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- Schneemann - 04.01.2010

Erich schrieb:
Zitat: @Schneemann,
Die Verbalinjurien von Nightwatch versuche ich nach dem Motto "Was juckts die deutsche Eiche ..." zu verdauen und trotzdem sachlich zu bleiben.
Davon habe ich ehrlich gesagt kaum was gemerkt, eher hast du unter der Gürtellinie zurückgekeilt. Ich werde aber mich nicht gegenüber dir über einen anderen User äußern. Das kann der dann schon selbst, wenn er will.
Zitat: das Verhalten dieser Siedler gegenüber den Palästinensern (einen Ausschnitt der Schikanen habe ich oben dargelegt) erinnert mich an das Verhalten, das von SA-Leuten gegenüber jüdischen Mitbürgern in Deutschland an den Tag gelegt wurde.
Du hast aus den obigen Ausführungen nichts gelernt, oder? Anscheinend nicht, kommt ja doch gleich der nächste Nazi-Vergleich, bzw. der Vgl./die Gleichsetzung zwischen/von SA und Siedlern. Und wiederum zeigt sich deine Unwissenheit in historischen Fakten. Schaue dir mal an, was die SA in ihren „wilden“ KZ gemacht hat, wo sie alleine ca. 5.000 – 8.000 Menschen in Preußen, vor der eigentlichen Machtübernahme Hitlers, eingesperrt, gefoltert und willkürlich ermordet hat (wobei die Zahlen über die Toten nur geschätzt werden können, da die Schergen der Nazis vor der Machtergreifung und in den ersten ein, zwei Jahren nach der Machtergreifung noch nicht so penibel im Buchführen waren wie die späteren Schreibtischtäter des Holocaust).

Kurz: Du machst auf primitiver Ebene weiter wie oben, bringst wieder mal Nazivergleiche und dazu (wieder mal) welche, die man mit einem gewissen historischen Grundstockwissen nicht mal in den kühnsten Träumen anstellen würde und die alleine durch die Faktenlage als absolut unwahr entlarvt werden können. Und ehrlich gesagt hätte ich gute Lust, aus diesem Thread erst mal mich ausklinken, weil ich auch keine große Lust habe, mich alle Abende wieder über Herrn Erichs Naziassoziationen in Bezug auf Israel aufzuregen und weil du offenbar munter weiter machst mit deinen NS-Verunglimpfungen und Lügengeschichten. Andererseits sage ich mir aber auch: Wehret den Anfängen, also auch den Anfängen einer Verharmlosung von Naziherrschaft und Holocaust, deswegen werde ich dir weiterhin auf die Zeilen schauen, im Thread bleiben und notfalls mal wieder die Sache geraderücken.

Eine Entschuldigung allerdings fällt mir schwer, vor allem weil ich nicht genau weiß, für was? Für deine erkennbare Wut? Für den „Wortverdreher“? Oder dein offenkundig zutage tretendes mangelndes historisches Grundwissen? Alles trifft m. E. zu, vor allem dein SA-Post ist doch bestes Bsp. dafür.

EDIT/Nachtrag:

Erich schrieb:
Zitat:...und wie willst Du das o.g. Verhalten radikaler zionistischer Siedler charakterisieren, ohne eine Benennung aus dem Tierreich übernehmen zu wollen...
Erich, Erich, jetzt reichts! Das mögen radikale jüdische Fundamentalisten sein, Kriminelle, die Leib und Leben und Besitztum anderer gefährden und die man deswegen dingfest machen muss! Aber, Freund der Sonne, wenn du jetzt mit Tierassoziationen kommst, von denen es nicht mehr weit bis zum Nazijargon "Schädlinge" ist, ist das Maß voll, absolut!

Schneemann.


- Erich - 04.01.2010

Und Du hast - historisch - nicht gelernt, dass der Nazi-Staat nicht nur aus KZs bestand.
Die allgegenwärtige und alltägliche Schikane gegenüber jüdischen Mitbürgern ("Kauft nicht bei Juden"), das Einwerfen von Fensterscheiben, die Arbeitsverbote usw. - all das kommt in Deiner "Unwissenheit über historische Fakten", Deinem "offenkundig zutage tretenden mangelndem historischem Grundwissen" anscheinend nicht vor.
Ich nehme das zur Kenntnis. Ich habe bei Dir profunderes Wissen erwartet.

EDIT/Nachtrag:
Schneemann schrieb:..
EDIT/Nachtrag:

Erich schrieb:
Zitat:...und wie willst Du das o.g. Verhalten radikaler zionistischer Siedler charakterisieren, ohne eine Benennung aus dem Tierreich übernehmen zu wollen...
Erich, Erich, jetzt reichts! Das mögen radikale jüdische Fundamentalisten sein, Kriminelle, die Leib und Leben und Besitztum anderer gefährden und die man deswegen dingfest machen muss! Aber, Freund der Sonne, wenn du jetzt mit Tierassoziationen kommst, von denen es nicht mehr weit bis zum Nazijargon "Schädlinge" ist, ist das Maß voll, absolut!

Schneemann.
Ich hatte bei der Müll-Geschichte eher das Wort "Schwein" in der Tastatur.


- Ingenieur - 04.01.2010

Nightwatch schrieb:
Ingenieur schrieb:Ich fände es an Erichs Stelle schwer eine sachliche Diskussionen zu führen. Unabhängig von euren Meinungen, was du die letzten Seiten geschrieben hast, ist teilweise eine echte Frechheit. Ich hätte an Erichs Stelle die Diskussion längst eingestellt. Dass die Moderation hier nicht eingegriffen hat, verstehe ich nicht, Shahab, Schneemann und revan erhielten schon wegen kleinerer Ausfälle einen Verweis.
Und ich empfinde das was Erich auf den letzten Seiten abgezogen hat ganz genauso für eine Frechheit. Und das nicht nur persönlich.
Es ist eine Sache, wenn jemand über ein Thema unsinnige Vergleiche anstellt und eine andere Sache, wenn jemand anfängt, seinen Diskussionspartner mit Sätzen wie
Nightwatch schrieb:Es ist mir ein Rätsel wie deinesgleichen noch in den Spiegel schauen kann.
(Verfasst am: 02 Jan 2010 11:46, Seite 139)
anzugehen. Zumal seine generelle Meinung keine Extremposition im westlichen Kulturkreis darstellt.

Schneemanns Ausbruch war natürlich ebenfalls daneben und Erich hat auch nicht immer einwandfrei argumentiert, wie Thomas schon geschrieben hat, aber bei der Revue der Diskussion der letzten 4-5 Seiten blieb deine Position als besonders gespickt mit persönlichen Angriffen in Erinnerung. Ich fand das extrem unangenehm.

Nightwatch schrieb:Sagen wir mal so, im Verhältnis zu Erichs Artikel gesehen sind meine Artikel hier schon sehr übersichtlich.
Das stimmt natürlich.


- Nightwatch - 04.01.2010

editierfehler, sorry


- Erich - 04.01.2010

Nightwatch schrieb:
Erich schrieb:Damit haben auch die israelischen Siedler keinerlei Recht, sich auf dem besetzten palästinensischen Land nieder zu lassen - und der Rückgabe der besetzten Gebiete in den Grenzen von 1967 steht nichts im Wege.
Wie kommst du zu diesen Ansichten?
Ein Staat kann seinen Bürgern nicht verbieten auf seinem Territorium dort zu wohnen wo es ihnen beliebt.....
ja was jetzt - sind die Westbanks mit den Siedlungen auf 1967 besetztem Gebiet israelisches Territorium oder nicht?


- Schneemann - 04.01.2010

Erich schrieb:
Zitat:Ich hatte bei der Müll-Geschichte eher das Wort "Schwein" in der Tatstatur.
Damit steige ich jetzt aus dem Thread aus, weil es bringt m. E. nicht mehr viel, darauf noch zu antworten. Schönen Abend.

Schneemann.


- Ingenieur - 04.01.2010

@Erich
Ich finde die Querverweise auf das Dritte Reich ebenfalls für falsch und problematisch, zumal hier manche User und Mitleser doch persönlich bei dem Thema affektiert sind. Wenn man jede Tyrannei-Ebene der Nazis einzeln rausbricht, dann kommen wir irgendwann mal zu dem Schluss, dass auch Ghandi mit Hitler verglichen werden kann, weil beide gegen die Briten "gekämpft" haben.


- Nightwatch - 04.01.2010

Mein obiger Post ist leider das Opfer eines Editierfehlers geworden, sry

Erich schrieb:Ich hatte bei der Müll-Geschichte eher das Wort "Schwein" in der Tastatur.
Naja, Judenschwein hatten wir ja schon mal.
Den Rest kann man sich eigentlich denken.
Du liest das, @Ingenieur?

Ingenieur schrieb:Es ist eine Sache, wenn jemand über ein Thema unsinnige Vergleiche anstellt und eine andere Sache, wenn jemand anfängt, seinen Diskussionspartner mit Sätzen wie
Nightwatch hat Folgendes geschrieben:
Es ist mir ein Rätsel wie deinesgleichen noch in den Spiegel schauen kann.
anzugehen. Zumal seine generelle Meinung keine Extremposition im westlichen Kulturkreis darstellt.
Natürlich ist das eine andere Sache. Aber das war und ist eine vollkommen ernstgemeinte Frage auf seine gequoteten Äuserungen.
Ich verstehe es in der Tat nicht wie man mit solch einer Haltung leben kann.
Und das die dann in diesem Extrem so weit verbreitet wäre wage ich doch zu bezweifeln.

Ingenieur schrieb:Schneemanns Ausbruch war natürlich ebenfalls daneben und Erich hat auch nicht immer einwandfrei argumentiert, wie Thomas schon geschrieben hat, aber bei der Revue der Diskussion der letzten 4-5 Seiten blieb deine Position als besonders gespickt mit persönlichen Angriffen in Erinnerung. Ich fand das extrem unangenehm.
Ich sehe es eher etwas ausgeglichener. Und ob unangenehm oder nicht, entscheidend ist eher ob es denn nötig war oder nicht.
Und das ist mE relativ eindeutig.

Erich schrieb:ja was jetzt - sind die Westbanks mit den Siedlungen auf 1967 besetztem Gebiet israelisches Territorium oder nicht?
Territorium ja, Staatsgebiet nein.
Es ist durch den Staat Israel besetztes Gebiet, damit israelisches Territorium.
Natürlich ist das eine willkürliche Entscheidung und als Ausdruck rechtlich gesehen nicht ganz einwandfrei.
Deutlich machen sollte es aber wie gesagt den Umstand das das fragliche Gebiet besetzt ist und unter israelischer Verwaltung, Hoheit steht.
Das besetzte Gebiet ist dem israelischen Staatsgebiet gleichzusetzen bist auf den Umstand das dieses Gebiet eigentlich einem anderen Staat gehört und dort bestimmte Teile des Kriegsvölkerrechts direkt gelten.


- Erich - 04.01.2010

Nightwatch schrieb:...
Erich schrieb:Ich hatte bei der Müll-Geschichte eher das Wort "Schwein" in der Tastatur.
Naja, Judenschwein hatten wir ja schon mal.
Den Rest kann man sich eigentlich denken.
unterstell mir hier nichts:
Ich beziehe mich nochmal auf
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.evangelisch-marktschwaben-poing.de/partnerschaft/bethlehem2008.html">http://www.evangelisch-marktschwaben-po ... m2008.html</a><!-- m -->
Zitat:Über dem arabischen Basar wohnen jüdische Siedler. Diese werfen Müll und Steine auf die Straße hinunter.
und behaupte als Klarstellung zum Verhalten dieser Menschen:
"diese Siedler benehmen sich nicht wie Schweine" - was ja auch stimmt, denn kein Schwein wirft Müll und Steine auf die darunter gehenden Menschen und die Waren (wie z.B. Lebensmittel), die dort im Basar verkauft werden. Sie führen sich dagegen auf wie ... aber das hatten wir ja schon.


- Nightwatch - 04.01.2010

Ja, das hatten wir schon...

Ansonsten, wollen wir wirklich über die Thematik Müll dort unten sprechen?
Besuche doch mal die arabischen Viertel Jersualems, oder laufe meinetwegen lediglich mal die Via Dolorosa ab.
Wie dort gehaust und gelebt wird ist teilweise haarsträubend.
Ich sags mal so, dort unten scheint im Dreck leben normal zu sein.
Und das gilt für manche Volksgruppen mehr, für manche weniger.
Also lass dabei mal die Kirche im Dorf.

Wirklich schade das ich die letzten Urlaubsbilder von dort gerade nicht finde....


- Erich - 04.01.2010

Ich hab auch Urlaubsbilder aus einer arabischen Medina - die sehen nicht so aus wie die Müll-Bilder aus Hebron.
Zurück zu aktuellen Nachrichten:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/1000-israelis-gegen-gaza-blockade/">http://www.taz.de/1/politik/nahost/arti ... -blockade/</a><!-- m -->
Zitat:03.01.2010

Ein Jahr nach dem Krieg
1.000 Israelis gegen Gaza-Blockade

Linke Friedensaktivisten protestieren in Tel Aviv gegen die anhaltende Abriegelung des palästinensischen Gebiets. Sie hoffen auf ein Umdenken nach einem Gefangenenaustausch.
...
SPIEGEL (print), heute, S. 69
Zitat:Friedensinitiative a' la Sarkozy

(Netanjahu in Ägypten)

... Alle Optionen lägen auf dem Tisch, die Flüchtlingsfrage, ein Gebietsaustausch, de Status von Jerusalem.
Einen Tag zuvor jedoch hatte die Regierung noch verkündet, für 692 neue Wohnungen in jüdischen Stadtvierteln von Ostjerusalem eine Baugenehmigung erteilt zu haben. ... reine Provokation gegenüber den Palästinensern, die einen Baustopp auch in Ostjerusalem fordern. So kann Abbas kaum an dn Verhandlungstisch zurückkehren.
Netanjahus Schlingerkurs ist eine Folge des immensen Drucks. Einerseits drängen die USA und die EU auf Verhandlungen, andererseits muss er befürchten, das seine Koalition mit Rechten und Ultraorthodoxen genau daran zerbricht. Schon jetzt haben radikale Siedler Überfälle auf Palästinenser angekündigt, um gezielte Racheaktionen zu provozieren und die Sicherheitskräfte abzulenken. So ging wohl der jüngste Brandanschlag auf eine Moschee im Westjordanland auf ihr Konto. Vergangene Woche warnte dhaer Juval Diskin, Chef des Inlandsgeheimdienstes, dass "jüdischer Extremismus" zu einer Gewalteskalation führen könnte.
...
und etwas älter (24.12.2009 - Audio)
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.br-online.de/b5aktuell/notizen-israel-palaestina-ID1257924515073.xml">http://www.br-online.de/b5aktuell/notiz ... 515073.xml</a><!-- m -->
Zitat:"Notizen aus Israel und Palästina" Wassernotstand?

Trotz Dürre und Hitze ist genug Wasser für alle da. Israel und das palästinensische Westjordanland verfügen über große unterirdische Wasserspeicher, die beide Völker ausreichend versorgen könnten. Die Realität sieht aber anders aus. Eine Reportage von Sebastian Engelbrecht.
...



- Ingenieur - 04.01.2010

Nightwatch schrieb:
Erich schrieb:Ich hatte bei der Müll-Geschichte eher das Wort "Schwein" in der Tastatur.
Naja, Judenschwein hatten wir ja schon mal.
Den Rest kann man sich eigentlich denken.
Du liest das, @Ingenieur?
Dieser Satz existiert wohl nach der Volltextsuche meines Browsers, aber ich habe ihn wohl nicht gelesen; ich kann mich nicht daran erinnern. Es ist ohne Frage auch nicht schön

Nightwatch schrieb:Natürlich ist das eine andere Sache. Aber das war und ist eine vollkommen ernstgemeinte Frage auf seine gequoteten Äuserungen.
Ich verstehe es in der Tat nicht wie man mit solch einer Haltung leben kann.
Und das die dann in diesem Extrem so weit verbreitet wäre wage ich doch zu bezweifeln.
Ich habe die Frage als rein provokativ und beleidigend aufgefasst, wie auch ein paar andere Kommentare von dir.
Über die Verbreitung in nackten Zahlen, aber eine Anspruchshaltung an Israel und in Schutz nehmen der Palästinenser kommt zumindest in deutschen Medien und Foren, vor allem der politischen Mitte bis Linken zugeordnet doch recht häufig vor, wie es mir erscheint.

Nightwatch schrieb:
Ingenieur schrieb:..., aber bei der Revue der Diskussion der letzten 4-5 Seiten blieb deine Position als besonders gespickt mit persönlichen Angriffen in Erinnerung. Ich fand das extrem unangenehm.
Ich sehe es eher etwas ausgeglichener. Und ob unangenehm oder nicht, entscheidend ist eher ob es denn nötig war oder nicht.
Und das ist mE relativ eindeutig.
Verstehe ich offengestanden nicht. Wieso ist es nötig?
Ich finde, so etwas senkt das Diskussionsniveau und heizt die Atmosphäre auf, ohne dass der von dir anscheinend erhoffte Disziplinierungseffekt oder was auch immer eintritt.


- Nightwatch - 04.01.2010

Ingenieur schrieb:Ich habe die Frage als rein provokativ und beleidigend aufgefasst, wie auch ein paar andere Kommentare von dir.
Über die Verbreitung in nackten Zahlen, aber eine Anspruchshaltung an Israel und in Schutz nehmen der Palästinenser kommt zumindest in deutschen Medien und Foren, vor allem der politischen Mitte bis Linken zugeordnet doch recht häufig vor, wie es mir erscheint.
Das ist auch nicht falsch. Gleichwohl gibt es doch erhebliche Unterschiede in der Parteinahme und in der Zugänglichkeit zu Gegenargumenten.

Ingenieur schrieb:Verstehe ich offengestanden nicht. Wieso ist es nötig?
Ich finde, so etwas senkt das Diskussionsniveau und heizt die Atmosphäre auf, ohne dass der von dir anscheinend erhoffte Disziplinierungseffekt oder was auch immer eintritt.
Vollkommen verquere Stellungnahmen für Terrororganisationen müssen entsprechend gebrandmarkt sein. Es kann nicht sein das ein User unwidersprochen die Atomsphäreanheizt indem derartig Propaganda verbreitet wird.

Erich schrieb:Ich hab auch Urlaubsbilder aus einer arabischen Medina - die sehen nicht so aus wie die Müll-Bilder aus Hebron
Sicher, dort existiert auch eine etwas andere Kultur als unter Palästinensern.

Und jetzt lass doch endlich mal das ständige geposte willkürlicher und reichlich unwichtiger Artikel. Ich werden darauf nicht eingehen.


- Schneemann - 04.01.2010

Ingenieur schrieb:
Zitat: aber eine Anspruchshaltung an Israel und in Schutz nehmen der Palästinenser kommt zumindest in deutschen Medien und Foren, vor allem der politischen Mitte bis Linken zugeordnet doch recht häufig vor, wie es mir erscheint.
Das trifft auch teils zu. Wobei die Gründe verschieden sind, von einer einfachen antiisraelischen Grundhaltung oder gar einem plumpen Antisemitismus kann man nicht direkt sprechen, wobei es natürlich aber auch solche Einflüsse geben mag (es sollte insofern nicht angenommen werden, dass Judenhass eine klassische Disziplin rechtsradikaler Gesinnungen wäre). Eher ist dies z. T. auf eine seltsame Mischung zurückzuführen, die sich aus den Resten antiamerikanischer und antiimperialistischer Grundstimmungen zusammensetzt. Was sich früher in Demonstrationen gegen den Krieg in Vietnam und in Studentenprotesten gegen den Schah oder für den Vietcong entlud, hat sich, da Israel vom Westen, besonders den USA, stark unterstützt wird, von den USA in weiten Teilen auf Israel umgelenkt, das man als verlängerten Arm der amerikanischen „Imperialisten“ in Nahost zu deuten bereit ist. Mixt man dazu noch mangelnde Kenntnisse, eigene religiöse oder politische Ideale oder stumpf-bereitwilligen Glauben an arabische Meldungen aus diesem Gebiet – wo natürlich die Palästinenser als Opfer eines imperialistischen Zionismus gezeigt werden und wo die Terrortaten fanatischer Palästinenser als Befreiungskampf heroisiert werden –, die man infolge der eigenen Abneigung gegen vieles amerikanische, inklusive dem selbst schon von Scholl-Latour angeführten „CNN-Syndrom“, bereit ist gerne aufzunehmen (einfach, weil es nur nicht von der nicht gerade geliebten Supermacht kommt), dann kann sich daraus ein seltsames Konglomerat bilden, dass eine eindeutig antiisraelische Grundhaltung formt.

Im schlimmsten Falle kommt dann eine linksterroristische Denke daraus hervor, die sich gegen Juden richtet, so wie es 1976 geschah, als deutsche Linksterroristen und Palästinenser der PFLP eine Air-France-Maschine nach Entebbe entführten und die deutschen Terroristen die jüdischen Flugreisenden von den nichtjüdischen selektierten, fast so wie es die Nazis 35 Jahre früher getan hatten.

Zu dem Problem des Israels, dass im Weltbild mancher als verlängerter Arm amerikanischer „Imperialisten“ angesehen wird, kommt hinzu, dass sich Israel selbst mit den vor allem ab den 90er Jahren stark ins Land gekommenen, zumeist osteuropäischen Siedlern, die ein teils äußerst fundamentalistisches und gegenüber Palästinensern intolerantes bis hasserfülltes Weltbild besitzen, eine Gesinnung ins Land geholt hat, die die israelische Gesellschaft vor eine erhebliche Zerreißprobe stellt zwischen Gemäßigten und Radikalen. Selbst der jetzige Außenminister Lieberman, dessen araberfeindlicher Tenor einem die Haare zu Berge stehen lassen müsste, ist kein gebürtiger Israeli, sondern stammt aus der früheren UdSSR und wanderte erst in den frühen 80er Jahren nach Israel ein.

Ich persönlich konnte die Erfahrung machen, dass die Israelis, die seit vielen Jahrzehnten im Lande leben, gemäßigter sind als die Nachgezogenen der letzten zwei Jahrezehnte aus dem früheren Osteuropa, und dass diese auch wissen, dass man einen Ausgleich mit den Palästinensern suchen muss, um Frieden zu erreichen. Nur kommt hinzu, dass diese Israelis neuerdings angesichts der Atom-Drohungen aus Teheran und des Terrors von Hamas, Hisbollah und Co. ziemlich verunsichert sind und dann, vor dem Hintergrund eigener Schutzbedürfnisse und Ängste, lieber auch einer Mitte-Rechts-Regierung unter Netanjahu bereit sind zu akzeptieren, wo politische Hardliner wie Herr Lieberman dann plötzlich mitreden dürfen. Und dann allerdings, wenn dies wie derzeit geschieht, kommen bei uns plötzlich die ehemaligen oder neuen Linken oder „Antiimperialisten“, die eh sowieso gerne Israel als verlängerten Arm Washingtons sehen, aus der Deckung und faseln vom Warschauer Ghetto in Gaza oder von SA-Methoden, wenn sie gegen Israel wettern wollen. Und damit meine ich nicht nur jetzt User Erichs Beiträge, nein, es gab vor nicht allzu langer Zeit sogar eine Talkshow in der ARD, wo z. B. „Nahostexperte“ Ulrich Kienzle, der manchen Usern vielleicht noch wegen seiner Sendung mit Bodo Hauser ein Begriff ist, ungeniert von „Einsatzgruppen“-Methoden sprach...

Insofern: Wer kann denn da Erich ein Vorwurf machen, wenn selbst erklärte Journalisten und „Nahostexperten“ wie Herr Kienzle sich so versteigen? Aber gut, Herr Kienzle wusste ja nicht mal im Anschluss, dass die „verbotene Stadt“ – nach der er gefragt wurde – in Peking liegt. Da weiß man ja dann, was man von seinen anderen Aussagen zu halten hat, bzw. wie man sie einschätzen sollte. Nur sollte man solchen Leuten dann nicht die moralisch-verurteilende Oberhoheit samt Berufsempörung überlassen.

Schneemann.


- Erich - 04.01.2010

Ingenieur schrieb:....
Über die Verbreitung in nackten Zahlen, aber eine Anspruchshaltung an Israel und in Schutz nehmen der Palästinenser kommt zumindest in deutschen Medien und Foren, vor allem der politischen Mitte bis Linken zugeordnet doch recht häufig vor, wie es mir erscheint.
....
@Ingenieur,
nicht jeder der für eine menschenwürdige Behandlung von Palästinensern eintritt, Schikanen kritisiert und eine Schweinerei auch als solche bezeichnet ist "notorisch links".

Aber inzwischen kommt vielleicht doch noch Bewegung in die festgefahrene Lage, die allen Beteiligten - Israelis und Palästinensern - eine sichere und lebenswerte Zukunft ermöglicht.
<!-- m --><a class="postlink" href="http://derstandard.at/1262208816431/Neuer-US-Friedensplan-Ende-des-Nahost-Konflikts-binnen-zwei-Jahren">http://derstandard.at/1262208816431/Neu ... wei-Jahren</a><!-- m -->
Zitat:Neuer US-Friedensplan
Ende des Nahost-Konflikts binnen zwei Jahren
04. Jänner 2010, 12:12
Laut der Zeitung "Maariv" sieht der Plan Gebietstausch und Annexion großer Siedlungsblöcke durch Israel vor

Jerusalem - Die US-Regierung bereitet nach Informationen der israelischen Tageszeitung "Maariv" einen Nahost-Plan vor, der die Beilegung des israelisch-palästinensischen Konflikts innerhalb von zwei Jahren gewährleisten soll. In einem ersten Schritt sollten die Grenzen zwischen Israel und dem palästinensischen Staat festgelegt werden, schreibt das Blatt in seiner Montag-Ausgabe.
....
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/865/499146/text/">http://www.sueddeutsche.de/politik/865/499146/text/</a><!-- m -->
Zitat:Nahost US-Plan für den Frieden

04.01.2010, 12:25

Die USA haben offenbar eine neue Strategie für Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern vorgelegt. Doch erst in mehreren Jahren könnte es Ergebnisse geben.
...
<!-- m --><a class="postlink" href="http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/530994/index.do?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do">http://diepresse.com/home/politik/ausse ... k/index.do</a><!-- m -->
Zitat:USA legen Zweijahresplan für Frieden vor

04.01.2010 | 18:17 | Von unserer Korrespondentin SUSANNE KNAUL (Die Presse)

NAHOST. Amerikaner und Ägypter wollen bis 2012 eine Endstatuslösung zwischen Israel und den Palästinensern erreichen. Noch legt sich PLO-Chef Abbas gegen Verhandlungen quer. Er beharrt auf einem Siedlungsbaustopp.
...
Natürlich gibt es ein berechtigtes Sicherheitsinteresse Israels, wie die FAZ wieder einmal zurecht feststellt:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/RubF359F74E867B46C1A180E8E1E1197DEE/Doc~E673FC18041D44BA0912A2B2D59E49386~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/RubF359F74E867B46C ... ntent.html</a><!-- m -->
Zitat:Sicherheit in Israel
Menschen - nicht Maschinen

...
Denn wie in kaum einem anderen Land mussten es die gut sieben Millionen Israelis lernen, mit permanenter Terrorgefahr zu leben: Bei 141 Selbstmordanschlägen palästinensischer Terroristen kamen alleine zwischen 2000 und 2008 mehr als 540 Israelis ums Leben. Im vergangenen Jahr gab es zum ersten Mal seit langer Zeit kein Selbstmordattentat mehr.

Aus den Erfahrungen der Jahre des Terrors versuchten die Sicherheitsbehörden zu lernen. Für viele ausländische Israel-Besucher wie israelische Araber bedeutet das, dass sie besonders am Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv dafür viel Geduld und Zeit mitbringen müssen.
...
...
Insgesamt kamen im vergangenen Jahr drei israelische Zivilisten um. Dazu kamen fünf Zivilpersonen und Soldaten durch Raketenbeschuss der Hamas während des Gaza-Krieges Anfang 2009. Auch wenn sich die Hamas und die libanesische Hizbullah zuletzt ruhig verhielten, beobachten die israelischen Dienste mit Argwohn, wie sie sich für neue Gewalt rüsten.
...
allerdings gibt es auch ein berechtigtes Sicherheitsinteresse der Palästinenser.
Und Sicherheit kann auf Dauer nicht mit den mehrfach geschilderten Repressalien und Schikanen erreicht werden, ganz im Gegenteil - das schürt nur Hass und Wut bei denjenigen, die diesen Handlungen ausgesetzt sind.
Und diese Wut richtet sich vor allem gegen diejenigen, die solche Repressalien ausüben, wobei auch nicht jeder betroffene feinsinnig zwischen den schon länger ansässigen Israelis und Nachgezogenen der letzten zwei Jahrezehnte aus dem früheren Osteuropa unterscheidet.
Die radikalen zionistischen Siedler treten als Masse und nicht als Einzelpersonen aus "Osteueropa oder woher auch immer" auf.
Und es gibt Scharfmacher auf beiden Seiten, die gerade keine friedliche Lösung wollen, dazu die FAZ:
Zitat:... Beunruhigt sind sie aber auch über die Mordkampagne des „jüdischen Terroristen“ Jacov Teitel, dem gerade in Jerusalem der Prozess gemacht wird. Ihm wird jetzt auch der Mord an zwei israelischen Polizisten im vergangenen Frühjahr im Jordantal vorgehalten, dessen zunächst Palästinenser bezichtigt worden waren.
Sicherheit kann daher auf Dauer nur erreicht werden, wenn beide Seiten versuchen, kooperativ miteinander umzugehen.
Die FAZ schreibt daher zurecht auch:
Zitat:... Der Chef des israelischen Inlandgeheimdienstes Schin Beth, Juval Diskin, bezeichnete im vergangenen Frühjahr .. den Fertigbau der Anlage (gemeint ist die die Sperranlage oder "Mauer" die die israelische Regierung seit sieben Jahren bauen lässt) als nicht mehr so dringlich. Israel sei auch mit anderen Mitteln in der Lage, der Gefahr durch palästinensische Terroristen Herr zu werden. Ein vor wenigen Tagen vorgelegter Bericht des Inlandsgeheimdienstes über das Jahr 2009 nennt als Hauptgründe „präventive Aktivitäten“ der Sicherheitskräfte im Westjordanland in Zusammenarbeit mit palästinensischen Kollegen.
...
.
eine solche Zusammenarbeit setzt voraus, dass gegenseitige Provokationen aufhören. Was radikale Siedler - den Wahlergebnissen nach sicher eine Minderheit in Israel - machen (Beispiele habe ich genannt, und die lassen sich fortführen) ist immer wiede neue Provokation.
  • Wenn Nightwatch den Müll, den diese Siedler in Hebron auf den arabischen Basar werfen (die Araber haben sich mit Fangnetzen gegen den "Regen von oben" abgesichert) als "palästinensische Kultur" abtut (heute, 10:38 vorletzte Zeile) dann bleibt mir über soviel Unverfrorenheit und Zynismus fast die Spuke weg. Das ist so, als ob ich meinen Nachbarn meinen Müll in den Garten kippen und dann über den Saustall der Nachbarn hämen würde.
    Anscheinend ist es Mode geworden, user, die sich über solche Unverschämtheiten erregen, dann als "Terroristenfreunde" und ähnliches zu beschimpfen, und als "hasserfüllte Dummköpfe" zu bezeichnen.
    Nun gut, wer sich so echauffiert blamiert sich nur selber.
Und zu diesen Provokationen zähle ich auch die israelische Siedlungspolitik. Hierdurch werden einseitig "Fakten geschaffen", der die Palästinenser mit ohnmächtiger Wut zusehen müssen.
Aus ohnmächtiger Wut kann keine Kooperation entstehen.

Und deshalb ist es wichtig, dass Israel - das letztendlich auch die Verantwortung in den (nicht unter palästinensischer Verwaltung) stehenden Gebieten hat - beide Dinge unterbindet.

Leider ergänzen sich die beiden Aspekte - Provokationen der radikalen Siedler und offizielle Siedlungspolitik der israelischen Regierung.
Beides könnte man als zwei Seiten einer Medaillie sehen, und die Regierungsbeteiligung eines Liebermann trägt erheblich dazu bei, eine Differenzierung zu erschweren.