Umfrage: Wohin wird Grönland künftig gehören?
Du hast keine Berechtigung bei dieser Umfrage abzustimmen.
Wie bisher - zu Dänemark und damit zur EU
82.35%
14 82.35%
Grönland wird sich mehr nach Nordamerika orientieren
5.88%
1 5.88%
Grönland wird eine Position zwischen den Kontinenten einnehmen
11.76%
2 11.76%
Gesamt 17 Stimme(n) 100%
∗ Du hast diese Antwort gewählt. [Zeige Ergebnisse]

Grönland
@Nightwatch
Zitat:Ich habe einen besseren Vorschlag:
Hmm, da ist aber leider auch ein Fehler drinnen - es sind 15 Deutsche, nicht nur 13. D. h., dass die Marines eh keine Chance hätten.

Insofern: Ich habe die dumpfe Befürchtung, dass Surströmming wirklich eingesetzt wird. Mist. Aber dann sollten wir unsere Leute tatsächlich sofort abziehen. Ansonsten müssten wir doch noch Verantwortung übernehmen. Wink

Schneemann
Zitieren
Namminersulivinneq

https://www.euractiv.com/news/virtually-...oll-finds/

Zitat:A new poll shows that 84% of Greenlanders want their homeland to be independent from Denmark. Only 9% say they do not want Greenlandic independence.

The poll also shows that 85% of Greenlanders reject leaving the Danish realm to join the US and 9% do not know.

The survey was conducted by Verian for Danish newspaper Berlingske and Greenlandic media Sermitsiaq between 22 January and 27 January 2025.

Nehmen wir mal an, Grönland wäre unabhängig. Auf welcher Rechtsgrundlage (US-Recht) könnte Präsident Trump überhaupt anordnen, ein unabhängiges Grönland zu besetzen?
Zitieren
We need it for national security! Plus: Da hinten links wurde ein chinesisches Fischkutter gesichtet.

Ernsthaft: Wenn sich Grönland für unabhängig erklärt (was jetzt nicht geschehen wird) wäre das noch das geringste Problem.
Zitieren
Ich gehe auch davon aus, dass sich Grönland aktuell nicht für unabhängig erklären wird, aber rein rechtlich könnten und dürften dass die Grönländer jederzeit. Es gibt dazu einen extra Paragraphen laut welchem sich Grönland jederzeit mit einer Abstimmung der Grönländer für vollständig Unabhängig von Dänemark erklären kann.

Aber wie geschrieben: meine Frage bezog sich lediglich auf die Rechtslage in den USA. Dass die USA de facto einfach entgegen ihrem eigenen Recht handeln können ist vielfach schon geschehen. Selbst bei dem Angriff auf Libyen überschritt beispielsweise Obama laut Kongress seine Befugnisse bei weitem und hätte diesen Angriff ohne Genehmigung des Kongress gar nicht befehlen dürfen. Der De Facto Zustand, dass Trump also einfach anordnen kann andere Staaten zu besetzen ist mir schon klar.

Mir geht es nur um die theoretische Rechtslage im US Recht selbst. Nach welchem Recht besetzen die USA einen anderen Staat? Oder invasieren ihn?
Zitieren
Zitat: Mir geht es nur um die theoretische Rechtslage im US Recht selbst. Nach welchem Recht besetzen die USA einen anderen Staat? Oder invasieren ihn?
Der US Kongress hat nach Artikel I §8 der US Verfassung die Befugnis den Krieg zu erklären und Regeln für den Einsatz der Streitkräfte zu erlassen. Dieses Recht ist nicht weiter eingeschränkt, die politischen Mehrheiten vorausgesetzt kann der Kongress jeden Krieg nach US Recht legitimieren.
Als Commander in Chief kann der US-Präsident zwar grundsätzlich die Möglichkeit Feindseligkeiten zu initiieren, fällt dann aber unter die Einschränkungen des War Powers Act sofern keine andere Autorisierung des Kongresses vorliegt.

Sprich: Wenn sie Legislative und Exekutive einig sind kann nach US-Recht uneingeschränkt Krieg geführt werden.

Wenn sie sich nicht einig sind - ein US-Präsident könnte ein Veto gegen eine Kriegserklärung (oder halt etwas Vergleichbares) einlegen, das der Kongress mit zwei Drittel Mehrheit wieder überstimmen könnte. Weigert sich der Präsident die Anordnungen des Kongresses umzusetzen oder einen Krieg/Konflikt zu beenden den der Kongress im Sinne des War Powers Act beenden will könnte er jedoch nur mit zwei Drittel Mehrheit des Amtes enthoben werden.
Sprich theoretisch ist eine Situation denkbar, in der der Präsident Position A umsetzt, Kongress aber B anordnet, der Präsident dies jedoch verweigert und im Kongress dennoch keine Mehrheit für ein Amtsenthebungsverfahren zu Stande kommt. Dann könnte man noch über das Haushaltsrecht (Kongress gibt keine Mittel frei für die Politik des US-Präsidenten) eine andere Politik der Exekutive zu erzwingen.
Zitieren
Ich bitte darum, nicht alles überall zu diskutieren. Es gibt eigene Themen für Arctic Endurance und für die generelle Diskussion über die weitläufigere Auseinandersetzung zwischen der EU und den USA, zu der auch die aktuelle Entwicklung um Grönland gehört, weil dies nicht losgelöst voneinander betrachtet werden kann. Hier gehört nur hinein, was sich konkret und ausschließlich auf Grönland bezieht. Danke!
Zitieren
Mich würden unabhängige, wissenschaftlich fundierte Untersuchungen zur Frage interessieren, ob Grönland als Staat überhaupt eine tragfähige Zukunft hätte.

Denn es scheint ja Konsens der grönländischen Mehrheitsgesellschaft zu sein, dass man die Bodenschätze und den Fischreichtum des Landes nur behutsam nutzen und keinesfalls ausbeuten will (viele der natürlichen Ressourcen Grönlands sind sowieso nicht wirtschaftlich nutzbar, und werden es vielleicht erst in hundert Jahren). Dadurch verknappt man jedoch die ohnehin geringen wirtschaftlichen Wachstumsmöglichkeiten.

Die Geburtenrate reicht nicht zum Bevölkerungserhalt, es wandern mehr Leute ab als ein.

Die meisten Personen sind im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Ferner hat man aus vielfältigen Gründen das Problem hoher Sozial- und Gesundheitskosten, die zurzeit vom dänischen Steuerzahler getragen werden. Es stellt sich die Frage, wie Grönland aus eigener Tasche alle Aufgaben stemmen will, die auf einen unabhängigen Staat zukämen.

Mir ist durchaus bewusst, dass viele Grönländer einen Groll aus kolonialer Zeit auf Dänemark hegen, und man hier also auch ideelle Aspekte in Rechnung stellen muss … aber dennoch, mein subjektiver Eindruck ist, dass die Grönländer durch eine Unabhängigkeit absolut nichts zu gewinnen und viel zu verlieren haben. Die Verbindung zu Dänemark ist so lose geworden, dass sie sich bis zu Trumps Drohungen kaum noch bemerkbar gemacht hat.

Es zeigt halt auch Donald Trumps mangelnde Strategiefähigkeit; hätte der Mann mehr als einen primitiven Raubtierverstand, hätte er die grönländische Sezession abgewartet, und dann ein Angebot gemacht, ohne all den Flurschaden.
Zitieren
(25.01.2026, 04:28)muck schrieb: Mich würden unabhängige, wissenschaftlich fundierte Untersuchungen zur Frage interessieren, ob Grönland als Staat überhaupt eine tragfähige Zukunft hätte.

Meines Erachtens ja.

Zitat:Denn es scheint ja Konsens der grönländischen Mehrheitsgesellschaft zu sein, dass man die Bodenschätze und den Fischreichtum des Landes nur behutsam nutzen und keinesfalls ausbeuten will (viele der natürlichen Ressourcen Grönlands sind sowieso nicht wirtschaftlich nutzbar, und werden es vielleicht erst in hundert Jahren). Dadurch verknappt man jedoch die ohnehin geringen wirtschaftlichen Wachstumsmöglichkeiten.

Man könnte beim Status Quo bleiben und trotzdem wesentlich mehr verdienen wenn man den Fische verstärkt in Grönland selbst verarbeiten würde, das brächte einen erheblichen Mehrwert. Die Arbeitskräfte dazu fehlen aber weil sie durch dänische Zuwendungen im aufgeblähten öffentlichen Dienst eingesetzt werden.

Zitat:Die Geburtenrate reicht nicht zum Bevölkerungserhalt, es wandern mehr Leute ab als ein.

Die Demographie sieht trotzdem wesentlich besser aus als in fast allen EU-Staaten. Und Japan als Beispiel will in Zukunft fast ohne Zuwanderung auskommen, sogar viele wieder nach Hause schicken. Vermutlich würde sich die Geburtenrate sogar wieder erhöhen wenn Grönland den westlichen Einfluss eindämmen würde.

Zitat:Die meisten Personen sind im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Ferner hat man aus vielfältigen Gründen das Problem hoher Sozial- und Gesundheitskosten, die zurzeit vom dänischen Steuerzahler getragen werden. Es stellt sich die Frage, wie Grönland aus eigener Tasche alle Aufgaben stemmen will, die auf einen unabhängigen Staat zukämen.

Was das Haupthemmnis für die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist. Grönland hängt wie der Junkie an der Transfergeldnadel.

Zitat:Mir ist durchaus bewusst, dass viele Grönländer einen Groll aus kolonialer Zeit auf Dänemark hegen, und man hier also auch ideelle Aspekte in Rechnung stellen muss … aber dennoch, mein subjektiver Eindruck ist, dass die Grönländer durch eine Unabhängigkeit absolut nichts zu gewinnen und viel zu verlieren haben. Die Verbindung zu Dänemark ist so lose geworden, dass sie sich bis zu Trumps Drohungen kaum noch bemerkbar gemacht hat.

Auch Freiheit als Solche kann ein Gewinn sein.

Zitat:Es zeigt halt auch Donald Trumps mangelnde Strategiefähigkeit; hätte der Mann mehr als einen primitiven Raubtierverstand, hätte er die grönländische Sezession abgewartet, und dann ein Angebot gemacht, ohne all den Flurschaden.

Grönland hat keinerlei Pachteinnahmen aus den US-Militärbasen, weil Dänemark sie im Rahmen eines Abkommens mit den USA kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Für ein unabhängiges Grönland eine weitere Einnahmequelle. Mehr Möglichkeiten und Freiheiten für die USA gegen jährliche Pacht. Mit einer Milliarde USD per Anno hätte Grönland sogar mehr Geld zur Verfügung als durch die dänischen Transfers und könnte sie sinnvoll investieren. Eine wirtschaftlich fähige Regierung wäre dafür natürlich Voraussetzung.
Zitieren
Inmitten einer historischen Krise wollen viele von uns nach Grönland: „Das liegt wahrscheinlich an Trump”
DR (dänisch)
Während sich das große politische Drama abspielt, verzeichnen Reiseveranstalter einen Anstieg der Nachfrage nach Reisen nach Grönland.
[Bild: https://asset.dr.dk/drdk/umbraco-images/...0%2C478%29]
Die Soldaten werden in Grönland von vielen dänischen Touristen begleitet werden. (Foto: © Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix und Sarah Meyssonnier/Reuters/Ritzau Scanpix)
Von
Andreas Erecius Christensen
Heute um 08:03

– Alles, was ich verlange, ist ein Stück Eis. Kalt und schlecht platziert.
Diese mittlerweile berühmten Worte stammen von Donald Trump aus seiner langen Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
Vieles deutet darauf hin, dass viele Dänen darin viel mehr als nur ein Stück Eis sehen. Auf jeden Fall würden viele von uns gerne um eine Reise zu diesem „kalten und schlecht gelegenen” Ziel bitten.

Denn wenn wir davon träumen, weit weg von Dänemark zu sein, geben wir nicht nur südliche und wärmere Gefilde in die Suchmaschine ein. Mitten in der historischen Krise berichten Reiseveranstalter von einem steigenden Interesse an Reisen nach Grönland.

Das liegt wahrscheinlich an Trump. Ich habe keine andere Erklärung dafür.
Mike Dejworek, Inhaber von rejsespejder.dk

Mehrere Unternehmen haben einen Anstieg der Buchungen um über 25 Prozent verzeichnet. Dies gilt unter anderem für Stjernegaard Rejser, dessen Geschäftsführer Per Møller Jensen ist.

„Grönland ist bekannter geworden. Viele haben erkannt, dass es ein einzigartiger Ort ist, den man meiner Meinung nach besuchen sollte.

„Ein umgekehrter Boykott”
Der amerikanische Präsident hat in seiner Rede in Davos viele Behauptungen aufgestellt.
„Es gibt keine Spuren von Dänemark in Grönland. Ich sage das mit großem Respekt für Dänemark, dessen Menschen ich liebe”, sagte Donald Trump unter anderem.

Wenn es keine Spuren von Dänemark in Grönland gibt, werden sie wohl bald kommen. Die Menschen, die Trump „liebt“, betrachten Grönland nämlich mehr denn je als Reiseziel.

Das sagt Mike Dejworek, Inhaber der Website rejsespejder.dk. Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Zahl der Suchanfragen für Reisen nach Grönland fast verdoppelt.

„Grönland ist ja ein Nischenreiseziel, daher war ich tatsächlich etwas überrascht, einen solchen umgekehrten Boykott zu sehen, wenn man es so nennen kann.

Mike Dejworek kann keinen hundertprozentig sicheren Grund dafür nennen, warum die Reiselust nach Grönland plötzlich so stark gestiegen ist.

Aber er hat eine Vermutung.

„Das liegt wahrscheinlich an Trump. Ich habe keine andere Erklärung, denn wir haben noch nie zuvor einen so starken Anstieg gesehen.“
[Bild: https://asset.dr.dk/drdk/umbraco-images/...0%2C567%29]
Ilulissat an der grönländischen Westküste ist bereits heute ein Reiseziel für viele Touristen. Es sieht so aus, als würden in Zukunft noch viel mehr kommen. (Foto: © Odd Andersen/AFP/Ritzau Scanpix)

Mehr Wettbewerb

Mikkel Søndergård ist Geschäftsführer von Greenland Travel, einem der größten Anbieter von Grönlandreisen aus Dänemark.
Er berichtet, dass in den letzten Jahren der Wettbewerb durch andere Unternehmen, die nun Reisen nach Grönland anbieten, deutlich zugenommen hat. Dennoch verzeichnen sie auch ein steigendes Interesse an ihren Reisen.

„Trotz der externen Konkurrenz auf dem dänischen Markt sieht es so aus, als könnten wir die Verkaufszahlen, die wir für 2025 und 2026 festgelegt haben, halten“, sagt Mikkel Søndergård.

Er hofft und glaubt auch, dass sich das steigende Interesse in Zukunft auch auf die Besucherzahlen aus anderen „traditionellen Kernmärkten“ von Greenland Travels auswirken wird, wie er es nennt.

„Zum Beispiel Deutschland, Westeuropa und teilweise auch nordamerikanische Gäste“, sagt er.

Und damit kommen wir noch einmal auf Trumps berühmte Rede in Davos zurück. Denn hier ärgerte sich der Präsident auch darüber, dass die USA „Grönland nach dem Zweiten Weltkrieg an Dänemark zurückgegeben haben“, wie er behauptete.
„Wie dumm war es, es zurückzugeben?“, sagte Trump.

Wäre diese Behauptung richtig gewesen, hätten die Amerikaner durch die Rückgabe dieses großen, kalten und ungünstig gelegenen Eisstücks auf jeden Fall eines verpasst: eine ganze Menge Touristen.
Zitieren
Grönländischer Wirtschaftsminister will internationale Aufmerksamkeit nutzen
DR (dänisch)
Die internationale Aufmerksamkeit für Grönland hat bislang keine „wesentlichen negativen Auswirkungen” auf die grönländische Wirtschaft gehabt.
Stattdessen soll die internationale Aufmerksamkeit genutzt werden, um weiterhin „zielgerichtet an der positiven Markenbildung” Grönlands zu arbeiten.
So lautet die Aussage der grönländischen Ministerin für Wirtschaft, Rohstoffe, Energie, Justiz und Gleichstellung, Naaja H. Nathanielsen (IA), die am Freitag die Führungsspitzen der grönländischen Wirtschaft zu einer Informationsveranstaltung eingeladen hatte.
„Wir müssen die erhöhte internationale Aufmerksamkeit nutzen und in konkrete Möglichkeiten umsetzen. Wir glauben fest an unser Land, unsere Robustheit und die Möglichkeiten, die wir bieten“, sagt Naaja H. Nathanielsen in einer Pressemitteilung der grönländischen Regierung, Naalakkersuisut.
Der Konflikt um die Zukunft Grönlands hat dazu geführt, dass einige Unternehmen besorgte Kunden hatten. Es handelt sich jedoch nicht um „ein allgemeines oder großes Problem“, heißt es in der Pressemitteilung.
Zitieren


Gehe zu: