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(See) Fregatte F126 (ex MKS 180) - Druckversion +- Forum-Sicherheitspolitik (https://www.forum-sicherheitspolitik.org) +-- Forum: Blickpunkt Deutschland (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=54) +--- Forum: Neue Projekte der Bundeswehr (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=56) +--- Thema: (See) Fregatte F126 (ex MKS 180) (/showthread.php?tid=4875) Seiten:
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RE: Fregatte F126 (ex MKS 180) - DopePopeUrban - 14.02.2026 Und in diesem Strategiepapier wird vom Beibehalten der F125, dem Zulauf einer modular bestückbaren F126 und einer F127 gesprochen, die mit Flexdeck am Heck sowie Flex Hangar versehen ist. Über was reden wir hier eigentlich, seit wann ist eine Modulare Auslegung für LV/BV untauglich?
RE: Fregatte F126 (ex MKS 180) - Pmichael - 14.02.2026 (Gestern, 14:47)DopePopeUrban schrieb: Und in diesem Strategiepapier wird vom Beibehalten der F125, dem Zulauf einer modular bestückbaren F126 und einer F127 gesprochen, die mit Flexdeck am Heck sowie Flex Hangar versehen ist. Über was reden wir hier eigentlich, seit wann ist eine Modulare Auslegung für LV/BV untauglich? Letzter Stand ist dass die F127 zwar über ein Flexdeck verfügen soll aber grundsätzlich über vollumfängliche ASW Fähigkeiten inklusive Schleppsonar und Bugsonar verfügen wird. Eine gewisse Flexibilität für Spezialmissionen scheint ja durchaus vernünftig zu sein aber nicht um grundsätzliche Fähigkeiten abzudecken. RE: Fregatte F126 (ex MKS 180) - DeltaR95 - 14.02.2026 (Gestern, 14:23)DopePopeUrban schrieb: Das gilt aber nicht bloß für eine F126, das gilt für jeglichen Minenjäger in einem solchen Gebiet. Ein „klassischer“ Minenjäger bleibt darin nicht weniger in seiner Bewegung eingeschränkt, ist im Gegensatz zu einer Fregatte aber nicht in der Lage sich bei Gegenwehr zu verteidigen. Verdeutliche dir den Unterschied zwischen Minenjäger und Minensucher, sowie die Begriffe Kontakt-, Signatur- und Abstandsräumen und überdenke dein Argument erneut
RE: Fregatte F126 (ex MKS 180) - Broensen - 14.02.2026 (13.02.2026, 16:12)HeiligerHai schrieb: Und deswegen existiert MUsE in dieser Form.MUsE bietet logistische Unterstützung, aber eben keinen Geleitschutz, im Gegenteil: Sie erhöht mit ihrer Anwesenheit sogar den Bedarf dafür. (13.02.2026, 16:00)DeltaR95 schrieb: Mit der F126 kannst du maximal Abstandsräumen betreiben.Das ist vollkommen klar und es geht natürlich auch nicht um explizite MCM-Missionen, sondern darum, in IKM-Missionen eine begrenzte MCM-Kapazität vorhalten zu können, ohne dafür eine dedizierte MCM-Einheit mit erforderlicher Eskorte zu verlegen. (13.02.2026, 18:47)DeltaR95 schrieb: Die Frage, die du beantworten musst ist, welche Räumleistung du in deinem operativen Szenar brauchst.Ich würde es dementsprechend anders herum aufzäumen: Gibt es IKM-Szenarien, in denen eine begrenzte MCM-Kapazität erforderlich werden kann, ohne dass sich gleich die Verlegung einer spezialisierten MCM-Einheit oder gar Einsatzgruppe lohnt. In dem Kontext würde ich MCM vielleicht auch etwas weiter fassen und schonmal in Richtung von Loitering UUVs u.ä. denken, was mMn durchaus eine realistische, asymmetrische Bedrohung für unsere Seewege werden könnte. (Gestern, 13:37)Pmichael schrieb: Dafür hat man ja vier F125, die wahrlich für nichts anderes zu gebrauchen sind, da muss der Rest für den Krieg ausgerüstet sein.IKM ist ein breites Feld, von dem die F125 nur den zunehmend kleiner werdenden geringintensiven Teil abdecken kann. Es gibt noch etwas zwischen Piratenjagd und WW3. RE: Fregatte F126 (ex MKS 180) - DeltaR95 - 14.02.2026 (Vor 10 Stunden)Broensen schrieb: Ich würde es dementsprechend anders herum aufzäumen: Gibt es IKM-Szenarien, in denen eine begrenzte MCM-Kapazität erforderlich werden kann, ohne dass sich gleich die Verlegung einer spezialisierten MCM-Einheit oder gar Einsatzgruppe lohnt. Ja, aber das hat dann nicht mehr viel mit klassischen MCM-Operationen zu tun. Die von mir angesprochene durch nicht-staatliche Akteure verminte Hafeneinfahrt gehört dazu. (Vor 10 Stunden)Broensen schrieb: In dem Kontext würde ich MCM vielleicht auch etwas weiter fassen und schonmal in Richtung von Loitering UUVs u.ä. denken, was mMn durchaus eine realistische, asymmetrische Bedrohung für unsere Seewege werden könnte. Wie soll ein MCM Fahrzeug oder eine F126 gegen ein UUV wirken? Neben der Sensorik für solch kleine Ziele - und da ist das auf U-Jagd ausgelegte Schleppsonar der F126 wohl eher schlecht geeignet, dafür bräuchte man eher ein Schleppsonar im aktiven HF-Bereich - bräuchte man noch Effektoren. Da wären ein VLWT oder ein System wie die RBU-Werfer der russischen Marine valide Optionen. Dummerweise ist nichts davon auf F126 verfügbar. RE: Fregatte F126 (ex MKS 180) - Broensen - 14.02.2026 (Vor 10 Stunden)DeltaR95 schrieb: Wie soll ein MCM Fahrzeug oder eine F126 gegen ein UUV wirken? Neben der Sensorik für solch kleine Ziele - und da ist das auf U-Jagd ausgelegte Schleppsonar der F126 wohl eher schlecht geeignet, dafür bräuchte man eher ein Schleppsonar im aktiven HF-Bereich - bräuchte man noch Effektoren.Ich denke da an potentielle zukünftige Bedrohungen, die sich zwischen klassischen Minen und UUVs bewegen, insbesondere auch asymmetrischer Natur, vor allem in Situationen, in denen ein großes Schleppsonar gar nicht zum Einsatz kommen kann, sei es wegen fehlender Gewässertiefe oder aufgrund eingeschränkter Bewegungsräume in Küstenzonen, in Häfen o.ä. Da geht es dann um das Zusammenwirken von MCM-UxV mit Minen-/Taucherabwehrsonaren. Das MM ASW würde ja in dem Fall auch eben gar nicht eingerüstet sein, sondern das MM MCM. Das kann natürlich auch u.a. ein spezifisches Schleppsonar beinhalten für die Suche nach kleinen Objekten im Nahbereich, aber eben auch USV mit solchen Sonaren und MCM-UUV, die als Effektoren wirken oder solche verbringen können. Auch kann man über die Sonar-Tore im Heck alternativ Effektoren in der Art von SeaSpider zum Einsatz bringen oder man stellt entsprechende Werfer in die seitlichen Bootsbuchten. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, sich entsprechend geeignete Module zusammenzustellen, wenn man erstmal die Bedrohungen kennt, um die es gehen muss. Um das nochmal zu betonen: Ein ganz wichtiges Argument für die modulare Auslegung unserer Schiffe ist der Konflikt zwischen ihrer langen Planungs- und Dienstzeit einerseits sowie der sich ständig verändernden Bedrohungslage andererseits. Man plant einen Teil der heute relevanten Fähigkeiten deshalb modular ein, um die Möglichkeit zu haben, diese später vergleichsweise unkompliziert durch andere Fähigkeiten ersetzen zu können, für die man heute eben noch keinen Bedarf sieht. Das war doch eben gerade die Lehre aus der F125, die man zu sehr auf die Bedrohungslage zu ihrem Planungszeitpunkt ausgerichtet hat, ohne die Möglichkeit, schnell an eine geänderte Lage angepasst zu werden. Deshalb haben wir die jetzt an der Backe und brechen uns einen ab bei der Suche nach Aufrüstpotential auf einer 7kto-Fregatte. Hätte man die F126 nicht modular geplant, wäre sie ggf. mit Gewahrsamszellen, aber ganz ohne Schleppsonar gekommen. |