(Land) Zukünftige System Indirektes Feuer großer Reichweite / Nachfolge MARS
Ich teile die Kritik, wobei ich die 5 EuroPuls hier sogar noch außen vor lassen würde. Die haben ja nichts mit Aufwuchs zu tun, sondern sind lediglich eine halbwegs pragmatische Lösung für den Ersatz der an die Ukraine abgetretenen MARS-Werfer.

Es fehlt tatsächlich ein Konzept für einen erheblichen Aufwuchs weitreichender, bodengebundener Waffensysteme. Vielleicht müsste man in den Strukturen der Bundeswehr erst mal eine eigene Teilstreitkraft mit umfangreichem Führungsapparat aufstellen, damit sich dann auch Leute finden, die ein hinreichendes Interesse daran entwickeln. Die Luftwaffe will Dogfights fliegen, das Heer will Panzer fahren. Für Mittelstreckenraketen fühlt sich irgendwie keiner zuständig.... [/Polemik]
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Zitat:Das schwedische Herr umfasst 6.850 Soldaten. Sie bekommen doppelt soviele Systeme in der Hälfte der Zeit. Schweden hat Munition bestellt, wir nicht. Ich frage mich, auf was wartet man in Koblenz? Warum wird das nicht priorisiert?

Wir haben ja auch keine Systeme bestellt sondern einzig denn werferrahmen . Alles andere will man selber machen. Bis man das zusammen hinbekommst mit einem eigenen Führungssystem könnte die an ein Haltbarkeitsdatum gebundene Munition schon verfallen sein könnte man sarkastisch sagen. Letztendlich weis man auch nicht wo man sie lagern soll. Schließlich liegen noch ganze munitionsbunker voll Raketen vom Lars Werfer in den Depots. Da diese verfallen sind und wegen den Inhaltsstoffen nicht transportiert werden dürfen wurden die Bunker vorläufig zugemauert bis man eine Lösung hat.
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Also schlimmer als befürchtet. Ich hatte angenommen, dass das BAAINBw Puls ausgesucht hat, um US-Abhängigkeit zu vermeiden, marktverfügbar (statt MBDA FRA), kriegserprobt, KNDS-Beteiligung und große Reichweite. Schrint ja vieles nicht geklappt zu haben.
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(07.09.2026, 17:12)Broensen schrieb: Es fehlt tatsächlich ein Konzept für einen erheblichen Aufwuchs weitreichender, bodengebundener Waffensysteme. Vielleicht müsste man in den Strukturen der Bundeswehr erst mal eine eigene Teilstreitkraft mit umfangreichem Führungsapparat aufstellen, damit sich dann auch Leute finden, die ein hinreichendes Interesse daran entwickeln. Die Luftwaffe will Dogfights fliegen, das Heer will Panzer fahren. Für Mittelstreckenraketen fühlt sich irgendwie keiner zuständig.... [/Polemik]
Nach der neuen Struktur, Zielvorstellung Heer 2035, die Anfang Mai in der Reservistenzeitschrift loyal durchgesickert ist, soll das Heer zukünftig über insgesamt drei Artillerieaufklärungsbrigaden in drei Divisionen und eine Artilleriebrigade des Korps verfügen. Da stellt sich dann natrürlich die Frage, wie diese Artilleriebrigaden gegliedert sein werden und wie viele Rohr- und Raketenartilleriesysteme pro Brigade benötigt werden.

Den Schritt die Artillerie in Brigaden zusammenzufassen halte ich für grundsätzlich richtig.

Nach der Zielvorstellung Heer 2035, würde sich das Heer von aktuell 65.000 Soldaten auf rund 151.000 Soldaten mehr als verdoppeln. Das geht natürlich nur mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht. Solange die Wiedereinführung der Wehrpflicht nicht von der Politik beschlossen wird, kann es personaltechnisch auch nichts mit dem Aufwuchs des Heeres und damit auch der Artillerie werden. Das Gleiche gilt auch für die Heeresflugabwehr. Das Heer kann deshalb aktuell nicht seriös planen, da es nicht weiß, ob es zukünftig genügend Personal zur Verfügung gestellt bekommt. Nach dem Umfang des Personals richtet sich dann auch der Umfang des Heeres und damit auch der Umfang der Artillerie und deren Systeme.

Dementsprechend müsste die Politik in Sachen Wehrpflicht endlich Mal in die Pötte kommen, insbesondere die SPD.
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Wir haben ein quasi ausgemustertes Rak-Artillerie-System mit geringerer Stückzahl und geringer Reichweite. Dazu eine Bestellung von 5 Test-Systemen Puls ohne Munition.

Das ist weder für das aktuelle Heer noch für jedes andere Heer ausreichend.
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Zitat:Nach der neuen Struktur, Zielvorstellung Heer 2035, die Anfang Mai in der Reservistenzeitschrift loyal durchgesickert ist,

Das war eine sehr vereinfachte Darstellung eines der Vorschläge des Heeres die man erstellt / eingereicht hat und kein zielbild und auch keine neue Struktur. So wurde es auch vom reservistenverband beschrieben . Das wäre ansonsten geheimnisverrat. Der reservistenverband hatte ja im Dezember 2025 schon mal die angebliche neue Struktur veröffentlicht und sich blamiert. Warum sollte man die auch einem zivilen Verein zugänglich machen da diese Vorschläge ja als geheim eingestuft sind.
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(09.09.2026, 00:53)alphall31 schrieb: Das war eine sehr vereinfachte Darstellung eines der Vorschläge des Heeres die man erstellt / eingereicht hat und kein zielbild und auch keine neue Struktur. So wurde es auch vom reservistenverband beschrieben . Das wäre ansonsten geheimnisverrat. Der reservistenverband hatte ja im Dezember 2025 schon mal die angebliche neue Struktur veröffentlicht und sich blamiert. Warum sollte man die auch einem zivilen Verein zugänglich machen da diese Vorschläge ja als geheim eingestuft sind.
Hat denn aktuell das sogenannte „Zielbild Einsatzkräfte Heer“ von 2022 noch Gültigkeit, außer dass durch teilweise Abgaben von anderen Briagden die X45 hinzugekommen ist?

Nach diesem Zielbild sollen die X9, X37, X45 ein neues Panzerartilleriebataillon und die X21 und X41 ein neues Artilleriebataillon erhalten. Die PzArtBtl 375 der X37 und 455 der X45 sowie das ArtBtl 215 der X21 werden gerade aufgestellt. Zudem sollten die beiden Divisionsartilleriebataillone 325 und 345 umstrukturiert werden und über zwei Batterien Raketenartillerie verfügen. Eine aktive und eine nicht-aktive Batterie. Wenn das „Zielbild Einsatzkräfte Heer“ noch Gültigkeit hat, könnte man zumindest für jedes der beiden Divisionsartilleriebataillone 32 Mars 3 Raketenwerfer plus Umlaufreserve und Munition bestellen. Das wäre zumindest mal ein Anfang. Wenn ich richtig informiert bin, sollte jede RakArtBatterie über 16 Raketenwerfer verfügen. Wenn es irgendwann widererwarten doch noch etwas mit der Wehrpflicht werden sollte und das Heer aufwachsen könnte, kann man dann immer noch nachbestellen.
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Das letzte was offiziell aus der Politik kam am Jahresanfang war Ziel 203000 bis 2030 und Ausrichtung auf das zielbild bleibt erst einmal als Ziel bestehen . Einige Änderungen gab es ja schon, z.B. Brig 45 , Trennung Art und Fla, Keine Auflösung der LLAufklkp 310 und LLpikp 270 , LLBrig bildet Einsatzverbund Nord/Süd in rgt struktur, Aufstellung des PzArtbtl 455 mit jeweils einer Kp in Stetten am kalten Markt, Lohheide, Weiden in der Oberpfalz , Idar-Oberstein und Munster,

Zitat: . Da stellt sich dann natrürlich die Frage, wie diese Artilleriebrigaden gegliedert sein werden und wie viele Rohr- und Raketenartilleriesysteme pro Brigade benötigt werden.

Zitat: Den Schritt die Artillerie in Brigaden zusammenzufassen halte ich für grundsätzlich richtig.


Da hier die Reichweite mit 100km + angegeben ist ,
kann es ja eigentlich kein zusammenlegen der Einheiten sein . Wie bei anderen beschaffungsvorhaben auch zeigt sich auch bei denen der Art kein weiterer Aufwuchs weiter als welcher der schon mit dem letzten zielbild bekannt ist . Wer sich noch erinnert , vor zwei drei Jahren gab es schon mal ein Gerücht das man aufklärungsbrigaden aufstellen wolle. Aber auch darauf deutet nichts hin . Für ein zielbild 2035 muss das Führungspersonal ab ebene Zugführer bis BrigadeKommandeur ja heute schon bei der Bw sein . Also nicht das es uns an Generälen mangeln würde aber bei dem Rest sieht es anders aus.

Zitat: Solange die Wiedereinführung der Wehrpflicht nicht von der Politik beschlossen wird, kann es personaltechnisch auch nichts mit dem Aufwuchs des Heeres und damit auch der Artillerie werden. Das Gleiche gilt auch für die Heeresflugabwehr. Das Heer kann deshalb aktuell nicht seriös planen, da es nicht weiß, ob es zukünftig genügend Personal zur Verfügung gestellt bekommt. Nach dem Umfang des Personals richtet sich dann auch der Umfang des Heeres und damit auch der Umfang der Artillerie und deren Systeme.

Dementsprechend müsste die Politik in Sachen Wehrpflicht endlich Mal in die Pötte kommen, insbesondere die SPD.

Weder der derzeitige Wehrdienst noch eine daraus entstehende Wehrpflicht haben doch irgend eine große Auswirkung auf die Truppenteile des stehenden Heeres . Ein heimatschutz artbtl gibt es nicht . Man muss endlich mal aufwachen und eine Struktur aufstellen mit dem was man hat und nicht weiter kästchenkunde betreiben mit Fähnchen auf Landkarten die man nicht hat.
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(07.09.2026, 17:02)Frank353 schrieb: Ich hatte im Strang zum Heer meine Kritik zum Thema langsame Beschaffung von Artilleriesystemen, vor allem bei der Raketenartillerie geäußert.

Ich würde diese hier erneuern. Die Bundeswehr hat im Feb. 2025 fünf EuroPuls bestellt. Sie sollen ab 2027 geliefert und qualifiziert werden.

Schweden hat im Anfang September 2026 10 Himars-Systeme mit Munition bestellt, die ab 2027 ausgeliefert werden.

Das schwedische Herr umfasst 6.850 Soldaten. Sie bekommen doppelt soviele Systeme in der Hälfte der Zeit. Schweden hat Munition bestellt, wir nicht. Ich frage mich, auf was wartet man in Koblenz? Warum wird das nicht priorisiert?
Wie du ja selbst schreibst, sollen die fünf bestellten Mars 3 ab 2027 geliefert und qualifiziert werden.
Bei Mars 3 wird die noch ausstehende Qualifikation durch umfangreiche Tests an den WTD und die Truppenerprobung eine zentrale Rolle spielen.
Die Bundeswehr würde sonst mit einem ungetesteten, neuen System die Katze im Sack kaufen. Sobald Mars 3 umfangreich getestet wurde, wird die Bw dann auch 2027/28 für die ArtBtl 325 und 345, das geplante, neue RakArtBtl 100 sowie für die Umlaufreserve Mars 3 in nennenswerter Zahl bestellen.
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(Gestern, 13:49)Panzerpionier schrieb: Wie du ja selbst schreibst, sollen die fünf bestellten Mars 3 ab 2027 geliefert und qualifiziert werden.
Bei Mars 3 wird die noch ausstehende Qualifikation durch umfangreiche Tests an den WTD und die Truppenerprobung eine zentrale Rolle spielen.
Die Bundeswehr würde sonst mit einem ungetesteten, neuen System die Katze im Sack kaufen. Sobald Mars 3 umfangreich getestet wurde, wird die Bw dann auch 2027/28 für die ArtBtl 325 und 345, das geplante, neue RakArtBtl 100 sowie für die Umlaufreserve Mars 3 in nennenswerter Zahl bestellen.

Das mag alles sein allerdings bezweifle ich, dass eine nennenswerte Anzahl einsatzbereit mit ausgebildeten Crews für das sagenumwobene Jahr 2029 bereit stehen wird. Es ist schlicht alles immer noch viel zu langsam was um die Truppe herum und in der Truppe geschieht. Bestes Beispiel ist die elendig lange Qualifizierung der IRIS T SLM Systeme die seit Jahren in der Ukraine herausragende Leistung bringen.
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Die Iris-t SLM Qualifizierung ist schon lange abgeschlossen . Das System ist schon lange wieder in der Truppe Und die Gruppe ist bei der NATO Qualifizierung, welche im Oktober abgeschlossen wird.

Das Problem ist doch bei der Mars Beschaffung das man nicht in der Lage war ein komplettes System zu kaufen . Stattdessen kauft man nur den Werfer und muss jetzt vom LKW bis zum Führungssystem alles zusammen basteln. Ob man dann 2030 das Geld noch haben wird für Beschaffungen ist mehr als fraglich.
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