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(09.01.2026, 21:50)Tiger schrieb: Eine Frage mal hierzu: Wie gut sind diese ICE-Agenten ausgebildet?
https://www.federallawenforcement.org/ice/ice-training/
22 Wochen Kurs. Für Detention Officers ist reguläre LEO/Polizeiausbildung Vorrausetzung. Und Spanischkurs wenn ich mich recht erinnere.
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Mir stellt sich auch die Frage, wie gut ICE-Agenten mit bestimmten Stresssituationen umgehen können.
Hier in Deutschland hatte ich mal einen Lehrer, und einer von dessen Bekannten hatte sich bei der Polizei beworben. Um seine charakterliche Tauglichkeit zu überprüfen wurde er mal zu einer Übung vorgeladen, die nur darin bestand drei, vier Personen ihn mit herablassenden, beleidigenden Bemerkungen bombardierten. Er musste sich da Sachen anhören wie: "Du bist schwul und willst mit deiner schicken Uniform auf deine warmen Brüder Eindruck machen! Jeder weiß doch dass Schwule Uniformen ganz toll finden!" oder "Ach komm, du bist ein Nazi und willst doch nur straffrei Ausländer verprügeln!".
Diese Übung hat durchaus ihre Berechtigung, bei der Polizei kann man niemanden gebrauchen der einen bereits festgesetzten Straftäter wegen einer Beleidigung zusammenschlägt oder bei einer dummen Bemerkung die Waffe zieht.
Was aber, wenn Polizisten auf so etwas nicht vorbereitet sind...und sich falsch verhalten?
Ich habe bei der Polizei in den USA auch den Eindruck, dass aufgrund der internen paramilitärischen Kultur zugunsten von Schusswaffengebrauch die reguläre Polizeiausbildung vernachlässigt worden ist. Auch in den USA muss ein Polizist dazu fähig sein zu sagen: "Legen Sie jetzt die Waffe auf den Boden und machen Sie alles nicht noch schlimmer!"
Bei den ICE-Agenten stelle ich mir natürlich auch Fragen.
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Für das Protokoll, die Partei hat gesprochen. Israel-Palästina mit Hamasunterstützung ist jetzt nicht mehr The Current Thing. Bitte das Virtue Signaling entsprechend anpassen.
https://x.com/MarkChangizi/status/201003...84/photo/1
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Und von meiner Seite ein letzter Hinweis zu Minneapolis: eine längere Ausführung eines ehemaligen DOJ-Prosecutors, der darlegt, warum an der Schussabgabe auf die Fahrerin rechtlich nichts auszusetzen ist:
Minneapolis Is Not Even A Close Call --A Lawsplainer On Officer-Involved Shootings
https://substack.com/home/post/p-184077079
Man sollte sich zu dieser Episode hinter die Ohren schreiben, dass US-amerikanisches Recht nicht deckungsgleich mit Deutschen Befindlichkeiten ist, ja teils überraschend wenig mit unserem Rechtsempfinden zu tun hat.
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Das ist dann ein Zeichen dafür, wie sehr US-Amerikanisches und Europäisches Rechtsverständnis auseinander klaffen. Und insofern ist das auch ein Signal, dass wir uns in Europa auf unser eigenen Werte und Stärken besinnen sollten.
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(Vor 10 Stunden)Kongo Erich schrieb: Das ist dann ein Zeichen dafür, wie sehr US-Amerikanisches und Europäisches Rechtsverständnis auseinander klaffen. Und insofern ist das auch ein Signal, dass wir uns in Europa auf unser eigenen Werte und Stärken besinnen sollten.
Werte uns Stärken die immer weniger Europäer vertreten. Mich würde nicht wundern wenn diese inzwischen sogar nur noch von einer Minderheit vertreten werden.
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(Vor 10 Stunden)lime schrieb: Werte uns Stärken die immer weniger Europäer vertreten. Mich würde nicht wundern wenn diese inzwischen sogar nur noch von einer Minderheit vertreten werden.
Du überbewertest die Posaunen- und Trommelmeldungen aus der rechtspopulistischen Ecke. Wer laut schreit hat das oft nötig, um überhaupt wahrgenommen zu werden.
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(Vor 10 Stunden)Nightwatch schrieb: Und von meiner Seite ein letzter Hinweis zu Minneapolis: eine längere Ausführung eines ehemaligen DOJ-Prosecutors, der darlegt, warum an der Schussabgabe auf die Fahrerin rechtlich nichts auszusetzen ist:
Minneapolis Is Not Even A Close Call --A Lawsplainer On Officer-Involved Shootings
https://substack.com/home/post/p-184077079
Es hilft wenig, wenn man eine umfangreiche juristische Beurteilung auf der Grundlage falscher Annahmen vornimmt.
Vereinfacht: Ja, es ist gerechtfertigt, tödliche Gewalt zum Schutz des eigenen Lebens einzusetzen. Grundlage dafür wäre dann aber, dass es zumindest den Eindruck gemacht haben müsste, dass sein Leben bedroht war und dass tödliche Gewalt etwas daran hätte ändern können. Und diese Fehlannahme liegt halt jeder "pro-ICE-Agent"-Argumentation zu Grunde. Das war in dem Fall beides mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gegeben.
Zitat:Man sollte sich zu dieser Episode hinter die Ohren schreiben, dass US-amerikanisches Recht nicht deckungsgleich mit Deutschen Befindlichkeiten ist, ja teils überraschend wenig mit unserem Rechtsempfinden zu tun hat.
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Der Artikel beschäftigt sich auch mit diesem Einwand ausführlichst.
Einfach mal stehen lassen; man kann eine umfassende Stellungnahme eines ehemaligen DOJ Prosecutors nicht mit einem Einzeilerargument vom Tisch wischen.
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(Vor 6 Stunden)Nightwatch schrieb: man kann eine umfassende Stellungnahme eines ehemaligen DOJ Prosecutors nicht mit einem Einzeilerargument vom Tisch wischen.
Ich habe doch selbst geschrieben, dass es nach US-Recht vmtl. durchgehen wird, was die Sache halt nur noch schlimmer macht.
Wenn vermeintliche Polizeikräfte massives Fehlverhalten in Ausübung ihrer hoheitlichen Befugnisse begehen, aufgrund dieses Fehlverhaltens den Tod eines Menschen herbeiführen und das, ohne rechtlich belangt werden zu können, dann stimmt etwas mit dem Rechtssystem nicht.