Beachtlich finde ich erst einmal die Position der einzelnen Länder:
Saudi Arabien sucht sich andere Schutzpartner als die bisherigen USA. Deren "Schirm" hat sich nicht nur als löcherig erwiesen. Im Gegenteil: durch den israelisch-/amerikanischen Angriff auf die USA sind die US-Stützpunkte in Saudi Arabien erst zu Zielen der iranischen Gegenschläge geworden.
Und mit Pakistan und der Türkei hat Saudi Arabien zwei Partner mit kampfstarken und kampferprobten Streitkräften, die den Iran faktisch zweiseitig bedrohen, an seiner Seite. Die Saudis haben einen erhöhen Rückversicherungsschutz, selbst wenn sich die USA komplett zurück ziehen.
Mit Pakistan erhalten die Saudis zudem leichteren Zugang zu chinesischen Rüstungsgütern, effizient und preiswert, ohne dass der Zugang zu den US-Waffenschmieden blockiert wäre. Denn die Türkei ist immer noch NATO-Mitglied. Sie kann das Bündnis sogar als "Verlängerung des NATO-Armes" in den Mittleren Osten erklären.
Die
Türkei baut an der Restitution eines osmanischen Imperiums. Der (Noch?-)NATO-Partner löst die USA in seiner regionalen Hemisphäre ab und gewinnt massiv an Einfluss. Mit Syrien in der Hinterhand entsteht eine Achse östlich von Israel. Und das Zerwürfnis zwischen dem Sultan und Bibi ist inzwischen weit über persönliche Animositäten hinaus. Dass sich weder Jordanien noch der Libanon diese Achse längere Zeit entziehen können, darf nicht angenommen werden. Israel dürfte darüber alles andere als amüsiert sein.
Damit bleibt auch das "Dreiergestirn" zwischen Israel, den VAE und Indien eine Verbindung von "Randmächten".
Wenn sich Ägypten dem Bündnis anschließt, dann sind alle maßgeblichen Staaten der sunnitischen Welt in einem Block konzentriert. Es bleibt aber abzuwarten, ob sich der Sultan mit seiner Nähe zu den Muslimbrüdern und die ägyptische Militäraristokratie wirklich arrangieren können. Sollte das der Fall sein, könnte die Hamas im Gaza-Streifen davon profitieren.
Die einzige islamische Atommacht
Pakistan verankert sich noch mehr in der (sunnitisch) islamischen Welt. Bereits in letzter Zeit waren pakistanische Kampfflugzeuge in Saudi Arabien stationiert.
Mit dem Bündnis wird die Rolle der Pakistani als "neutraler Vermittler" zwischen Washington und Teheran aber belastet. Pakistan dürfte künftig als Vermittler ausfallen.
Ich vermute, dass damit auch die Beharrungsposition in Teheran gestärkt wird.
Ich glaube, das war noch nicht verlinkt:
[quote][url=Drei Mächte, ein Schwur – entsteht gerade die sunnitische Nato?
Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben in Mekka einen Militärpakt geschlossen. Die sunnitischen Regionalmächte ziehen ihre Lehren aus dem Irankrieg. Bald könnte ein weiteres Schlüsselland der Region dem Bündnis beitreten.]Drei Mächte, ein Schwur – entsteht gerade die sunnitische Nato?[/url]
Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben in Mekka einen Militärpakt geschlossen. Die sunnitischen Regionalmächte ziehen ihre Lehren aus dem Irankrieg. Bald könnte ein weiteres Schlüsselland der Region dem Bündnis beitreten.
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[quote="Kongo Erich" pid='298934' dateline='1786346716']
Beachtlich finde ich erst einmal die Position der einzelnen Länder:
Saudi Arabien sucht sich andere Schutzpartner als die bisherigen USA. Deren "Schirm" hat sich nicht nur als löcherig erwiesen. Im Gegenteil: durch den israelisch-/amerikanischen Angriff auf die USA sind die US-Stützpunkte in Saudi Arabien erst zu Zielen der iranischen Gegenschläge geworden.
Und mit Pakistan und der Türkei hat Saudi Arabien zwei Partner mit kampfstarken und kampferprobten Streitkräften, die den Iran faktisch zweiseitig bedrohen, an seiner Seite. Die Saudis haben einen erhöhen Rückversicherungsschutz, selbst wenn sich die USA komplett zurück ziehen.
Mit Pakistan erhalten die Saudis zudem leichteren Zugang zu chinesischen Rüstungsgütern, effizient und preiswert, ohne dass der Zugang zu den US-Waffenschmieden blockiert wäre. Denn die Türkei ist immer noch NATO-Mitglied. Sie kann das Bündnis sogar als "Verlängerung des NATO-Armes" in den Mittleren Osten erklären.
Die
Türkei baut an der Restitution eines osmanischen Imperiums. Der (Noch?-)NATO-Partner löst die USA in seiner regionalen Hemisphäre ab und gewinnt massiv an Einfluss. Mit Syrien in der Hinterhand entsteht eine Achse östlich von Israel. Und das Zerwürfnis zwischen dem Sultan und Bibi ist inzwischen weit über persönliche Animositäten hinaus. Dass sich weder Jordanien noch der Libanon diese Achse längere Zeit entziehen können, darf nicht angenommen werden. Israel dürfte darüber alles andere als amüsiert sein.
Damit bleibt auch das "Dreiergestirn" zwischen Israel, den VAE und Indien eine Verbindung von "Randmächten".
Wenn sich Ägypten dem Bündnis anschließt, dann sind alle maßgeblichen Staaten der sunnitischen Welt in einem Block konzentriert. Es bleibt aber abzuwarten, ob sich der Sultan mit seiner Nähe zu den Muslimbrüdern und die ägyptische Militäraristokratie wirklich arrangieren können. Sollte das der Fall sein, könnte die Hamas im Gaza-Streifen davon profitieren.
Die einzige islamische Atommacht
Pakistan verankert sich noch mehr in der (sunnitisch) islamischen Welt. Bereits in letzter Zeit waren pakistanische Kampfflugzeuge in Saudi Arabien stationiert.
Mit dem Bündnis wird die Rolle der Pakistani als "neutraler Vermittler" zwischen Washington und Teheran aber belastet. Pakistan dürfte künftig als Vermittler ausfallen.
Ich vermute, dass damit auch die Beharrungsposition in Teheran gestärkt wird.
Ich glaube, das war noch nicht verlinkt:
[quote]
Drei Mächte, ein Schwur – entsteht gerade die sunnitische Nato?
Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben in Mekka einen Militärpakt geschlossen. Die sunnitischen Regionalmächte ziehen ihre Lehren aus dem Irankrieg. Bald könnte ein weiteres Schlüsselland der Region dem Bündnis beitreten.
Eine Analyse von Dunja Ramadan, Kairo
09.08.2026, 14.28 Uhr
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