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- Tiger - 31.12.2008

@Seleukos
Och, die USA sind nicht besser. Für die religiöse Rechte in den USA, die ihren Einfluss auch in der Nahost-Politik an den Tag legt, hat Israel nur Existenzberechtigung, damit der Tempel von Jerusalem wiederaufgebaut wird, damit ihre Vorstellungen von der Apokalypse real werden können. Diesen gemäß wird der Antichrist im Tempel von Jerusalem "Gräuel der Verwüstung" anrichten und sich 144.000 Juden zum Messias, also zum Christentum bekennen.
Den Machern der US-amerikanischen Israel-Politik sind Juden also nur dann etwas wert, wenn sie sich in Zukunft womöglich zum Christentum bekennen könnten.
Ich weiß, es klingt unreif, aber so denkt die religiöse Rechte in den USA.


Zitat:Die unheilige Allianz der Antisemiten, Linken und Moslems (gerne auch in Kombination) hier ist wirklich furcht- und ekelerregend.

Die Linke hat einfach nur deshalb mit Israel ein Problem, weil dieses öfter mal Krieg führt. Insgesamt gesehen, hat man in der Linken lediglich den Schock von 1967 - als Israel einen Präventivkrieg gegen seine Nachbarn führte - nicht verkraftet.
Eine Ausnahme bilden die sogenannten "Antideutschen", die sich durch eine bedingungslose Israel- und USA-Freundlichkeit auszeichnen und bei denen der Islam längst das böse Deutschland als Hauptfeindbild abgelöst hat. Kritik auch von jüdischen Verbänden beirrt die Antideutschen da nicht.
Allerdings sind die Antideutschen eigentlich schon aufgrund der von ihnen verwendeten Denkmuster eher als rechtsextrem einzustufen.
Übrigens hast du in deiner unheiligen Allianz eine Gruppe vergessen: Die Rechtsextremen, die sich mit den Islamisten, die du wohl mit "Moslems" meinst, bald sprichwörtlich gegenseitig den Arsch zur Darmversilberung herhalten.


Zitat:Die Opferzahlen auf der israelischen Seite mit der palestinensischen zu vergleichen

...ist eine natürliche menschliche Neigung. So zynisch das auch klingen mag.


Zitat:Wer Israel das Recht zu einer noch so harten Verteidigung (die sogar das Überraschungsmoment aus der Hand gibt um die Bevölkerung per SMS zu warnen!!!) abspricht läßt über sich nur einen von zwei Schlüssen zu:
1. Er ist ein dreckiger Antisemit
2. Er hat von Tuten und Blasen keine Ahnung!

Es lebe die Verallgemeinerung!


- Nightwatch - 31.12.2008

Seleukos schrieb:Die unheilige Allianz der Antisemiten, Linken und Moslems (gerne auch in Kombination) hier ist wirklich furcht- und ekelerregend.

Die Opferzahlen auf der israelischen Seite mit der palestinensischen zu vergleichen ist gut für den muslim-markt oder eine solche Seite, aber wohl kaum für ein Forum für Streitkräfte und Militär.
Dieses Forum ist seit ewigen Zeiten ein Sammelbecken für Antiamerikaner, Antizionisten und Schlimmeres.
Ich habe in praktisch keinem westlichen Militärforum eine derart ungesunde Mischung gefunden.
Aber was solls, manche Schlachten sind zu sinnlos um sie zu schlagen.


- Quintus Fabius - 01.01.2009

Was mich ehrlich gesagt erstaunt ist, daß bei den Raketenangriffen gegen Israel so wenige Menschen zu schaden kommen.

Bei der enormen Zahl von Angriffen die wirklich extrem hoch ist, und die sich auf ein gar nicht so großes Gebiet konzentriert (aufgrund mangelnde Reichweite) ist der angerichtete Schaden erstaunlich gering.

Zitat:Welcher Staat mit auch nur einem Hauch Selbstbewußtsein würde seine Zivilisten über Jahre beschießen lassen?

Vollste Zustimmung. Die Angriffe sind in dieser Größenordnung völlig untragbar ! Ein Gegenschlag war längst überfällig.

Er ist keine Lösung, aber darum geht es nicht. Es ist entscheidend das man keine Schwäche zeigt.

Nicht alle Kulturen bewerten bestimmte handlungen gleich. Vieles was in Europa auf eine bestimmte Weise bewertet werden würde, wird in anderne Kulturen anders bewertet.

Die Luftangriffe werden die Raketenangriffe nicht beenden können, sie werden auch das Problem Gaza an sich in keinster Weise auch nur das kleinste bißchen verbessern, aber sie zeigen gegenüber den anderen arabischen Staaten Stärke auf. Eine notwendige Demonstration.


- Erich - 01.01.2009

Seleukos schrieb:Die unheilige Allianz der Antisemiten, Linken und Moslems (gerne auch in Kombination) hier ist wirklich furcht- und ekelerregend.
.....

...., diese antisemitische Soße hier stinkt zu widerwärtig!
sellten so ein hasserfülltes Pamphlet mit so wenig sachlicher Argumentation gelesen. :roll:
So blamiert sich jeder Dummschwätzer (1 BvR 1318/07) auf seine Weise :lol:

@Quintus:
Du bezeichnest die Luftangriffe als "notwendige Demonstration". Das mag in einem gewissen Umfang sogar der Fall sein - stellt sich aber, was die Zahl der Opfer betrifft, als Unverhältnismäßig dar. Ein palästinensisches Leben, das Leben eines palästinensischen Kindes wiegt nicht weniger als ein israelisches Leben und das Leben eines israelischen Kindes.
Wenn also eine solche "notwendige Demonstration" erfolgt stellt sich die Frage, wann die Demonstration beendet werden muss.
Dazu die FAZ:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~ED2E514F1555547E7A56E9E9B1216CCBD~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF41441 ... ntent.html</a><!-- m -->
Zitat:Nahost-Konflikt
Der Krieg läuft nicht davon

Von David Grossmann

31. Dezember 2008 Nach den Luftangriffen im Gazastreifen sollten wir innehalten und der Hamas zurufen: Bis Samstag haben wir mit Zurückhaltung auf die Tausenden von Raketen reagiert, die ihr auf uns abgeschossen habt. Jetzt wisst ihr, wie hart Vergeltung sein kann. Damit es nicht noch mehr Tote und Zerstörung gibt, werden wir in den nächsten achtundvierzig Stunden das Feuer einstellen, einseitig und absolut. Selbst wenn ihr eure Angriffe fortsetzt, werden wir die Kampfhandlungen nicht wiederaufnehmen. Außerdem ersuchen wir alle betroffenen Staaten, nah und fern, zwischen uns zu vermitteln.
...

Gewiss, die Hamas hätte dann eine Atempause, in der sie sich neu formieren kann, aber das hat sie in all den Jahren ohnehin getan. Zwei Tage machen da nicht viel aus. Im Gegenteil, eine Waffenruhe könnte die Hamas dazu bringen, ihr Vorgehen zu überdenken. Für sie wäre es eine Möglichkeit, sich ohne Gesichtsverlust aus der eigenen Falle zu befreien.

Noch ein naheliegender Gedanke. Wären wir schon im Juli 2006 so vorgegangen, nach der Entführung zweier unserer Soldaten durch die Hizbullah – hätten wir nach dem anfänglichen Vergeltungsschlag angehalten und eine Feuerpause erklärt, um die Lage zu beruhigen und Vermittlungsbemühungen eine Chance zu geben –, wären wir heute vermutlich in einer besseren Position. Auch diese Lehre hätte Israels Regierung aus diesem Krieg ziehen können. Es ist die wichtigste Lektion, die wir lernen müssen.
David Grossman, geboren 1954 in Jerusalem, veröffentlichte auf Deutsch zuletzt den Essayband „Die Kraft zur Korrektur“, für den er mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet wurde. Seine Empfehlung, seinen Rat zu befolgen, wäre eine Demonstration der Überlegenheit, eine Handlung "aus Stärke" heraus.

Tatsächlich sieht es anders aus: die Israeli sind dabei, die Fehler aus dem Libanonkrieg zu wiederholen
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/389/453084/text/">http://www.sueddeutsche.de/politik/389/453084/text/</a><!-- m -->
Zitat:01.01.2009 07:39 Uhr

Krieg im Gaza-Streifen
Israelische Truppen warten auf Einmarschbefehl

Die Lage verschärft sich massiv: Das israelische Militär bereitet sich offenbar darauf vor, in den Gaza-Streifen einzumarschieren. Ministerpräsident Olmert unterstütze die Pläne für eine kurze und heftige Bodenoffensive, heißt es.
....

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/ausland/gaza410.html">http://www.tagesschau.de/ausland/gaza410.html</a><!-- m -->
Zitat:Konflikt um den Gazastreifen
Israel macht mit unverminderter Härte weiter

Auch zum Jahreswechsel setzt Israel die Luftangriffe im Gazastreifen unvermindert fort - während auch der Raketenbeschuss vom Gazastreifen aus anhält. Israelische Medien berichten über Planungen für eine großangelegte Bodenoffensive.
...

Stand: 01.01.2009 13:10 Uhr
wie dumm muss man sein - militärisch und politisch - um zweimal hintereinander in dieselbe Falle zu tappen?

Ergänzend dazu mal ein Verweis auf die Gefühle der Betroffenen:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://blog.tagesschau.de/?p=4733">http://blog.tagesschau.de/?p=4733</a><!-- m -->
Zitat:31. Dezember 2008, 15:32 Uhr - von Christian Radler

In zahlreichen Weblogs schreiben die Menschen aus dem Gazastreifen und Israel über die Auswirkungen der jüngsten Eskalation auf ihr Leben. Hier eine Auswahl von (im Original meist englischen) Stimmen aus dem Kriegsgebiet.
...

edit:
ich setze das nachträglich hier dazu, weil es eigentlich nahtlos zur letzten Meldung passt:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sueddeutsche.de/,ra12m1/computer/380/453075/text/">http://www.sueddeutsche.de/,ra12m1/comp ... 3075/text/</a><!-- m -->
Zitat:31.12.2008 17:40 Uhr

Bombardierung des Gaza-Streifens
"Die Blogosphäre als Kriegszone"

Die israelische Armee tritt im Gaza-Konflikt auch im Internet martialisch auf: Die Blogosphäre sei eine "Kriegszone" im Kampf um die öffentliche Meinung, sagen die Streikräfte.

Die israelischen Streitkräfte nutzen das Videoportal "YouTube" zur Rechtfertigung ihrer Luftangriffe im Gaza-Streifen. ....



- Achim - 01.01.2009

hm ich denke isreal muste auf die anhaltenden angriffe reagieren, und nach mehreren drohungen, stellte die hamas die raketen angriffe auf isreal nicht ein. das ausmaß des angriffs finde ich allerdings erschreckend.

Israel tut sich meiner meinung nach auch keinen gefallen dammit, das es keine presse in den gazastreifen läst, sommit begünstigt es paliwood oder wie die palistinensiusche propaganda dort genant wird. was ich angesichts der opfer zynisch finde. allerdings befast sich der oberste israelische gerichtshof mit dem thema. was ich wiederum sehr gut finde.


ich weis allerdings auch schon nicht mehr wie lange die blockade des gazastreifens anhielt.??

die hamas ist leider nicht nur eine terrororganisation sondern leider auch eine soziale. sommit ein dualuse-produkt. wenn israel auch die sozialen einrichtungen der hamas angreift, bzw sie ausschaltet, schaltet es gaza ab. was einer sozialen katastrophe gleichkommt, oder haben die menschen in gaza eine alternative zu den krankenhausern oder schulen der hamas?? wenn ja so währe diese natürlich vorzuziehen.

das problem den militärischen arm zu zerschlagen ist unmöglich, da der politische und soziale bleibt woraus sich der militärische immer wieder rekutieren kann. zerschlägt mann alle hat mann ne soziale katastrophe.

hamas muss sich genau wie die israelische regierung gegen die politischen gegner durchsetzen ( in israel muss sich kadima gegen likud, die hamas gegen die noch radikaleren splittergruppen durchsetzen) in dem sie stärke zeigen. darin liegt ein weiteres dilemma. keine seite kann oder will nachgeben.

seloikos:
Zitat:Die unheilige Allianz der Antisemiten, Linken und Moslems (gerne auch in Kombination) hier ist wirklich furcht- und ekelerregend.
.....

...., diese antisemitische Soße hier stinkt zu widerwärtig!

p.s. naja einige moslemhasser,islamophoben,araberhasser, rassisten. rechte (vileicht pro- köln aktivisten?? )scheinen hier wohl auch zu sein. ebenfalls in kombination möglich.

jemand der anstatt mit argumenten. nur die antisemmiten keule schwingt ( wobei das bei einigen sicherlich gerechtfertigt ist)und moslems über einen kamm schert, dem is echt nicht mehr zu helfen.


- Schneemann - 01.01.2009

Quintus schrieb:
Zitat: Was mich ehrlich gesagt erstaunt ist, daß bei den Raketenangriffen gegen Israel so wenige Menschen zu schaden kommen.

Bei der enormen Zahl von Angriffen die wirklich extrem hoch ist, und die sich auf ein gar nicht so großes Gebiet konzentriert (aufgrund mangelnde Reichweite) ist der angerichtete Schaden erstaunlich gering. [...]

Vollste Zustimmung. Die Angriffe sind in dieser Größenordnung völlig untragbar ! Ein Gegenschlag war längst überfällig.

Er ist keine Lösung, aber darum geht es nicht. Es ist entscheidend das man keine Schwäche zeigt.
Weißt du, wir sind sicher nicht oft einer Meinung, aber in diesem Fall stimme ich Dir ausnahmsweise definitiv zu.

Erich schrieb:
Zitat: Du bezeichnest die Luftangriffe als "notwendige Demonstration". Das mag in einem gewissen Umfang sogar der Fall sein - stellt sich aber, was die Zahl der Opfer betrifft, als Unverhältnismäßig dar. Ein palästinensisches Leben, das Leben eines palästinensischen Kindes wiegt nicht weniger als ein israelisches Leben und das Leben eines israelischen Kindes.
Wenn also eine solche "notwendige Demonstration" erfolgt stellt sich die Frage, wann die Demonstration beendet werden muss.
Ich denke, dass wird im Kern auch gar nicht bestritten. Und wenn ein unschuldiges Kind stirbt (in dem Sinne: Gibt es auch schuldige Kinder?), so ist dies immer eines zuviel. Aber wenn von ca. 380 Toten mehr als 70 Prozent den Kämpfern der gegnerischen Seite zuzuordnen sind, so ist dies – angesichts der verschachtelten Enge und der Unübersichtlichkeit in Gaza und der Vermischung von zivilen und militärischen Anlagen – dennoch bemerkenswert und kann wiederum m. E. nicht als unverhältnismäßig angesehen werden. Wenn die Masse der Opfer keine Kämpfer wären, würde ich dir zustimmen, aber gegenwärtig sagen alle Einschätzungen etwas anderes, auch wenn natürlich es IMMER Zivilisten gibt, die unter einem Krieg leiden. Das gab es in jedem Krieg und wird es auch in jedem weiteren (leider) geben. Aber unverhältnismäßig geführt wird dieser Krieg derzeit nicht.

Und sie treffen schon auch die richtigen Personen. Hierzu:
Zitat:GAZA

Ranghoher Hamas-Führer stirbt bei Luftangriff

Die israelische Luftwaffe hat im Gaza-Streifen einen hochrangigen Hamas-Führer getötet. Die Rakete löschte auch die gesamte Familie von Nisar Rajan aus. Eine Armeesprecherin sagte, Rajan sei das Ziel des Angriffs gewesen. Die Hamas schwört nun Rache.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,599061,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 61,00.html</a><!-- m -->

...und...
Zitat:ISRAELS EINMARSCHPLÄNE

Militärs setzen auf kurze und harte Schläge

Noch hat die Bodenoffensive der israelischen Armee nicht begonnen. Doch vieles spricht dafür, dass sie der Hamas ungleich härter entgegentritt als beim letzten Vorrücken im März 2008. Sie wollen den Willen der Islamisten endgültig brechen.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,599048,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 48,00.html</a><!-- m -->

...und um die israelische Seite nicht zu vergessen...
Zitat:Raketeneinschläge in Israel

"Da ist nur Angst"

Sechs Tage nach der Eskalation im Gazastreifen werden immer mehr israelische Zivilisten in die militärischen Auseinandersetzungen hineingezogen. Raketen aus dem Gazastreifen erreichen immer entlegenere Orte. Die Israelis dort müssen nun mit der neuen Gefahr zurecht kommen.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/ausland/gazastreifen206.html">http://www.tagesschau.de/ausland/gazastreifen206.html</a><!-- m -->

Schneemann.


- Luetzow - 01.01.2009

Seleukos schrieb:Die unheilige Allianz der Antisemiten, Linken und Moslems (gerne auch in Kombination) hier ist wirklich furcht- und ekelerregend.

.....

Aber ich werde mich nun aus diesem Thread fernhalten, diese antisemitische Soße hier stinkt zu widerwärtig!

Den Antisemitismusvorwurf kannst du hoffentlich belegen was diesen Thread angeht. Denn das ist eine schwerwiegende Anschuldigung und wäre sonst Verleumdung.
Links/Rechts/Mitte/Moslem/Jude/Christ/Atheist...das ist doch vollkommen egal...solange vernünftig und logisch argumentiert wird.
Auch die meisten Quellen die hier stehen sind durchaus als Seriös zu bezeichnen.
Ich versteh dein Problem nicht so recht.
-----------------------------------------------------------------
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1051679.html">http://www.haaretz.com/hasen/spages/1051679.html</a><!-- m -->

Zitat:ANALYSIS / What are Israel's options in the Gaza Strip?
By Yossi Melman

Paradoxically, the longer the war in Gaza goes on, the greater Israel's range of options.

Die Einschätzung würde ich zwar nicht zu 100% teilen aber interessant ist es allemal.

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,599014,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 14,00.html</a><!-- m -->

Zitat:Israel muss Journalisten nach Gaza lassen

Ein Ende der Nachrichtensperre ist in Sicht: Der Oberste Gerichtshof Israels hat entschieden, dass ausländische Journalisten in den Gazastreifen gelassen werden dürfen. Geklagt hatte ein Journalistenverband. Einreisen dürfen nun nur dessen Mitglieder - und auch die nur in kleinen Gruppen.

Gute Entscheidung wie ich meine. Der Oberste Gerichtshof kommt einem ja fast so wie das Bundesverfassungsgericht bei uns vor. :-)


- Shahab3 - 01.01.2009

BigLinus schrieb:
Shahab3 schrieb:@BigLinus

Zitat:Selbst die Hamas, die sonst die Macht der Bilder geschickt für sich einsetzt, erklärt in ihren Berichten, daß die überwiegende Mehrzahl der Toten aus den Reihen Ihrer Kämpfer stammt.

Wer hat was und wann genau gesagt? Zitat bitte.
@Shahab3
Ich gebe lediglich entsprechende Pressemitteilungen (Reuters, SZ, FAZ, NZZ, Spiegel, dpa, n-tv, CNN, ZDF, ARD, usw.) wieder. Hier z.B. eine VN-Mitteilung aus dem Spiegel.
Zitat:(...) Seit Beginn der Angriffe am Samstagmorgen wurden nach palästinensischen Angaben mehr als 340 Menschen getötet. Laut Uno waren 60 Zivilisten unter den Todesopfern, darunter 21 Kinder. (...)
Quelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,598777,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 77,00.html</a><!-- m -->

Inwiefern sich die Hamas über die Zusammensetzung der Opferzahlen geäussert hat, wird daraus leider nicht ersichtlich.

-----
Laut dem Guardian ging der jüngesten israelischen Aggression eine 6 monatige Planungsphase voraus:

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.guardian.co.uk/world/2008/dec/29/israel-attack-hamas-preparations-repercussions">http://www.guardian.co.uk/world/2008/de ... ercussions</a><!-- m -->
Zitat:Six months of secret planning - then Israel moves against Hamas

'Patience ran out' over repeated missile attacks in south of country but strategy risks creating fresh motives for revenge and hatred
...
Unlike the confused and improvised Israeli response as the war against Hizbullah in Lebanon unfolded in 2006, Operation Cast Lead appears to have been carefully prepared over a long period.
...
Barak said yesterday the timing of the operation was dictated by Israel's patience simply "having running out" in the face of renewed rocket and mortar attacks from Gaza into Israel when the shaky six-month ceasefire expired 10 days ago. "Any other sovereign nation would do the same," is the official Israeli refrain.
...
But the context now is February's Israeli elections. The contest that matters is between Livni's centrist Kadima party and the rightwing Likud under Binyamin Netanyahu, who talks only of "economic peace" with the Palestinians and does not want an independent Palestinian state, as Livni does. Opinion polls show that it pays to talk tough: Livni's standing has improved in recent days. The US political timetable may be as significant. The three weeks before Barack Obama's inauguration were Israel's last chance to assume automatic diplomatic support from Washington, as it got from George Bush over both West Bank settlements and the Lebanon war.
...

Dass mit den Angriffen in erster Linie Wahlkampf betrieben wird, halte ich ebenfalls für die naheliegenste Erklärung für das sinnlose Blutvergiessen.


- Erich - 01.01.2009

Schneemann schrieb:....
Ich denke, dass wird im Kern auch gar nicht bestritten. Und wenn ein unschuldiges Kind stirbt (in dem Sinne: Gibt es auch schuldige Kinder?), so ist dies immer eines zuviel. Aber wenn von ca. 380 Toten mehr als 70 Prozent den Kämpfern der gegnerischen Seite zuzuordnen sind, so ist dies – angesichts der verschachtelten Enge und der Unübersichtlichkeit in Gaza und der Vermischung von zivilen und militärischen Anlagen – dennoch bemerkenswert und kann wiederum m. E. nicht als unverhältnismäßig angesehen werden.
Wenn die Masse der Opfer keine Kämpfer wären, würde ich dir zustimmen, aber gegenwärtig sagen alle Einschätzungen etwas anderes, auch wenn natürlich es IMMER Zivilisten gibt, die unter einem Krieg leiden. .... Aber unverhältnismäßig geführt wird dieser Krieg derzeit nicht.
das "Zahlenverhältnis" zwischen toten "Kämpfern" und "Zivilsiten" wird auch von der UNO bestätigt, aber:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/7/0,3672,7498599,00.html">http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/7/0 ... 99,00.html</a><!-- m -->
Zitat:...
Bei der seit fünf Tagen anhaltenden Militäroffensive Israels sind bislang mindestens 400 Palästinenser getötet worden. Wie der Direktor der Gesundheitsbehörde in Gaza am Mittwoch weiter mitteilte, wurden etwa 2000 Menschen verwundet. 300 von ihnen sollen in Lebensgefahr schweben. Nach Angaben eines Sprechers des UNO-Hilfswerkes für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) handelt es sich bei mindestens jedem vierten getöteten Palästinenser um einen Zivilisten.

Bei mehr als 250 Raketenangriffen aus dem Gazastreifen sind in Israel nach Armeeangaben bislang vier Personen getötet worden.
...
die Süddeutsche meldet dazu:
Zitat:.... Nach Angaben eines Sprechers des UN-Hilfswerkes für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) handelt es sich bei mindestens jedem vierten getöteten Palästinenser um einen Zivilisten.

Bei mehr als 250 Raketenangriffen aus dem Gaza-Streifen sind in Israel nach Armeeangaben bislang vier Personen getötet worden. Allein am Mittwoch schlugen nach Armeeangaben mehr als 60 Raketen auf israelischem Boden ein.

ebenso der Spiegel: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,599061,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 61,00.html</a><!-- m -->
Zitat:...Die Zahl der Todesopfer der schwersten israelischen Luftangriffe auf den Gaza-Streifen seit dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 stieg auf 407. Mindestens ein Viertel davon waren nach Uno-Angaben Zivilisten. Mehr als 1700 Menschen wurden verletzt. Vier Israelis kamen im palästinensischen Raketenbeschuss seit Beginn der Luftoffensive am Samstag ums Leben. ....
aber ...
Wir haben also - um die abstrakten Zahlen gegenüber zu stellen - etwa 1/4 aus rund 400 palästinensischen Toten, also rund 100 zivilie Todesopfer gegen 4 tote Israeli ... das ist ein Verhältnis von etwa 1 : 25 - auf jedes zivilie Opfer Israels treffen 25 zivile Opfer auf Seite der Palästinenser .... verstehst Du das als "verhältnismäßig" oder ausgewogen?
Schneemann schrieb:...
Und sie treffen schon auch die richtigen Personen. Hierzu:
Zitat:GAZA

Ranghoher Hamas-Führer stirbt bei Luftangriff

Die israelische Luftwaffe hat im Gaza-Streifen einen hochrangigen Hamas-Führer getötet. Die Rakete löschte auch die gesamte Familie von Nisar Rajan aus. Eine Armeesprecherin sagte, Rajan sei das Ziel des Angriffs gewesen. Die Hamas schwört nun Rache.
Link: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,599061,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 61,00.html</a><!-- m -->
....

Schneemann.
Du unterschlägst, dass neben dem Hamas-Führer (ganz nebenbei: einem neuen "Martyrer") auch dessen Frau und acht Kinder getötet wurden
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.n-tv.de/1078427.html">http://www.n-tv.de/1078427.html</a><!-- m -->
Zitat:Donnerstag, 1. Januar 2009
Hamas-Führer getötetGewaltspirale dreht sich

Im Nahen Osten ist noch kein Ende der Gewalt in Sicht. Knapp eine Woche nach dem Start der blutigen Militäroffensive Israels im Gazastreifen warten jetzt die Bodentruppen auf ihren Einsatzbefehl. Die israelische Luftwaffe tötete erstmals ein Mitglied des engsten Führungszirkels der radikal-islamischen Hamas sowie dessen Frau und acht Kinder. Gleichzeiitg setzten militante Palästinenser ihre Raketenangriffe auf israelische Städte fort. Als Folge der Gewalt sind bislang mindestens 410 Palästinenser und vier Israelis getötet worden. ...


Dabei bestehen ganz erhebliche Zweifel, ob die Aussagen der israelischen Militärführung über "Erfolge" wirklich richtig sind:

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/410/453105/text/">http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/polit ... 3105/text/</a><!-- m -->
Zitat:01.01.2009 16:34 Uhr
Krieg im Gaza-Streifen
Die Pause vor dem Sturm

Wenn Worte und Wirklichkeit nicht zusammenpassen: Mit jedem Tag feuert Hamas mehr Raketen auf Ziele in Israel. ...

Sechs Tage nach Beginn der israelischen Offensive gegen die Hamas klaffen Worte und Wirklichkeit klar auseinander. Glaubt man den Tag und Nacht verbreiteten Meldungen der Streitkräfte, dann haben die massiven Luftangriffe die Terror-Struktur der radikal-islamischen Organisation bereits zu einem Viertel zerstört. In den Nachrichtensendungen brüsten sich Armee-Sprecher mit der Zerstörung von Dutzenden von Tunneln, durch die Sprengstoff in den Gaza-Streifen geschmuggelt worden sei; sie rühmen sich der Schläge gegen die Islamische Universität, in der man gegen den "zionistischen Feind" hetzte, gegen Moscheen, in denen sich Waffendepots befunden haben sollen. Doch mit jedem Tag feuert Hamas mehr Raketen auf Ziele in Israel, und diese fliegen mitunter bis zu 40 Kilometer weit.

Wie im Libanonkrieg vor zweieinhalb Jahren sind auch bei der Operation "Gegossenes Blei" die Ziele für die Luftwaffe nach tagelangem Bombardement weitestgehend ausgereizt. Will Israel, wie Premier Ehud Olmert unablässig betont, tatsächlich den Raketenregen der Hamas stoppen, muss es mit Bodentruppen in das am dichtesten bevölkerte Gebiet der Erde vordringen. Darauf warten die rund 15.000 bis 20.000 Hamas-Mitglieder geradezu.
...
hmpf... 15- bis 20.000 Hamas-Mitgliedern, von denen bisher 300 getötet wurden ....

Und um die Diskussion noch etwas anzuheizen:
Wie gesagt, ich bin nicht überzeugt, dass die Eskalation der Gewalt ein Mittel zur Befriedung ist.
Und wenn man den Israeli das Recht auf eine "notwendige Demonstration" zugesteht, dann muss man auch - zumindest - versuchen, die Angelegenheit aus Sicht der Pallis zu sehen. Ich rekapituliere hier den Bericht eines gläubigen Juden vom August letzten Jahres:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_international/shannon_harry_gaza_schockierende_verwuestung.htm">http://www.arendt-art.de/deutsch/palest ... estung.htm</a><!-- m -->
Zitat:Gazas schockierende Verwüstung

Harry Shannon, Hamilton Spectator 14.August 2008

Als kanadischer Jude, der die besetzten Gebiete besucht, schäme ich mich über das, was ich sah. Ich hatte erwartet, dass die Lage in Gaza schlecht sein wird, aber als ich im Juli dort war, war ich über die Verwüstung doch sehr geschockt.
...

Meine Schwester und ihr Mann sind orthodoxe Juden, die in der Nähe Tel Avivs leben. Sie sind wütend über Israels Verhalten, besonders was die Einschränkungen gegenüber Kranken betrifft, die den Gazastreifen verlassen müssten. Mein Schwager, ein früherer Vorsitzender der Allgemeinmedizin an der Universität Tel Aviv und ein Spezialist in medizinischer Ethik hat sich öffentlich darüber beklagt.

Als Jude schäme ich mich und bin entrüstet über das, was hier geschieht. Israel braucht Sicherheit – aber was hier geschieht, geht weit über Sicherheitsbelange hinaus.

Israels Aktionen sind Kollektivstrafen, die nach dem Völkerrecht verboten sind.

Ich schäme mich, dass die Harper-Regierung der bedingungslosen Unterstützung Israels gegen die Palästinenser nachgegeben hat. Die augenblickliche Politik ist unerhört, wie jeder, der den Gazastreifen besucht, sehr wohl sehen kann.
Harry Shannon ist Professor für klinische Epidemiologie und Biostatistik an der MxMaster-Universität und lebt in Dundas.

Wie - so frage ich mich - kann man den Palästinensern erklären, dass ihre Aktionen keine "Notwehr gegen Besatzer" sind, die Tausende von Palästinensern von ihrem Land vertrieben und in das "Ghetto Gaza" gezwungen haben?
Müsste man nicht auch - um der Objektivität willen - den Pallis auch ein Recht auf "Widerstand" zugestehen?

Oder aber - und das wäre mein Credo - ist es nicht endlich an der Zeit, die beiderseitige Eskalation der Gewalt zu beenden? Der von mir zitierte Vorschlag von David Grossmann würde dazu eine Chance bieten.


- Luetzow - 01.01.2009

Bilder aus Israel und Gaza.

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.boston.com/bigpicture/2008/12/israel_and_gaza.html">http://www.boston.com/bigpicture/2008/1 ... _gaza.html</a><!-- m -->


- Nasenbaer - 01.01.2009

Die israelische Streitkräfte haben einen eigenen Youtube-Kanal eingerichtet:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.youtube.com/user/idfnadesk">http://www.youtube.com/user/idfnadesk</a><!-- m -->


- Erich - 02.01.2009

jo, hab schon darauf hingewiesen - das Ziel ist offen erklärt: die Meinung zu beeinflussen, schlicht - der Youtube-Kanal ist ein Propagandakanal.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sueddeutsche.de/computer/380/453075/text/">http://www.sueddeutsche.de/computer/380/453075/text/</a><!-- m -->
Zitat:31.12.2008 17:40 Uhr

Bombardierung des Gaza-Streifens
"Die Blogosphäre als Kriegszone"

Die israelische Armee tritt im Gaza-Konflikt auch im Internet martialisch auf: Die Blogosphäre sei eine "Kriegszone" im Kampf um die öffentliche Meinung, sagen die Streikräfte.
....

BigLinus schrieb:....

Laut 'n-tv' rufen die Israelis seit Beginn der Luftangriffe über Handy und Festleitung die Bewohner des Gaza-Streifens an und fordern sie mittels eines Tonbands in arabischer Sprache auf die Häuser zu verlassen, wenn sich dort Hamas-Kämpfer oder Waffen und Sprengstoffe befinden, da die israelische Luftwaffe einen Angriff auf diese Häuser nicht ausschließt.
ist schon merkwürdig; wenn die Israeli das machen, dann ist das eine faire und humane Warnung gegenüber den armen Pallis, dass sie rechtzeitig abhauen können (beim erklärten Ziel, möglichst viele Hamas-Kämpfer zu eleminieren); wenn die Pallis dasselbe machen, ist es eine Drohung
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Doc~E8AEF2463EBC049B48FB08B91C71CA783~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C ... ntent.html</a><!-- m -->
Zitat:Israel
Raketendrohungen per SMS

Von Hans-Christian Rößler

02. Januar 2009 Krieg macht kreativ. Selbst bei den Bildern, die aus Gaza kommen, überlässt das israelische Militär nichts dem Zufall. Im Internetportal „You Tube“, auf dem jeder der ganzen Welt seine privaten Filme zugänglich machen kann, sind seit Montag auch mehrere Videos aus Gaza zu sehen: Da tragen zum Beispiel angebliche Hamas-Kämpfer Raketen zu einem Lastwagen, bevor ein israelisches Kampfflugzeug auf sie zielt. Die neuen Medien gehörten mittlerweile zum erweiterten Kriegsgebiet im Kampf um die Weltmeinung, erläuterte dazu ein Militärsprecher in Tel Aviv.

Aber auch die Hamas in Gaza überraschte am Donnerstagmorgen zahlreiche Israelis. Auf ihren Mobiltelefonen fanden sie Textbotschaften der Islamisten aus dem Gazastreifen vor. ....
- merkt ihr, wie manipulativ hier über den selben Sachverhalt berichtet wird?

und noch zum Vorwurf von "Palliwood" - also der manipulierten Berichterstattung "nur" durch die Pallis:

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E8B24032D1E824179868266F1EBE4E8D8~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC2486 ... ntent.html</a><!-- m -->
Zitat:Kriegsberichterstattung
Hässliche Bilder

Von Jörg Bremer

01. Januar 2009 Auch am Donnerstag blieb der Gazastreifen für die Mehrheit der ausländischen Korrespondenten geschlossen. Erst an diesem Freitag darf womöglich eine erste Gruppe von Reportern als „Pool“ in die Region fahren. Das setzte das Oberste Gericht gegenüber der israelischen Armeeführung durch. Bisher konnten nur einige ständig in Gaza stationierte Journalisten über den Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas direkt berichten.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Doc~E69C3ED81023E492CBC73657AF8E5C77A~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C ... ezial.html</a><!-- m -->
Zitat:Keine Feuerpause in Sicht
Ausländer verlassen den Gazastreifen

01. Januar 2009 Die israelische Luftwaffe hat am siebten Tag in Folge Luftangriffe gegen die radikalislamische Hamas im Gazastreifen geflogen. Eine Armeesprecherin erklärte am Freitagmorgen, unter den 20 angriffenen Zielen sei auch das Hauptquartier des militanten Flügels der Hamas. Militante Palästinenser feuerten am Freitag ihrerseits bislang keine Raketen auf Israel.
...
Angesichts der dauernden Angriffe gestattet Israel jetzt mehr als 400 Ausländern, den Gazastreifen zu verlassen. Wie der israelische Rundfunk weiter berichtete, sollen die Botschaften der betreffenden Ausländer Israel darum gebeten haben.
...
wer muss es also mit verantworten, wenn "Palliwood" die Berichterstattung aus Gazah dominiert?

Zurück zu den Kriegszielen
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Zitat:02.01.2009 7:00 Uhr
Krieg im Gaza-Streifen
Die Guerilla-Falle

Israels Luftwaffe hat Hunderte Hamas-Mitglieder getötet und Waffendepots zerstört. Doch die Hamas scheint nicht sonderlich geschwächt zu sein. Einen Bodenkrieg im Gaza-Streifen könnte Israel aber kaum gewinnen.
...



- Tiger - 02.01.2009

Ich sehe für eine israelische Bodenoffensive im Gaza-Streifen ebenfalls schwarz. Die Hamas hat sehr genau die Lehren aus dem jüngsten Krieg zwischen der Hisbollah und Israel 2006 gezogen und dabei auch noch die Verhältnisse im Gaza-Streifen, etwa die andere Topographie, berücksichtigt.
Die Hamas hat den Gaza-Streifen sehr stark militarisiert. Sie verfügt dort nicht nur über mindestens 20.000 Mann unter Waffen, sie hat sich auch mit ex-sowjetischen Panzerabwehr-FK und Luftabwehrwaffen bewaffnet und eine umfangreiche eigene Rüstungsindustrie geschaffen, die etwa Claymore-Minen, eine als "Shawaz" bezeichnete IED - die übrigens eine deutlich bessere Durchschlagskraft gegen gepanzerte Fahrzeuge besitzt als andere von palästinensischen Organisationen gefertigte IEDs - und eine als "Al Yassin" bezeichnete Art von Panzerfaust fertigt.
Viel Rohmaterial wird nicht nur mit Hilfe der bekannten Tunnel aus dem Sinai in den Gaza-Streifen geschmuggelt, sondern auch aus Israel, meist unter Verwendung kommerzieller und humanitärer Transporte, etwa von Krankentransporten. Tatsächlich soll viel von dem Rohmaterial, welches die Hamas für ihre Kassam-Raketen verwendet, mit denen sie Israel beschiesst, ausgerechnet aus Israel stammen. Über die Tunnel, die den Sinai verbinden, werden ausserdem auch fertige Waffen und Munition in den Gaza-Streifen geschmuggelt.
Im Tunnelbau hat es die Hamas zu einer gewissen Fertigkeit gebracht, es existieren nicht nur Tunnel, die dem Schmuggel zwischen Gaza-Streifen und Sinai dienen, sondern auch solche, die für die Infiltration israelischen Gebiets und Angriffe dort gedacht sind.
Teilweise wurden auch schon Tunnel entdeckt, die als Fallen dienten und die von israelischen Truppen entdeckt werden sollten. Diese waren mit Sprengladungen versehen, die bei einer Entdeckung oder beim Betreten durch israelische Truppen gezündet werden sollten. Daneben sind Tunnel auch mit getarnten, zementierten Schusspositionen versehen.
Es kann als gesichert gelten, das im Gaza-Streifen viele solcher Tunnel existieren.

Wer mehr erfahren will, dem empfehle ich ein Dokument namens:
Hamas's military buildup in the Gaza-Strip


- ThomasWach - 02.01.2009

Lustigerweise kann inzwischen aber dieses Dokument eines israelischen Sicherheitsinstitutes nicht mehr downloaden. Der bei Google herausgesprungene Link funktioniert nicht mehr.
Wer sich dabei wohl böses denkt.... nur purer Zufall.


Dokument wieder herunterladbar - Tiger - 02.01.2009

Der militärische Aufbau der Hamas im Gazastreifen
kann wieder heruntergeladen werden, und zwar von hier in Deutsch:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/German/pdf/hamas_080408g.pdf">http://www.terrorism-info.org.il/malam_ ... 80408g.pdf</a><!-- m -->

...und hier in Englisch:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/pdf/hamas_080408.pdf">http://www.terrorism-info.org.il/malam_ ... 080408.pdf</a><!-- m -->

Eine weitere Quelle über die Waffen palästinensischer Gruppen gibt es hier:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.weaponsurvey.com/missilesrockets.htm">http://www.weaponsurvey.com/missilesrockets.htm</a><!-- m -->