(See) Kampfboote fürs Seebattallion
Bekanntermaßen bezieht sich alpha mit seinen Aussagen hier zumeist auf tatsächlich innerhalb der BW offiziell beschlossene Dinge, während der allgemein öffentlich diskutierte Planungsstand dem in der Regel weit voraus, aber eben noch nicht verbindlich ist.
Dementsprechend wäre es absolut logisch, dass für die bereits beschlossene Umstrukturierung der KEK die Beschaffung der erforderlichen Boote eingeleitet wurde und der kommunizierte Gesamtbedarf sich auf die noch nicht beschlossene Umstrukturierung der beiden BEK bezieht. Die Aussagen zum Thema Umbau für den maritimen Jagdkampf gingen ja schon in die Richtung, dass zukünftig alle Einsatzkompanien in diesem Feld eingesetzt werden sollen.
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Die Ausschreibung umfasst aber nun mal 15 Boote von denen 4 fest beauftragt werden. Wie sinnvoll das ganze ist brauch man nicht drüber reden. Die Boote werden für Eskort-, Patrouillen- sowie für Harbour- Protection-Operationen beschafft laut beschaffungsvorhaben. Und ein Bedarf wurde für 50 Boote angemeldet .

Wer sagt den das die Boote auf die Einsatzkp des Seebtl verteilt werden sollen ?
Erstens gibt es bei der Marine eine Spezialoperationsbootskompanie und zweitens wäre das völlig unzweckmäßig , schon aufgrund der Auslastung der Kp.


Zitat:Umstrukturierung der beiden BEK bezieht.

Mir war eigentlich so das eine BEK bleibt .
Die KEK hat eine Stärke von 220 DP. Ein Infanteriezg besteht aus ca 30-40 Soldaten, das ist auch beim Seebtl so . Auch wenn diese bloß zwei Gruppen haben.

Zitat:Weshalb ich vermute, dass es einer der beiden BEKs an den Kragen gehen wird.

Das ist eher ein herabstufen, da die Ausbildung in den BEK letztendlich höherwertig als Ganzes zu sehen ist.
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(22.01.2026, 08:06)alphall31 schrieb: Wer sagt den das die Boote auf die Einsatzkp des Seebtl verteilt werden sollen ?
Erstens gibt es bei der Marine eine Spezialoperationsbootskompanie und zweitens wäre das völlig unzweckmäßig , schon aufgrund der Auslastung der Kp.
Das mit der Zweckmäßigkeit sämtlicher Entscheidungen beim Seebataillon ist so eine Sache. Zumal wir ja nur ein paar Informationsfetzen dazu besitzen, wie das Konzept maritimer Jagdkampf konkret umgesetzt werden und was es überhaupt leisten soll.
Ich könnte mir da durchaus vorstellen, dass man die BEK beibehält (Man wird ja auch weiter Boarding betreiben müssen) und trotzdem für alle genug Bootsraum beschafft, um die Möglichkeit zu haben, eine ausreichende Infanteriestärke in den Einsatz zu bekommen, wenn man das denn dann mal braucht. In Anlehnung an "Every Marine a Rifleman".
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(22.01.2026, 12:05)Broensen schrieb: (Man wird ja auch weiter Boarding betreiben müssen)
Wird man das? Die Marine entledigt sich ja ohne Hemmungen allem, was dem ungeliebten IKM zweckdienlich ist. Durchaus denkbar dass dabei auch so was mal eben in Anlage P wandert. Allein schon damit man hinterher sagen kann, man habe ja keine Boardingtruppe mehr und könne daher keine F125 betreiben.
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(23.01.2026, 01:14)kato schrieb: Wird man das? Die Marine entledigt sich ja ohne Hemmungen allem, was dem ungeliebten IKM zweckdienlich ist.
Gegenfrage: Warum sollte man nur im IKM Boarding durchführen? Gerade in der Ostsee dürfte im Spannungsfall Boarding vermeintlich ziviler Schiffe Alltagsgeschäft sein.
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(23.01.2026, 01:45)Broensen schrieb: Gegenfrage: Warum sollte man nur im IKM Boarding durchführen? Gerade in der Ostsee dürfte im Spannungsfall Boarding vermeintlich ziviler Schiffe Alltagsgeschäft sein.

Sehe ich auch so... Kampf bataillon und mehr plus viele Boote plus viele (bewaffnete) Helikopter werden benötigt.
Übrigens ideale Einsatz Option für die vielen H-145... 6-8 Boarding an Bord.
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(22.01.2026, 08:06)alphall31 schrieb: Die Boote werden für Eskort-, Patrouillen- sowie für Harbour- Protection-Operationen beschafft laut beschaffungsvorhaben. Und ein Bedarf wurde für 50 Boote angemeldet .
Zurück zu den Kampfbooten und deren Aufgaben.
Ein wesentlicher Aspekt hierbei ist m.E., daß sich das Areal für Eskorten und Hafenschutz erheblich erweitert hat. Die Russen sind inzwischen dabei, ihre Versionen der ukrainischen Magura-USV einsatzreif zu bekommen, und zu deren Abwehr würden nur wenige Minuten zur Verfügung stehen. Das läßt sich wohl am effektivsten mit Kampfbooten erreichen, die auch bei Seegang vorgeschoben auf Posten sind und bei Bedarf auch sofort Effektoren mit dem nötigen Wumms zum Einsatz bringen können.
Das wird m.E. eine Hauptaufgabe der Kampfboote sein, und durch die nötige Größe sind die Transportkapazitäten gewissermaßen automatisch mit eingebaut.
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Das wäre aber keine Aufgabe de Seebtl. Da sollte man sich auf die gestellten Aufgaben konzentrieren
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Vielleicht bräuchten wir Mal eine Thread: Verzögerte Projekte der Bundeswehr, Soll und Ist. Big Grin
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(23.01.2026, 11:29)PKr schrieb: Zurück zu den Kampfbooten und deren Aufgaben.
Ein wesentlicher Aspekt hierbei ist m.E., daß sich das Areal für Eskorten und Hafenschutz erheblich erweitert hat. Die Russen sind inzwischen dabei, ihre Versionen der ukrainischen Magura-USV einsatzreif zu bekommen, und zu deren Abwehr würden nur wenige Minuten zur Verfügung stehen. Das läßt sich wohl am effektivsten mit Kampfbooten erreichen, die auch bei Seegang vorgeschoben auf Posten sind und bei Bedarf auch sofort Effektoren mit dem nötigen Wumms zum Einsatz bringen können.
Das wird m.E. eine Hauptaufgabe der Kampfboote sein, und durch die nötige Größe sind die Transportkapazitäten gewissermaßen automatisch mit eingebaut.

Vollste Zustimmung. Zuerst geht es um den seeseitigen Schutz der Küsten, Stützpunkte und der Einheiten auf See. Das wird auch meiner Meinung nach die Hauptaufgabe sein. Der Einsatz zum Transport von Truppen, wie ihn sich hier die meisten vorstellen, wird eher eine Nebenaufgabe darstellen.
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Nicht sicher ob es hier schon aufgetaucht ist, stelle es einfach mal rein.
https://www.navylookout.com/future-litto...oyal-navy/
Der untere Teil des Artikels beschäftigt sich mit dem Boot. Gibt auch andere Links dazu aber dieser erklärt das Prinzip am besten.
Vielleicht etwas zu langsam, aber der Rumpf dürfte mehr einfach nicht hergeben mit der Rampe vorne. Der Vorteil ist aber die generelle Variabilität des Designs. Kann Truppen anlanden, mit Polaris Fahrzeuggrößen. Gleichzeitig per Heckklappe UBoot Drohnen , Minen, Sonarbojen oder sonst was ausbringen, vom Vorderdeck eine große Drohne starten und zwei Werfer oder MGs vorne mitführen. Ballistischer Schutz auch möglich. Alles zusammen ist vielleicht etwas viel, aber es zeigt die Möglichkeiten auf.
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https://www.hartpunkt.de/schweden-bescha...-hensoldt/

Schweden rüstet CB 90 mit Seasnake 30 von RHM und Spexer Radar von Hensoldt aus. Soll neue Standardbewaffnung werden. MSI und Israel aus dem Feld geschlagen.
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(Vor 9 Stunden)Frank353 schrieb: https://www.hartpunkt.de/schweden-bescha...-hensoldt/

Schweden rüstet CB 90 mit Seasnake 30 von RHM und Spexer Radar von Hensoldt aus. Soll neue Standardbewaffnung werden. MSI und Israel aus dem Feld geschlagen.

Delta95 hat im anedren Strang der F-123 erklärt, warum zumindest die MSI30 der F-123B eine völlig andere Leistungs Klasse sind, als die Seasnake 30.
Wobei MSI da vermutlich ein anderes Produkt angeboten hatte.
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Das kann ja sein. Vielleicht passt die Seasnake 30 besser in ein Kampfboot CB90 als die MSI30.
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