Argentinien
#76
Auch rund einen Monat nach dem Verschwinden des argentinischen U-Bootes San Juan gibt es noch keine Spur des Bootes. Offenbar soll aber ein Wassereinbruch durch den Schnorchel den Untergang verursacht haben. Der Marinechef musste unterdessen seinen Hut nehmen...
Zitat:U-Boot-Unglück

Argentinien feuert Marine-Chef

Der argentinische Verteidigungsminister hat den Chef der Marine einen Monat nach dem Verschwinden des argentinischen U-Boots "ARA San Juan" entlassen. Von dem U-Boot fehlt noch immer jede Spur.

Der Chef der argentinischen Marine, Admiral Marcelo Eduardo Hipolito Srur, ist entlassen worden. Das teilte ein argentinischer Regierungssprecher mit. Noch immer gibt es keine Hinweise auf den Verbleib des argentinischen U-Boot "ARA San Juan". [...] In seiner letzten Funkverbindung hatte das im Südatlantik verschollene argentinische U-Boot einen Kurzschluss und ein Feuer gemeldet. Verursacht wurde der Zwischenfall offenbar durch Wasser, das durch den Schnorchel ins U-Boot eingedrungen war.
https://www.tagesschau.de/ausland/argent...t-103.html

Schneemann.
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#77
Die Suche nach dem verschwundenen argentinischen U-Boot San Juan blieb bislang ergebnislos. Boot und Besatzung sind aktuell verschollen. Nachdem bereits im Dezember sowohl die USA als auch Argentinien selbst die Suche nach dem Boot eingestellt hatten, haben Angehörige und Aktivisten nun eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um der Suche neuen Schwung geben zu können. Zuvor hatte bereits die argentinische Regierung eine Belohnung ausgelobt für Hinweise, die zur Klärung des Schicksals des Bootes beitragen könnten.
Zitat:Argentina sub: ARA San Juan relatives to crowdfund new search

Relatives of the 44 crew members of a lost Argentine submarine have begun raising funds to search for it privately.

The navy called off its rescue mission for the ARA San Juan in December, two weeks after it went missing. Relatives have opened an account and asked for the public to donate. No trace of the vessel has been found despite extensive searching underwater and by air. All those who were on board are presumed dead. [...] The navy stopped its rescue mission two weeks after the sub's disappearance saying there was no longer hope of finding any survivors. [...]

More than a dozen countries helped with the official search and 4,000 personnel were deployed. Earlier this month the Argentine government announced it would offer $4.9m (£3.5m) for information that led to the submarine being found. [...]

The Argentine navy's last contact with the vessel was at approximately 07:30 (10:30 GMT) on 15 November 2017, at which point its captain reportedly confirmed that the crew were well.
http://www.bbc.com/news/world-latin-america-43193699

Schneemann.
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#78
In Anlehnung an den Post von Vanitas vom 17.11.2018 im Schiffsunglücke-Thread (hier: https://www.forum-sicherheitspolitik.org...91&page=10) möchte ich die Thematik nochmals hier einstellen. Das bislang verschollene argentinische U-Boot ARA San Juan wurde am 16.11.2018 von der privaten US-Firma Ocean Infinity bzw. von deren Explorations- und Suchschiff Seabed Constructor gefunden, in über 900 m Tiefe und etwa 460 Kilometer östlich der Hafenstadt Comodoro Rivadavia. Angehörige der U-Boot-Besatzung fordern nun eine Bergung des Wracks, was aber bislang als nicht durchführbar bezeichnet wird...
Zitat:Argentinische Regierung schliesst Bergung des gesunkenen U-Boots «ARA San Juan» aus

Vor einem Jahr war die «ARA San Juan» mit 44 Seeleuten an Bord im Südatlantik verschollen. Jetzt ist das Schiff aus deutscher Fertigung auf dem Meeresgrund entdeckt worden. Die Familien der Opfer wollen ihre Angehörigen beerdigen, doch eine Bergung scheint fast unmöglich.

Vor fast genau einem Jahr ist die «ARA San Juan» auf den Grund des Südatlantiks gesunken, jetzt hat eine Suchmannschaft das Wrack des U-Boots der argentinischen Marine in den eisigen Tiefen geortet. [...] Eine Suchmannschaft der privaten Firma Ocean Infinity hatte das gesunkene U-Boot rund 500 Kilometer östlich des Golfs San Jorge vor der patagonischen Küste geortet. Das Schiff sei in einer Tiefe von 907 Metern entdeckt worden, sagte der Kommandant der Marinebasis Mar del Plata den Angehörigen der Seeleute. «Die Hülle ist noch in einem Stück, sie ist total deformiert und implodiert, aber ohne nennenswerte Risse», erklärte Kapitän Gabriel Attis. [...]

Bergung des U-Bootes scheint unmöglich

Die Familien wollen nun ihre Angehörigen beerdigen und fordern eine umfassende Aufklärung des Unglücks. «Wir wollen, dass das U-Boot an die Oberfläche geholt wird. Wir wollen die Wahrheit wissen und die Justiz soll klären, wer dafür bezahlen muss», sagte Juan Aramayo, der Vater eines Besatzungsmitglieds.

Eine Bergung des U-Boots und der Leichen der Seeleute erscheint allerdings unmöglich. «Argentinien verfügt nicht über die technischen Möglichkeiten, das U-Boot zu bergen. Wahrscheinlich gibt es auf der ganzen Welt keine Technologie, um eine Masse von 2300 Tonnen Gewicht aus 900 Metern Tiefe zu heben», sagte Verteidigungsminister Oscar Aguad am Sonntag im Radiosender Mitre. «Das ist keine Entscheidung der Regierung, es geht einfach nicht.»
https://www.nzz.ch/panorama/argentinisch...ld.1437419

Link (spanisch), mit einem Bild von der Fundstelle: http://www.rtve.es/noticias/20181117/arm...0001.shtml

Hinsichtlich der Bergung dürfte die Aussage, dass man hier keine Bergung vornehmen kann wegen der Tiefe und des Gewichts des Wracks, nicht ganz zutreffen (man denke an das Azorian-Project), aber es bliebe dann die Frage, wer hier die Technik stellt bzw. ggf. entwickelt und wer dies bereit ist zu finanzieren...

Schneemann.
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