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@Nightwach
Zitat:Der Kollaps wird neue Zivilisationen hervorbringen, die die gealterten und geschrumpften Überreste unserer Zivilisationi ablösen werden.
Das wird immer so sein. Und es war schon immer so. Es dauert nur eben länger als die hier postulierten 100 Jahre.
Und ich glaube übrigens, dass uns nicht die großen Risiken (Atomkrieg, "Russe", "Chinese", "Migranten", Rohstoffknappheit, Wassermangel) niederknüppeln werden, sondern die kleinen, unsichtbaren "Monster" und Fieslinge - d. h. Mikroben, Viren, resistente Erreger, und damit verbunden die menschliche Ignoranz, gepaart mit Überheblichkeit.
Das, was du siehst, tötet dich selten, denn du kannst reagieren. Das, was dich tötet, ist das, was du nicht siehst oder nicht sehen willst.
Schneemann
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Das ist doch genau das was wir schreiben: der demograpische Niedergang ist eines dieser Dinge die man nicht sehen will.
Der Zivilisationskollaps wird natürlicht nicht monokausal verursacht sein und er wird nicht zeitgleich überall auftreten, ebenso wie der Bevölkerungsschwund ungleich / assymetriscch verlaufen wird. Aber das erhöht die Probleme nur statt sie zu mindern.
Die aktuelle Komplexität ist nicht nachhaltig, weder vom Kapital (im weitesten Sinne) her, noch von der Demographie her. Insbesondere aber ist sie nicht nachhaltig aufrecht erhaltbar wenn die Bevölkerung zu rasch schwindet und dass ist aktuell der Fall und wird noch etliche Zeit global der Fall sein.
Und damit steht die Menschheit vor einer praktisch nicht auflösbaren Zwickmühle: die Zahl der Menschen muss reduziert werden, ihre bloße Existenz ist bereits nicht nachhaltig aufrecht erhaltbar, sie darf aber nicht zu schnell reduziert werden, während gleichzeitig ein langsames Absinken ebenso unzureichend ist, weil wir längst über alle ökologischen Grenzen weit hinaus sind.
Wir sind zudem unfähig uns an die durch einen zu raschen Bevölkerungsschwund entstehenden Effekte ausreichend anzupassen, insbesondere an die zurückgehenden Erträge, die sinkende Innovation, die Verringerung der Produktivität, den plötzlichen Verlust der Gesamtkomplexität aufgrund der Abhängigkeit von den entstandenen Vernetzungen, den Verlust der Kommunikation und schließlich den Verlust der kulturellen Identität. Aus diesen Gründen ist auch Migration keinerlei Lösung, sondern befördert bzw. beschleunigt noch den Zivilisationskollaps. Schlussendlich ist ein Zivilisationskollaps nur eine Anpassung dahingehend, die für die Aufrechterhaltung notwendigen Kosten pro Kopf zu senken. Die sinkende Komplexität (Verlust der Zivilisation) verändert das Verhältnis von verfügbarer Energie zu Energieüberschuss, welches in Bezug auf die aktuelle Zivilisation nicht nachhaltig aufrecht erhaltbar ist, erhöht die Kohäsion in den Nachfolgegesellschaften und die Wehrfähigkeit gegen zukünftige feindliche Gesellschaften. Der Zivilisationskollaps ergibt sich daher ganz von selbst als zwingende Notwendigkeit bzw. als Selbstläufer aus den Umständen welche die Aufrechterhaltung der gegenwertigen Zivilisation verunmöglichen.