Weißrussland
#76
Zitat:Weißrussische Ermittler nehmen Verdächtige fest

Weißrusslands Präsident Lukaschenko wollte nach dem blutigen U-Bahn-Anschlag in Minsk rasche Ermittlungserfolge - und seine Sicherheitsbehörden haben bereits zugegriffen: Es seien mehrere Menschen verhaftet worden, erklärte die Staatsanwaltschaft.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...98,00.html
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#77
Das Ganze ist recht seltsam. Ich frage mich, wer einen solchen Anschlag begehen würde?!

1.) Die Opposition? Die aber anscheinend dann hunderte von zufällig anwesenden Unschuldigen gefährden würde (waren ja ca. 300 Reisende zugegen) und das Risiko eingehen würde, diese zu ermorden, was aber nicht den Hauch eines Sinns ergeben würde. Vor allem auch, weil sie wüsste, dass dies das Regime festigen und sie einer verstärkten Repression aussetzen würde.

2.) Mutmaßliche Islamisten? Mir wäre kein islamistischer Anschlag in Weissrussland oder ein Zusammenhang mit irgendwelchen Islamisten jemals aufgefallen. Zudem war es kein Selbstmordattentat, wie z. B. in Russland, wo sich die meisten islamistischen Angreifer selbst in die Luft gejagt haben.

3.) Ein westlicher Geheimdienst? Würde ich für arg fragwürdig halten. Auch im Westen weiß man, dass eine solche Aktion, die zudem völlig wahllos Unschuldige tötet, die Opposition schwächen und das Regime eher festigen würde. Also nichts, woran der Westen Interesse hätte.

4.) Die Regierung selbst? Dies wäre möglich, um a) den Menschen im Land zu zeigen, dass man solche Täter schnappt (und auch um damit zu zeigen, dass man der Beschützer und starke Mann des Landes ist) und, weil man b) die Opposition angreifen könnte. Aber: Würde das Regime dafür den Tod von evtl. vielen Dutzend Menschen, wenn 300 anwesend waren, riskieren? Und wer würde sich aus dem System bereit erklären, schnell mal 20, 30, 40 Leute umzubringen (und mit einer 7-kg-Splitter-Bombe auf einem Bahnsteig muss ich dies in Erwägung ziehen)?

5.) Die Taten einer rassistischen Splittergruppe, womöglich Neonazis? Wäre möglich. Also ein Anschlag ähnlich dem Oktoberfest-Attentat.

6.) Ein irrer Einzeltäter? Ebenso denkbar.

Fazit: Ich denke, dass 1.) bis 3.) wenig wahrscheinlich sind. Und ich habe auch bei 4.) meine Zweifel. Man mag schnell dabei sein zu sagen, dass dies das Regime selbst war, um die Stabilität zu wahren und um gegen die Opposition vorgehen zu können. Aber: Ich denke, trotz allem "Regimeklientel-Bewusstsein", dürfte sich kaum ein Soldat, Offizier oder Geheimdienstler finden, der bereit ist einfach mal so locker einen Massenmord an eigenen Bürgern zu begehen. Vor allem dürfte der Befehl, eine solche Aktion durchzuführen, auch im Systeminneren Streitereien und Ressentiments gegen die Führung selbst erzeugen. Und das wiederum ist nicht im Sinne des Regimes, das sich erst vor kurzem selbst bei "Wahlen" bestätigt hat. Ich bin sicher kein Freund des dortigen Regimes, kann mir aber hier eine Aktion der Lukaschenko-Truppe nur schwer vorstellen.

Ich mutmaße mal, es könnte auf 5.) oder 6.) rauslaufen. Ob allerdings die jetzt geschnappten Täter die richtigen sind, daran habe ich meine Zweifel.

Schneemann.
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#78
ich frag mich, wer oder was hier "ekelerregend" ist:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 85,00.html
Zitat: 21.04.2011

Weißrusslands Präsident Lukaschenko
"So viel Demokratie - einfach ekelerregend"

Von Demokratie hielt er noch nie viel, schon gar nicht im eigenen Land - so deutlich wie jetzt hat sich Weißrusslands Präsident Lukaschenko aber selten geäußert. Sogar für den blutigen Terror-Anschlag auf die Metro in Minsk machte er demokratische Tendenzen mitverantwortlich.
...
aber er zeigt seine Paranoia wenigstens öffentlich und ist damit halbwegs ehrlich ...
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#79
http://www.faz.net/artikel/C30638/iwf-s ... 29202.html
Zitat:IWF soll helfen
Weißrussland in Finanznot
Auch Weißrussland ist finanziell schwer angeschlagen. Das Land hat jetzt einen neuen Milliardenkredit beim Internationalen Währungsfonds beantragt. Es geht um 3,5 bis 8 Milliarden Dollar über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren. Eine Delegation des IWF nahm in Minsk ihre Arbeit auf.

01. Juni 2011 16:58:37 ...
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#80
Zitat:Lukaschenko will Milliarden für Düngemittelfirma

Die Finanznot seines Landes zwingt Weißrusslands Präsidenten Alexander Lukaschenko zu drastischen Schritten: Für 30 Milliarden Dollar ist der Düngemittelhersteller Belaruskali zu kaufen - Barzahler bevorzugt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...34,00.html
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#81
Zitat:China hilft Weißrussland mit Milliardenkredit

Weißrussland ist so gut wie pleite - jetzt unterstützt China den planwirtschaftlich geführten Staat: Für Industrie- und Verkehrsprojekte gewährt die Volksrepublik dem Regime von Diktator Lukaschenko einen Kredit. Es geht um mehr als eine Milliarde Dollar.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...27,00.html

Zitat:14.06.2011, 23:55 Uhr
Weißrussland
Präsident Lukaschenko droht Oppositionellen Prügel an

Steigende Preise treiben die Menschen in Weißrussland auf die Straßen. Präsident Lukaschenko kündigte jetzt an, hart gegen die Demonstranten vorzugehen: Der Autokrat drohte, Aktivisten zu verfolgen und eigenhändig so hart zuzuschlagen, dass sie "keine Chance haben, zu flüchten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...58,00.html
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#82
Zitat:Lukaschenko will in Weißrussland russische Iskander-Raketen aufstellen


Wenn Russland seine Iskander-Raketen nicht in Weißrussland stationiert, "werden wir selber welche kaufen", sagte Lukaschenko in einem Interview mit der amerikanischen Tageszeitung "Wall Street Journal". Er unterstützte den Beschluss des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew, in der Ostsee-Exklave Kaliningrad Iskander-Raketen aufzustellen, um den geplanten US-Raketenschild in Polen und Tschechien zu neutralisieren.

http://de.rian.ru/security_and_military/...15274.html

Ging auch vorhin über den N24 Ticker. Gibs was genaureres?
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#83
http://www.eurasischesmagazin.de/artike ... D=20111214
Zitat:WEIßRUSSLAND
Widerstand im Exil
Unterdrückung und Verhaftung von Oppositionellen sind in Weißrussland an der Tagesordnung. Viele Dissidenten emigrieren deswegen in den Westen. Die Mitarbeiterin der oppositionellen Website „Charter 97“, Natalia Radzina, ist über Russland und die Niederlande nach Litauen geflohen, wo sie politisches Asyl bekommen hat. Von dort kämpft sie für ein freies Belarus.

Von Birgit Johannsmeier
EM 12-11 · 12.12.2011
...
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#84
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 63,00.html
Zitat:20.12.2011

...-Protest in Minsk
Geheimdienst soll Demonstrantinnen entführt haben
....
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#85
Zunächst dachte ich, ich hätte mich verlesen...
Zitat:Nach Protestaktion

Weißrussland schließt Botschaft in Schweden

Die Beziehungen zwischen Weißrussland und Schweden sind auf dem Tiefpunkt: Erst wies Minsk den schwedischen Botschafter aus, jetzt zieht das Regime seine Botschaftsmitarbeiter aus Stockholm ab - und gibt den Diplomaten der Gegenseite bis Ende des Monats Zeit, das Land zu verlassen. [...]

Hintergrund für die Eskalation ist der Abwurf Hunderter Teddybären mit Protestlosungen aus einem Kleinflugzeug über Weißrussland Mitte Juli. An der vom benachbarten Litauen aus gestarteten Aktion war auch eine schwedische Werbeagentur beteiligt.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/w ... 48875.html

Der Mann hat einfach keinen Humor... :lol:

Schneemann.
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#86
Zitat:Litauen: Weißrussischer Menschenrechtler im Exil ermordet

Unbekannte haben in Litauen den Vorsitzenden des Verbands der weißrussischen Gemeinschaft ermordet. Roman Wojnizki wurde laut Polizei tot im Keller seines Wohnhauses in Vilnius gefunden. Seine Leiche war gefesselt, geknebelt und mit Folterspuren übersät.

Vilnius - Der Vorsitzende des Verbands der weißrussischen Gemeinschaft in Litauen ist tot aufgefunden worden. Wie die Polizei berichtete, wurde die Leiche von Roman Wojnizki am Mittwoch im Keller seines Wohnhauses in der Hauptstadt Vilnius entdeckt. Medienberichten zufolge war Wojnizkis Leiche gefesselt, geknebelt und mit Folterspuren übersät. Über die möglichen Hintergründe machten die Behörden zunächst keine Angaben.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/w ... 87557.html

Schneemann.
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#87
Zitat:Russland und Weißrussland Streit über Kali-Kartell spitzt sich weiter zu

26.08.2013 · Die russische Uralkali hat vor vier Wochen das Exportbündnis mit der weißrussischen Belaruskali gekündigt. Nun eskaliert der Streit. Nachdem gestern der Uralkali-Chef verhaftet wurde, planen die weißrussischen Behörden Immobilien-Beschlagnahmungen.

Zitat:Nun planen die weißrussischen Behörden, Immobilien und andere Vermögenswerte der russischen Uralkali zu beschlagnahmen. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA.
...

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/un...47776.html
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#88
Hier hatte ich über die Eurasische Union im Zuge der zentralasiatischen Turk-Staaten geschrieben:
Erich schrieb:... ob die Eurasische Union in der derzeitigen Situation wirklich geeignet ist, die zentralasiatischen Turkstaaten wirschaftlich mehr mit Russland zu verbinden, kann bezweifelt werden. Ich erwarte, dass sich diese Staaten eher vom "sinkenden Schiff" abkoppeln wollen. Für die beiden zentralasiatischen Turk-Staaten Kasachstan und Kirgistan scheint China der attraktivere Partner zu sein.
http://www.tagesschau.de/ausland/eurasi ... n-101.html
Zitat:Eurasische Union nimmt Arbeit auf

Im Sog der russischen Krise

Der heutige Start der Eurasischen Union fällt in eine ungünstige Zeit: Russland als treibende Kraft im Bündnis zieht die anderen Mitglieder in den Sog seiner Wirtschaftskrise. Die vier Ex-Sowjetrepubliken kämpfen mit den Folgen der engen Anbindung und des Rubelverfalls.

Stand: 01.01.2015 09:31 Uhr ....
ganz ehrlich - mangels Alternative wird Weißrussland wohl der einzige Staat sein, der auf seiner besseren Verbindung mit Russland im Rahmen einer "Eurasischen Union" setzen muss.
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#89
Weißrusslands Diktator Alexander Lukaschenko hat sich erneut im Amt bestätigen lassen. Obgleich sich im Lande selbst nicht viel ändern dürfte, deuten manche Medien und Politiker offenbar seine "Handlungen" als Zeichen für eine erhoffte und engere Zusammenarbeit mit dem Westen, ein Zeichen, das dort sogar auf offene Ohren stoßen könnte...
Zitat:Lukaschenko gewinnt fünfte Amtszeit - Annäherung an Westen

Minsk (Reuters) - Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko ist wie erwartet mit großer Mehrheit in eine fünfte Amtszeit gewählt worden.

Der Politiker konnte 83,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, wie die Wahlkommission am späten Sonntagabend mitteilte. Bei der letzten Wahl im Jahr 2010 erhielt Lukaschenko 80 Prozent. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa will am Montag einen Bericht zum Wahlverlauf veröffentlichen. Frühere Urnengänge wurden von ihren Beobachtern als unfair kritisiert. [...]

Bei der Stimmenabgabe am Sonntag erklärte Lukaschenko, sein Land habe vor den Wahlen alles getan, was der Westen verlangt habe. Einer Verbesserung der Beziehungen stehe nichts im Wege. "Jetzt ist eindeutig der Westen am Zug." [...] Diplomaten zufolge könnten die EU-Außenminister die Wahl bei ihrem Treffen am Montag positiv bewerten. Eine Aufhebung von Kontensperrungen und Einreiseverboten könnte demnach in diesem Monat folgen. Die Aufhebung von Sanktionen wäre eine wichtige Erleichterung für die weißrussische Wirtschaft, die unter der Krise in Russland leidet. Das Nachbarland ist der wichtigste Handelspartner.
http://de.reuters.com/article/worldNews ... AR20151012

Schneemann.
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#90
Wir hatten hier mal einen guten Artikel zur Militär Reform im Land.
Die Übergriffe und Straftaten sind dadurch fast schon auf dem Stand wie bei uns.
Verglichen mit Russland oder gar der Ukraine usw ein deutliches Upgrade.

Auch im sozialen wie wirtschaftlichen Bereich liegt das Land in der Region gut.
Ein Blick nach Süden oder aber auch Ost Polen ist da deutlich schlechter.

Diktator oder Präsidial Gesellschaft. Das ist Sache der Menschen dort und nicht von
NGOs u d CIA.
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