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- Azrail - 24.04.2004

Stimmt nicht ganz der Norden hätte teiweise Gebiete abgetreten und teilweise hätten sie zurückkehren können.
Naja wie die Zukunft aussieht für Nordzypern,auf jedenfall besser als früher zumindest wird das Embargo fallen.
Vielleicht spätere Annektion mal sehn .


- XMAN - 24.04.2004

Ich denke aber nicht dass die Staatengemeinschaft dabei zusehen wird, dass die Türkei Nord-zypern in irgend einer Weise annexioniert.
So ein Anschluss würde die Türkeiaufnahme(gegen die ich sowieso bin!Big Grin=)auf jeden Fall zum Erliegen bringen!


- Azrail - 24.04.2004

Na dann sind wir einer Meinung deshalb bin ich ja dafür das die Türkei Nordzypern "Heim ins Reich" holt.
Ist nur eine Idee passieren wird es wahrscheinlich nicht,eher massiv Werbung für eigene Republik.


- LORDanonymous - 24.04.2004

Hallo

@Jacks

Zitat:Welcher Deutsche hätte den gegen die Wiedervereinigung gestimmt?
Vor 91 oder danach..?
Ausserdem ist es politisch und kulturael "leichter".....eine "Nation" wieder zu vereinigen...in einem Staat...
Und nicht 2 National/kulturael/Religioes total verschiedene Voelker...Die obendrein eine 600 jahre lange schwere vergangeheit haben...

Bosnien..als beispiel....? Ging komplett daneben...
Kossovo....gleichfalls...

Zitate wie..."den Griechen im Süden war das Hemd näher als die Ideale" sind meines erachtens nach...unpassend..schliesslich kann man diesen menschen doch nicht nachstellen weil Sie fuer genau diese "Hemde" schwer arbeiten mussten... oder? Und das nachdem Sie alles verloren hatten...
Ein satz eines Zypreotischen studenten waehre da passender...

""We have waited 30 years, we can wait some more," explains a second-generation Greek Cypriot refugee. "

It seems that for many Greek Cypriots, the waiting has become part of their identity and they are reluctant to give it up unless the conditions are right.

The hurt and sense of loss is still very raw 30 years after the Turkish invasion and division of the island, even among those who were only youngsters at the time.

If time is a healer, then in Cyprus it is a slow one.

About 180,000 Greek Cypriots were forced to leave their homes, land and villages after the Turks invaded, fleeing south.

Although there has been no war or fighting since, it is the occupation and neglect of their former homes and desecration of churches that has continued to twist the knife.

<!-- m --><a class="postlink" href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/3653875.stm">http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/3653875.stm</a><!-- m -->

2...schaut euch den Anan plan mal genau an...
Also wuerde Ich mein Haus verlieren durch eine Invassion..und danach es zumindestens nicht mal zurueck kaufen koennen...Dann wuerde Ich es nicht mal mehr sehen wollen....End of story...


Keiner hindert einen Staat den Norden anzuerkennen....Die Wuerfel sind nun gefallen...
Nur hat Dyplomatie und Politik nie ein Ende...Die Griechen Zyprioten waren darauf gefasst das Sie nun den "Heat" erhalten....der aber wird bald vergehen...somit braucht die EU auch keine Teuronen locker zu machen...fuer Zypern...um den Norden damit aufzubauen....

Anyway...


Regards

Lord


- ThomasWach - 24.04.2004

Also sicher hat das Ansehen der griech.Zyprioten damit nicht gewonnen international, denn imagemäßig sind die türk. Zyprioten mit ihrem mehrheitlichen Ja eindeutig im Vorteil.

Das kann und ich bin mir sicher, das wird sich auch im späteren polit. Pokerspiel auszahlen, denn nur der Süden und seine Selbstbezogenheit hat es verhindert, dass ein so lange dauernder Konflikt nicht gelöst wird!!

Also eine Annexion wird von türk. Seite siche nicht propagiert, das wird von der EU nicht gern gesehen und die türk. Regierung unter Erdogan liegt ja wirklich auf jenem Kurs, egal ob man das nun eine gute oder eine schlechte Idee findet.

Festzustellen bleibt, dass wiedermal Reformen in der Türkei unter dem Ziel der Eu-Mitgliedschaft vorangetrieben wurden und da wird die türk. Seite sicher nicht die ganze gute PR mit einer Annexion wieder zu nichte machen. Dasselbe gilt für den türk. Norden Zyperns. Denn der Süden ist der Buhmann...das könnte sich in barer Müntze auszahlen für den Norden...

Mal abwarten was noch so kommt...man kann gespannt sein...


- LORDanonymous - 24.04.2004

@Thomas

Keinen einwand....(Hab auch einen Link von BBC eingefuegt...um vielleicht etwas die Situation vom menschlichen aspekt besser zu verstehen...)
Schliesslich wird von diesen Menschen erwartet das Sie jegliche einwaende bei seite legen sollen...
Etwas das sehr schwer sein wuerde...da zum ersten ein so langedauernder Konflikt nicht gelöst wird indem Nur die eine Seite alles bezahlen soll...oder zumindestens den groessten nachteil hat...

Einfache Frage und ganz menschlich...

Nehmen Wir an...Du bist Refugee...2 generation...Hast Studiert hast einen guten job...hast deinen wohlstand erarbeitet...dadurch dein lebens niveau gesteigert....hast die wunden der vergangenheit....so ziemlich verdrengt.....

Und nun musst Du genau das alles aufgeben..um was...???
Eine verlassene huette von 74 die warscheinlich an einen fremden verkauft wurde....wieder zu bekommen..?
Nein...kein intresse...
Die Turkisch Zypreoten werden von den Griechisch Zypreoten akzeptiert...
NICHT ABER DIE TUERKISCHE ARMEE....die da bleiben wird...
Zusaetzlich einen Buerokratisch schweren Staat....

Wuerden Wir einen Deal machen....wuerdest Du auch nicht zustimmen glaube Ich....unter solchen umstaenden...
Deine unabhaengikeit zu verlieren....unter solchen umstaenden ist nicht leicht....
Vergiss nicht das auch viele Deutsche nach der wieder vereinigung...ziemlich Sauer waren....und es noch sind...
Nur der grosse unterschied ist eben....da sprechen Wir ueber ein und die selbe Nation....
Den obwohl es auch fuer einen Giganten wie Germany geschichtlich politisch gesehen....die Einigung eine herausforderung war... hat man ein Volk vereinigt...(Was Ich persoenlich auch begruesst habe...)
Motzen und jammern wird mit der zeit vergehen....da man schliesslich nicht auf jeden Ost Deutschen "schiessen" wuerde...weil man solidaritaetszuschlag zahlen muss...(Renten...versicherungen,Kranken kassen...arbeitslosikeit..usw usw leiden in zahlen....)
Unterschied und zwar ein ganz grosser....
Der west Deutsche konnte schon am naechsten Tag in den Osten ziehen und sein glueck versuchen oder sich niederlassen...
Nun stell Dir vor sowas passiert (und es wrid sicher passieren)...in Zypern...
Die Griechen werden die finanz last...auf sich nehmen muessen...um einen ex-agressor auf die beine zu helfen...?
was einigt diesen Staat/Volk....? um solche lasten auf sich zu nehmen...?
Solche sozial schwierige perioden durch zu leben..???

NICHTS....es wird zum pulverfass....die motzerei wird dort nicht verbal gefuehrt werden..somit ist eine ANNAN loesung ...keine loesung...(meine meinung)


Mfg

Lord


- Speider - 24.04.2004

Na ja Hr anan häte den plan schmakhafter machen müssen !
Konstantinopel ins REICH !!!
Und ZYPERN raus!!
Scherz bei seite .
Wie stelt sich die EU jezt vor nach der haltung die sie mit den ANNAN plan gegenüber einem Mitgliedstadt hatte, mit (zwei) Griechischen Staten in der EU mit VETO RECHT, was sollen die den jezt machen ,Druck ausuben?! Noch mehr als
jezt schon war ,sollen wir ZYPERN bombadieren? Weil sie nicht so gesprungen sind wie USA und ihre Verbundeten (Alianz gegen den Terror) wollten!!
Hoachtung vor eine Hand vol Zypern die sich nicht von den GANZEN
FREUNDEN EPRESSEN lasen!
DAS IST DEMOKRATIE MEINE HERREN
AH , hab ich das richtig verstanden man Überfält ein Land läst 30Jahre
ins land gehen mann schert sich einen DRECK um jede UN RESOLUTION zu diesem Thema in dieser zeit .
Und wenn die zeit für seine Pläne reif ist stimmt man einen Plan zu der einen
seinen Überfall legitimirt!
DAS ALLES HEIST DAN INTERNATIONALES RECHT!!!


- ThomasWach - 24.04.2004

Naja, allerdings kann man um einen Konflikt zu lösen nicht immer nur auf irgendwelche Befindlichkeiten achten.

Das funktioniert nicht, da ein konflikt immer nur mit dem nachgeben beider parteien funktionieren kann!

Also kenne den Plan nicht im Detail ( ohh, Wissenslücke meinerseits:oahSmile, aber trotzdem kann man die sache nicht nur aus der Sichtweise der griech. Zyprioten sehen, immerhin gab es ja auch türk. Zyprioten die in den Norden flohen, auch wenn es weniger waren

Allerdings ging es nicht um die Vergangenheit, sondern um die zukunft hier!

Das nur als Anregung!


- XMAN - 24.04.2004

Doch, ich denke man sollte das schon aus der Sicht der griechischen sehen, da diese die Folgelasten der Wiedervereinigung tragen.
Ich denke, dass wenn alle "wessis" vor 15jahren gewusst hätten, wie viel geld der osten benötigt, dass die ganzen "ossis" zu uns kommen werden etc. , und es dann ein volksabstimmung gegeben hätte, ich denke das ergebnis wäre sehr kanpp zustande gekommen!
Ist so. Kann man nichts dran ändern. Außerdem finde ich, dass man den Druck auch auf den Norden bzw. die Türkei erhöhen sollt, z.b. seiten der USA. George und Co. sind die einzigen die da so einigermaßen klartext reden können, die Europäaer kriegens doch einfach nicht gebacken, da würde es gar nicht groß lohnen mit "eu-beitrittsverhandlungen" irgendwie allzu großen Druck aufzubauen, der würde schon innerhalb der eigenen Reihen zerstört werden.
Da sind die Meinungen insgesamt zu verschieden.


- ThomasWach - 24.04.2004

Tja, das ist halt das problem mit den menschen:

Jeder beharrt auf seiner Linie und schon geht es los wer die größte Keule dabei hat...und jeder schaut nur, darauf, wer was hat.... mit deiner Logik XMAN würde ich mich aber nicht wundern, wenn die anderen mit ner Extraportion neid ankommen...auch ne menschl. Eigenschaft, dem anderen seinen Reichtum zu neiden, da der andere auch nichts anderes ist als ein mensch...alles recht relativ...

Also ich denke, dass die deutsch. Wiedervereinigung als Vergleich hier nicht taugt: hier ging es um die nationale Vereinigung, da um die Friedensschließung...und ob die "wessis" nun uns "ossis" gewollt hätten, wenn alle infos klar gewesen sind, das spielt keine Rolle, ach übrigens, gut 14 jahre nach der Wiedervereinigung würd ich solche bezeichnungen nicht mehr so verwenden....

Und der Norden hat ja dem Plan zugestimmt, warum denn da extra Druck ausüben...? Und dem Süden geht es verhältnismäßug gut, wenn wirklich dann Geld in den Norden gegangen wäre, wo läge denn da das Problem???
Die Insel als Ganzes hätte profitiert.


- ~eyreqib - 25.04.2004

ich meine, dass sich jetzt beide parteien gelassen zurücksetzten können,
die türken würden nicht zu einer abhängigen wirtschaftlich schwachen minderheit auf zypern und können auf lockerung der politischen und wirtschaftlichen situation hoffen, die zugewanderten türken dürfen bleiben
während die griechen keinem faulen kuhhandel zustimmen müssen
die republik zypern ist das wirtschaftlich am weitentwickelste kandidat, es steht besser da als manches eu-land, man erspart sich eine ungerechte lösung nur um der lösung willen, man kann nicht erwarten dass die griechen nicht das recht bekommen sollen, allesamt ihren alten besitz wieder einzufiordern, man kann nicht erwarten, dass in einer wiedervereinigten republik weiterhin besatzer bleiben sollen , sie haben sich den erforg hart erarbeitet , sind trotzdem in der eu und müssen sich nicht diskrimierende verhandlungslösungen bitten lassen ,
die türken können auch auf eine bessere zukunft hoffen , da sie international mehr beachtung geschenkt bekommen
die einzige verlierer, das ist die türkische republik , man muss diese entscheidung in kontext setzten, rechtlich wird die türkische republik
territorium der europäischen besetzt halten , wenn man gleichzeitig bedenkt , dass die türkei erst letzte woche, wegen des skandalösen urteils um leyla zana scharfe kritik seitens der eu ertragen mußte, wirft dies ein schlechtes licht auf die türkei
ich glaube, dass hier auch rache auf seiten der griechen gegenüber der türkei eine große rolle spielt , denn es wird der türkei sicherlich großes kopfzerbrechen bereiten ,
rache ist umso, desto später sie serviert wird , nun sitzt die besatzungsmacht fest , an einem ort, an dem sie eigentlich nicht sein wollen , der rückzug wird auf das sankt nimmerleinstag verschoben
griechen und türkische zyprioten sind politisch die gewinner , der türkischen republik aber, kann diese abstimmung noch große kopfschmerzen bereiten


- Erich - 25.04.2004

Zyperns Wiedervereinigung gescheitert
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3218538_NAVSPM1_REF1,00.html">http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... F1,00.html</a><!-- m -->
Zitat:Die Wiedervereinigung Zyperns ist gescheitert. Die griechischen Zyprer haben beim Referendum mehrheitlich dagegen gestimmt und treten am 1. Mai ohne den türkischen Teil der Insel der Europäischen Union bei. Die international anerkannte Republik Zypern besteht nur aus dem griechischen Teil der Insel.
EU-Kommissar Verheugen kritisiert griechische Zyprer
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3223042_REF1_NAVSPM1,00.html">http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... M1,00.html</a><!-- m -->
Zitat:Das Scheitern der Wiedervereinigung Zyperns am Widerstand des griechischen Bevölkerungsteils ist von der internationalen Gemeinschaft mit großer Enttäuschung aufgenommen worden...
UN-Plan zur Wiedervereinigung Zyperns
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID2920750_REF1_NAVSPM1,00.html">http://www.tagesschau.de/aktuell/meldun ... M1,00.html</a><!-- m --> (ganzer Text)
Zitat:Der von UN-Generalsekretär Kofi Annan vor 15 Monaten vorgelegte Plan zielt auf eine Wiedervereinigung Zyperns vor dem EU-Beitritt der geteilten Mittelmeerinsel am 1. Mai 2004.

Vorgesehen ist ein "gemeinsamer Staat", der sich aus zwei "Teilstaaten" zusammensetzt. Der türkisch-zyprische im Norden soll 28,5 Prozent, der griechisch-zyprische im Süden 71,5 Prozent der Fläche umfassen. Derzeit kontrolliert die Türkei 36 Prozent der Insel. Bezüglich der abzutretenden Gebiete hat Annan zwei alternative Landkarten vorgelegt.

Jeder Teilstaat soll sein eigenes Parlament erhalten. Auf gesamtstaatlicher Ebene sind ein Unter- und ein Oberhaus vorgesehen. Entsprechend ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung sollen die griechischen Zyprer im Unterhaus zwei Drittel der Abgeordneten stellen, die türkischen Zyprer ein Drittel. Das Oberhaus soll jeweils zur Hälfte aus Vertretern beider Volksgruppen bestehen.

Die Regierung setzt sich nach diesem Plan aus einem sechsköpfigen Gremium aus vier griechischen und zwei türkischen Zyprern zusammen. Ein Mitglied dieses Rates nimmt für jeweils zehn Monate das Amt des Präsidenten wahr. Ein weiteres Mitglied der jeweils anderen Volksgruppe übernimmt das Amt des Vizepräsidenten. In diesen Ämtern sollen die sechs Mitglieder des Präsidiums rotieren. Im Falle von Uneinigkeiten schlichtet ein Höchster Gerichtshof, der sich aus neun Richtern - drei Inselgriechen, drei Inseltürken und drei Ausländern - zusammensetzt.

Die Mittelmeerinsel soll ferner weitgehend entmilitarisiert werden. Die Zahl der türkischen Soldaten soll von derzeit 35.000 auf 6000 verringert werden. Griechenland werden 4000 Soldaten zugestanden. Beide Staaten sowie die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien sollen wie bisher Garantiemächte bleiben.
ebenso im ZDF <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/29/0,1367,POL-0-2104573,00.html">http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/a ... 73,00.html</a><!-- m -->

ZDF-Video:
Griechisch-türkische Freundschaft auf Zypern: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/mediathek/video/0,1473,2051622,00.html">http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/m ... 22,00.html</a><!-- m -->
Zypern stimmt gegen Wiedervereinigung: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/mediathek/video/0,1473,2051617,00.html">http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/m ... 17,00.html</a><!-- m -->


@anonymer Lord:
Zitat:Also wuerde Ich mein Haus verlieren durch eine Invassion..und danach es zumindestens nicht mal zurueck kaufen koennen...Dann wuerde Ich es nicht mal mehr sehen wollen....
so was ähnliches hat auch Polen verlangt bezüglich der ehemals deutschen Gebiete, ist also nicht aussergewöhnlich sondern wohl ein aprobates Mittel, wenn die "Rückvertreibung" (blödes Wort, aber mir fällt grad kein anderes ein) zu Lasten derjenigen befürchtet wird, die eine neue Heimat gefunden haben; trotzdem hat sich Deutschland nicht gegen die EU-Aufnahme Polens ausgesprochen;
im Übrigen kann eine solche Regelung grundsätzlich nur befristet sein - die "Niederlassungsfreiheit" der EU steht einer solchen Regelung als "Ewigkeits-Bestimmung" entgegen; es ist also nur eine Frage der Zeit, wenn die gegenseitigen Befindlichkeiten zu einem gegenseitigen Vertrauen geüfhrt haben kann ein solches "Niederlassungsverbot" durchaus fallen.

Ergänzend - es ist schon interessant, dass die griechische Mehrheit die Politik der türkischen Spaltungsregierung unterstützt.
Fakt jedenfalls:
jetzt kann von griechischer Seite die Teilung der Insel nicht mehr beklagt werden, und
der türkische Norden ist frei, sich zu entwickeln wie und wohin er will ....


- Skywalker - 25.04.2004

Meiner Meinung nach wurden die ganzen Jahre über Fehler von der EU und von der internationalen Gemeinschaft begangen, nämlich die griech. Zyprische Seite in ihren forderungen zu unterstützen. Ich frage mich nur wie hat man sich das seitens der EU vorgestellt wie Griechen und Türken in einem Staat friedlicch nebeneinander leben sollen ?

Fakt ist das es zwischen beiden Nationen seit der Eroberung Konstantinopels eine Erbfeindschaft gibt, die hätte sich meiner Meinung nach sehr negativ auf das Zusammenleben beider Völker ausgewirkt. Es hat bei der Politik der EU an Realitätsbezug gefehlt.

Durch die einseitige Parteinahme auf Seiten der griech. Zyprer hat man sie in ihrem Maximalforderungen bestärkt, daher ist das Ergebnis das 76% der griech. Zyprer gegen den UN Plan gestimmt haben kein Wunder.


- Cluster - 25.04.2004

Erbfeindschaften können auch schnell vorbei sein. Bestes Beispiel hierfür sind Deutschland und Frankreich.


- Erich - 25.04.2004

@ Skywalker:
Zitat:Ich frage mich nur wie hat man sich das seitens der EU vorgestellt wie Griechen und Türken in einem Staat friedlicch nebeneinander leben sollen ?
sprichst Du Dich damit gegen die Aufnahme der Türkei in der EU aus:frag: