14.08.2026, 22:07
Ich übernehme dieses Thema mal eins-zu-eins aus dem verlinkten ESUT-Artikel. Ein nach meinem Empfinden spannendes Thema, auch vor dem Hintergrund der Kooperation des Deutschen Kaiserreiches mit dem Osmanischen Reich vor dem Ersten Weltkrieg, als man die sogenannte Bagdadbahn durch Südanatolien und auch durch das extrem schwer zugängliche Taurusgebirge trieb. Die Linie wurde allerdings bis zum Kriegsausbruch 1914 nicht fertiggestellt.
Schneemann
Zitat:Von Istanbul nach Bagdad: Die Rückkehr der Hedschasbahn [...]https://esut.de/2026/08/meldungen/73034/...schasbahn/
Mehr als ein Jahrhundert nach ihrer Eröffnung könnte die Hedschasbahn vor einer Renaissance stehen. Ankara, Damaskus und Amman planen die Wiederbelebung der historischen Strecke. Dahinter stehen wirtschaftliche Interessen, geopolitische Ambitionen und die Suche nach krisenfesten Transportwegen. [...]
Deutsche Ingenieurskunst und deutsche Investitionen unterstützten Anfang des 20. Jahrhunderts das Kernziel des Osmanischen Reiches: die Kontrolle über sein riesiges Reich. Der Ausbau der Eisenbahnverbindung von Istanbul nach Bagdad in die eine und nach Mekka in die andere Richtung sollte den „kranken Mann am Bosporus“ in die Zukunft führen. Besonders die sogenannte Hedschasbahn über Damaskus, Amman und Ma‘an bis hin zu den Heiligen Stätten in Mekka und Medina erleichterte nicht nur Pilgerreisen in die Geburtsregion des Islam, sondern auch die militärische Kontrolle bis tief in die Wüstengebiete der Arabischen Halbinsel.
Ein Riesenprojekt, das den letzten osmanischen Kalifen im Ersten Weltkrieg an die Mittelmächte band. Eine logistische Halsschlagader für die türkischen Truppen und ein strategisches Ziel für Lawrence von Arabien.
Schneemann
