Umfrage: Wohin wird Grönland künftig gehören?
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Wie bisher - zu Dänemark und damit zur EU
82.35%
14 82.35%
Grönland wird sich mehr nach Nordamerika orientieren
5.88%
1 5.88%
Grönland wird eine Position zwischen den Kontinenten einnehmen
11.76%
2 11.76%
Gesamt 17 Stimme(n) 100%
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Grönland
@Nightwatch
Zitat:Ich habe einen besseren Vorschlag:
Hmm, da ist aber leider auch ein Fehler drinnen - es sind 15 Deutsche, nicht nur 13. D. h., dass die Marines eh keine Chance hätten.

Insofern: Ich habe die dumpfe Befürchtung, dass Surströmming wirklich eingesetzt wird. Mist. Aber dann sollten wir unsere Leute tatsächlich sofort abziehen. Ansonsten müssten wir doch noch Verantwortung übernehmen. Wink

Schneemann
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Namminersulivinneq

https://www.euractiv.com/news/virtually-...oll-finds/

Zitat:A new poll shows that 84% of Greenlanders want their homeland to be independent from Denmark. Only 9% say they do not want Greenlandic independence.

The poll also shows that 85% of Greenlanders reject leaving the Danish realm to join the US and 9% do not know.

The survey was conducted by Verian for Danish newspaper Berlingske and Greenlandic media Sermitsiaq between 22 January and 27 January 2025.

Nehmen wir mal an, Grönland wäre unabhängig. Auf welcher Rechtsgrundlage (US-Recht) könnte Präsident Trump überhaupt anordnen, ein unabhängiges Grönland zu besetzen?
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We need it for national security! Plus: Da hinten links wurde ein chinesisches Fischkutter gesichtet.

Ernsthaft: Wenn sich Grönland für unabhängig erklärt (was jetzt nicht geschehen wird) wäre das noch das geringste Problem.
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Ich gehe auch davon aus, dass sich Grönland aktuell nicht für unabhängig erklären wird, aber rein rechtlich könnten und dürften dass die Grönländer jederzeit. Es gibt dazu einen extra Paragraphen laut welchem sich Grönland jederzeit mit einer Abstimmung der Grönländer für vollständig Unabhängig von Dänemark erklären kann.

Aber wie geschrieben: meine Frage bezog sich lediglich auf die Rechtslage in den USA. Dass die USA de facto einfach entgegen ihrem eigenen Recht handeln können ist vielfach schon geschehen. Selbst bei dem Angriff auf Libyen überschritt beispielsweise Obama laut Kongress seine Befugnisse bei weitem und hätte diesen Angriff ohne Genehmigung des Kongress gar nicht befehlen dürfen. Der De Facto Zustand, dass Trump also einfach anordnen kann andere Staaten zu besetzen ist mir schon klar.

Mir geht es nur um die theoretische Rechtslage im US Recht selbst. Nach welchem Recht besetzen die USA einen anderen Staat? Oder invasieren ihn?
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Zitat: Mir geht es nur um die theoretische Rechtslage im US Recht selbst. Nach welchem Recht besetzen die USA einen anderen Staat? Oder invasieren ihn?
Der US Kongress hat nach Artikel I §8 der US Verfassung die Befugnis den Krieg zu erklären und Regeln für den Einsatz der Streitkräfte zu erlassen. Dieses Recht ist nicht weiter eingeschränkt, die politischen Mehrheiten vorausgesetzt kann der Kongress jeden Krieg nach US Recht legitimieren.
Als Commander in Chief kann der US-Präsident zwar grundsätzlich die Möglichkeit Feindseligkeiten zu initiieren, fällt dann aber unter die Einschränkungen des War Powers Act sofern keine andere Autorisierung des Kongresses vorliegt.

Sprich: Wenn sie Legislative und Exekutive einig sind kann nach US-Recht uneingeschränkt Krieg geführt werden.

Wenn sie sich nicht einig sind - ein US-Präsident könnte ein Veto gegen eine Kriegserklärung (oder halt etwas Vergleichbares) einlegen, das der Kongress mit zwei Drittel Mehrheit wieder überstimmen könnte. Weigert sich der Präsident die Anordnungen des Kongresses umzusetzen oder einen Krieg/Konflikt zu beenden den der Kongress im Sinne des War Powers Act beenden will könnte er jedoch nur mit zwei Drittel Mehrheit des Amtes enthoben werden.
Sprich theoretisch ist eine Situation denkbar, in der der Präsident Position A umsetzt, Kongress aber B anordnet, der Präsident dies jedoch verweigert und im Kongress dennoch keine Mehrheit für ein Amtsenthebungsverfahren zu Stande kommt. Dann könnte man noch über das Haushaltsrecht (Kongress gibt keine Mittel frei für die Politik des US-Präsidenten) eine andere Politik der Exekutive zu erzwingen.
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Ich bitte darum, nicht alles überall zu diskutieren. Es gibt eigene Themen für Arctic Endurance und für die generelle Diskussion über die weitläufigere Auseinandersetzung zwischen der EU und den USA, zu der auch die aktuelle Entwicklung um Grönland gehört, weil dies nicht losgelöst voneinander betrachtet werden kann. Hier gehört nur hinein, was sich konkret und ausschließlich auf Grönland bezieht. Danke!
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Mich würden unabhängige, wissenschaftlich fundierte Untersuchungen zur Frage interessieren, ob Grönland als Staat überhaupt eine tragfähige Zukunft hätte.

Denn es scheint ja Konsens der grönländischen Mehrheitsgesellschaft zu sein, dass man die Bodenschätze und den Fischreichtum des Landes nur behutsam nutzen und keinesfalls ausbeuten will (viele der natürlichen Ressourcen Grönlands sind sowieso nicht wirtschaftlich nutzbar, und werden es vielleicht erst in hundert Jahren). Dadurch verknappt man jedoch die ohnehin geringen wirtschaftlichen Wachstumsmöglichkeiten.

Die Geburtenrate reicht nicht zum Bevölkerungserhalt, es wandern mehr Leute ab als ein.

Die meisten Personen sind im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Ferner hat man aus vielfältigen Gründen das Problem hoher Sozial- und Gesundheitskosten, die zurzeit vom dänischen Steuerzahler getragen werden. Es stellt sich die Frage, wie Grönland aus eigener Tasche alle Aufgaben stemmen will, die auf einen unabhängigen Staat zukämen.

Mir ist durchaus bewusst, dass viele Grönländer einen Groll aus kolonialer Zeit auf Dänemark hegen, und man hier also auch ideelle Aspekte in Rechnung stellen muss … aber dennoch, mein subjektiver Eindruck ist, dass die Grönländer durch eine Unabhängigkeit absolut nichts zu gewinnen und viel zu verlieren haben. Die Verbindung zu Dänemark ist so lose geworden, dass sie sich bis zu Trumps Drohungen kaum noch bemerkbar gemacht hat.

Es zeigt halt auch Donald Trumps mangelnde Strategiefähigkeit; hätte der Mann mehr als einen primitiven Raubtierverstand, hätte er die grönländische Sezession abgewartet, und dann ein Angebot gemacht, ohne all den Flurschaden.
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(25.01.2026, 04:28)muck schrieb: Mich würden unabhängige, wissenschaftlich fundierte Untersuchungen zur Frage interessieren, ob Grönland als Staat überhaupt eine tragfähige Zukunft hätte.

Meines Erachtens ja.

Zitat:Denn es scheint ja Konsens der grönländischen Mehrheitsgesellschaft zu sein, dass man die Bodenschätze und den Fischreichtum des Landes nur behutsam nutzen und keinesfalls ausbeuten will (viele der natürlichen Ressourcen Grönlands sind sowieso nicht wirtschaftlich nutzbar, und werden es vielleicht erst in hundert Jahren). Dadurch verknappt man jedoch die ohnehin geringen wirtschaftlichen Wachstumsmöglichkeiten.

Man könnte beim Status Quo bleiben und trotzdem wesentlich mehr verdienen wenn man den Fische verstärkt in Grönland selbst verarbeiten würde, das brächte einen erheblichen Mehrwert. Die Arbeitskräfte dazu fehlen aber weil sie durch dänische Zuwendungen im aufgeblähten öffentlichen Dienst eingesetzt werden.

Zitat:Die Geburtenrate reicht nicht zum Bevölkerungserhalt, es wandern mehr Leute ab als ein.

Die Demographie sieht trotzdem wesentlich besser aus als in fast allen EU-Staaten. Und Japan als Beispiel will in Zukunft fast ohne Zuwanderung auskommen, sogar viele wieder nach Hause schicken. Vermutlich würde sich die Geburtenrate sogar wieder erhöhen wenn Grönland den westlichen Einfluss eindämmen würde.

Zitat:Die meisten Personen sind im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Ferner hat man aus vielfältigen Gründen das Problem hoher Sozial- und Gesundheitskosten, die zurzeit vom dänischen Steuerzahler getragen werden. Es stellt sich die Frage, wie Grönland aus eigener Tasche alle Aufgaben stemmen will, die auf einen unabhängigen Staat zukämen.

Was das Haupthemmnis für die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist. Grönland hängt wie der Junkie an der Transfergeldnadel.

Zitat:Mir ist durchaus bewusst, dass viele Grönländer einen Groll aus kolonialer Zeit auf Dänemark hegen, und man hier also auch ideelle Aspekte in Rechnung stellen muss … aber dennoch, mein subjektiver Eindruck ist, dass die Grönländer durch eine Unabhängigkeit absolut nichts zu gewinnen und viel zu verlieren haben. Die Verbindung zu Dänemark ist so lose geworden, dass sie sich bis zu Trumps Drohungen kaum noch bemerkbar gemacht hat.

Auch Freiheit als Solche kann ein Gewinn sein.

Zitat:Es zeigt halt auch Donald Trumps mangelnde Strategiefähigkeit; hätte der Mann mehr als einen primitiven Raubtierverstand, hätte er die grönländische Sezession abgewartet, und dann ein Angebot gemacht, ohne all den Flurschaden.

Grönland hat keinerlei Pachteinnahmen aus den US-Militärbasen, weil Dänemark sie im Rahmen eines Abkommens mit den USA kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Für ein unabhängiges Grönland eine weitere Einnahmequelle. Mehr Möglichkeiten und Freiheiten für die USA gegen jährliche Pacht. Mit einer Milliarde USD per Anno hätte Grönland sogar mehr Geld zur Verfügung als durch die dänischen Transfers und könnte sie sinnvoll investieren. Eine wirtschaftlich fähige Regierung wäre dafür natürlich Voraussetzung.
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Inmitten einer historischen Krise wollen viele von uns nach Grönland: „Das liegt wahrscheinlich an Trump”
DR (dänisch)
Während sich das große politische Drama abspielt, verzeichnen Reiseveranstalter einen Anstieg der Nachfrage nach Reisen nach Grönland.
[Bild: https://asset.dr.dk/drdk/umbraco-images/...0%2C478%29]
Die Soldaten werden in Grönland von vielen dänischen Touristen begleitet werden. (Foto: © Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix und Sarah Meyssonnier/Reuters/Ritzau Scanpix)
Von
Andreas Erecius Christensen
Heute um 08:03

– Alles, was ich verlange, ist ein Stück Eis. Kalt und schlecht platziert.
Diese mittlerweile berühmten Worte stammen von Donald Trump aus seiner langen Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
Vieles deutet darauf hin, dass viele Dänen darin viel mehr als nur ein Stück Eis sehen. Auf jeden Fall würden viele von uns gerne um eine Reise zu diesem „kalten und schlecht gelegenen” Ziel bitten.

Denn wenn wir davon träumen, weit weg von Dänemark zu sein, geben wir nicht nur südliche und wärmere Gefilde in die Suchmaschine ein. Mitten in der historischen Krise berichten Reiseveranstalter von einem steigenden Interesse an Reisen nach Grönland.

Das liegt wahrscheinlich an Trump. Ich habe keine andere Erklärung dafür.
Mike Dejworek, Inhaber von rejsespejder.dk

Mehrere Unternehmen haben einen Anstieg der Buchungen um über 25 Prozent verzeichnet. Dies gilt unter anderem für Stjernegaard Rejser, dessen Geschäftsführer Per Møller Jensen ist.

„Grönland ist bekannter geworden. Viele haben erkannt, dass es ein einzigartiger Ort ist, den man meiner Meinung nach besuchen sollte.

„Ein umgekehrter Boykott”
Der amerikanische Präsident hat in seiner Rede in Davos viele Behauptungen aufgestellt.
„Es gibt keine Spuren von Dänemark in Grönland. Ich sage das mit großem Respekt für Dänemark, dessen Menschen ich liebe”, sagte Donald Trump unter anderem.

Wenn es keine Spuren von Dänemark in Grönland gibt, werden sie wohl bald kommen. Die Menschen, die Trump „liebt“, betrachten Grönland nämlich mehr denn je als Reiseziel.

Das sagt Mike Dejworek, Inhaber der Website rejsespejder.dk. Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Zahl der Suchanfragen für Reisen nach Grönland fast verdoppelt.

„Grönland ist ja ein Nischenreiseziel, daher war ich tatsächlich etwas überrascht, einen solchen umgekehrten Boykott zu sehen, wenn man es so nennen kann.

Mike Dejworek kann keinen hundertprozentig sicheren Grund dafür nennen, warum die Reiselust nach Grönland plötzlich so stark gestiegen ist.

Aber er hat eine Vermutung.

„Das liegt wahrscheinlich an Trump. Ich habe keine andere Erklärung, denn wir haben noch nie zuvor einen so starken Anstieg gesehen.“
[Bild: https://asset.dr.dk/drdk/umbraco-images/...0%2C567%29]
Ilulissat an der grönländischen Westküste ist bereits heute ein Reiseziel für viele Touristen. Es sieht so aus, als würden in Zukunft noch viel mehr kommen. (Foto: © Odd Andersen/AFP/Ritzau Scanpix)

Mehr Wettbewerb

Mikkel Søndergård ist Geschäftsführer von Greenland Travel, einem der größten Anbieter von Grönlandreisen aus Dänemark.
Er berichtet, dass in den letzten Jahren der Wettbewerb durch andere Unternehmen, die nun Reisen nach Grönland anbieten, deutlich zugenommen hat. Dennoch verzeichnen sie auch ein steigendes Interesse an ihren Reisen.

„Trotz der externen Konkurrenz auf dem dänischen Markt sieht es so aus, als könnten wir die Verkaufszahlen, die wir für 2025 und 2026 festgelegt haben, halten“, sagt Mikkel Søndergård.

Er hofft und glaubt auch, dass sich das steigende Interesse in Zukunft auch auf die Besucherzahlen aus anderen „traditionellen Kernmärkten“ von Greenland Travels auswirken wird, wie er es nennt.

„Zum Beispiel Deutschland, Westeuropa und teilweise auch nordamerikanische Gäste“, sagt er.

Und damit kommen wir noch einmal auf Trumps berühmte Rede in Davos zurück. Denn hier ärgerte sich der Präsident auch darüber, dass die USA „Grönland nach dem Zweiten Weltkrieg an Dänemark zurückgegeben haben“, wie er behauptete.
„Wie dumm war es, es zurückzugeben?“, sagte Trump.

Wäre diese Behauptung richtig gewesen, hätten die Amerikaner durch die Rückgabe dieses großen, kalten und ungünstig gelegenen Eisstücks auf jeden Fall eines verpasst: eine ganze Menge Touristen.
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Grönländischer Wirtschaftsminister will internationale Aufmerksamkeit nutzen
DR (dänisch)
Die internationale Aufmerksamkeit für Grönland hat bislang keine „wesentlichen negativen Auswirkungen” auf die grönländische Wirtschaft gehabt.
Stattdessen soll die internationale Aufmerksamkeit genutzt werden, um weiterhin „zielgerichtet an der positiven Markenbildung” Grönlands zu arbeiten.
So lautet die Aussage der grönländischen Ministerin für Wirtschaft, Rohstoffe, Energie, Justiz und Gleichstellung, Naaja H. Nathanielsen (IA), die am Freitag die Führungsspitzen der grönländischen Wirtschaft zu einer Informationsveranstaltung eingeladen hatte.
„Wir müssen die erhöhte internationale Aufmerksamkeit nutzen und in konkrete Möglichkeiten umsetzen. Wir glauben fest an unser Land, unsere Robustheit und die Möglichkeiten, die wir bieten“, sagt Naaja H. Nathanielsen in einer Pressemitteilung der grönländischen Regierung, Naalakkersuisut.
Der Konflikt um die Zukunft Grönlands hat dazu geführt, dass einige Unternehmen besorgte Kunden hatten. Es handelt sich jedoch nicht um „ein allgemeines oder großes Problem“, heißt es in der Pressemitteilung.
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Dänemark und Grönland schließen Vereinbarung über Gesundheitswesen und Bauprojekte
DR (dänisch)
Wir springen kurz von Nuuk zurück zum Finanzministerium auf Slotsholmen.

Hier haben Finanzminister Nicolai Wammen und der grönländische Minister für Finanzen und Steuern, Muté B. Egede, gerade eine Teilvereinbarung über zwei so unterschiedliche Themen wie Gesundheitswesen und Bauprojekte unterzeichnet.
Dies geht aus einer Pressemitteilung des Finanzministeriums hervor.

Im Gesundheitsbereich sind für 2026 185 Millionen Kronen für die Behandlung grönländischer Patienten in dänischen Krankenhäusern vorgesehen.

Darüber hinaus soll die Vereinbarung es dänischem Gesundheitspersonal flexibler machen, in Grönland zu arbeiten, um deren Zahl zu erhöhen, heißt es.

Und nun zu den Bauprojekten. Hier haben sich die beiden Minister darauf geeinigt, ein Projekt für eine neue Landebahn in Ittoqqortoormiit im Osten Grönlands und einen neuen Tiefwasserhafen in Qaqortoq im Süden in Angriff zu nehmen, heißt es.

Senatorin über Ängste in Grönland: „Das schmerzt mich“
DR (dänisch)
Lisa Murkowski ergreift nun das Wort, und sie ist besonders interessant, weil sie republikanische Senatorin im Bundesstaat Alaska ist, der wie Grönland einen Anteil an der Urbevölkerung hat.

Sie berichtet, dass die Delegation am Wochenende einen großartigen Ausflug zum Inlandeis unternommen habe, den sie selbst mit „zehn von zehn Punkten“ bewertet.

„Aber als ich da stand und diese große, gigantische, raue, alte Landschaft betrachtete, musste ich unweigerlich an diejenigen denken, die dieses Land ihr Zuhause nennen, und an ihre Widerstandsfähigkeit.

„An das starke und fantastische Volk, das sich gerade bedroht fühlt und Angst vor unserem Land, eurem Verbündeten, hat: Es schmerzt mein Herz, dass ihr dieses Gefühl habt”, sagt sie.
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Zitat: Münchner Sicherheitskonferenz: Briten schicken Flugzeugträger Richtung Arktis

Das Vereinigte Königreich will sich stärker an der Nato-Militärpräsenz in der Arktis beteiligen, um Grönland zu bewachen. Laut Premier Keir Starmer soll dabei auch eine Flugzeugträgerkampfgruppe zum Einsatz kommen.


Großbritannien wird in diesem Jahr seine Flugzeugträgerkampfgruppe in den Nordatlantik und hohen Norden schicken. Das kündigte Premierminister Keir Starmer während der Münchner Sicherheitskonferenz an, nachdem die Nato auch als Reaktion auf den Grönlandkonflikt den Einsatz »Arctic Sentry« gestartet hatte.

Der Verbund werde von der HMS »Prince of Wales« angeführt und gemeinsam mit den USA, Kanada und anderen Nato-Verbündeten operieren – als starkes Zeichen für das Engagement für die euro-atlantische Sicherheit, sagte Starmer.
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Der Präsident des Nordischen Rates besucht Nuuk
DR (dänisch)
Letzte Woche waren Delegationen aus Kanada und Frankreich in Nuuk, um Konsulate in der Hauptstadt Grönlands zu eröffnen.
Kürzlich war auch eine amerikanische Delegation von Politikern zu Besuch, um mit grönländischen Politikern, darunter Regierungschef Jens-Fredrik Nielsen, zu sprechen.

Derzeit ist eine kleine Delegation des Nordischen Rates vom 15. bis 17. Februar in Nuuk zu Gast.
Der Präsident des Nordischen Rates, Ville Väyrynen, besucht Nuuk zusammen mit Anders Adlercreutz, dem finnischen Minister für nordische Zusammenarbeit. Dies teilt der Nordische Rat in einer Pressemitteilung mit.

Finnland hat derzeit den Vorsitz im Nordischen Rat inne, und Väyrynen wird unter anderem mit Vertretern der grönländischen Regierung und des Parlaments zusammentreffen sowie die Universität Ilisimatusarfik und das Arktische Kommando besuchen.
„Grönland ist ein wichtiger Teil der nordischen Familie. Das Hauptziel dieses Besuchs ist es, den Dialog zu fördern und Grönland zu unterstützen. Gleichzeitig möchten wir die grönländische Gesellschaft und ihre Arbeit besser kennenlernen und unser Verständnis für die einzigartige Kultur und die besonderen Verhältnisse des Landes vertiefen“, erklärt Väyrynen in einer Pressemitteilung.

Im Jahr 2024 beschloss die grönländische Regierung, eine Pause von der Teilnahme an den Sitzungen des Nordischen Ministerrats und des Nordischen Rates einzulegen, weil sie sich ausgeschlossen und diskriminiert fühlte.

Der Nordische Rat ist ein Kooperationsgremium der nordischen Parlamente. Mitglieder des Nordischen Rates sind Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark und Island sowie Åland, die Färöer und Grönland.
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Acht Jahre nach der Vereinbarung schwimmt immer noch amerikanischer Militärschrott in Grönland
DR (dänisch)
Umweltminister Magnus Heunicke traut sich trotz mehrjähriger Verzögerung nicht zu sagen, wann die Aufräumarbeiten abgeschlossen sein werden.
[Bild: https://asset.dr.dk/drdk/umbraco-images/...0%2C638%29]
Das Bild stammt aus dem Jahr 2021 und wurde auf der Basis Bluie West 3 auf der unbewohnten Insel Simiutaq aufgenommen. Auf dem Bild ist möglicherweise neuerer Müll zu sehen, der nicht unbedingt auf die amerikanische Präsenz zurückzuführen ist. Die USA errichteten während des Zweiten Weltkriegs mit Zustimmung Dänemarks Stützpunkte in Grönland. (Foto: © Forsvarsministeriets Ejendomsstyrelse)
Von
Lærke Bøgeholt Baltsen
Jonas Foldager
Heute um 13:24
https://www.dr.dk/nyheder/politik/otte-a...-groenland
Ölfässer, Chemikalien, Überreste alter Häuser und anderer Militärmüll liegen an vielen Orten in der grönländischen Natur herum.
Dieser Müll ist nicht neu. Er liegt dort schon seit Jahrzehnten. Es handelt sich nämlich um die Überreste von 17 ehemaligen amerikanischen Militärstützpunkten in Grönland.

Aber obwohl die Stützpunkte längst geschlossen wurden und Dänemark vor acht Jahren eine politische Vereinbarung getroffen hat, um nach den Amerikanern aufzuräumen, treibt an den meisten von ihnen immer noch Müll herum.

Bis heute wurden nur vier der 17 Stützpunkte vollständig aufgeräumt. Bei sechs von ihnen hat die Aufräumarbeit noch nicht einmal begonnen.

Dies geht aus einem Bericht des Umweltministeriums hervor, der P1 Morgen vorliegt.

Und das ist sehr kritikwürdig, meint Aaja Chemnitz, Mitglied des Folketing für die Partei Inuit Ataqatigiit (IA).
„Das ist nicht gut genug, denn die Vereinbarung lautete, dass überall aufgeräumt werden sollte“, sagt sie gegenüber P1 Morgen.
Im Jahr 2018 stellte die damalige Regierung 180 Millionen Kronen für die Aufräumarbeiten bereit, die insgesamt sechs Jahre dauern sollten. Deshalb wundert es Aaja Chemnitz, dass man noch nicht weiter gekommen ist. Vor allem wegen der ökologischen Folgen.
„Man hatte ja das Geld und man hatte auch die politische Aufgabe, die Aufräumarbeiten sicherzustellen“, sagt sie.
[Bild: https://asset.dr.dk/drdk/umbraco-images/...0%2C506%29]
Die Bilder stammen aus dem Jahr 2021 und wurden auf der Basis Bluie West 3 auf der unbewohnten Insel Simiutaq aufgenommen. Auf den Bildern ist möglicherweise neuerer Müll zu sehen, der nicht unbedingt auf die amerikanische Präsenz zurückzuführen ist. (Foto: © Forsvarsministeriets Ejendomsstyrelse)


Minister: Die Arbeiten dauern länger

Im Jahr 2023 führte das Umweltministerium eine Bewertung der Aufräumarbeiten durch. Darin heißt es, dass die Aufgabe „komplizierter und langwieriger als ursprünglich erwartet” gewesen sei.

Darüber hinaus hätten auch das Wetter, Covid-19, die Klärung der Eigentumsverhältnisse und die Einbeziehung der Kulturbehörden den Prozess verzögert, schreibt das Ministerium.

Dass jedoch nur vier von 17 Stützpunkten aufgeräumt wurden, ist laut Aaja Chemnitz nicht gut genug.

„Dann muss es wohl daran liegen, dass man nicht aufräumen will oder dass man es nicht ausreichend priorisiert hat”, sagt sie.
Das Umweltministerium versteht die Kritik gut. Aber die Arbeit dauert länger als erhofft, sagt Umweltminister Magnus Heunicke.
„Das sind leider die Umstände. Es hat nichts mit politischer Abneigung oder mangelnder Konzentration zu tun“, sagt er.
Laut dem Minister erschwert unter anderem das Wetter den Zugang zu den Gebieten, in denen sich der Müll befindet.

Im Jahr 2023 veröffentlichte die wissenschaftliche Zeitschrift Nature Communications einen Artikel über die Folgen der verlassenen Militäranlagen in Grönland, die als „ernsthafte Umweltbedrohung” bezeichnet werden. Dem Artikel zufolge drohen die alten Anlagen die Umwelt zu verschmutzen, da der Permafrost aufgrund des Klimawandels verschwindet.

Die Verschmutzung kann die Grönländer treffen, die in viel größerem Maße als andere vom Fischfang und der Jagd leben.
Doch obwohl die Regierung ihre eigene Vereinbarung längst überschritten hat, wagt der Umweltminister nicht zu sagen, wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden.

Also weniger als 10-20 Jahre, aber näher kommen wir dem nicht?
– Ja, das ist wahrscheinlich richtig, aber ich würde sagen, dass es eine wichtige Priorität unter extrem schwierigen Bedingungen ist.

Die USA schickten den Müll weiter nach Dänemark

Die insgesamt 17 Stützpunkte stammen aus dem Zweiten Weltkrieg. Es waren die USA, die die Stützpunkte zur Unterstützung der Alliierten im Krieg mit Zustimmung Dänemarks errichteten.

Als 2018 die Mittel bereitgestellt wurden, erklärte der Wissenschaftshistoriker Kristian Hvidtfeldt von der Universität Aarhus, dass die USA mehrere Jahre lang deutlich gemacht hätten, dass sie mit der Säuberung nichts zu tun haben wollten. Deshalb landete die Rechnung auf dem Tisch Dänemarks.

Die Vereinbarung gilt nicht für Standorte, die noch in Betrieb sind, wie beispielsweise die Thule-Basis in Nordgrönland.
Hören Sie sich hier das gesamte Interview mit Umweltminister Magnus Heunicke an:
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