(Luft) Airbus A400 M
https://www.hartpunkt.de/airbus-fuehrt-g...r-u-boote/

Sehr interessanter Artikel in Bezug auf den A400M.

1. Polen hat tatsächlich Interesse am A400M, aber auch an der KC-390.

2. Unsere Luftwaffe sucht eine Plattform für ein Jamming-Flugzeug. Davon hatte ich noch gar nichts mitbekommen. Beste Option wohl der A400M.
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(14.03.2025, 01:09)Bairbus schrieb: 2. Unsere Luftwaffe sucht eine Plattform für ein Jamming-Flugzeug. Davon hatte ich noch gar nichts mitbekommen. Beste Option wohl der A400M.
Ist mir auch neu, und der A400M als Plattform wäre wohl ein Traum der Airbus-Verkaufsabteilung. Vielleicht sind ja ganz andere Sachen geplant, aber bisher assoziiere ich mit „Jamming-Flugzeug“ die F/A18-G „Growler“, vielleicht auch noch eine HALE-Drohne. Irgendwas ist ja auch im Busch mit „Kalaetron“ für den Eurofighter.
Jedenfalls eine Payload unter einer Tonne, überschaubarem Leistungsbedarf, einer großen Reichweite, im Idealfall eine gewisse Eindringfähigkeit oder alternativ Stealth-Eigenschaften. Kurz gesagt, halte ich den A400M für zwei Nummern zu groß für diese Rolle.
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(14.03.2025, 01:09)Bairbus schrieb: Unsere Luftwaffe sucht eine Plattform für ein Jamming-Flugzeug. Davon hatte ich noch gar nichts mitbekommen.
Als stand-off-jammer. Growler/EF EA wäre escort-jammer. Stand-in-jamming soll unbemannt kommen. Seite 10. Ist zwar nicht von der BW, sondern Industrie-Werbung, das Konzept dürfte aber wohl nicht frei aus der Luft gegriffen sein.
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Hatte man dafür nicht ein schwedisches Modell im Auge .
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Stellt sich die frage, wie weit entfernt so ein, im Vergelich zur Growler, behäbiger Jammer von der Front agieren kann.
Bei den heutigen SAM/AAM mit langer Reichweite wird man da 80-100km weit von weg bleiben müssen.

Wenn heute schon für viele die Zukunft in der Drohne liegt, sollte man dann nicht eher über mehrere/viele kleinere Drohnen nachdenken? In der Summe mit vergleichbarer Leistung, aber wesentlich risiko-unanfälliger.
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Um so weiter dieser hinter der Front fliegt um so mehr wird doch auch die eigene Fla gestört ?
Man will ja aus einer Entfernung von mehreren hundert Km die feindliche Fla und Radar stören .
Einen hohen Strombedarf hat so ein System auf jeden Fall.
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Die Fähigkeit zur Abstandsstörung wird gerade aufgrund von immer leistungsstärkeren feindlichen Sensoren (und Effektoren, aber die sind nicht so relevant) zunehmend wichtiger, weil ansonsten die Begleitstörer gar nicht erst den Wirkbereich der eigenen Systeme erreichen können. Bei dem ganzen Thema geht es um einen reinen Energieaustausch.
Und es wird nicht einfach omnidirektional breitbandig gestört, das ist schon aufgrund der notwendigen Energie auf solche Distanzen nicht leistbar. Insofern wird die eigene Flugabwehr nur bedingt eingeschränkt.
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Kopernikus:

Zitat:Wenn heute schon für viele die Zukunft in der Drohne liegt, sollte man dann nicht eher über mehrere/viele kleinere Drohnen nachdenken? In der Summe mit vergleichbarer Leistung, aber wesentlich risiko-unanfälliger.

Das steht ja nicht im Widerspruch zu so einer Variante des A400M, ganz im Gegenteil. Man benötigt BEIDES.

Zudem haben die meisten solchen Drohnen nicht eine so große Standzeit in der Luft. Darüber hinaus könnte man Drohnen natürlich auch von einem A400M aus absetzen, dieser dient dann auch als Relais für die Drohnen usw usf
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Groenland: Ein A400M ist kürzlich in Station Nord gelandet, um diesen Flugzeugtyp auf vereisten Landebahnen zu zertifizieren
Lignes de defense (französisch)
15.03.2025 | Kommentare (0)
[Bild: https://cdn-media-sdv.ouest-france.fr/ld...rtikel.jpg]
Der französische Großraumjet wird gerade zertifiziert. Foto: Bernard Hennequin / CEAM-AWC
Wenn man von Grönland spricht, dann von der Seite der Luft- und Raumfahrt!

Eine Besatzung des Centre d'expertise aérienne militaire (CEAM) in Mont-de-Marsan hat kürzlich mehrere Flüge an Bord einer A400M zur Station Nord und Mestersvig in Grönland durchgeführt. Das Flugzeug landete am Mittwoch, den 4. März, in Station Nord und führte insgesamt fünf Flüge mit unterschiedlichen Frachtmengen durch. Die Flüge trugen auch zur Versorgung der Stationen des Arktis-Kommandos im Nordosten Grönlands bei. Die Zertifizierung der A400M wurde am Sonntag, den 9. März, erfolgreich abgeschlossen (siehe dänische Pressemitteilung vom 13. März).

Im Januar hatte das Markenteam „Taktisches Transportflugzeug“ des Centre d'expertise aérienne militaire (CEAM) einen weiteren Versuch mit dem Einsatz einer A400M Atlas durchgeführt, diesmal in Kanada, bei kaltem Wetter, auf eisigen und verschneiten Notpisten. Die Mission war Teil eines Versuchsprogramms, das eine weitere Mission in Grönland auf festgefahrenen Schneepisten vorsah.
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(14.03.2025, 01:36)PKr schrieb: Ist mir auch neu, und der A400M als Plattform wäre wohl ein Traum der Airbus-Verkaufsabteilung.

Der Stand-Off Jammer auf A400M ist schon seit Jahren für LuWES im Gespräch. Hier zum Beispiel während eines Events im Juni 2023.

Der Vorteil des A400M ist dass man den A400M erstens schon hat, und zweitens hat man viel Energie zur Verfügung um die verschiedenen Systeme zu betreiben. Alleine ist man damit auch nicht. Japan plant ebenfalls einen Stand-Off Jammer auf Kawasaki C-2 Basis.

Der A400M Jammer ist ja auch nicht alleine unterwegs. Zusätzlich zu dem Stand-Off Jammer hat man dann noch den Eurofighter EK als Escort-Jammer und dann Wingman oder Remote Carrier Drohnen als Stand-In Jammer.

Laut Gareth Jennings von Janes war zumindest letztes Jahr die Priorität aber der Eurofighter EK Phase 2, und der A400M etwas auf der langen Bank. Kann aber sein dass sich das mit den neuen Budget ändert.
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Italien und die USA setzen auf umgebaute Gulfstreams.

Da finde ich die A400M Lösung deutlich besser. Leistung ist im Überfluss vorhanden. Platz sowieso. Die Fähigkeit, von schlechten Landesbahnen zu operieren, ist oft hilfreich.

Zu Grönland:

Vielleicht bestellt Dänemark ganz überraschend eine Handvoll in Anbetracht der Bedrohung durch Trump.
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Neue Aufträge für den Militär-Airbus A400M in Sicht
Figaro (paywall)
Der Druck von Guillaume Faury hat sich ausgezahlt. Ende Februar 2025 hatte der Vorstandsvorsitzende von Airbus gewarnt: Mangels neuer Verträge wäre er gezwungen, das Militärtransportflugzeugprogramm A400M bereits 2028 einzustellen. Eine Entscheidung mit schwerwiegenden Folgen: Schließung des Endmontagewerks in Sevilla, Spanien, und geringere Auslastung der Werke, die die Tragflächen (Fulton und Brighton, Großbritannien), die Rumpfteile (Méaulte, Frankreich) herstellen und montieren (Bremen, Deutschland). Nicht zu vergessen die Auswirkungen auf die Hunderte von Zulieferern, von denen Airbus zwischen 70 % und 80 % des Flugzeugwerts bezieht.

„Wir müssen mehr Transparenz über den Horizont der nächsten drei Jahre hinaus erreichen“, hatte Guillaume Faury betont. Heute sind nur noch 48 Flugzeuge zu produzieren, da Airbus 130 Exemplare ausgeliefert hat. Angesichts der Risiken für den Produktionsplan hat der europäische Riese eine Nettobelastung von 121 Millionen Euro in seine Jahresabschlüsse 2024 aufgenommen. Insgesamt wurden 10 Milliarden für dieses Programm zurückgestellt, das von Verzögerungen, Budgetüberschreitungen und technischen Problemen geprägt ist.

„Auf dieses Flugzeug haben die Armeekunden lange gewartet. Aber die technischen Probleme liegen hinter uns. Es ist ausgereift. Es ist absolut vielseitig einsetzbar“, versichert Jean-Brice Dumont, Direktor Air Power bei Airbus Defence & Space.
Bestätigung von der Luft- und Raumfahrt (Air and Space) kommt in Form von Lob: „Der A400M ist unser Angriffs-Transportflugzeug (ATA). Es ist jetzt technologisch und operativ ausgereift. Es ist vollkommen zufriedenstellend (...) und revolutioniert die Projektion von Streitkräften auf dem Luftweg.“

Der A400M ist ein fliegendes Schweizer Taschenmesser. Seit 2022 verfügen die Flugzeuge über die versprochenen Fähigkeiten: strategischer Transport und Logistik, große Reichweite (7800 km), Flexibilität und Wendigkeit dank ihrer elektrischen Flugsteuerung, die weltweit einzigartige Fähigkeit, auf jedem Gelände, einschließlich eines Strandes, zu landen. Der A400M kann Kampfflugzeuge und Hubschrauber in der Luft betanken. Und er kann mehr als 35 Tonnen Waffen transportieren (z. B. eine Caesar-Kanone oder einen Tiger-Kampfhubschrauber).

Die „zuletzt ausgelieferten A400M verfügen über die Fähigkeit zur automatischen Geländeverfolgung in sehr geringer Höhe ohne Sicht, eine Weltpremiere für ein Transportflugzeug, die von der europäischen Innovationskraft zeugt“, betont die AAE. Letztere soll im Juni die Qualifizierung der letzten taktischen Fähigkeiten bekannt geben, darunter das Absetzen von Fallschirmjägern in sehr großer Höhe.

Das Problem ist, dass nicht alle von den sieben Staaten eingegangenen Bestellungen eingehalten wurden. Deutschland hat 47 von 53 geplanten Flugzeugen erhalten, Spanien 14 (von 27) und Frankreich 24 (von 50). Das Ziel wurde auf 30 A400M reduziert und dann auf 37 bis 2028 im Rahmen des Militärplanungsgesetzes 2024-2030 erhöht.

Doch angesichts der großen geopolitischen Verschiebungen sind Veränderungen im Gange. Europa will sich wieder aufrüsten. Es weist ein Defizit an Lufttransportkapazität auf: Den NATO-Mitgliedstaaten standen Ende 2023 145 Flugzeuge vom Typ A400M zur Verfügung, darunter eine Mehrheit von C-130, gegenüber 232 für die USA, wie mehrere Studien zeigen. Im Rahmen von Foren stimmen sich die Luftstreitkräfte ab, um ihre Bedürfnisse zu bündeln und den Staaten einen gemeinsamen Beschaffungsplan vorzuschlagen.

In Frankreich berücksichtigt die AEE die Auswirkungen auf die Aufnahmekapazität des Luftwaffenstützpunkts Orléans-Bricy, dem Hauptquartier der A400M, und schlägt vor, Flugzeuge in den Überseegebieten zu stationieren und neue Piloten auszubilden. Aus zuverlässiger Quelle hofft die AEE, dass der Staat sich erneut zu 50 A400M verpflichtet und dass sich das Tempo der Lieferungen beschleunigt.

Airbus dürfte mit „mehreren Dutzend zusätzlichen Bestellungen“ in Europa rechnen können, so eine militärische Quelle. Zumal andere europäische Länder, die keine Kunden sind, den Kauf in Betracht ziehen. Daher bereitet sich der Hersteller auf einen Neustart vor. Was alles andere als einfach ist. „Unser Anliegen ist es, ein möglichst stabiles Produktionstempo aufrechtzuerhalten, das ein Existenzminimum – geschätzt auf 8 A400M pro Jahr – gewährleistet, um die Kompetenzen zu erhalten und in der Lage zu sein, das Tempo wieder zu erhöhen“, erklärt Jean-Brice Dumont. Airbus kann viel mehr produzieren:

„Das Produktionssystem wurde für die Auslieferung von 20 Flugzeugen pro Jahr konzipiert. Die Frage ist: Wie schnell können wir dieses Niveau wieder erreichen, nachdem wir auf Sparflamme gelaufen sind?“, sagt der Air Power-Direktor. Airbus hat zu diesem Zweck eine Studie in Auftrag gegeben, die die Auswirkungen auf seine Lieferanten sowie den erforderlichen Finanzierungs- und Rekrutierungsaufwand berücksichtigt.

Eine Aufstockung ist notwendig, um auch internationale Aufträge zu bedienen. Es zeichnet sich eine Welle der Erneuerung der in den 1970er und 1980er Jahren in Betrieb genommenen Flotten ab. Für den A400M, der nur von drei Ländern gekauft wurde - Malaysia (4 A400M), Indonesien (2) und Kasachstan (2) - eröffnet sich ein Zeitfenster. Denn das Angebot ist knapp geworden. Boeing hat die Produktion der C-17 im Jahr 2015 eingestellt. Die C-130 hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Der ukrainische Hersteller Antonov ist nicht mehr in der Lage, sie zu produzieren.
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(27.03.2025, 16:43)voyageur schrieb: Es zeichnet sich eine Welle der Erneuerung der in den 1970er und 1980er Jahren in Betrieb genommenen Flotten ab. Für den A400M, der nur von drei Ländern gekauft wurde - Malaysia (4 A400M), Indonesien (2) und Kasachstan (2) - eröffnet sich ein Zeitfenster. Denn das Angebot ist knapp geworden. Boeing hat die Produktion der C-17 im Jahr 2015 eingestellt. Die C-130 hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Der ukrainische Hersteller Antonov ist nicht mehr in der Lage, sie zu produzieren.
Wäre es nicht mal eine Überlegung wert für die Herstellernationen, ob man nicht die früh abgenommenen Exemplare auf dem Gebrauchtmarkt anbieten und selbst neue produzieren lassen könnte? So bliebe die Produktionslinie gesichert, unsere Flotten auf dem Stand der Technik und das Modell würde auch für weniger finanzstarke Abnehmer interessant.
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Problem ist halt auch das die meisten Befähigung in den ersten Modellen noch garnicht zum tragen kommen .
Die Herstellerländer warten alle noch auf ihre bestellten Flugzeuge . Im dez.2024 waren 131 Flugzeuge ausgeliefert von 178 bestellten laut Airbus Angaben. Dazu die nacharbeiten um alle auf ihren bestellten stand zu bringen . Da sollten wir unser Geld für wichtigere Sachen ausgeben.
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Die Idee, alte A400M günstig abzugeben und neuere nachzubekommen, ist exakt das, was Frankreich immer wieder bei der Rafale macht.

SO wurde die Rafale zum Exporterfolg. Beim A400M könnte das auch funktionieren, aber ich glaube, es ist nicht notwendig.

In Europa denken GB und die Türkei über eine Aufstockung nach, während Polen als neuer Kunde gehandelt wird.

Italien kommt mir als möglicher Kandidat in den Sinn, genauso wie eine gemeinsame Beschaffung der skandinavischen Länder und Finnland.

International die UAE, Saudi Arabien und vielleicht sogar Kanada, nachdem man weniger US Produkte kaufen möchte und schon den Airbus 330MRTT und C295 betreibt.

Zusätzlich brauchen wir in Europa eine erhöhte Tanker-Kapazität und hier könnte der A400M alle Flugzeuge mit Schlauchtrichter versorgen.

Man darf generell nicht vergessen, dass der A400M im westlichen Raum alternativlos ist. Er ist aktuell der größte in Produktion befindliche Militärtransporter.

Von daher werden wir ihn noch sehr lange in Produktion sehen.
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