Feuersbrünste in Südwestfrankreich
#1
Leider von unseren Medien kaum beachtet: Die verheerenden Brände in Südwestfrankreich, die gemäß Innenminister Laurent Nuñez mehr als 150.000 Menschen in die Evakuierung gezwungen haben, eine der größten Evakuierungen der französischen Geschichte, bringen auch Deutschland auf den Plan.

Wir helfen unseren Freunden in dieser Katastrophe, leider melden es deutsche Nachrichtenagenturen nur unzulänglich, deswegen eine türkische Quelle...
Zitat:Germany sends firefighting aircraft, crews to help France battle wildfires [...]

Chancellor Friedrich Merz said Saturday that Germany is sending aircraft and emergency crews to help France battle major wildfires in the southwest.

“I am in close contact with (French President) Emmanuel Macron. We are sending assistance to the wildfire-affected areas in France to support our neighbors. A helicopter, an A400 aircraft and emergency personnel are on their way,” Merz wrote on US social media platform X.

“Thank you very much, Germany,” Macron replied in German.
https://www.aa.com.tr/en/europe/germany-...es/4009450

Schneemann
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#2
Die Situation im Großraum Bordeaux: https://firms.modaps.eosdis.nasa.gov/map....88,10.82z
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#3
Die Bundeswehr schickt zwei Hubschrauber: https://defence-network.com/waldbraende-...rankreich/

Gibt es auch von zivilen Kräften Unterstützung für Frankreich und Spanien?
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#4
Zitat:In einem am Sonntag auf X veröffentlichten Beitrag richtete der Präsident der Republik zudem einen „Dank an Rumänien, Kroatien, Deutschland, Portugal, Schweden, die Schweiz, die Tschechische Republik und die Slowakei für ihre wertvolle Unterstützung“ aus.

Was in dieser Situation bemerkenswert ist, ist die die Disziplin der Bevölkerung und der Touristen während der Evakuierung, und die Unterstützung der Einsatzkräfte am Boden durch Bauern, Handwerkern, Baufirmen, Foodtrucks die Essen verteilen, Einwohner die Feuerwachen stellen, oft organisert von den Bürgermeistern, koordiniert durch den Einsatzleiter der Pompiers (Feuerwehr)

Eine Bemerkung zu den Canadair; Sie sind wichtige Hilfsmittel, aber auch keine Feuerlöschflugzeuge, die alleine agieren können. Die Einsatzregeln sind drastisch, Koordination mit den Einsatzkräften am Boden; Die Überlebenschancen unter dem Abwurf von Löschwasser sind sehr gering.
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#5
(27.07.2026, 15:08)MartiniX schrieb: Gibt es auch von zivilen Kräften Unterstützung für Frankreich und Spanien?
Baden-Württemberg hat Frankreich gestern zwei Hubschrauber für den Südwesten angeboten, sowie Volleinsatz bei eventuellen Bränden im benachbarten Grand Est.
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#6
(27.07.2026, 15:23)voyageur schrieb: Die Überlebenschancen unter dem Abwurf von Löschwasser sind sehr gering.
Wieso das?
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#7
Die Feuerfronten haben anscheinend die Bildung eines Feuersturmes bzw. einer Pyrocumulonimbus verursacht:
Zitat:So entstehen die gefährlichen Feuerwolken in Frankreich

Die Waldbrände bei Bordeaux erzeugen ihre eigenen Unwetter: Riesige Pyrocumulonimbus-Wolken fachen das Feuer an und lassen Blitze entstehen. Für Löschkräfte wird der Einsatz noch härter.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natu...3c2658414e

Wobei man dazu sagen muss, dass das Phänomen nicht neu und nur der aktuellen Journalistengeneration kaum mehr bekannt ist, es gab solche "Feuerstürme" auch schon bei schweren Luftangriffen (Tokio, Hamburg, Hiroshima et. al.). Und wenn der SPIEGEL davon schreibt, dass der Löscheinsatz noch härter wird, dann ist das etwas verniedlichend, denn solche Feuer sind faktisch nicht mehr löschbar.

Schneemann
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#8
(28.07.2026, 02:55)muck schrieb: Wieso das?
Das Wasser bzw. Löschmittel kommt nicht nur vertikal durch die Schwerkraft beschleunigt runter, sondern hat initial auch horizontal die Geschwindigkeit des Flugzeugs beim Abwurf. Das so in spitzem Winkel schräg schnell runterkommende Wasser hat durchaus ausreichend Energie, um Bäume umzureissen, Äste abzureissen, Boden aufzureissen und Gestein/Geröll fortzutragen.

Aus Kalifornien dazu:
https://www.firerescue1.com/firefighter-...MxO0KP60h/
Zusammenfassung der Gefahr und Handlungsempfehlungen um mit Glück und Vorbereitung ggf. ein Überleben zu ermöglichen.

[Video: https://www.youtube.com/watch?v=ONdSoiI4zIA&t=65s]
Als Demonstration Video eines Abwurfs (bei 1:05) unterhalb Mindesthöhe auf ein SUV, das einen Totalschaden erleidet und bei dem Passagiere dies nicht überlebt hätten. Und das ist nicht mal perfekt erwischt. Die gezeigte Abwurfmenge entspricht in der Größenordnung etwa der Zuladung einer Canadair.
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#9
Danke … Ich hatte tatsächlich @voyageur's Wortwahl missverstanden, ich dachte, er meinte, der Abwurf sei für die Flugzeugbesatzungen gefährlich. Mein Fehler.
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#10
(28.07.2026, 12:34)muck schrieb: Danke … Ich hatte tatsächlich @voyageur's Wortwahl missverstanden, ich dachte, er meinte, der Abwurf sei für die Flugzeugbesatzungen gefährlich. Mein Fehler.
Sie werfen in 30 bis 50 m Flughöhe ab, es ist kein Massensport.
Zitat: Volleinsatz bei eventuellen Bränden im benachbarten Grand Est.
Die Hubschrauber sind wohl in der Gironde angekommen.
Aber auch der Volleinsatz hilft uns sehr, so können wir wahrscheinlich eine weitere "Colonne Feu" bilden, die Im Südwesten als Verstärkung oder Ablösung gebraucht wird.
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#11
Auch für die Flugzeugbesatzungen ist der Abwurf ziemlich gefährlich. So pi mal Daumen gibt es bei den Einsätzen ein- bis zweimal pro größerer Einsatzrunde (also im Sinne von in dem Jahr) einen Absturz und mehrere beschädigte Flugzeuge. Nur in Frankreich.

Um einen möglichst genauen Abwurf hinzukriegen fliegt man im wesentlichen knapp über Baumwipfelhöhe in stark variablem Terrain, hat durch den Rauch kaum Sicht, das Feuer erzeugt eine ziemlich unvorhersagbare Thermik überm ganzen Gebiet... und dann klinkt man mal eben das halbe Flugzeuggewicht aus...
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#12
Die Statistiken sagen 90 % der Feuer von Menschen verursacht, davon 50 % kriminell. Am Sonntag 34 neue Feuer davon 1 einziges in den Alpen durch Blitzeinschlag.

Die Situation an der Atlantikküste


Waldbrand in den Landes (um Biscarossse)
feu fixé = beherrschtt Teil der Evakuierten durfte wieder zurück

feu maîtrisé = das Feuer gewinnt nicht mehr neues Gelände, aber noch nicht beherrscht Neue Evakuierungen in Lacanau.

Die Feuer vollständig zu löschen wird bei der heutigen Wetterlage noch Wochen dauern, falls es nicht plötzlich anfängt richtig (20 -30 mm pro Nacht) zu regnen.
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#13
Die pompiers kämpfen auf einer Front (Form eines Dreiecks) von 130 km, 2500 Feuerwehrleute,+ Militär + Landwirte + zivile Feuerwachen etc etc
Edit 2750 pompiers 1500 Militärs
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#14
Die Bundeswehr in Aktion
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuer...t-100.html

Wir sind jetzt bei 2350 Pompier vieler Nationen, Flugzeuge auch aus der Türkei/

Eine Drohne Reaper überfliegt die Zone, die Sensoren sind in das CMS der Präfektur eingebunden.

Das Feuer ist stabilisiert ( bleibt in seiner Oberfläche) 90 000 Einwohner können zurück in Ihre Häuser.
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#15
Waldbrände ist auch so ein Thema wo wir durch Sabotageaktionen angreifbar sind.

weiß jemand ob es in der Vergangenheit so etwas gab?
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