Islamische NATO? Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei (Somalia ...)
#16
Zitat:Straße von Hormus
Wie neue Pipelines Irans Macht brechen sollen
Länder am Persischen Golf und die Türkei entwerfen unter Hochdruck Alternativen, mit denen sie die Straße von Hormus umgehen wollen. Doch die Pläne sind riskant – und teuer.

Inga Rogg
23.07.2026 - 08:02 Uhr
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#17
Zitat:„Rein defensiv“ – Saudi-Arabien gründet Militärbündnis ...

Saudi-Arabien hat ein Militärbündnis zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer rund um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab angekündigt. Teil der Allianz sind nach saudischen Angaben 14 Länder, darunter die Golfstaaten Kuwait, Katar und Bahrain sowie Pakistan, die Türkei, Ägypten und Jordanien.
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#18
Was wir schon im Januar auf die Agenda gesetzt haben, ist nun auch in der ZEIT angekommen:
Zitat:Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan unterzeichnen Verteidigungspakt
Der türkische Präsident, der saudische Kronprinz und Pakistans Premier haben einen Verteidigungspakt geschlossen. Er soll die gemeinsame Sicherheit der Länder stärken.

Quelle: DIE ZEIT, AFP, Reuters, lk , mga
Aktualisiert am 7. August 2026, 13:20 Uhr

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben ein gemeinsames Verteidigungsabkommen beschlossen. Bei einem Dreiergipfel nahe der heiligen Stadt Mekka in Saudi-Arabien unterzeichneten der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman und der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif das Abkommen.

Der Pakt sieht laut einer gemeinsamen Erklärung vor, dass jeder bewaffnete Angriff auf eines der drei Länder als Angriff auf alle drei Länder angesehen wird. Er spiegele das Engagement der drei Staaten wider, die gemeinsame Sicherheit zu stärken, und solle Frieden, Sicherheit und Stabilität in der Region und darüber hinaus fördern.

Aus türkischen Regierungskreisen hieß es, das Abkommen sei rein defensiver Natur und sehe die gegenseitige Unterstützung ausschließlich im Verteidigungsfall vor. Es richte sich nicht gegen einen bestimmten Akteur und stehe auch anderen Ländern der Region offen. Zudem hebe es keine bestehenden bilateralen oder multilateralen Abkommen mit anderen Staaten und Organisationen auf und ersetze diese auch nicht.
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Zitat:Nahost-Dreierbündnis
Was ist bekannt zum "Mekka Verteidigungspakt"?
07.08.2026, 22:18 Uhr

Die Lage im Golf spitzt sich zu, proiranische Milizen greifen verstärkt Saudi-Arabien an. Das Königreich schließt daraufhin ein Verteidigungsbündnis mit Pakistan und der Türkei. Was bedeutet der neue Militärpakt?


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Im vergangenen Jahr hatten Saudi-Arabien und Pakistan nach einem israelischen Angriff auf Hamas-Ziele in Katar bereits einen bilateralen Verteidigungspakt geschlossen. Pakistanische Truppen und Kampfflugzeuge sind nun in Saudi-Arabien stationiert.

Unter dem neuen Abkommen zwischen den drei Staaten sei keine solche Stationierung türkischer Truppen in dem Königreich am Golf geplant, hieß es aus den pakistanischen Sicherheitskreisen. Hauptsächlich gehe es um Technologietransfers von der Türkei in Richtung Saudi-Arabien und Pakistan, den Austausch von Geheimdienstinformationen und den Aufbau von Luftabwehrkapazitäten der Partner in Saudi-Arabien. Zudem solle im Zuge der Vereinbarung saudisches Geld in die Verteidigungsindustrie der Türkei fließen.

Pakistan stellt "nukleare Fähigkeiten" zur Verfügung

Die Türkei ist Nato-Mitglied und hat gleichzeitig weitere bilaterale Sicherheitsabkommen mit Nicht-Nato-Staaten abgeschlossen, darunter mit Aserbaidschan und Saudi-Arabien. Zudem beteiligt sich die Türkei an einer von Saudi-Arabien initiierten Anti-Terror-Mission. Außerdem unterzeichnete die Regierung in Ankara ein Abkommen mit Katar, woraufhin ein militärischer Stützpunkt der türkischen Streitkräfte in dem Golfstaat eingerichtet wurde.
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Nach Unterzeichnung des Verteidigungspaktes zwischen Pakistan und Saudi-Arabien hieß es damals aus Islamabad, dass man dem Partner auch nukleare "Fähigkeiten" zur Verfügung stellen werde.

Saudi-Arabien ist bemüht, seine sicherheitspolitische Abhängigkeit von den USA zu verringern und will gleichzeitig seine Rolle als einflussreiche Regionalmacht am Golf ausbauen. Bislang ist Washington der wichtigste Sicherheitspartner Riads. Doch durch die Entwicklungen im Iran-Krieg hat Saudi-Arabien seine Suche nach verlässlichen Partnern verstärkt.

Bündnis zielt auf Milizen ab
Die neue Vereinbarung zwischen den drei Staaten solle nicht als ein Anti-Iran-Bündnis missverstanden werden, sagte Zafar Nawaz Jaspal, Politikwissenschaftler an der Quaid-e-Azam Universität in Islamabad. Pakistan und die Türkei würden recht gute Beziehungen mit Teheran pflegen, während Riad trotz seiner Rivalität mit dem schiitischen Iran eine direkte Konfrontation mit der Islamischen Republik meide.

Vielmehr ziele das Bündnis auf nicht staatliche Akteure wie die Huthi-Miliz im Jemen oder bewaffnete Gruppen im Irak, die Saudi-Arabien angreifen. Auch Pakistan und die Türkei bekämpfen jeweils seit Jahren militante Gruppen innerhalb und außerhalb der eigenen Grenzen, die sie als Terroristen bezeichnen.
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warum braucht es dann die zitierten "nuklearen Fähigkeiten" aus Pakistan in diesem Bündnis?
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#19
Zitat: warum braucht es dann die zitierten "nuklearen Fähigkeiten" aus Pakistan in diesem Bündnis?
In Pakistan hat man jedenfalls so seine eigenen, visionären Ideen

Zitat: Pakistan’s defense minister threatens ‘illegitimate’ Israel after inking pact with Saudis, Turkey
Khawaja Asif urges Muslims to form ‘united military front’ against Jewish state, which he calls ‘a product of the Balfour Declaration’ while ignoring UK role in his own country’s creation

https://www.timesofisrael.com/pakistans-...ebComments
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#20
Ägypten könne beitreten
Zitat:Erdogan plant mit weiteren Ländern für "Mekka-Verteidigungspakt"
09.08.2026, 06:42 Uhr

Ein Verteidigungspakt nach dem Vorbild der Nato - obwohl die Türkei auch dort Mitglied ist, macht sie nun auch mit Saudi-Arabien und Pakistan gemeinsame Sache. Noch mehr Staaten sollen hinzukommen, so der Wunsch von Erdogan. Denn: "Externe Großmächte lösen die Probleme nicht."

Geht es nach der türkischen Regierung, sollte das gerade erst ins Leben gerufene Verteidigungsbündnis mit Pakistan und Saudi-Arabien um zusätzliche Länder erweitert werden. Das sei der ausdrückliche Wunsch von Präsident Recep Tayyip Erdogan, sagte Außenminister Hakan Fidan der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. "Unter der Vision unseres Präsidenten sollten wir uns nicht auf drei Länder beschränken. Wir sollten wachsen und, falls nötig, alle Länder unter diesen Schirm holen." Mehrere Staaten hätten bereits Interesse signalisiert - und er glaube, dass langfristig auch Ägypten beitreten werde, sobald "einige technische Hürden" überwunden seien.
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Jedes der drei Länder des "Mekka-Verteidigungspakts" könne, je nach Bedrohungslage, verschiedene Arten von Unterstützung anfordern - von Geheimdiensthilfe, Logistik und Munition bis hin zu Militäreinheiten. Auch bei der Kommandostruktur werde es Ähnlichkeiten zur Nato geben, sagte Fidan.

Dem Bündnis gehe es nicht zuletzt darum, dass die Streitkräfte der Mitgliedstaaten effektiv zusammenarbeiten können, auch wenn sie unterschiedlich organisiert sind. Gemeinsames Training von Soldaten, Übungsmanöver und vor allem Rüstungskooperation würden ebenfalls dazugehören, erläuterte der Minister.
Lasst mich mal spekulieren:
Ägypten ist eh schon mit einem Fuß in dem Bündnis
Syrien als Klientel-Staat der Türkei steht vor der Tür
Libanon wird sich dann schon geographisch nicht entziehen können, zumal Israel dort - zum Widerwillen der Türkei - sehr aktiv auftritt
Jordanien wird sich dann - zwischen Syrien und den Saudis eingeklemmt - auch nicht entziehen können,
Katar steht eh schon mit einem Fuß im Bündnis.

Das Projekt
Zitat:Geheime Pipeline-Gespräche: Wie Israel und die Golfstaaten die Hormus-Blockade aushebeln wollen
Stand:09.08.2026, 06:32 Uhr

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Das Vorhaben sieht vor, eine Pipeline quer durch die saudische Wüste bis an die israelische Grenze zu bauen, wo eine zweite, bereits Ende der 1960er Jahre in Israel errichtete Pipeline das Öl nach Norden zu Häfen am Mittelmeer transportieren würde. Sollte dies funktionieren, entstünde eine neue Exportroute, die das Rote Meer und die Straße von Hormus umgeht. Der Iran ist entschlossen, seinen Griff auf Hormus zu verstärken, verlangt Transitgebühren und schließt die Passage, sobald ein Konflikt droht – das Problem wird also langfristig bestehen bleiben.
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ist vor diesem Hintergrund auch im übertragenen Sinn "auf Sand gebaut". Weder die Saudis und erst recht nicht die Türkei werden einen solchen Öl- und Gastransfer über Pipelines nach Israel akzeptieren, solange nicht die Eigenstaatlichkeit Palästinas gesichert ist.
Mag sein, dass Israel mit den VAE in ernsthaften Verhandlungen dazu steht - aber die VAE müssen bei einer Projektverwirklichung über saudisches Territorium, egal wie.
Da ist dann eine Pipeline über Jordanien an einen syrischen Mittelmeerhafen oder gar direkt weiter in die Türkei politisch viel einfacher zu verwirklichen. Und wenn man die Libanesen unterstützen will, könnte eine Abzweigung auch zu einem libanesischen Hafen gehen und so das Wohlverhalten der Libanesen gegenüber einem saudisch- türkischen Bündnis honorieren.
Nicht unmöglich ist auch eine Pipeline, die von Saudis Küste aus unter dem Meer nach der Sinai-Halbinsel geführt wird und dann weiter zu einem ägyptischen Hafen führt. Damit wird dem "Engpass Suez-Kanal" ein Bypass gelegt, und Ägypten auch in das Bündnis eingebunden.

Diese Alternativen sind - politisch - alle wahrscheinlicher als eine Pipeline über Israel, so sehr die Ingenieure das auch anders bevorzugen würden.
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#21
Wie allermeistens wir in der Region zwischenstaatlich wahrscheinlich genau garnichts passieren. Den ein oder anderen mehr oder weniger sinnvollen Krieg natürlich ausgenommen.

Aktuell könnten sie ihre neue schöne Allianz ja gleich mal testen; die Houthis ghaben erst gestern wieder Saudi-Arabien angegriffen. Was da mit großer Fanfare gestartet ist kann schnell zur Totgeburt werden.
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#22
(09.08.2026, 10:54)Kongo Erich schrieb: Ägypten könne beitreten
Lasst mich mal spekulieren:
Ägypten ist eh schon mit einem Fuß in dem Bündnis

Welchen strategischen Vorteil sollte Ägypten denn dadurch haben?
Im Gegenteil würde es sich nur in mögliche Kriege der drei Gründerstaaten hinein ziehen lassen.
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#23
Zumal auch die Frage wäre, wie es sich mit laufenden Konflikten verhält hinsichtlich eines "Bündnisfalles"?

Die Saudis führen z. B. und faktisch Krieg im Jemen, die Intensität der Gefechte war zwar infolge Verhandlungen zeitweise etwas abgeflaut, aber aktuell scheint sich die Krise wieder zu verstärken. Und was ist mit Pakistan? Was bedeutet es, wenn afghanische Taliban wieder mal Grenzposten der Pakistanis angreifen und ein halbes Dutzend pakistanischer Soldaten töten? Ist das dann nur eine pakistanische Angelegenheit oder müssen türkische Soldaten dann an den Hindukusch? Schlimmer noch: Was, wenn Pakistanis und Inder wieder mal aufeinander schießen (wie erst vor gar nicht langer Zeit geschehen)? Marschiert Erdogan dann gegen Neu Delhi? Oder was passiert, wenn Fundamentalisten oder kurdische Extremisten aus Syrien oder dem Irak türkische Grenzposten angreifen? Stehen dann Pakistanis in Anatolien?

Diese Bsp. sind sicher nicht unmöglich, und sie zeigen auch die begrenzte Logik hinter dieser "Beistandspflicht" dieses Trios. Nicht ohne Grund werden z. B. Staaten in die NATO nur dann aufgenommen, wenn sie eben nicht in bewaffnete Konflikte verwickelt sind. Weder die Saudis, noch die Türken oder die Pakistanis können diesen Umstand für sich geltend machen.

Schneemann
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#24
(09.08.2026, 13:25)lime schrieb: Welchen strategischen Vorteil sollte Ägypten denn dadurch haben?
Im Gegenteil würde es sich nur in mögliche Kriege der drei Gründerstaaten hinein ziehen lassen.
Ägypten kann sich einen Großteil seiner Rüstung von den Saudis finanzieren lassen (was ja bisher schon passiert, dann aber in einem geordneteren Rahmen abläuft)

(09.08.2026, 15:22)Schneemann schrieb: ...

Die Saudis führen z. B. und faktisch Krieg im Jemen, die Intensität der Gefechte war zwar infolge Verhandlungen zeitweise etwas abgeflaut, aber aktuell scheint sich die Krise wieder zu verstärken. ....

Schneemann
irgendwo in den offiziellen Verlautbarungen war auch ausdrücklich von den Houthis und anderen Rebellengruppen die Rede. Ich denke, für die Türkei gehören da auch die Kurden dazu - und für die Saudis ebenso im Irak schiitische Milizen.
Im Weiteren ist immer ausdrücklich von einem Verteidigungspakt die Rede. Wenn Pakistan also angegriffen würde, dann ... können die Bündnispartner entscheiden, wie sie sich an die Seite der Pakistani stellen.
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#25
Beachtlich finde ich erst einmal die Position der einzelnen Länder:
Saudi Arabien sucht sich andere Schutzpartner als die bisherigen USA. Deren "Schirm" hat sich nicht nur als löcherig erwiesen. Im Gegenteil: durch den israelisch-/amerikanischen Angriff auf die USA sind die US-Stützpunkte in Saudi Arabien erst zu Zielen der iranischen Gegenschläge geworden.
Und mit Pakistan und der Türkei hat Saudi Arabien zwei Partner mit kampfstarken und kampferprobten Streitkräften, die den Iran faktisch zweiseitig bedrohen, an seiner Seite. Die Saudis haben einen erhöhen Rückversicherungsschutz, selbst wenn sich die USA komplett zurück ziehen.
Mit Pakistan erhalten die Saudis zudem leichteren Zugang zu chinesischen Rüstungsgütern, effizient und preiswert, ohne dass der Zugang zu den US-Waffenschmieden blockiert wäre. Denn die Türkei ist immer noch NATO-Mitglied. Sie kann das Bündnis sogar als "Verlängerung des NATO-Armes" in den Mittleren Osten erklären.

Die Türkei baut an der Restitution eines osmanischen Imperiums. Der (Noch?-)NATO-Partner löst die USA in seiner regionalen Hemisphäre ab und gewinnt massiv an Einfluss. Mit Syrien in der Hinterhand entsteht eine Achse östlich von Israel. Und das Zerwürfnis zwischen dem Sultan und Bibi ist inzwischen weit über persönliche Animositäten hinaus. Dass sich weder Jordanien noch der Libanon diese Achse längere Zeit entziehen können, darf nicht angenommen werden. Israel dürfte darüber alles andere als amüsiert sein.
Damit bleibt auch das "Dreiergestirn" zwischen Israel, den VAE und Indien eine Verbindung von "Randmächten".
Wenn sich Ägypten dem Bündnis anschließt, dann sind alle maßgeblichen Staaten der sunnitischen Welt in einem Block konzentriert. Es bleibt aber abzuwarten, ob sich der Sultan mit seiner Nähe zu den Muslimbrüdern und die ägyptische Militäraristokratie wirklich arrangieren können. Sollte das der Fall sein, könnte die Hamas im Gaza-Streifen davon profitieren.

Die einzige islamische Atommacht Pakistan verankert sich noch mehr in der (sunnitisch) islamischen Welt. Bereits in letzter Zeit waren pakistanische Kampfflugzeuge in Saudi Arabien stationiert.
Mit dem Bündnis wird die Rolle der Pakistani als "neutraler Vermittler" zwischen Washington und Teheran aber belastet. Pakistan dürfte künftig als Vermittler ausfallen.
Ich vermute, dass damit auch die Beharrungsposition in Teheran gestärkt wird.

Ich glaube, das war noch nicht verlinkt:
[quote][url=Drei Mächte, ein Schwur – entsteht gerade die sunnitische Nato?
Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben in Mekka einen Militärpakt geschlossen. Die sunnitischen Regionalmächte ziehen ihre Lehren aus dem Irankrieg. Bald könnte ein weiteres Schlüsselland der Region dem Bündnis beitreten.]Drei Mächte, ein Schwur – entsteht gerade die sunnitische Nato?[/url]
Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben in Mekka einen Militärpakt geschlossen. Die sunnitischen Regionalmächte ziehen ihre Lehren aus dem Irankrieg. Bald könnte ein weiteres Schlüsselland der Region dem Bündnis beitreten.
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[quote="Kongo Erich" pid='298934' dateline='1786346716']
Beachtlich finde ich erst einmal die Position der einzelnen Länder:
Saudi Arabien sucht sich andere Schutzpartner als die bisherigen USA. Deren "Schirm" hat sich nicht nur als löcherig erwiesen. Im Gegenteil: durch den israelisch-/amerikanischen Angriff auf die USA sind die US-Stützpunkte in Saudi Arabien erst zu Zielen der iranischen Gegenschläge geworden.
Und mit Pakistan und der Türkei hat Saudi Arabien zwei Partner mit kampfstarken und kampferprobten Streitkräften, die den Iran faktisch zweiseitig bedrohen, an seiner Seite. Die Saudis haben einen erhöhen Rückversicherungsschutz, selbst wenn sich die USA komplett zurück ziehen.
Mit Pakistan erhalten die Saudis zudem leichteren Zugang zu chinesischen Rüstungsgütern, effizient und preiswert, ohne dass der Zugang zu den US-Waffenschmieden blockiert wäre. Denn die Türkei ist immer noch NATO-Mitglied. Sie kann das Bündnis sogar als "Verlängerung des NATO-Armes" in den Mittleren Osten erklären.

Die Türkei baut an der Restitution eines osmanischen Imperiums. Der (Noch?-)NATO-Partner löst die USA in seiner regionalen Hemisphäre ab und gewinnt massiv an Einfluss. Mit Syrien in der Hinterhand entsteht eine Achse östlich von Israel. Und das Zerwürfnis zwischen dem Sultan und Bibi ist inzwischen weit über persönliche Animositäten hinaus. Dass sich weder Jordanien noch der Libanon diese Achse längere Zeit entziehen können, darf nicht angenommen werden. Israel dürfte darüber alles andere als amüsiert sein.
Damit bleibt auch das "Dreiergestirn" zwischen Israel, den VAE und Indien eine Verbindung von "Randmächten".
Wenn sich Ägypten dem Bündnis anschließt, dann sind alle maßgeblichen Staaten der sunnitischen Welt in einem Block konzentriert. Es bleibt aber abzuwarten, ob sich der Sultan mit seiner Nähe zu den Muslimbrüdern und die ägyptische Militäraristokratie wirklich arrangieren können. Sollte das der Fall sein, könnte die Hamas im Gaza-Streifen davon profitieren.

Die einzige islamische Atommacht Pakistan verankert sich noch mehr in der (sunnitisch) islamischen Welt. Bereits in letzter Zeit waren pakistanische Kampfflugzeuge in Saudi Arabien stationiert.
Mit dem Bündnis wird die Rolle der Pakistani als "neutraler Vermittler" zwischen Washington und Teheran aber belastet. Pakistan dürfte künftig als Vermittler ausfallen.
Ich vermute, dass damit auch die Beharrungsposition in Teheran gestärkt wird.

Ich glaube, das war noch nicht verlinkt:
[quote]Drei Mächte, ein Schwur – entsteht gerade die sunnitische Nato?
Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben in Mekka einen Militärpakt geschlossen. Die sunnitischen Regionalmächte ziehen ihre Lehren aus dem Irankrieg. Bald könnte ein weiteres Schlüsselland der Region dem Bündnis beitreten.
Eine Analyse von Dunja Ramadan, Kairo
09.08.2026, 14.28 Uhr
...[/quote]
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#26
Zitat:Neuer Mekka-Pakt in Nahost
Geopolitik-Experte warnt vor Bündnisfall-Domino-Effekt


Donnerstag, 13.08.2026, 15:50

Das neue Verteidigungsbündnis zwischen Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei könnte nach Einschätzung des Geopolitik-Experten Klemens Fischer weit über die Region hinauswirken.

Im Zentrum steht die Frage, was passiert, wenn Saudi-Arabien im Konfliktfall Beistand verlangt, die Türkei eingreift und anschließend selbst angegriffen wird. Dann könnte aus einem regionalen Konflikt rasch ein Fall für die Nato werden. Fischer verweist dabei auf die neue Qualität der Lage und sagt: „Wir erleben das erste Mal, dass drei islamische Staaten wieder ein Bündnis schmieden.“

Fischer warnt vor „Dilemma“ für die Nato
Fischer sieht darin ein neuartiges sicherheitspolitisches Risiko. Der eigentliche Sprengsatz liege in einem möglichen Domino-Effekt beim Bündnisfall: Erst würde das Mekka-Bündnis aktiviert, dann könnte die Türkei im Falle eines Gegenangriffs Artikel 5 der Nato ins Spiel bringen. Damit würde aus einer regionalen Eskalation plötzlich ein Problem für das gesamte westliche Verteidigungsbündnis. Vor diesem Szenario warnt Fischer ausdrücklich:
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der Gedanke war mir gar nicht gekommen. Ich dachte, "wenn die Türkei eingreift und anschließend selbst angegriffen wird" ist das kein Verteidigungsfall, weil ja das vorherige Eingreifen der Türkei ursächlich für den Gegenangriff gewesen ist,
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#27
(13.08.2026, 19:41)Kongo Erich schrieb: der Gedanke war mir gar nicht gekommen. Ich dachte, "wenn die Türkei eingreift und anschließend selbst angegriffen wird" ist das kein Verteidigungsfall, weil ja das vorherige Eingreifen der Türkei ursächlich für den Gegenangriff gewesen ist,

Wäre auch keiner!
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#28
Dann ist es ja gut - denn dieser "islamischen NATO" werden sich noch einige Staaten anschließen, die sich gerade nicht mehr von den USA als Zielscheiben in einem Iran-Konflikt aufstellen und missbrauchen lassen wollen
Zitat:Immer mehr Staaten geraten in den Sog des Golfkriegs
Der Iran greift US-Militäranlagen in arabischen Staaten an und schürt dort den Unmut über die USA. Donald Trump versucht, seine Partner zu beruhigen

Kommentar
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Gudrun Harrer
29. Juli 2026, 13:57
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#29
Ein Kommentar des ZDF:
Zitat:Bündnis Türkei, Saudi-Arabien, Pakistan:
Was das Mekka-Abkommen für die Region bringt

von Christiane Hoffmann, Istanbul

14.08.2026 | 19:16

Durch den Mekka-Pakt wollen Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan militärisch enger zusammenarbeiten, Sicherheit und Stabilität in der Region stärken. Ändert das die Machtbalance?
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