23.02.2026, 18:54
Unterschätze nie einen potentiellen Gegner
Russlands Arktis-Truppen werden in der Ukraine aufgerieben: Warum die NATO dennoch eine Bedrohung erwartet
Russlands Arktis-Truppen werden in der Ukraine aufgerieben: Warum die NATO dennoch eine Bedrohung erwartet
Zitat: Russlands Arktis-Streitkräfte, die abgezogen wurden, um in der Ukraine zu kämpfen, haben auf dem Schlachtfeld schwere Verluste erlitten. Die Nato erwartet jedoch, dass sie sich schließlich wieder aufbauen und zu einer gefährlichen Herausforderung entwickeln werden, sagte ein hochrangiger norwegischer Militärvertreter gegenüber BUSINESS INSIDER (BI).aus dieser Sicht verschafft uns die Ukraine eine Atempause - und es liegt auch im europäischen Interesse, dass diese Pause möglichst lange anhält und nachhaltig ist.
Vizeadmiral Rune Andersen, Chef des Norwegischen Gemeinsamen Hauptquartiers (NJH), erklärte, dass es derzeit keine unmittelbare militärische Bedrohung durch Russland im Norden gebe. Er warnte jedoch davor, dass Moskau Pläne habe, sein Militär nach dem Ende der Kämpfe in der Ukraine wieder aufzubauen und zu erweitern.
„Wir bereiten uns auf ein gefährlicheres Russland vor“, sagte er und fügte hinzu, dass die Nato diese Zeit gut nutzen und Vorbereitungen treffen müsse.
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Die Sicherheit in der Arktis ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Thema für das Nato-Bündnis geworden, da westliche Militärs zunehmend besorgt über Russlands erweiterte militärische Präsenz in der strategisch wichtigen Region sind.
Die Nato-Führung hat zu größeren Investitionen in die Verteidigung der Arktis aufgerufen, um russischen – und in jüngster Zeit auch chinesischen – Aktivitäten entgegenzuwirken. Das Bündnis unternimmt zunehmend Schritte, um ihre Präsenz im Norden zu stärken, unter anderem durch neue Abschreckungsoperationen.
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„Russland steckt in der Ukraine fest“, fügte er hinzu. Experten der RAND Corporation, eines US-Thinktanks für globale Politik, erklärten diese Woche in einem Bericht, dass Russlands Entscheidung, Ressourcen aus dem hohen Norden in die Ukraine zu verlegen, letztlich zur „Aushöhlung der arktistauglichen Bodeneinheiten des Landes“ geführt habe.
„Der Abschluss der Feindseligkeiten in der Ukraine würde es Russland ermöglichen, wieder in seine militärische Präsenz im hohen Norden zu investieren“, sagten sie.
Russische Präsenz in der Arktis hat zugenommen
Die Präsenz russischer Arktis-Streitkräfte ist seit Langem ein Grund zur Sorge für Länder wie Norwegen, bei denen die Bedrohung direkt vor der Haustür liegt.
In den 2000er-Jahren habe Russland mit der Rückkehr zu einigen Arktis-Stützpunkten aus der Sowjetära begonnen, wobei Landebahnen renoviert und Einrichtungen wiedereröffnet worden seien, die während oder nach dem Kalten Krieg geschlossen worden waren. In den späten 2010er-Jahren habe Moskau verstärkt U-Boot-Einsätze von der Kola-Halbinsel aus gestartet, sagte Andersen.
Russland habe außerdem Raketenabwehrsysteme stationiert, seine Luft- und Seepatrouillen verstärkt und seine Militärübungen ausgeweitet, so das Center for Strategic and International Studies, ein US-Thinktank, der die militärischen Aktivitäten in der Arktis verfolgt.
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