![]() |
Afghanistan - Druckversion +- Forum-Sicherheitspolitik (https://www.forum-sicherheitspolitik.org) +-- Forum: Blickpunkt Welt (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=90) +--- Forum: Sicherheitspolitik und Wirtschaft (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=96) +--- Thema: Afghanistan (/showthread.php?tid=62) Seiten:
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
|
- Tarkan - 08.11.2006 Eine kleine freie Übersetzung aus dem türkischem: edit/Mod: Auch "kleine freie Übersetzungen" machen die Ursprungsquelle nicht nachprüfbar, daher greifen unsere Forenregeln bzw. Links und Artikeln in nicht gestatteten Forensprachen. Link und Zitat entfernt. Zitat:Warum wir am Hindukusch verlieren werdenQuelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/data/2006/11/05/1099625.html">http://www.welt.de/data/2006/11/05/1099625.html</a><!-- m --> . - hawkeye87 - 10.11.2006 kein schlechter artikel :daumen: grundsätzlich hat scholl-latour meiner meinung nach vollkommen (wie so immer) recht, allerdings kann sich die internationale gemeinschaft bzw in diesem fall europa und die vereinigten staatenm auch nicht von einem auf den anderen tag aus afghanistan zurückziehen - eine vernünftige, aber auch realistisch-pragmatische exit-strategie muss gefunden werden ... nach dem artikel der tagesschau [ siehe <!-- w --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6055614_NAV_REF1,00.html">www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1 ... F1,00.html</a><!-- w --> ] und auch durch das verteidigungsministerium bestätigt, sind zur zeit deutsche fernemelder im süden afghanistans im einsatz: Zitat:Deutsche Soldaten im Süden Afghanistansund ein weiterer interessanter artikel von global national online aus kanada: Zitat:Are German troops worth more than Canadians?entweder ganz oder gar nicht. oder um es mit den worten des ehemaligen generals klaus naumann zu sagen: "wenn ein volk nicht den willen hat, soldaten zum kampf einzusetzen, wäre es besser, die streitkräfte abzuschaffen" aus der financial times deutschland vom 24. oktober 2006. - Tarkan - 10.11.2006 Zitat:hawkeye87 posteteEine vernünftige Exit-Strategie sollte aber meiner Ansicht nach Pakistan mitberücksichtigen. In Pakistan befinden Nuklearwaffen in einem höchst instabilem politischem Umfeld. Ein Afghanistan unter Taliban-Regime hätte möglicherweise langfristig, Pakistan einer politischen Zersetzung zugunsten radikal-islamischer Kräfte ausgesetzt. Die Exit-Strategie müßte demnach auch die Frage aufwerfen, welchen Einflüssen Pakistan aus Afghanischen ausgesetzt sein könnte, wenn man aus Afghanistan abzieht. . - Shahab3 - 10.11.2006 Zitat:Die Exit-Strategie müßte demnach auch die Frage aufwerfen, welchen Einflüssen Pakistan aus Afghanischen ausgesetzt sein könnte, wenn man aus Afghanistan abzieht.Die Richtung der ideologischen Einflussnahme seitens der Wahabiten/Taliban funktioniert umgekehrt. Die Hintermänner, Financiers und Organisatoren kommen aus Pakistan und Saudi-Arabien. Afghanistan ist mehr oder weniger das Schlachtfeld. Ich bezweifel aber auch weiterhin, dass die Taliban große Probleme machen werden, wenn die NATO Truppen abziehen. Es wäre ohnehin falsch und unproduktiv gewisse Kräfte einseitig zu fördern, oder zu bekämpfen. Genau diese Strategie hat überhaupt erst zum Aufstieg der Taliban in Afghanistan geführt. Es wäre also nicht mehr als eine Verschlimmbesserung. Wie PSL schon sagte. Die NATO hat dort nichts verloren. Afghanistan gehört den Afghanen. - Tarkan - 14.11.2006 Zitat:Nato besteht auf Kampfeinsatz der BundeswehrQuelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/data/2006/11/14/1110650.html">http://www.welt.de/data/2006/11/14/1110650.html</a><!-- m --> Zitat:Absage an BrüsselQuelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.zeit.de/online/2006/46/Afghanistan-Bundeswehr">http://www.zeit.de/online/2006/46/Afgha ... Bundeswehr</a><!-- m --> Das wird spannend. Erwartet dann Deutschland im Falle eines Einsatzes deutscher Soldaten im Süden und damit mit leider zusätzlichen deutschen Toten ein Linksruck bei den kommenden Landtagswahlen? Die Grünen spekulieren offenbar darauf. Oder gar eine ganz neue Friedensbewegung, wie damals die Öko-Bewegung der Grünen, die im Parlament Socken und Pullis häckelten und strikten, als man AKW zum Thema nahm? . . - ThomasWach - 14.11.2006 Zitat:Das Zitat stammt nicht von Ahmadinejad, nicht von Chavez, auch nicht von Osama, sondern von Ronald Reagan!Ich meine mal 3 Mrd. Dollar gehört zu haben, aber das bezog sich nur auf einen Teil des Afghanistankrieges, daher kannst du mit den 6 Mrd. Dollar schon Recht haben. Aber: Mir ist dies alles schon bekannt, nur bezieht sich deine Schilderung auf die 80er Jahre!!! Das war eine andere Zeit, eine andere Welt, eine andere Situation. Ohne jetzt die Amerikaner und Briten zu sehr zu verteidigen: die Welt ist nunmal komplex, zu komplex um jede Nachwirkung einer Handlung mit genauer Sicherheit 15 oder 20 Jahre lang in die Zukunft voraussagen und bestimmen zu können. Die Sowjets waren nunmal die Feinde und die Dschihadisten waren nunmal willkommene Helfershelfer gegen den großen Feind, zumal Pakistan immer ein relativ verläßlicher verbündeter der Amerikaner war und es da nunmal immer Beziehungen bestanden, auch nach der stärkeren Islamisierung unter General Huq in den 70er Jahren. Es waren die 80er und die Sowjets waren die Feinde, das stand nunmal im Zentrum. Das man damit gewisse Kräfte förderte, die einem selbst Probleme machen, ist dumm, lädt zu Spott ein, aber läßt sich nunmal nicht immer verhindern, wenn man ein gewisses Ziel erreichen will. Solch bittere Lektionen lernt man eigentlich auch im alltäglichen Leben normalerweise. Was gestern gut war, ist es eben heute nicht. Aber trotzdem: Mir geht es vorallem darum, dass du die Taliban einfach gleichsetzt mit den Mudschahedin der 80er Jahre, was definitiv falsch ist! Die Taliban entstanden unter Mullah Omar erst 1994 in den paschtunischen Gebieten Pakistan, in Waziristan, heute haben sie ihr Zentrum in Quetta. Aber sind kann man nunmal nicht gleichsetzen mit den Gotteskriegern der 80er! Und die Taliban haben eben keine substanzielle Hilfe seitens der Amerikaner bekommen. Die Pakistaner haben die Taliban in Eigenregie relativ stark unterstützt, inwiefern private saudische Kreise da involviert sind, kann ich nicht einschätzen, aber ich schätze dann doch den Einfluß der ISI größer ein als böse wahibitische Zirkel aus Riad. Die Taliban sind nunmal ein Produkt Peschawars, Islamabads, Quettas und Kandahars, nicht Riads oder Washingtons. Drauf wollte ich hinaus mit dem Kommentar. - Shahab3 - 16.11.2006 Zitat:Mir ist dies alles schon bekannt, nur bezieht sich deine Schilderung auf die 80er Jahre!!! Das war eine andere Zeit, eine andere Welt, eine andere Situation.Klar, wir leben immer im Jetzt und davor und danach sind andere Zeiten. Aber das ist es ja gerade was ich kritisiere. Durch diese kurzfristige zweckorientierte Denke ("der Zweck heiligt die Mittel und nach mir die Sintflut") hat man sich die Taliban regelrecht herangezüchtet, oder besser, gemästet. Zitat:Die Sowjets waren nunmal die Feinde und die Dschihadisten waren nunmal willkommene Helfershelfer gegen den großen Feind, zumal Pakistan immer ein relativ verläßlicher verbündeter der Amerikaner war und es da nunmal immer Beziehungen bestanden, auch nach der stärkeren Islamisierung unter General Huq in den 70er Jahren.Das war ja anfangs noch ein relativ bunt zusammengewürfelter Haufen. Die radikalen Kräfte, die auch zu Selbstmord bereit waren, hat man dann zusätzlich rangekarrt. Aus Europa, aus Asein, aus Nordafrika, aus den arabischen Staaten, ... was zum Beispiel auch so Länder wie Ägypten in der Zeit enorm entlastet hat. Dies geschah mit politischer, finanzieller und logistischer Unterstützung der USA (Stinger-Raketen, Sturmgewehr M-16, russische Waffen über den Schwarzmarkt, Finanzmitteln, Informationen und Militärberater) in Zusammenarbeit mit den arabischen Verbündeten aus den VAE, Saudi-Arabien und Pakistan (Koranschulen, Anwerbung von Kämpfern auf der Welt). Nichts geschah dort in der Zeit gegen das Einverständnis und der Unterstützung der Amerikaner und seiner wahabitischen Freunde. Gerade diese Zusammenarbeit machte diese Gruppe so stark. Diese gezielte Ansammlung von radikalen, äusserst gewaltbereiten Wahabiten war also kein Unfall oder ein afghanisches Gesellschaftsphänomen, sondern überwiegend ein Kunstgebilde was sich dann verselbstständigte. Die von den Iranern unterstützen afghanischen Schiiten hatten sich übrigens an dem Kampf gegen die Sowjets nicht beteiligt! Warum wohl.. ![]() Zitat:Ohne jetzt die Amerikaner und Briten zu sehr zu verteidigen: die Welt ist nunmal komplex, zu komplex um jede Nachwirkung einer Handlung mit genauer Sicherheit 15 oder 20 Jahre lang in die Zukunft voraussagen und bestimmen zu können.Also auf 15-20 Jahre hatten sie durchaus voraus geplant. Nach dem Abzug der Sowjets und dem sich abzeichnenden Ende des kalten Kriegs, verlor der folgende Bürgerkrieg in Afghanistan seine Bedeutung als Kriegsschauplatz der großen Mächte. Die USA hatten daraufhin aber schon wieder ihr nächstes Eisen im Feuer. Für sie war es sehr angenehm, wenn die von den Iranern, Indern und Russen unterstützte Nordallianz von den eigenen Verbündeten aus der wahabitischen Fraktion (Taliban, Pakistan, Saudis, VAE) geschlagen würde. Man setze den verhassten iranischen Mullahs neben dem Saddam Regime im Westen nun auch im Osten die Taliban vor die Nase. Was auch auf der iranischen Seite der Grenze mehrere tausend Soldaten das Leben kostete. Wenn es den eigenen Freunden in der Region noch zusätzlich eine Freude macht UND dazu noch Öl-Deals von Talibanseite in Aussicht gestellt wurden (Verhandlungen zwischen Talibanabgesandten mit UNOCAL und Bridas in Texas), dann war die Sachlage soweit perfekt für die USA. Auch diese Entwicklung war kein Unfall, kein Zufall. Die Taliban-"Regierung" wurde dann folgerichtig von 3 Staaten offiziell anerkannt: Von Pakistan, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der einzige "Unfall" der dann folgte war 9/11 und dass sich ein US-feindlicher Herr bin Laden unter den Taliban eingenistet hat. Die Verbrechen der Taliban an Kultur und Menschen hatten bis dato niemanden gestört. Das störte komischerweise erst nach 9/11...seltsam nicht? Was in New York geschah war eine schlichte Kausalität. So kann man eben nicht jahrzehnte lang austeilen, sondern muss auch mal einstecken. Wenn es durch die eigenen Kreaturen geschieht, umso lehrreicher. Das Leid was man in Afghanistan zu einem großen Teil mit verursacht hat, ist nachwievor ungleich größer. - Turin - 20.11.2006 <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,449476,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 76,00.html</a><!-- m --> Zitat:BLAIR IN AFGHANISTANBlairs Parolen werden auch immer flacher. Wenn dieses "Stück Wüste" in einer Hinsicht außergewöhnlich ist, dann, weil dort bisher jede ausländische Streitkraft gepflegt in den Hintern getreten worden ist. Allerdings wird angesichts der Entwicklung im Süden der BW-Einsatz in dieser Form ebenfalls zunehmend sinnlos. Aber mit der Meinung renne ich hier im Thread vermutlich offene Türen ein... - hawkeye87 - 24.11.2006 Zitat:Tarkan posteteunwahrscheinlich. die bevölkerung praktiziert der bundeswehr gegenüber ein "freundliches desinteresse" wie horst köhler schon mal betonte und interessiert sich überhaupt nicht für die einsätze der bundeswehr. außerdem würde mit der teilnahme an kampfeinsätze ein bereits bestehender einsatz lediglich ausgeweitet, was durch die öffentlichkeit vermutlich nur am rande wahrgenommen werden würde ... die deutsche bevölkerung bzw gesellschaft hat zudem andere ernsthafte probleme (zb wer gewinnt als nächstes popstars ![]() - Turin - 24.11.2006 Wenn sich die Zahl der Toten deutlich erhöht, etwa in Richtung der kanadischen Verluste, ist es m.E. stark zu bezweifeln, ob es beim höflichen Desinteresse bleibt. Gerade das ergibt sich ja bisher dadurch, dass die Verluste sich stark in Grenzen halten und man ansonsten auch nichts aus den Einsatzgebieten hört. - Shahab3 - 02.12.2006 Iran streckt seine Fühler vermehrt Richtung Afghanistan aus. NATO und Teile der Bevölkerung beobachten dies angeblich teilweise misstrauisch. Stellt sich die Frage, ob der gemeinsame Nenner (Frieden, Stabilität, wirtschftl. Aufschwung) gegenüber der unterschwelligen gegenseitigen Bekämpfung der Einflussnahme überwiegt. Siehe dazu: Zitat:Iran subtly expands influence in western AfghanistanQuelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://cnews.canoe.ca/CNEWS/War_Terror/2006/11/30/2575218-ap.html">http://cnews.canoe.ca/CNEWS/War_Terror/ ... 18-ap.html</a><!-- m --> - Erich - 17.12.2006 kennt Ihr schon die Berichtesammlung der Tagesschau zu Afghanistan? <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/thema/0,1186,OID6000746,00.html">http://www.tagesschau.de/thema/0,1186,O ... 46,00.html</a><!-- m --> Commanders in Afghanistan Request More Troops - Cluster - 17.01.2007 Commanders in Afghanistan Request More Troops http://www.nytimes.com/2007/01/17/world/middleeast/17cnd-gates.html Zitat:RIYADH, Saudi Arabia, Jan. 16 — American and NATO military commanders in Afghanistan are worried about the resurgent Taliban insurgency and have asked for additional troops, Defense Secretary Robert M. Gates said today, adding that he was “sympathetic” to the request. (...) kostenlose Registrierung erforderlich - fgraf - 22.01.2007 Zitat:Afghanistan <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~EEDB09778142D40A9BE85BFF8AB0FBA18~ATpl~Ecommon~Scontent.html">http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437 ... ntent.html</a><!-- m --> Da gilt es drei Kulturen in Einklang zu bringen die Deutsche, Afganische und Amerikanische. :roll: - bastian - 22.01.2007 Einer der raren Berichte aus Afghanistan, die wirklich Kampfhandlungen zeigen. Ein Reporter unterwegs mit dem Royal Irish Regiment. ME eine Pflichtveranstaltung. 4 weitere Videos der Serie leicht aufzufinden: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.youtube.com/watch?v=qhjP-VQcyoU">http://www.youtube.com/watch?v=qhjP-VQcyoU</a><!-- m --> |