom zelebrieren.
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Ich verstehe deinen Punkt gut, und ich finde die Klarstellung ehrlich gesagt sehr wichtig. Oft wird Glaubwürdigkeit mit Brutalität gleichgesetzt, obwohl das zwei verschiedene Dinge sind. Eine Demokratie kann sehr wohl glaubhaft abschrecken, gerade weil ihre Strukturen bekannt, stabil und berechenbar sind ...[Vernetzung entfernt - QF] ...gesehen habe – und dann merkt man, dass es eigentlich um Ordnung und Nachvollziehbarkeit geht. Auch bei Abschreckung zählt am Ende die innere Logik und Konsistenz mehr als reine Angst.
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(15.01.2026, 09:28)lime schrieb: Kein Staat würde wegen irgendeinem Verbündeten die eigene Zerstörung riskieren. Das zu glauben ist völlig realitätsfern.
Frankreich und in geringerem Maße auch Großbritannien haben das schonmal getan 1939. Und Frankreich wurde zumindest als eigenständiger Staat dann auch defacto vernichtet, wenn auch nur vorübergehend.

Außerdem ist der Kern dieser Überlegung ja die nicht-Abgrenzbarkeit eines nuklearen Vernichtungskriegs. Da geht es nicht darum, ob sie einen Verbündeten zur Hilfe kommen, sondern darum, ob die Vernichtung des Verbündeten nicht auch zugleich die eigene Vernichtung mit sich bringt.

Es geht dabei ja um die strategische Zweitschlagsfähigkeit, also im Endeffekt die Abschreckung durch Androhung gegenseitiger, vollumfänglicher Vernichtung.
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(15.01.2026, 13:49)Broensen schrieb: Frankreich und in geringerem Maße auch Großbritannien haben das schonmal getan 1939. Und Frankreich wurde zumindest als eigenständiger Staat dann auch defacto vernichtet, wenn auch nur vorübergehend.

Außerdem ist der Kern dieser Überlegung ja die nicht-Abgrenzbarkeit eines nuklearen Vernichtungskriegs. Da geht es nicht darum, ob sie einen Verbündeten zur Hilfe kommen, sondern darum, ob die Vernichtung des Verbündeten nicht auch zugleich die eigene Vernichtung mit sich bringt.

Es geht dabei ja um die strategische Zweitschlagsfähigkeit, also im Endeffekt die Abschreckung durch Androhung gegenseitiger, vollumfänglicher Vernichtung.

Also ich weiß nicht wie du dir einen Atombombeneinschlag vorstellst, aber in Osaka hat man keine direkten Auswirkungen von den nuklearen Angriffen auf Hiroshima und Nagasaki gemerkt. Ja, ein nuklearer Vernichtungskrieg wäre eine ganz andere Hausnummer, aber für einen solchen braucht es 2 Atommächte, sprich bei Deutschland vs. Russland wird es keinen Vernichtungskrieg geben, weil Deutschland nach der ersten Explosion kapituliert.
Und ob Frankreich einen Vernichtungskrieg riskiert wegen einer Atombombe auf Hamburg?

Eine realistische Option auf einen brauchbaren nuklearen Schutzschirm wäre in einer neu zu gründenden gemeinsamen Armee einer europäischen Koalition der Willigen zu finden. Die NATO ist tot, wir müssen endlich die Kleinstaaterei aufgeben in Europa. Wenn die Deutschen, BeNeLux, Spanien, Portugal und die Skandinavier eine gemeinsame Armee aufstellen würden, würde man sich leichter tun, eine eigene nukleare Zweitschlagfähigkeit aufzubauen, als in einem nationalen Rahmen. Denn: Derselbe Schutz, aber die Verantwortung dafür ist diffus.
Allerdings wäre DANN natürlich ein Vernichtungskrieg denkbar ...
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(18.01.2026, 01:50)LieberTee schrieb: Ja, ein nuklearer Vernichtungskrieg wäre eine ganz andere Hausnummer, aber für einen solchen braucht es 2 Atommächte, sprich bei Deutschland vs. Russland wird es keinen Vernichtungskrieg geben, weil Deutschland nach der ersten Explosion kapituliert.
Es geht dabei aber um den nuklearen Vernichtungskrieg, denn alles darunter kann und sollte man konventionell abschrecken.
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Teile der AfD und die AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland stellen sich hinter die Forderung nach einer nuklearen Bewaffnung Deutschlands. (Quelle)
Zitat:Der AfD-Bundestagsabgeordnete Kay Gottschalk will nun eine in seinen Augen "dringend notwendige Diskussion" anstoßen: "Ich habe bewusst diesen Weg gewählt und keinen Antrag gestellt", sagt er zu FOCUS online. Auf X hatte Gottschalk ein Video mit der Forderung gepostet: "Deutschland braucht Atomwaffen!"

Gottschalk, der auch Bundes-Vize-Sprecher der AfD und NRW-Vorsitzender ist, argumentiert: "Spätestens seit Trump Grönland annektieren möchte, müsste jedem klar sein: Es gibt keine Freundschaften zwischen Ländern, nur Interessen. Und die Interessen der USA sind fundamental andere als die unseren und die Europas."

Damit entfernt sich Gottschalk von der bisherigen Trump-freundlichen Politik der AfD, um die bereits länger ein Machtkampf im Gang ist. Für die Partei, die sich guter Beziehungen mit den USA und Russland rühmt, hat das eine hohe Brisanz. Zumal Gottschalk neben der amerikanischen auch Russlands Expansionspolitik angreift.

Der Streit um Grönland sei für viele Menschen ein Grund, umzudenken, erklärt Gottschalk seine Sicht im Gespräch mit FOCUS online. "Erst greift Russland die Ukraine an. Trump will Kanada und Grönland in die USA einverleiben, das bringt eine Dynamik: Wer weiß, ob Russland demnächst Anspruch auf einen Teil Polens erhebt."

Und weiter: "Grönland gehört Europa und es ist im deutschen Interesse, dass es so bleibt. Trumps Vorgehen ist auch ein Weckruf, dass Deutschland und Europa machtpolitisch selbständig werden müssen als wirtschafts- und verteidigungspolitischer Raum."

Da sich die internationale Ordnung auflöse, müsse sich Deutschland mit eigenen Atomwaffen schützen, so Gottschalk. "Das ist auch eine Frage, der sich unsere Partei stellen muss. Die Ukraine zeigt das ja, dass Verträge nichts mehr wert sind", sagt Gottschalk.

[…]

[Der Generation Deutschland-Vorsitzende] Hohm schreibt auf FOCUS-online-Anfrage: "Die von Kay Gottschalk angestoßene Debatte halte ich für absolut notwendig. Sie berührt die zentrale Frage, ob Europa in einer zunehmend instabilen Welt in der Lage ist, seine Interessen eigenständig zu schützen und durchzusetzen."

Strategische Souveränität setze dabei "glaubwürdige Abschreckung voraus", so Hohm: "Vor diesem Hintergrund ist eine offene Diskussion über eine nationale oder europäische Lösung in Fragen der atomaren Abschreckung legitim und geboten."

Hohm möchte - wie Gottschalk - Unabhängigkeit von externen Schutzgarantien, die "uns politisch verwundbar und erpressbar" machten. Wenige Tage zuvor hatte Hohm bereits die Trump-freundliche Linie der Partei verlassen und auf X geschrieben:

"Grönland: Europa darf sich nicht erpressen lassen! Grönland ist Teil eines souveränen Staates der Europäischen Union. Als Deutsche und Europäer ist es unsere Pflicht, den Dänen und den Grönländern beizustehen. Wir dürfen uns nicht erpressen lassen – weder durch Zölle noch durch militärische Drohgebärden."
Schon bemerkenswert, wenn ausgerechnet die hart rechtspopulistische AfD-Jugendorganisation und MAGA-Verbündete Generation Deutschland mehr Strategiefähigkeit und Realitätssinn beweist als alle linken Parteien in Deutschland zusammen.

Allerdings nennt der Artikel auch Widerspruch. Maximilian Krah reagierte auf Gottschalks Statement mit dem bizarren Einwand, die AfD müsse "tunlichst einen Zoff mit Trump vermeiden, schließlich schützt der uns vor einem Verbotsverfahren". Andere warfen Gottschalk "Militarismus" vor. Der innenpolitische Sprecher der AfD in Sachsen, Sebastian Wippel, schrieb sinngemäß: Soll doch Frankreich Grönland schützen.
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(23.01.2026, 03:28)muck schrieb: Teile der AfD und die AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland stellen sich hinter die Forderung nach einer nuklearen Bewaffnung Deutschlands. (Quelle)
Schon bemerkenswert, wenn ausgerechnet die hart rechtspopulistische AfD-Jugendorganisation und MAGA-Verbündete Generation Deutschland mehr Strategiefähigkeit und Realitätssinn beweist als alle linken Parteien in Deutschland zusammen.

Strategiefähigkeit? Eine deutsche "Atombombe" ?
Das Thema wird auch parteiübergreifend auf die Agenda kommen ( müssen) .
https://www.zeit.de/politik/ausland/2026...raeche-gxe

Die Verantwortlichen sollten einfach mal ihre Hausaufgaben erledigen und nicht glauben, dass sie die komplexeste geo- und sicherheitspolitische Materie durchdrungen haben, weil sie ein paar Seiten dazu gelesen und mit 2-3 Experten gesprochen haben. Dann würden sie vlt. auch zu vernünftigen Ergebnissen kommen.
Und ohne vorher ein tragfähiges sicherheitspolitisches Gesamtkonzept zu erarbeiten - was wir definitiv nicht nicht haben- wird das alles nichts.
Wir verzetteln uns in einer Tour!
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(15.01.2026, 13:49)Broensen schrieb: Frankreich und in geringerem Maße auch Großbritannien haben das schonmal getan 1939. Und Frankreich wurde zumindest als eigenständiger Staat dann auch defacto vernichtet, wenn auch nur vorübergehend.

Nur von heute aus betrachtet. Als man damals aus Gründen des Verteidigungspaktes mit Polen Deutschland den Krieg erklärte ging man weder in GB noch Frankreich davon aus dass man diesen verlieren könnte bzw. die deutschen Truppen ernsthaft in die Offensive gehen würden.
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(23.01.2026, 13:05)lime schrieb: Nur von heute aus betrachtet. Als man damals aus Gründen des Verteidigungspaktes mit Polen Deutschland den Krieg erklärte ging man weder in GB noch Frankreich davon aus dass man diesen verlieren könnte bzw. die deutschen Truppen ernsthaft in die Offensive gehen würden.

Frankreich war in den 30 er Jahren "Kriegsmüde" wir haben das ausführlich vor einiger Zeit diskutiert
@Schneemann ich finde den Faden nicht
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